Bilder der Bibel von der Gemeinde

 „Ich werde meine Gemeinde bauen“

Einleitendes

Was Gemeinde ist, wird im NT anschaulich gemacht durch viele Vergleiche/Bilder. Diese Bilder von der Gemeinde helfen uns also, zu verstehen, was Gemeinde Jesu ist.

Nb: Wenn ich sage Gemeinde“, meine ich immer neutestamentliche Gemeinde, Gemeinde Jesu, (nicht die Volksgemeinde des AT.)

Überblick über alle Bilder

1. Ein Bau (1Kr 3,9)

Tempel/Haus Gottes (1P 2,5)

Heiligtum (2Kr 6,9)

Bethaus (Mt 21,13)

Wohnung/Zelt

2. Ein Leib (Rm 12,5)

3. Eine Geliebte

Verlobte (2Kr 11,2)

Ehefrau (Ep 5)

4. Ein „Haus“(im Sinne von Familie) (Heb 3,6)

5. Eine Bruderschaft (1P 5,9)

6. Ein Volk (als erweiterte Familie) (1P 2,9f)

7. Eine Priesterschaft (1P 2,9)

8. Ein Königreich (Kol 1,13)

9. Ein neuer Mensch (Ep 2,15)

10. Eine Schar von Sportlern (1Kr 9,24ff; 2T 2,5)

11. Eine Schar von Sklaven (Rm 6,16ff)

12. Eine Armee (2M 2,3ff; 2Kr 10,3-5)

13. Eine Herde (Apg 20,28)

14. Ein fruchtbringender Acker (1Kr 3,9)

15. Ein Senfbaum (Mt 13,31f)

16. Ein Ölbaum (Rm 11,16ff)

17. Ein Weinstock (Jh 15,1ff)

18. Sonstige Pflanzen (Rm 6,5; Ep 3,17)

19. Ein Licht (Mt 5,14)

20. Stern/Himmelskörper (Pp 2,15)

21. Leuchter (Off 1,12f.16.20)

22. Eine Stadt (Off 21)

23. Ein Brief (2Kr 3,2f)

24. Ein Brot (1Kr 5,7f; 10,17)

Was Gemeinde nicht ist

nicht ein Gebäude

Wenn das NT Gemeinde sagen, meint es nicht einen „Versammlungssaal“

nicht eine traditionelle Einrichtung (Kirchengemeinschaft)
nicht der örtliche Ableger/Vertreter einer Denomination
nicht ein Bündnis von Gleichgesinnten, eine Interessensgemeinschaft
nicht ein von Menschen gegründete und organisierte „Gemeinde“ oder „Gemeinschaft“

So eine „Gemeinde“ kennt die Heilige Schrift nicht. Sondern: Die Menschen sind die Gemeinde.

Wenn das Wort Gemeinde fällt, woran denken Sie? – an eine Sache?

Fragen Sie nicht: In welche Gemeinde gehen Sie?

Fragen Sie: Mit wem [o: Wo] pflegen Sie Gemeinschaft?


A. Die Gemeinde ist Gottes Haus.

Das Bild vom Bau, vom Gottes Haus (Tempel) spricht von verschiedenen Aspekten der Gemeinde:

1. Die Gemeinde ist ein Ort, wo gebaut wird.

Gottes „Tempel“ wird gebaut. „Baustelle“.

Man spricht heute viel von Gemeindebau. Aber was ist nach dem NT Gemeindebau? Wie baut Jesus in der neutestamentlichen Zeit seine Gemeinde?

Das Bild vom Bau wird von Paulus – zusammen mit dem Bild vom Leib – am meisten verwendet. Die Bilder vom Bau (d.h., Haus Gottes) und vom Leib gehen oft ineinander. (Zum Beispiel: „Der Leib wird gebaut.“)

1. Kor. 3,9: … Ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau. 10 Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben wurde, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt, aber ein anderer baut darauf. Ein jeder sehe zu, wie er darauf baut, 11 denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist: Der ist Jesus, der Gesalbte [der Messias]. 12 Ob aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh aufbaut: 13 das Werk eines jeden wird offenbar werden, denn der Tag wird es deutlich machen, weil es (d.i. das Werk) in Feuer enthüllt werden wird; und welcherart das Werk eines jeden ist, wird das Feuer prüfen. 14 Wenn jemandes Werk bleibt, das er darauf baute, wird er Lohn bekommen. 15 Wenn jemandes Werk verbrennen wird, wird er Schaden leiden, aber er selbst wird gerettet werden, aber so wie durchs Feuer.

a. Der Erbauer

Ist letztlich Gott:

Jesus Christus

Zu Matth. 16,18 "Aber auch sage ich dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen. Und Pforten des Todesbereiches werden ihm an Stärke nicht überlegen sein."

Jesus brachte den Namen Petrus mit petra in Verbindung. Es scheint, dass Jesus mit dem Wortspiel sagen will, dass Petr dieser Felsen ist – in einem begrenzten Sinn natürlich. Vgl. die Rolle des Petr in Ag 2 und 8 und 10. Das eigentliche Fundament der Gemeinde ist Christus und seine Lehre (1Kr 3,11; Ep 2,20; Rm 9,33; 1Kr 10,4; 1P 2,4)

Dass das Fundament der Gemeinde auch noch die anderen Apostel werden sollten, widerspricht dem nicht. Vers 19 erklärt, was gemeint ist. Wenn Jesus hier nur den Petrus nennt, schließt er nicht aus, dass die anderen Apostel nicht auch zum Fundament gehören sollten und dass ihnen nicht auch die Schlüssel des Königreichs gegeben werden sollten. Jesus nennt Petrus hier, weil er dieses großartige Bekenntnis abgelegt hat. (Vgl. auch 16,19 mit 18,19 und Joh. 20,23. Was hier dem Petrus gesagt wird, wird dort allen Aposteln gesagt.)

Menschen

1Kr 3,10 Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben wurde, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt, aber ein anderer baut darauf. Ein jeder sehe zu, wie er darauf baut,

Wer baut hier?

Die Erbauer – als Gottes Mitarbeiter – sind die Diener im Werk des Herrn. (Hier: Paulus, Petrus, Apollos, ...).

Womit bauen sie? Was ist das Baumaterial? Entweder Holz, Heu, Stroh oder Edelsteine (vgl. das Material beim Tempelbau Salomos). Die edlen Steine sind Menschen: Wiedergeborene. (vgl. 1P 2,5: als lebende Steine, lasst euch bauen!)

Was wird gebaut?

Gott nimmt Steine vom Schutthaufen dieser Welt, wo sie nichts bedeuteten und Verworfene waren. Jesus reinigt sie und macht sie zu Edelsteinen, zu wichtigen Bestandteilen seines geistl. Hauses.

Wie geschieht Gemeindebau?

1. Zuerst legt man den Grund/das Fundament: Was ist das Fundament?: Christus.

Ist das in Korinth schon gelegt?

Wer legte es?

Wie legte er das Fundament? Indem er das Evangelium lehrte.

Was verkündete er, als er das Evangelium verkündete. Was tat er? (Wie verkündetet er das Evangelium?)

Er verkündete Christus. Denn das Evangelium ist eine Person: Kap. 1,23 und 2,2

D.h., den Grund legte er im Evangelium. Das war die Basis des Glaubens der Korinther. (Die Taufe gehört dazu.)

2. Dann baut man auf dem Grund auf. V. 10. Wie tut man das? Bzw. wie soll man das tun?

Man soll nicht mit Stroh auf dem Grund weiterbauen!

V. 14f: Wenn das Material Stroh war, ist das nicht nur verheerend für den Strohstein, sondern auch zum Schaden für den Erbauer, den Diener im Werk des Herrn. Aber wenn der Arbeiter Edelsteine baute, wird er belohnt werden.

® Was ist Gemeindebau? Jeder Christ könnte und darf Gemeindebau betreiben.

16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempelheiligtum seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand das Tempelheiligtum Gottes verdirbt, wird Gott ihn verderben, denn das Tempelheiligtum Gottes ist heilig, welches ihr seid.

Das Haus (im lokalen Sinn) ist zerstörbar. Gottes Gemeinde am Ort kann untergehen, die allgemeine nicht: Mt 16. (In diesem Sinne ist Pp 1,6 zu verstehen. „der unter euch das gute Werk begonnen...“ Der Sieg der Gemeinde steht fest. Der Einzelne könnte zerstört werden.

Daher ist es so wichtig, wie die Bauenden bauen!

D.h., wir sollen dazu schauen, dass Gott goldene, silberne, edle Steine bekommt in seinem Tempel, nicht wertlose, die schlussendlich verbrennen.

Wie werden sie solche edlen Steine? – durch Lehren und Bewahren und Befolgen alle dessen, das Jesus gesagt hat.


b. Das Ziel

Eph. 2,20-22: „19 Dann seid ihr also nicht mehr Fremde und Ausländer, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausangehörige Gottes, 20 aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten“ (d.h., auf dem Fundament derer, die Apostel und Propheten sind),

(Eph. 2,19-20; Matth. 7,24: Die Rede von Jesus wird zum Felsen, auf den man bauen soll).

 

„… wobei Jesus Christus selbst der den Bau bestimmende Eckstein (o: der an der Spitze oder Ecke liegende Stein) ist, 21 in dem der ganze Bau – zusammengefügt – zu einem heiligen Tempelheiligtum im Herrn wächst, 22 in dem auch ihr mitgebaut werdet zu einer Wohnstätte Gottes im Geist.“

Ein wachsender Bau: Ziel: ein fertiges heiliges Heiligtum im Herrn. Noch ist es „in Bau“ (nicht als unbewohnbare Baustelle zu verstehen, sondern als noch nicht völlig abgeschlossen, z. Bsp. der Herodestempel wurde ca. 80 Jahre lang ausgebaut, und war dennoch brauchbar.)

c. Das Fundament

ist Christus – 1Kr 3,11; bzw. die von den Aposteln überlieferte Lehre von Jesus Christus (Ep 2,20).

Röm. 9,33 (Zitat aus dem AT): „Ich lege in Zijon einen Stolperstein und einen Felsen des Anstoßens,“ Die Gemeinde ist auf dem Felsen Christus gebaut. (vgl. ebenso: 1. Kor. 10,4)

d. Der Eckstein

ist Jesus Christus. 1. Petr. 2,4-7: "... wobei ihr im Kommen zu ihm, einem lebenden Stein, von Menschen verworfen, aber bei Gott erwählt und kostbar, auch ihr selbst wie lebende Steine gebaut werdet als ein geistliches Haus, eine heilige Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus. Darum steht auch in der Schrift: Siehe! Ich lege in Zijon einen den Bau bestimmenden Eckstein, einen erwählten, kostbaren, und der, der auf ihn vertraut, wird gar nicht beschämt werden. Euch also, den Glaubenden, gilt der Kostbare. Aber den im Unglauben Ungehorsamen wurde der Stein, den die Bauenden nach Überprüfung verwarfen, dieser wurde zum Haupt der Ecke."

Er stützt die Steinreihen

Oft ein größerer Stein, wenn er groß genug ist, kann er mehrere Steinreihen stützen, die von da als Mauern in zwei Richtungen angefügt werden können.

Er bestimmt die Richtung des Baus.

„einen den Bau bestimmenden Eckstein“ 1P 2,5f; Ep 2,20


e. Der Schlussstein

1P 2,5f; Ep 2,20: Der Eckstein kann auch der Schlussstein sein: „der an der Spitze oder Ecke liegende Stein        

a) eines Kuppelbaus, der die Kuppel zusammenhält

b) einer Pyramide, die die Pyramide abschließt.

Jesus Christus ist heute schon der Schlussstein, aber der Bau ist noch nicht fertig.

Es ist ja möglich, einen Stein mit Strahlen in der Luft festzuhalten. Man sieht die Strahlen nicht, sieht nur den Stein in der Luft. – Gott hält seinen Schlussstein oben im Himmel „in der Luft" fertig. Dieser Schlussstein hat genau die Dimensionen, die Richtungen, die dann die ganze Pyramide hat.

So gibt der Herr Jesus als Fundamentstein UND als Schlussstein die Linien/Richtungen für den Bau an.

Das Zeugnis von Jesus Christus durch Apostel und Propheten ist das, womit wir bauen, bis der Bau fertig ist, wenn Jesus Christus zurückkommt und dann den Schlussstein bildet.


2. Die Gemeinde ist ein Ort der Heiligkeit.

Im Gr. 2 Wörter für das Haus Gottes: „Tempel“ und „Heiligtum“:

Hieros = die Tempelstätte, d.i. das Tempelgebäude mitsamt dem Umfeld; dem Tempelareal.

Naos = Kapelle oder Heiligtum. – Der eigentliche Tempel, das Innere (ohne Vorhof)

Die Gemeinde ist beides: Tempel und Heiligtum.

„Heiligtum“ bedeutet: Gott wird darin geheiligt. Das Haus ist dem Herrn heilig, ihm zugeordnet.

Das Heiligtum ist nur für ihn da.

Die Gemeinde Jesu betet: „Dein Name werde geheiligt.“ Und ® gleich Erhörung. Gottes Name wird hier geheiligt, besonders gehalten, geehrt, ...

Seine Priester dienen ihm „in Verehrung“. Vgl. Rm 1,9: „…dem ich in meinem Geist [in Verehrung] diene in der guten Botschaft seines Sohnes“.

 

Wie?

a) durch Lob (Heb 13: Opfer des Lobes)

b) durch Geben (Heb 13 Mitzuteilen ...)

c) durch Hingabe  (1P 2,5; Pp 2,17)

d) durch gegenseitiges Auferbauen (Ep 4).


3. Die Gemeinde ist ein Ort, wo gebetet wird.

„Tempel“ spricht von Gebet: Ein Bethaus

Beachte: Wenn wir Gemeinde sagen, meinen wir nicht „Versammlungssaal“ oder NUR die Sonntagsversammlung. Gemeinde ist: Erlöste Menschen!

Gott wird darin angebetet: Matth. 21,13: "Und er sagt zu ihnen: Es ist geschrieben: Mein Haus wird ein Haus des Gebets genannt werden. Aber ihr habt es zu einer Räuberhöhle gemacht."

Jeder Christ individuell.

„O, dass mein Herz ein Altar wäre, voll Räucherwerk des Gebets!“ Dass in diesem Haus stets angebetet würde, sollte unser Gebet sein.

Gemeinsam.

Mt 18,19f: „Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch sich auf der Erde einigen, in Bezug auf jede Sache, um die sie bitten mögen, wird es ihnen bei meinem Vater, der in den Himmeln ist, gewährt werden, denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammengekommen sind, da bin ich in ihrer Mitte."

Gemeinsames Gebet gehört in die Hauptversammlung (Sonntagmorgen) – nicht (nur) vorher.

Gebetsgemeinschaft soll in erster Linie dort stattfinden, wo Gemeinde als Gemeinde zusammenkommt.


4. Die Gemeinde ist ein Ort der Begegnung.

Das Haus Gottes ist für die Begegnung bestimmt.

Christen begegnen Gott, Christen anderen Christen und Außenstehende.

a. Mit Gott

Im Alten Testament kam man zu Gott, wenn man sich versammelte. So war das Haus des Herrn ein Ort der Zusammenkunft, zuallererst mit Gott, aber auch mit Mitmenschen. Vgl. „Zelt der Begegnung“

„Haus Gottes“ spricht von Gottes heiliger Gegenwart.

Heute geht man stattdessen „in die Kirche“, oder „in den Gemeindesaal“ oder „in die Predigt“. Das sind Ausdrücke, die zeigen, dass das Christentum verkümmert ist.

Im Alten Testament geht man zum Herrn. Wenn individuelle Israeliten zum Herrn gingen, zur Stiftshütte, wo der Herr sich offenbaren wollte, kamen sie zueinander.

Im NT:

Ep 2,17 „Nachdem er gekommen war, brachte er gute Botschaft, Frieden, euch, den Fernen, und den Nahen: 18 durch ihn haben wir beide in einem Geist den Zutritt zum Vater. 19 Dann seid ihr also nicht mehr Fremde und Ausländer, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausangehörige Gottes.“

Christen bewegen sich in Gottes Gegenwart! ( und sollen von daher geprägt werden).

b. Mit Hausgenossen

Wenn einzelne Israeliten sich mit Gott treffen wollten, trafen sie sich auch miteinander.

Auch im NT: Menschen begegnen dem Herrn und einander: "So seid ihr also nicht mehr Fremde und Ausländer, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen." Eph. 2,19

"Hausgenossen" = eine Familie von Kindern Gottes, Brüdern und Schwestern.

Gemeinde Jesu soll sich treffen, soll zusammenkommen. Heb 10,24: „nicht in unserem Zusammenkommen nachlassen

Neutestamentliche Gemeinde ist ein Haus

Christen sollten sich regelmäßig treffen, dürfen sich aber auch dazwischen immer wieder unregelmäßig treffen.

Wir müssen unterscheiden zwischen den erlösten Menschen (= die Gemeinde des Herrn) und der Versammlung dieser erlösten Menschen (Versammlung der Gemeinde).

Falsch: In welche Gemeinde gehst du? Man geht nicht in eine Gemeinde, man ist schon dort. Man gehört schon dazu. Man geht in eine Gemeindeversammlung. Und dazu gehört man nur, wenn man dort ist, wo sie sich versammelt.

(Zu einer Gruppe gehöre ich, wenn ich anwesend bin.)


c. Mit Außenstehenden

Christen sollten in kleineren und größeren Kreisen Nichtchristen willkommen heißen. Es gibt im Neuen Testament keine Art von christlicher Zusammenkunft, wo Nichtchristen nicht dabei sein dürften. 1. Kor. 14 setzt voraus, dass Ungläubige zugegen sein konnten. Die Gemeinde Gottes übt Gastfreundschaft.

(Nb: das heißt nicht, dass es nicht Treffen gäbe, wo nur bestimmte Leute sich treffen: z. Bsp. die Ältesten.)

Exkurs: Gottesdienst für Außenstehende?

Im Neuen Testament lädt man nicht zum Gottesdienst ein. Die Zusammenkunft ist eine der Gläubigen, (Ungläubige dürfen dabei sein, aber wir richten uns nicht nach ihnen aus)

Exkurs zum Mahl des Herrn

Es sollte beim Abendmahl darauf hingewiesen werden, dass es nur für Christen ist. Ungläubige dürfen aber dabei sein. (Vgl. 1. Kor. 11). Jedoch hält niemand einem Nichtchristen die Hand vor den Mund, wenn der Kelch gereicht wird, in Sorge dass er vielleicht doch trinken würde. Die Gemeinde hat keine Polizei, die das Abendmahl überwacht. Es ist dem Gewissen des einzelnen Menschen überlassen; und Gott wird dafür sorgen, dass gestraft wird, wo verkehrt gehandelt wurde (1. Kor. 11,30).

Trennung des Zusammenkommens in einen Teil, bei dem Nichtchristen dabei sein dürfen, und einen, bei dem das Abendmahl gefeiert wird, kennt das Neue Testament auch nicht.

Letztlich wissen wir es ja nie, ob wir es nur mit Christen zu tun haben oder nicht. Auch Paulus weiß es nicht. Daher ruft er auf: "Prüft euch, ob ihr im Glauben seid.": 2. Kor. 13,5


5. Die Gemeinde ist ein Ort, wo man wohnt.

Tempel/Gotteshaus spricht vom Wohnen Gottes bei den Seinen.

Das Thema zieht sich durch die ganze Heilige Schrift.

Im AT

– Eden

–Stiftshütte (Wolke: 2M 40 – sie bauten, wie der Herr Mose geboten, nach dem gezeigten Muster ... )

– Tempel (Wolke: 1Kön 6; Hes 8-11: Wolke verschwindet, – erst zögernd, ...)

In Christus auf Erden

– Der Herr kommt zu seinem hl. Tempel (Mal 3)

Jh 1,14

Jh 2 Tempel des Leibes Christi

In der Ewigkeit

Off 21,1ff Gottes Zelt bei den Menschen .

Off 21,27: Tempel sah ich keinen . ® Der Herr ist der Tempel.

Jh 14,2-3: „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen [Stätten zum Bleiben]. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt: Ich gehe, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich gehe und euch eine Stätte bereite, komme ich wieder; und ich werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seid.

Jh 17,24 Vater, ich will ...

In der Gemeinde Jesu

2. Kor. 6,16: „denn ihr seid ein Tempelheiligtum des lebenden Gottes, demgemäß wie Gott sagte: „Ich werde in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln, und ich werde ihnen Gott sein, und sie werden mir Volk sein.“ {3.M 26,11.12}

 

Gottes Wohnen spricht von Gemeinschaft. Gott will mit den Seinen Gemeinschaft haben.

 

Der dreieinige Gott wohnt in ihnen (d.h., in den Gemeindemenschen), wie in einem Hause:

Der Vater und der Sohn: Joh. 14,23: „und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen

Der Heilige Geist: 1Kr 3,16 „… dass Gottes Geist in euch wohnt

„Ihr aber, ihr seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, unter der Voraussetzung, dass Gottes Geist in euch wohnt.“

Der Sohn: Ep 3,17: um Christus in euren Herzen wohnen zu lassen durch den Glauben

 

Und: Gemeindemenschen sind im Vater, im Sohne und im Heiligen Geist:

Der Vater und der Sohn: 1. Thess. 1,1: „An die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus

Der Geist: Röm. 8,9 „ihr seid nicht im Fleisch, sondern im Geist“


6. Die Gemeinde ist ein Ort, wo Gott thront.

Wer regiert?

Im AT war der Tempel der Ort, wo Gott thronte:

Zuerst mal ist der Himmel, die Stätte, wo Gott thront: 1Kg 8,30.39.43.49;

dann aber auch die Stiftshütte bzw. der Tempel: 1Sa 4,4; 6,2; Ps 99,1 (ELO: „Er thront zwischen den Cherubim“); 1Kg 8,13 (ich habe ein Haus gebaut, „eine Stätte, wo du thronen sollst für Ewigkeiten“)

Jer 3,16 „Und es wird geschehen, wenn ihr euch im Land vermehrt und fruchtbar seid in jenen Tagen, spricht der HERR, wird man nicht mehr sagen: «Die Bundeslade des HERRN»; und sie wird keinem mehr in den Sinn kommen, und man wird nicht mehr an sie denken noch sie suchen, und sie wird nicht wiederhergestellt werden. 17 In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron des HERRN nennen, und alle Nationen werden sich zu ihr versammeln wegen des Namens des HERRN in Jerusalem.“ (Vorher war also die Bundeslade, der Ort, wo Gott thronte)

 

Jh 1,51:

Den Himmel geöffnet: Sie werden einen permanent offenen Himmel über Jesus sehen. Darin werden sie sehen, dass zwischen JESUS CHRISTUS und Gott keine Barriere besteht. Die himmlische Welt bricht ungehindert herein. Hier: Bild von der Verbindung zwischen Himmel und Erde.

Vgl. Jakobs Leiter. Dort in Bethel „Haus Gottes“: 1. Mos 28: Leiter = Verbindung zw. himml Welt und ird. Welt. Die Engel stiegen rauf und nieder. ® “Hier ist Bethel (Gottes Haus/Wohnung auf Erden!)“ 28,17 – hl. Stätte, ist dort, wo der Messiaskönig ist. Hier ist das TOR des Himmels; Tor=Regierung: D.i. die himmlische Regierung durch JESUS CHRISTUS beginnt in Menschen, die aus falschen, trügerischen Jakobs wahre Israeliten werden! Hier ist der Beginn der Erfüllung der gewaltigen Heilsverheißungen Gottes an Israel.

 

Die Messianische Heilszeit ist eine Zeit, in der Himmel und Erde näher zusammenwachsen. Das neue Gottesreich hat mit JESUS CHRISTUS als König, durch Jesu Kommen/ Sterben/ Auferstehen/ Geistausgießung und Gemeindebau begonnen!

 

Wo Gemeinde Jesu ist, ist Regierung Gottes.

Wo Christus Wohnung bezog, da will er thronen: Ep 3,16f: „damit er euch gebe nach den Reichtümern seiner Herrlichkeit, durch seinen Geist mit Kraft mächtig zu werden in den inneren Menschen hinein, 17 um Christus in euren Herzen wohnen zu lassen durch den Glauben

 

Mein Herz – Christi Wohnung, ® wo er regieren darf.

Und: Christen sollen lernen zu regieren:

Wo man sich Christus (im Letzten) nicht unterordnet, da hat man es nicht mit Gemeinde zu tun:

Ep 5,24: „Jedoch wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen in allem den eigenen Männern unterordnen.“

So wird auch in der Zuk. sein: Off 7,15: „Deswegen sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm [in Verehrung] Tag und Nacht in seinem Tempelheiligtum. Und der, der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen [und um sie] zelten.“

7. Die Gemeinde ist ein Ort der „Weisung“.

Thora ist Weisung: Unterweisung und Anweisung.

Tempel: Der Ort, wo Gottes Wort (Gesetz) im Zentrum steht/liegt.

AT: Die Priester/Schriftgelehrten lehrten im Tempel, auch Jesus lehrte im Tempel: Lk 19,47; 20,1; Jh 18,20; vgl. Ag 2,46; 3,11f; 5,20f.25.

Jh 1,37 Die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus. 38 Jesus wandte sich um und sah sie an, während sie ihm folgten. – „Was sucht ihr?” sagte er zu ihnen. – Sie sagten zu ihm: „Rabbi” (das heißt übersetzt: Lehrer) „wo wohnst du, wo ist deine Bleibe?”

Wo Jesus Christus heute wohnt, da darf Weisung (= Unterweisung und Anweisung) geschehen.

Dazu gibt es viele Stellen im NT: z. Bsp. 1Th 5,11 „Darum ruft einander auf (fortwährend oder immer wieder) und einer baue (fortwährend oder immer wieder) den anderenso, wie ihr auch tut.“

Wo Christen zusammen kommen, soll man sich aufbauen, nicht niederreißen.


8. Die Gemeinde ist ein Ort der Offenbarung.

AT:

Stiftshütte: 2M 25,22 (iVm V. 8): Gott offenbart sein Wesen. „V. 22: „Dort werde ich mich dir zu erkennen geben und dir über der Deckplatte zwischen den beiden Kerubim, die auf der Lade der Bundesurkunde sind, alles sagen, was ich dir für die Israeliten auftragen werde.”

Der alttestamentliche Tempel sollte ein weltweites Zeugnis vom Charakter Gottes sein! vgl Apg 8; 1.Kön 9 Saba; Gebetshaus für alle Nationen; ... Heiden kamen und sahen, – keine Statue, kein Bild; aber durch die Verlesung der hl. Schriften, durch die Verkündigung und durch den alttestamentlichen Gottesdienst sahen sie, wie Gott ist!

Das war der Dienst des Priesters im Tempel: Den Leuten erzählen, wie Gott wirklich ist. Schriften aufbewahrt; Gottes Zeugnis - im Tempel aufbewahrt!

Vgl. Jh 2: Weshalb wurde Jesus zornig in? – Weil Gott (in seinem Tempel) falsch dargestellt wurde: als Räuber, anstatt als Geber.

NT:

Gott offenbart sich den Seinen:

Jh 14,21.23: Wer meine Gebote hat und sie bewahrt [und hält], der ist es, der mich liebt; und wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbar machen. …23 Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort bewahren [und halten], und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm hin kommen und eine Bleibe bei ihm machen.“

Es geschieht Wachstum an Erkenntnis Gottes und Christi; Erleuchtung.

Gott offenbart sich in seinen Heiligen, in seiner Gemeinde, besonders wenn sie zu seinem Namen hin versammelt ist:

1Kr 12,7:Einem jedem wird die Offenbarung des Geistes zur Förderung gegeben, 8 denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen das Wort der Kenntnis nach demselben Geist

d.h., der Geist offenbart sich, manifestiert sich – durch das [o: beim] Ausüben der Gnadengaben: Verkündigung, Vorlesen von Gottes Wort, persönl. Gespräch, und durch die Lebensführung der einzelnen.

1Kr 14,26: „Wann ihr zusammenkommt, hat jeder von euch etwas: Er hat einen Psalm; er hat eine Lehre; er hat eine Sprache; er hat eine Enthüllung; er hat eine Übersetzung. Alles geschehe [stets] zur Erbauung.“

Ep 3,18: „damit ihr, … im Stande seid, mit allen Heiligen [für euch] zu erfassen, welches die Breite und Länge und Tiefe und Höhe ist“


9. Die Gemeinde ist ein Ort der Aufbewahrung der Wahrheit.

1. Tim. 3,14f: „Dieses schreibe ich dir in der Hoffnung, schneller zu dir zu kommen, 15 falls ich aber säume, damit du weißt, wie es sich gebührt, sich zu verhalten im Hause Gottes, welches die Gemeinde des lebenden Gottes ist, Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit.“

Die Gemeinde Jesu ist „ein Pfeiler und Fundament der Wahrheit, weil Gottes Wort darin aufbewahrt wird.

Sie trägt das Wort Gottes. Sie sorgt dafür, dass die Wahrheit erhalten bleibt und aufbewahrt wird.

Wie tut sie das?

AT: In der Stiftshütte aufbewahrt.

In neutestamentlicher Zeit: Juden hatten eine Kopie des Wortes Gottes in der Synagoge.

(Es gab auch in den Familien viele Kopien. Sogar Kinder hatten Bibelteile auf kleinen Rollen.)

im NT: In der Gemeinde Jesu wird Gottes Wahrheit aufbewahrt:

Durch sorgfältigen Umgang mit den Kopien der Bibel

Bibel - ehrfurchtsvoll behandeln, nicht werfen.

Durch Herstellen und Verbreiten der Kopien der Bibel

Die Gemeinde sorgt dafür, dass es immer wieder für alle genug Bibeln gibt.

Durch gute Verkündigung des Inhalts

Die Gemeinde ist auch dafür verantwortlich, dass wir ein gutes Verständnis von der Bibel haben.

Durch Auswendiglernen

Ps 119: 11+9 = 119 ® im Herzen aufbewahrt.

Bsp von der Frau, die dem Kind im Mutterschoß vor der Geburt Ps 23 aufsagte. ® Luca und der Ps 23.

Durch Anwenden und Gestalt-Annehmen im Leben

Weißt du welche die beste Übersetzung ist?: Die meiner Mutter.

Welche Bibel lesen die Außenstehenden?

Die Gemeinde Jesu stellt das Wort Gottes in Leben dar:

Pp 2,16: „darhaltend (o: festhaltend und darstellend) das Wort des Lebens


10. Die Gemeinde ist ein Zufluchtsort.

Gottes Haus – eine Zufluchtstätte.

Nb: Beachten wir: Mit „Gemeinde“ ist nicht das gemeint, das wir meinen wenn wir fragen: „In welche Gemeinde gehst du?“

Zuflucht für Verirrte und Heilssuchende

1. Kön. 8,41-42 (vgl. Apg. 8,27).

(Vgl. auch das Umfassen der Hörner des Altars)

Da jeder einzelne Christ ein Tempel ist, sollte jeder Christ auch eine Anlaufstelle für Heilssuchende sein: 1. Petr. 3,15.

Jeder Christ sollte andere Menschen in sein Leben hinein willkommen heißen, so dass ein anderer mit seinen Problemen bei ihm Zuflucht finden darf. D.h.: „Heilsgastfreundlichkeit“.

Trost und Geborgenheit für Kleinmütige

1Th 5,14: „tröstet die Kleinmütigen“

Jh 14,2-3: „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen [Stätten zum Bleiben]. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt: Ich gehe, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich gehe und euch eine Stätte bereite, komme ich wieder; und ich werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seid.

Auch in der Zuk:

Vgl. Off 7,15f: 15 Deswegen sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm [in Verehrung] Tag und Nacht in seinem Tempelheiligtum. Und der, der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen [und um sie] zelten. 16 Sie werden nicht mehr hungern; auch werden sie nicht mehr dürsten; auch wird die Sonne gar nicht auf sie fallen, auch jede Hitze nicht, {vgl. Jes 49,10} 17 weil das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, ein Hirte für sie sein wird und sie zu lebenden Wasserquellen führen wird. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.” {vgl. Jes 25,8}

Off 21,3-4: 3 Und ich hörte eine große [laute] Stimme aus dem Himmel, die sagte: „Siehe! – das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen zelten [o: wohnen; vgl. Stiftshütte], und sie werden seine Volksscharen sein, Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 4 Und Gott wird jede Träne von ihren Augen wegwischen {vgl. Jes 25,8}, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch wird es je mehr Schmerz geben, weil das Erste vergangen ist.”

Versorgung und Pflege für Kranke und Schmachtende.

Shalom. Ep 5.


11. Die Gemeinde ist ein Ort der Schönheit.

Im AT: Der Tempel war prächtig, geschmückt.

Ps 84,2: „Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen.“

Ps 29,9: “In seinem Tempel ruft alles: Herrlichkeit!”

Ps 93,5: „Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, HERR, für alle Zeiten.”

Esr 7:27 Gepriesen sei der HERR, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus des HERRN herrlich zu machen, das in Jerusalem ist

Jes 60,7: „Ich werde das Haus meiner Herrlichkeit herrlich machen.“

Im NT:

Gottes Haus ist herrlich: weil:

a. Die „Steine“ sind verherrlichte Menschen:

Rm 8,29.30: „Aber die er rechtfertigte, diese verherrlichte er auch.“

Sie sind schon verherrlichte in Christus (Stellung).

Vgl. Jh 17: „die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben“.

Sie werden durch Christus (in einem Prozess) verwandelt zu Herrlichen.

 Ep 5,26: „damit er sie, nachdem er sie durch das Wasserbad im Wort gereinigt hatte, heilige, 27 damit er sie sich selbst darstelle als die herrliche Gemeinde, ohne einen Flecken oder eine Runzel oder etwas Ähnliches, sondern damit sie heilig und tadellos sei.“

Sie werden in Zukunft alle herrlich sein.

1Jh 3,1.2;

Off 21; 2Th 1.

b. In Gottes Haus soll es schön und lieblich zugehen.

1Kr 14,40: „Alles geschehe mit Anstand [in geziemender Weise] und ordnungsgemäß.“ Und 16,14: „Alles bei euch geschehe in Liebe“; vgl. 1T 3,15; Kol 2,5).

c. In Gottes Haus ist vieles „edel“, lieblich und schön.

Schönheit drückt auch das Wort kalos, „edel“ aus:

1T 2,3 ein ruhiges und stilles Leben führen in aller Ehrfurcht und Ehrbarkeit ist edel;

1P 2,12 das Leben unter den Heiden edel führen;

1T 5,3 den Eltern Ehrfurcht zu erweisen und Empfangenes zu vergelten ist edel

Jk 3,13 edles Verhalten;

2Th 3,13 das Edle tun;

1T 5,4; 1T 5,10.24; 6,18; Tit 2,6.14; 3,8.14 u.a. edle Werke;

1Th 5,21 das Edle festhalten;

Rm 10,15 schön sind die Füße derer, die Gutes verkündigen

Heb 6,5 das edle Wort Gottes;

1T 4,6 und Tit 2,3 die edle Lehre;

2T 1,14 das edle Anvertraute;

Ga 5,7 ein edler Lauf;

1T 1,18; 6,12 und 2T 4,7 ein edler Kampf;

2T 2,3 edle Soldaten;

1T 6,12f ein edles Bekenntnis;

Jk 2,7 der edle Name;

Jh 10,11 der edle Hirte;

1T 6,19 ein edles Fundament für die Zukunft;

1T 3,1 das Werk eines Ältesten ist edel;

1T 5,17 Älteste sollen in edler Weise vorstehen;

1P 4,10 edle Verwalter;

1T 4,6 ein edler Diener Jesu Christi;

1T 3,13 eine edle Ehrenstufe;

Mt 3,10 edle Frucht;

1Kr 14,17 Danken ist etwas Schönes

Pp 4,8 Was lieblich ist, dem ist nachzusinnen;

(Nb: 1T 4,4 Alles von Gott Geschaffene ist edel, solange es nicht durch Sünde verunreinigt und unschön wird.)

 

12. Die Gemeinde ist ein Ort der Sicherheit.

Mt 16,18ff unerschütterlich, unzerstörbar - im universalen Sinn. Sie wird überleben! Ihr Sieg ist sicher. Jesus Christus bürgt dafür.

Die Gemeinde Jesu ist ein Pfeiler und Fundament. Weil Gottes Wort Wahrheit in ihr ist und Gottes Wort nicht untergeht, wird sie nicht untergehen. Die Wahrheit ist eine Person: Jesus Christus.

Auch in der Zuk.: Vgl. das Bild von der Stadt in Off 21.


B. Die Gemeinde ist Christi Leib.

1. Die Gemeinde ist eine Wirklichkeit.

Röm. 12,4.5: "... denn gleichwie wir an einem Leibe viele Glieder haben, nicht aber alle Glieder dieselbe Verrichtung, so sind auch wir, die Vielen, ein Leib in Christus, als einzelne Glieder voneinander."

Christus hat einen Körper. Mit seinem ersten Körper, den er immer noch – in verwandelter Form – hat, hat er Gott in dieser Welt dargestellt. An Jesus Christus in Menschengestalt war Gott zu lesen: Joh. 14,9. Der Körper ist das Mittel, wodurch eine Person sich zum Ausdruck bringt. So ist es mit dem zweiten Leib Jesu, der Gemeinde: Mit ihr möchte sich Jesus Christus in dieser Welt ausdrücken – durch ihren Mund und ihr Leben, durch Reden und Handeln. Mit unseren Worten sollen wir sprechen, was Gott spricht und wie Gott spricht. Und mit unserem Handeln soll das Wesen Jesu Christi zum Ausdruck gebracht werden.

2. Gemeinde ist mit Christus identifiziert.

1. Kor. 12,12: „denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind, so ist auch der Christus [der Gesalbte]“ Alle Glieder zusammen mit dem Haupt bilden den ganzen Leib. Christus identifiziert sich mit dem Leib.

Der Leib ist ein Kundgebungsorgan des Geistes; er ist das, wodurch sich Jesus Christus heute in der Welt darstellt!

Durch die Gemeinde Jesu offenbart sich das Leben Jesu Christi und die Weisheit Gottes heute.

Eph 3,10: „…damit nun den Erstrangigen und Autoritäten in den himmlischen [Bereichen] durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes kund würde


3. Die Gemeinde ist nur eine.

1. Kor. 12,12: „denn gleichwie der Leib einer ist“

® d.h.:

a. Nur eine Art von Gemeinde

Es gibt nicht zwei Arten von Gemeinde in dem Sinne, dass e i n e unsichtbar, die andere sichtbar wäre.

Die Gemeinde ist in einem gewissen Sinne nicht sichtbar. Ich sehe nur Menschen im Leib. Der Leib des Menschen verhüllt das Innere. Solange wir äußerlich nicht im Heil sind, ist Gemeinde unsichtbar.

Joh. 1,14: als Jesus sprach, lebte, lehrte, ... seine Mimik, seine Gebete, ...da wurde das innere Wesen sichtbar, sodass etwas von dieser Herrlichkeit sichtbar wurde.

dh: dieselben Personen sind manchmal sichtbar und manchmal unsichtbar

Wer sieht die Gemeinde am Ort? Wer könnte feststellen, was Gemeinde am Ort wäre?

Aber eine Körperschaft „Gemeinde“ kann man nicht sehen. Was man sieht, ist eine Zusammenkunft, aber nicht die Gemeinde Jesu am Ort.

Gott will, dass die Gemeinde sichtbar wird. Wo immer Christen sind, will er, dass der Himmel sichtbar wird und seine Herrlichkeit auf Erden geoffenbart wird, durch sein Volk.


b. Nur eine Art von Gliedschaft

Im Grunde besteht kein Unterschied zwischen Gliedschaft der Gemeinde am Ort und der großen Gemeinde Gottes. In der Schrift ist der, der Glied am Leibe Christi ist, somit Glied der Gemeinde am Ort.

Keine „Mitgliedschaft“. Eine solche Gemeinde, bei der man Mitglied werden muss, gibt es nicht im NT

Man hat keine Heimatgemeinde, man geht nicht in eine Gemeinde (höchstens in eine Gemeindeversammlung).

Man gehört nicht zu einer Gemeinde (außer zu der von Jesus Christus).

Ich gehöre zu einer Versammlung der Gemeinde, wenn ich zugegen bin.

Nach der Bekehrung muss man nicht noch Mitglied einer Gemeinde werden. Wenn jemand Christ wird im NT, wird er zu der Gemeinde am Ort gezählt.

Gemeinde = Schar, Gruppe von erlösten Menschen in Christus.


Sieben Gründe gegen eine künstlich eingeführte Gemeindemitgliedschaft

c1. Gemeindemitgliedschaft wird nirgends im NT erwähnt.

Es ist eine Angleichung an das Heidentum. vgl. 1.Sam. 8.

Es ist der Konflikt zwischen Organismus und Organisation. Jeder Organismus braucht ein gewisses Maß an Organisation. aber die Organisation darf nicht den Gesetzen des organischen Wachstums widersprechen.

Wenn wir mit organisatorischen Mitteln über die Schrift hinausgehen, müssen wir uns prüfen, ob wir nicht das genaue Gegenteil dessen erreichen, was wir wollen; denn mit unseren organisatorischen Mitteln sagen wir, dass die Heilige Schrift allein nicht genügt.

c2. Gemeindemitgliedschaft fördert nicht Verbindlichkeit.

Es ist ein fleischliches Mittel, um ein geistliches Problem zu lösen. Verbindlichkeit ist eine Sache der Hingabe

Gemeinde Jesu ist Familie. Dinge geschehen aus Liebe und Vertrauen!

c3. Gemeindemitgliedschaft verringert nicht die Verantwortung der Ältesten, noch vergrößert sie ihre Verantwortung.

Kein Ältester hat Verantwortung für jeden Besucher der Versammlung.

c4. Gemeindemitgliedschaft erleichtert nicht die „Gemeindezucht“.

Entzug der Gemeinschaft hat nichts mit Mitgliedschaft zu tun, sondern mit Leben. 1.Kor. 5,11ff

c5. Gemeindemitgliedschaft verhindert nicht, dass es Mitläufer gibt.

In der neutestamentlichen Gemeinde haben sich Mitläufer nicht allzu lange wohl gefühlt. Apg. 5,13; 1. Kor. 14,23; 1. Joh. 2,19

Je mehr Mitläufer, desto schwerer wird es auch für die Christen.

c6. Gemeindemitgliedschaft kann das Denken in Denominationen fördern.

Durch zusätzliche Mitgliedschaft ist Denominationsdenken entstanden.

c7. Gemeindemitgliedschaft trägt nicht zur Einheit des Leibes Christi bei

         sondern vielmehr zur Gespaltenheit der Gemeinde Jesu bei.


4. Die Gemeinde hat Gemeinschaft.

Eph. 3,6: "... dass die, die von den Völkern sind, gemeinsame Erben und gemeinsamer Leib und gemeinsame Teilhaber seiner Verheißung in Christus Jesus seien durch die gute Botschaft." Juden und Nichtjuden werden eine Einheit, wenn sie Glieder dieses Leibes werden.

Kol. 3,15: "Der Friede Gottes walte wie ein Kampfrichter in euren Herzen, zu welchem ihr auch gerufen wurdet in einem Leibe. Und werdet dankbar." Die Einheit der Glieder untereinander soll auch an einem ausgestrahlten Frieden und einer gegenseitigen Dankbarkeit erkennbar sein.

Wir haben zu unterscheiden zwischen Gemeinde als Leib und Gemeinschaft des Leibes, d.h., Gemeinschaft der Glieder des Leibes.

Kein Mensch bestimmt, wer im Leib Christi (d.h., in der Gemeinde) ist und wer nicht. Nur der Herr Jesus tut das. ER weiß, wer echt ist und wer nicht echt ist. Keiner kann jemanden aufnehmen in den Leib Christi oder jemanden ausschließen aus dem Leib Christi.

Apg. 11,24: „Und es wurde eine große Menge dem Herrn hinzugetan.“ Der Herr tat hinzu. Und die Hinzugetan wurden, wurden zum Herrn hinzugetan. Der Herr tat sie zu sich selbst hinzu; denn die Gemeinde ist letztlich ER.

Menschen können also nicht jemanden in den Leib Christi (d.h., in die Gemeinde) aufnehmen oder aus ihr ausschließen.

Was wir aber tun können – und sollen: bestimmten Leuten unsere Gemeinschaft entziehen, d.h., aus dem Genuss der Gemeinschaft ausschließen. D.h., den Umgang mit ihnen meiden. DAS ist die sog. „Gemeindezucht“.

1. Kor. 5,11: „Ich schrieb euch, nicht Umgang zu pflegen, wenn jemand „Bruder“ genannt wird, und er wäre ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder sich Berauschender oder ein Räuberischer, mit einem solchen nicht einmal zu essen;… V. 13: tut ihr den Bösen [und Schädlichen] weg von euch selbst

Nur Gott bestimmt, wer immer noch in Christus ist und somit in der Gemeinde.

Ausschluss aus der Gemeinschaft ist also ein tägliche Handlung (und Haltung), die wir an jemandem vollziehen.

 

Je kranker die Gemeinde, desto schwieriger wird es sein zu identifizieren, was oder wer die Gemeinde ist, d.h., wer Glied am Leib Christi ist. (Manche Christen sind so regungslos, dass man sich fragt, ob da noch Gemeinde Jesu vorhanden ist oder ob da eine Rebe vom Weinstock bereits abgestorben ist.)


5. Die Gemeinde ist eine Einheit.

a. Mit Christus

 1. Kor. 12,12: „denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind, so ist auch der Christus [der Gesalbte]“

Alle Glieder zusammen mit dem Haupt bilden den ganzen Leib.

Der Leib ist eins mit dem Haupt, Jesus Christus:

Eph. 1,22: und alles unterordnete er sich unter seine Füße, und er gab ihn, das (o: als) Haupt über alles, der Gemeinde, welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen füllt,“

Vgl. Kol 1,18.24.

Von ihm her vollzieht sich das Wachstum: Eph. 4,15.16: „… heranwachsen mögen zu ihm, der das Haupt ist, Christus, 16 von dem aus der ganze Leib – … – für sich selbst das Wachstum des Leibes bewirkt, sodass er sich selbst baut in Liebe.“ Christus bestimmt und dirigiert alles Wachstum im Leib Christi. Und der Leib ist für ihn da.

 

Als Glied bin ich mit Jesus Christus verbunden: Sein Leben ist mein Leben, seine Geschichte meine Geschichte, seine Zukunft meine Zukunft. Die Glieder sind die Ergänzung des Hauptes – eins mit ihm. (1Kr 12,12)

Durch sie möchte er sich zum Ausdruck bringen. Jesus soll in unserem Leben zu sehen sein. Das sollte unser Gebet sein, dass Jesus mehr und mehr in unserem Leben zu sehen und zu hören sein möchte. Wir sind ein Fleisch, ein Bein mit ihm, haben Leben von seinem Leben: Eph. 5,23.30.31.

b. Untereinander

(zueinander, miteinander, füreinander). Dadurch, dass alle Heiligen eins sind mit Christus und mit ihm verbunden sind, haben wir eine Einheit untereinander.

Ep 4: 2 „… mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, wobei ihr einander in Liebe ertragt 3 und euch dabei befleißigt, die Einheit des Geistes im Band des Friedens zu bewahren. 4 Ein Leib ist es und ein Geist, entsprechend dem, dass ihr gerufen wurdet in einer Hoffnung eures Rufes, 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in euch allen ist.“

Fleißiges Bewahren der 7fachen Einheit des Geistes: 4,3-6

2 Arten von Einheit:

Diese Einheit ist kein menschliches Produkt. Allein göttlich. Vom Moment der Wiedergeburt an. Joh 17,20f .

Sie ist zu bewahren: 4,3

Sie ist bereits gegeben, sie muss nicht erst hergestellt werden. Aber sie muss im praktischen Ausleben bewahrt werden.

Bewahren = hüten, halten (terein)

Dabei muss man fleißig sein: 4,3


Wie bewahrt man die Einheit des Geistes?

1.    Demut. Indem man die anderen höher achtet Phil 2; Röm 10,12 und nicht meint man selbst hätte höchste Erkenntnis

2.    Sanftmut. Indem man das Beste vom anderen glaubt (Vertrauensvorschuss) 1.Kor 13 Liebe glaubt und hofft alles. Indem man sich auf die eigenen Fehler konzentriert und nicht auf Klatsch hört Spr 20,19; Matth 7,3

3.    Langmut. Indem man sich zurückhält und auf Gottes Zeit und Stunde warten lernt. Indem man viel für die anderen betet

4.    Fleiß. Indem man die Bibel genau und im Gebet studiert und an der gesungen Lehre festhält

5.    Indem man vor Gott steht und nicht vor Menschen.

Die Kraft nicht nach innern verpuffen, sondern nach außen wirken und bereitwillig für das Evangelium kämpfen!

Gegen jeden Trend der Spaltung steuern. Es beginnt im Denken.

Es kostet etwas: Liebe (= das Band der Vollkommenheit, Kol 3): fleißiges Ausüben von Geduld, Sanftmut, Demut, einander Ertragen in Liebe.

Sie ist eine Einheit des Geistes: 4,3, nicht eine Einheit der Organisation

Die Begründung: 4,4-6:

·       3 unsichtbare Elemente: Leib, Geist, Hoffnung

·       3 Elemente, die mit Bekenntnis zu tun haben: Herr, Glaube, Taufe

·       1 Element, das mit Familie zu tun hat: Vater

Jede Gruppe wird dominiert von einer Person der Trinität. Wir sind so eins, wie die Trinität eins ist. Die einheit der Gemeinde ist ein Abbild der Einheit Gottes in den drei Personen.


6. Die Gemeinde ist eine Verschiedenheit.

D.h., die einzelnen Glieder sind verschieden.

(1. Kor. 12,12-20.27 und Rm 12)

Die Glieder der Gemeinde sind in zweierlei Hinsicht verschieden:

Verschieden in den Gaben

1. Kor. 12,4 „Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber es ist derselbe Geist.“

Verschieden in den Fähigkeiten. Die Gaben sind für die Aufgaben da. Paulus vergleicht jeden Christen mit einem Glied an einem Körper. Der eine ist die Hand, der andere ein Fuß, ein weiterer ein Ohr, ein Auge. Wer Fuß ist, ist Fuß; wer Auge ist, ist Auge – konstant, von Tag zu Tag.

Verschieden in den Aufgaben

1. Kor. 12,5 Auch gibt es verschiedene Dienste, und es ist derselbe Herr. 6 Und es gibt verschiedene Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt.“

Röm. 12,4.5: "... denn gleichwie wir an einem Leibe viele Glieder haben, nicht aber alle Glieder dieselbe Verrichtung, so sind auch wir, die Vielen, ein Leib in Christus, als einzelne Glieder voneinander."

Wer Ohr ist, tut, was ein Ohr tut. D. h., wenn wir Glieder sind, haben wir Aufgaben. Diese tun wir immer wieder.

Wir sind etwas und wir tun etwas. Wir sind es konstant, und wir tun es immer wieder.


7. Die Gemeinde funktioniert nur durch Abhängigkeit.

Abhängig sind die Glieder von zweierlei:

a. Vom Haupt

Ep 4,16A. „von dem aus …“

Jedes Werk (die Frucht aller Arbeit im Reich Gottes) muss aus dem Leib hervorgehen und den Leib zum Ziel haben.

Ep 4,16 „von dem aus der ganze Leib – wohl zusammengegliedert und zusammengefügt durch jedes darreichende Gelenk [d.h., dadurch, dass ein Gelenk dem anderen {helfend oder dienend} die Hand darreicht], entsprechend dem Wirken eines jeden Teils, das in einem ihm zugemessenem Maß geschieht, [dh: entsprechend dem Wirken, das jedem einzelnen Teile zugemessen ist] – für sich selbst das Wachstum des Leibes bewirkt, sodass er sich selbst baut in Liebe.

b. Untereinander
Die Glieder reichen einander helfend die Hand.

der ganze Leib – wohl zusammengegliedert und zusammengefügt durch jedes darreichende Gelenk …

Wachstum des Leibes durch die Tätigkeit der Glieder. Alle sind zum Dienst aufgerufen – und zwar ab dem Zeitpunkt der Wiedergeburt. Im Leib gibt es keine Einzelgänger. (Selbstsucht und Individualismus kennzeichnet den unerlösten Menschen.

Jedes Glied muss für jedes Glied bereit sein.

der ganze Leib … durch jedes darreichende Gelenk

Niemanden von Hilfe ausschließen. (Bsp. Pflicht zur Ersten Hilfe im Straßenverkehr.) Alle Glieder sind gemeinsam verantwortlich für alle Aspekte des Gemeindelebens. 1.Kor 12. Mitleiden, mitfreuen. Gegenseitige Abhängigkeit.

Das Darreichen geschieht entsprechend den Gnadengaben und entsprechend dem von Gott zugewiesenen Wirkungskreis.

… entsprechend dem Wirken eines jeden Teils, das in einem ihm zugemessenem Maß geschieht,

Jeder hat seinen CM-Maßstab. Jedes Glied hat einen Dienst, der ihm entspricht. 1.Kor 12,18.

Der Leib baut sich auf diese Weise selbst.

– für sich selbst das Wachstum des Leibes bewirkt, sodass er sich selbst baut

Wachstum geschieht nur in der Atmosphäre der Liebe.

in Liebe.

Das Dienen muss aus Liebe geschehen, nicht aus Pflichterfüllung. Wenn ich es nicht aus Liebe tue, wird der Leib wohl keine Erbauung erfahren.

Allerdings: Wenn ich bei mir keine Liebe fühle, bleibt immer noch die Pflichterfüllung.


8. Die Gemeinde ist eine Dienstgemeinschaft.

Ep 4,12: „zwecks Zurüstung der Heiligen zum Werk des Dienstes, zum Bauen des Leibes Christi

Aufgrund der Einheit (mit dem Haupt) und aufgrund der Zurüstung durch begabte Glieder können die Glieder einander dienen. Durch diesen Dienst können sie sich gegenseitig immer mehr aufbauen.

Dieses ist jedoch nur aufgrund der Einheit mit dem Haupt möglich.

Was ist Erbauung?

Was ist Gemeindebau?


9. Die Gemeinde wird regiert bzw. geleitet.

1Kr 12. Ep 4. Rm 12. Die Gemeinde wird regiert, wird geleitet? Von wem?

a. Regiert vom Haupt

Kol. 2,19: "... und der sich nicht hält an das Haupt, von dem aus der ganze Leib durch die Gelenke und Sehnen sich darreicht und zusammengefügt wird und so ein Wachstum erfährt, das Gottes ist."

Das Haupt des Leibes ist dessen Regierung.

Es gibt solche, die sich nicht an das Haupt halten. Sie richten sich nicht an dem Haupt aus.

Auch die Gemeinde am Ort ist von Jesus Christus als Haupt regiert und organisiert.

b. Geleitet (im begrenzten Sinn) von begabten Gliedern

ER hat in seiner Gemeinde solche gegeben, die leiten:

Ep 4,11: „Und er selbst gab: die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, 12 zwecks der Zurüstung der Heiligen zum Werk des Dienstes, zum Bauen des Leibes Christi

1Kr 12,28Und Gott setzte in der Gemeinde im Einzelnen: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, danach … Lenkungen“ (d.i.: solche die das Steuerruder lenken)

Rm 12,8der Vorstehende im Fleiß

Aber diese regieren nicht

2Kr 1,24: Nicht dass wir Herren über euren Glauben sind, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude.“

1P 5,4: „nicht als solche, die über ihre Anteile (der Herde) herrschen“

Sondern sie üben Aufsicht, weiden und schützen: rüsten zu (Ep 4,12), geben Hilfestellung, Rat; ermahnen (erinnern), rufen auf, lehren, korrigieren, warnen, tadeln, flehen, etc.

Und sie organisieren nicht alles,

sondern sie überwachen, schauen, sorgen. Sie organisieren Ort und Zeit des regelmäßigen Zusammenkommens; sie tragen Verantwortung und leiten in der Versammlung, bestreiten aber nicht alle Dienste.

Sie können nicht zur Teilnahmen an Versammlungen verpflichten.

Die Herde lässt sich führen und gehorcht (Heb 13,17: „gehorcht euren Leitenden“ bzw. soll gehorchen), aber nicht wegen der Unterhirten, sondern wegen des Oberhirten (d.h., sie gehorchen der Leitung, insofern diese Gottes Wort lehrt).

1Th 5,12 Wir ersuchen euch aber, Brüder, wisst die zu schätzen (o: anerkennt die; ehrt die), die unter euch [und an euch] [schwer] arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch ermahnen, 13 und haltet sie mit Liebe über die Maßen in hoher Achtung wegen ihres Werkes. Habt stets Frieden unter euch.“


10. Die Gemeinde ist strukturiert.

Grundsätzliches über die Struktur der Gemeinde:

a. Gemeinde ist auch ohne besondere Struktur Gemeinde.

Neutestamentliche Gemeinde ist eine Gruppe von erlösten Menschen, ob organisiert/strukturiert oder nicht. Die neutestamentliche Gemeinde ist sehr einfach, sie ist nicht verpflichtet, eine bestimmte Form beizubehalten. (z. Bsp. Sie muss keinen bestimmten Namen, Straßenbezeichnung haben.)

b. Jede Gruppe, die zusammenkommt, hat eine gewisse Struktur.

… , wenn auch eine sehr einfache. Spontaneität, Liebe, Vertrauen kennzeichnet das neutestamentliche Zusammenkommen. Nicht Satzung, detaillierte Programme, Satzungen.

c. Unsere Gemeindestruktur muss die des Neuen Testaments sein.

Sie darf nicht eine von Menschen geschaffene sein.

d. Die Struktur der Gemeinde ist die eines geistlichen Leibes – und zwar entsprechend den Gnadengaben.

Die Gnadengaben schaffen die Strukturen. Wir tun das, das wir sind. Wer Auge ist, sieht. Wer Hand ist, hantiert, wer Ohr ist, hört. Wer Aufsichtshabender ist, führt Aufsicht. (Das offenbart sich früher oder später, wenn man bereit ist zu dienen.). Das TUN entsteht aus dem, was man IST. Dann ist das Zusammenleben gesund.

e. Diese Struktur ist nicht statisch, sondern entsteht und wächst.

Und sie entsteht nicht so, wie wir es wollen, sondern, wie der Heilige Geist es will.

Ein paar Dinge muss man organisieren. Z. Bsp. das Zusammenkommen. Nach Möglichkeit soll man sich regelmäßig treffen. Liebe fordert es, dass wir uns einig werden darüber, wann wir uns treffen. In einigen Fragen ist ein gewisser Konsens notwendig. Nicht zu viel Abwechslung, dass bestimmte gute Gewohnheiten stattfinden können. Gute Tradition ist gut.


11. Die Gemeinde ist eine Versorgungs- und Pflegestätte.

a. Durch den Herrn

Eph. 1,22: … und er gab ihn, das (o: als) Haupt über alles, der Gemeinde, welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen füllt,“

Jesus Christus bringt alles in allen Gläubigen zum Vollmaß, er ergänzt alle zum Vollmaß hin.

Jedes Detail! Er will jedes Teilgebiet meines Lebens zur Vollendung bringen = zur Christusähnlichkeit. Vgl. Eph 4,13.

Vgl. Diagramm: unvollendete Pyramide. Die gedanklichen Linien zur Spitze sind das „erfüllen“. Jedes Glied auf Erden wird mehr und mehr mit Christus angefüllt.

Die Gemeinde ist voll von Christus. Er ist ihre Fülle, und sie ist seine Fülle.

Eph. 5,29: "... denn niemand hasste je sein Fleisch, sondern er nährt und pflegt es – gleichwie auch der Herr die Gemeinde." Christus nährt und pflegt die Gemeinde. Er nimmt sich meiner täglich an.

Pflege (Ernährung, Mitleiden, ... ).

Meine Sorgen sind eigentlich seine Sorgen. Ich darf sie ruhig auf ihn werfen: 1. Petr. 5,7. Habe ich Probleme, darf ich sagen: „Herr, das ist dein Problem.“

b. Gegenseitig

Man versorgt sich durch gegenseitige Belebung und Erbauung.

Ep 4,16: Der Leib baut sich.


C. Die Gemeinde ist Christi Geliebte.

Ein orientalischer Großfürst - sieht am Sklavenmarkt eine junge unwürdige, schmutzige Sklavin - von Erbarmen gerührt geht er hin holt alle seine Schätze und kauft jene Sklavin um teures Geld - reinigt sie, salbt sie und kleidet sie in Prachtgewänder - erhebt sie zu seiner Frau - und setzt sei auf den königlichen Thron. (vgl. Hes 16)

Das Bild von der Geliebten wird in der gesamten Schrift auf das Volk der Erlösten angewandt. Es ist verständlich, dass derjenige, der die Menschen als Mann und Frau in seinem Bilde schuf, diese Seite der Menschheit als Bild für seine teuer Erkaufte verwendet.

1. Die verlobte Geliebte

Die Braut des Lammes – vor der Hochzeit.

2.Kor 11,2: „denn ich eifere um euch mit der Eifersucht Gottes, denn ich verlobte euch einem Manne, eine reine Jungfrau Christus darzustellen

Offb 19,6-9: 7 „Lasst uns froh sein und jubeln und ihm Herrlichkeit geben, weil die Hochzeit des Lammes gekommen ist, und seine Frau machte sich selbst bereit. 8 Und es wurde ihr gegeben, mit feinem, reinem und glänzend leuchtendem Linnen umgeben zu werden, denn das feine Linnen ist die gerechten Handlungen der Heiligen. 9 Und er sagte zu mir: Schreibe: Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes gerufen sind.“

Off 21,9ff: Die Braut – wie ein Stadt. (V. 1f: Die Stadt – wie eine Braut.)

 

Dieses Bild spricht von:

Hoffende Liebe

Die Gemeinde Jesu lebt in der Hoffnung, wie die Braut auf den Bräutigam

Auf die Hochzeit des Lammes. Off 19,6-9; 2Kr 11,2-3.

Die Hochzeit steht noch aus. Wir haben die gewisse/feste Hoffnung, unseren Herrn zu sehen. Die Beziehung zu ihm wird bestätigt werden.

Auf das ewige Hochzeitsmahl. Off 19,6-9

Bild vom Mahl = Freude. Jes 25. Mt 22. Lk 14

Sich vorbereitende Liebe
Er bereitet die Wohnung für sie.

Jh 14,2-3: „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen [Stätten zum Bleiben]. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt: Ich gehe, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich gehe und euch eine Stätte bereite, komme ich wieder; und ich werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seid.

Der Mann als Verlobter bereitet ihr ein Heim. ® Heimholung der Braut: 1Th 4,13ff; Mt 25,1ff

Sie bereitet sich selbst für ihn.

2Kr 11,2f. Rein und geschmückt. Off 21,2. Hinzueilend und fiebernd auf die Begegnung mit ihm. 2P 3

Off 19,7: Seine Braut hat sich vorbereitet.

Bereiten wir uns vor? Leben wir jenem Tag entgegen! (2P 3)

Sich bewährende Liebe

2. Kor. 11,2.3: "Doch ertragt ihr mich auch, denn ich eifere um euch mit der Eifersucht Gottes, denn ich verlobte euch einem Manne, eine reine Jungfrau Christus darzustellen. Aber ich fürchte, ob nicht etwa, wie die Schlange in ihrer List Eva gänzlich betrog, so eure Gedanken verdorben sein könnten, weggezogen von der Einfalt gegen Christus."

Die Gemeinde soll eine „reine Jungfrau“ sein, die ihrem Bräutigam, Christus, vorgeführt werden kann.

Die Braut soll ja Mit-Regentin werden! Die mit Christus verlobte Gemeinde macht eine Bewährungsprobe durch. Die Besiegelung der Beziehung kommt noch. Die Verlobung ist aber bereits eine feste Bindung.

In Israel war die Verlobung der erste Bestandteil einer zweistufigen Eheschließung. Die Verlobung geschah öffentlich. Man war gesetzlich verbunden, lebte aber noch nicht zusammen. Inzwischen wurde alles für das Zusammenleben und für die große Feier vorbereitet. Aber man gehörte bereits zueinander ®

Treue und ergeben wartende Liebe

Wir sollen treu bleiben bis zur Hochzeit. Es soll jetzt zu sehen sein, dass wir Jesus lieben und für ihn da sind. Niemand anderes soll uns in den Bann nehmen. Nichts anderes sollte die Liebe zu Jesus ersetzen, um sich nicht dem Vorwurf des Jakobus auszusetzen: "Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer immer sich also entschließt, ein Freund der Welt zu sein, stellt sich als Feind Gottes hin." Jak. 4,4

Zugehörigkeit

Als Verlobter gehörte man bereits zueinander.

So ist es in der Verbindung zwischen Christus und der Gemeinde. Wir gehören ganz dem Herrn.

2. Die verheiratete Geliebte.

Die „Ehefrau“ Christi

Vgl. 1. M 24:     Rebekka

Hos. 1 ff:           Israel als Frau Jahwes

 

Dieses Bild spricht von:

Zugehörigkeit

HL 6,3: „Ich bin meines Geliebter und mein Geliebter ist mein.“

Röm. 7,4: "Ihr wurdet dem Gesetz getötet durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, der von den Toten auferweckt wurde…."

Die Gemeinde ist die Gehilfin des Messias in der Erfüllung seines großen Sendungsauftrags. Sie ist mit dem Auferstandenen vermählt.

Liebende Pflege und Versorgung

Ep 5,29: „denn niemand hasste je sein Fleisch, sondern er nährt und pflegt es – demgemäß wie auch der Herr die Gemeinde nährt und pflegt“

Hauptsein und Unterordnung

Er ist das Haupt. Die Gemeinde ist ganz für ihn da.

Gemeinschaft und Einssein

Eph. 5,22ff: Christus und seine Gemeinde sind eine Einheit wie Mann und Frau.

Innigste Gemeinschaft 1.Mos. 2 (vgl. Eph. 5):    Eva

Veränderung

Schönheit. Jesus Christus macht sie schön für sich selbst.

Ep 5, 25 Männer, liebt [fortwährend] eure Frauen, demgemäß wie auch Christus die Gemeinde liebte und sich selbst für sie hingab, 26 damit er sie, nachdem er sie durch das Wasserbad im Wort gereinigt hatte, heilige, 27 damit er sie sich selbst darstelle als die herrliche Gemeinde [w: (als) herrliche, die Gemeinde; o: als eine herrliche, die Gemeinde], ohne einen Flecken oder eine Runzel oder etwas Ähnliches, sondern damit sie heilig und tadellos sei.

Für IHN wollen wir gerne herrlich gemacht werden! – durch ihn und für ihn.

Frucht

Röm. 7,4: „Ihr wurdet dem Gesetz getötet …, um eines anderen zu werden, … damit wir Gott Frucht brächten."

Innige Gemeinschaft zielt auf Frucht hin, Frucht der Liebe! Das Ziel ist, bei Christi Wiederkunft angefüllt mit Frucht dazustehen – Frucht, die Jesus Christus gewirkt hat und durch die Gott geehrt wird.

Pp 1,9 „Und um dieses bitte ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr reich werde in Erkenntnis und allem Wahrnehmen, 10 um zu prüfen [und zu unterscheiden], was vorzuziehen sei, damit ihr für den Tag Christi [durchleuchtet und] fleckenlos seid und unversehrt, 11 voll von Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus entstehen, zur Verherrlichung und zum Lobe Gottes.“

Wir dürfen hervorbringen, was er in uns erzeugt und wachsen lässt.

Damit er in uns diese Frucht hervorbringen kann, ist es an uns, dass wir uns ihm ganz hingeben.

Mitregierung

Im AT: Die Gemahlin des Königs: Ps. 45,10 „… die Königin steht zu deiner Rechten in Gold von Ofir.“

Vgl. Die Gemahlin des verworfenen Sohnes Davids leidet mit ihm in der Jetztzeit, um mit ihm in der Herrlichkeit erhoben zu werden.

2T 2,12: „Erdulden wir, werden wir [königlich] mitherrschen.“

Off 22,5: „Und sie werden [königlich] herrschen in alle Ewigkeiten“

Vgl. das Lied: O Vater, einer ists vor allen (Geistl. Lieder, 133)

Zu deiner Rechten hoch erhoben, thront er als Gott und Mensch jetzt droben,

o wunderbarer Gottesrat.

Bald wird er noch zu sich erheben, die Braut, um dort mit ihm zu leben,

die er so teu’r erkaufet hat.

Auch sie ist dann zu deiner Ehre, o Gott, zu deiner Herrlichkeit,

damit sie deinen Ruhm vermehre – von Ewigkeit zu Ewigkeit.


D. Weitere Bilder von der Gemeinde

Die Gemeinde ist ein „Haus“(im Sinne von Familie)

Ep 2,19: Hausgenossen: „Dann seid ihr also nicht mehr Fremde und Ausländer, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausangehörige Gottes

Heb 3,5-6: „Und Mose war treu in seinem ganzen Hause als [Haus]bediener zum Zeugnis dessen, das gesprochen werden sollte, 6 aber Christus als Sohn über seinem Hause, dessen Haus wir sind, unter der Bedingung dass wir die Freimütigkeit und das Rühmen der Hoffnung als eine feste bis zum Ende [bis zum Ziel] auch wirklich festhalten.“

Gerade weil die Familie in der Schrift einen so hohen Stellenwert hat, nimmt es uns Wunder, dass sie die Bezeichnung Familie nicht kennt. Für diese Gesellschaftszelle kann sie das Wort Haus gebrauchen. Aber auch andere Begriffe weisen auf den Familiencharakter der Gemeinde hin.

Der Himmel, das neue Jerusalem, ist unsere Mutter: Gal. 4,26.

Wer den Willen des Vaters im Himmel tut, ist Jesu Mutter, Bruder und Schwester: Mark. 3,35; Matth. 25,40.

Wenn wir zu Jesus kommen, werden wir seine Brüder:

Röm. 8,29: „weil er die, die er im Voraus kannte, auch im Voraus bestimmte, seinem Ebenbilde, dem Sohne, gleichgestaltet zu sein, sodass er Erstgeborener sei unter vielen Brüdern.“

Wir sind auch Jesu Kinder: Heb 2,10-17: „denn es ziemte ihm, um des willen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, den Urheber ihres Heils durch Leiden zum Ziel zu bringen – den Urheber, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte; 11 denn beide, der, der heiligt, und die, die geheiligt werden, sind alle von einem, aus welchem Grunde er sich nicht schämt, sie Brüder zu nennen, 12 wenn er sagt: „Ich werde von deinem Namen meinen Brüdern [lobend] Bericht geben. Inmitten der Gemeinde[versammlung] werde ich dir lobsingen” {Ps 22,23}, 13 und wenn er wiederum sagt: „Ich werde [einer] sein, [der] auf ihn Vertrauen hat” {Jes 8,17}, und wiederum: „Siehe! Ich und die Kindlein, die Gott mir gab.” {Jes 8,18} 14 Da also „die Kindlein“ Blutes und Fleisches teilhaftig geworden sind, nahm auch er in gleicher Weise an denselben teil, damit er durch den Tod den außer Kraft setzte, der die Macht des Todes hat, das heißt den Teufel, 15 und alle die los machte, so viele durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch in Versklavung gehalten waren; 16 denn sicherlich nicht himmlischer Boten nimmt er an sich, sondern Abrahams Samen nimmt er an sich, 17 weswegen es notwendig war, in allem den Brüdern gleich gemacht zu werden,

 

Der himmlische Vater ist dann auch unser Vater. Wir gehören dann zu einer geistlichen Familie.

Jesus läßt die Seinen nicht als Waisen zurück: Joh. 14,16-18. Er war für die Jünger Vater und Fürsorger gewesen. Nun geht er weg, verleiht ihnen jedoch einen neuen Vater, den Heiligen Geist. Die Seinen sind also Kinder Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Die Gemeinde ist eine Bruderschaft

1P 5,8-9 „Seid nüchtern, seid wachsam, weil euer Widersacher, der Teufel, wie ein brüllender Löwe umhergeht und jemanden sucht, um ihn zu verschlingen. 9 Dem widersteht, fest durch den Glauben, und wisset, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft vollziehen, die in der Welt ist.“

1P 2,17: „liebt die Bruderschaft“

1. Tim. 5,1.2: Timotheus soll die verschiedenen Altersgruppen wie Familienmitglieder behandeln. Da ist gleichzeitig von Nähe und auch von Abstand die Rede. In einer Familie ist man sich nah, aber nicht zu nahe. Man lernt, in rechter Weise miteinander umzugehen, lernt den Unterschied zwischen Einheit und Individualität. In der Familie ist jedes ein Individuum, aber auch geborgen in der Einheit der Familie. Beides kommt in der Gemeinde zum Ausdruck, wo Gemeinde als Familie gelebt wird.

Weitere Schriftstellen: Gal. 6,10; Eph. 3,15; 5,1-6; 1. Tim. 3,15.

Die Gemeinde ist ein Volk (als erweiterte Familie)

Das Bild vom Volk spricht von der erweiterten Familie. Gott ist ein Vater von allem, was Familie ist: Eph. 3,15.

Die Gemeinde ist ein besonderes Volk

Ein von oben geborenes Volk

– im Blick auf 1P 1,3 und 2 („als Wiedergeborene – nicht aus vergänglichem Samen“) zu verstehen: das Volk des neuen Priestertums. Ein erneuertes Volk, ein Volk aus Wiedergeborenen

von oben geborene. ® Daher: geistliches Volk.

Ein Volk bestehend aus durch Gottes Geist erneuerten Menschen.

Daher ist die Gemeinde ein geistliches Gebilde, nicht eine äußerlich sichtbare Organisation.

Sie wird allerdings sichtbar überall dort, wo sich Christen in örtlichen Gemeinden zu Jesus Christus hin versammeln.

Jk 1,18: „Nach seiner Absicht gebar er uns durch das Wort der Wahrheit, damit wir eine Art Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe sind.“

Nb: Die Glieder des Volkes Gottes sind nicht ganz erneuert. Sie sind erneuert im Geist, aber noch nicht im Leib. Sie sind noch nicht ganz vollendet.

Ein neues Volk

Eph. 2,15: Die Gemeinde ist eine neue Menschheit ( 2. Kor. 5,17: eine neue Schöpfung)

Ein geistliches, himmlisches Volk

1. Kor. 15,49: „Und demgemäß wie wir das Bild des „Erdigen“ [o: Irdischen] trugen, werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.“

Die Gemeinde ist also als ein geistliches Gebilde zu verstehen – mit einer irdischen Gestalt in irdenen Gefäßen (2. Kor.: „Schatz in irdenen Gefäßen“).

Ein erwähltes Volk

1. Petr. 2,9.10: „Ihr aber seid ein erwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, um kund werden zu lassen das lobenswerte Wesen [und Handeln]], dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht rief {vgl. Jes 43,21}; 10 die ihr einst „nicht Volk” wart, aber nun Gottes Volk seid

– wie Israel ein erwähltes Volk war – und ist.

Ein großes Volk
aus allen Ländern und Stämmen der Erde.

Menschen aus allen Völkern der Erde. Die Gemeinde hat also universalen Charakter.

 

Israel liegt an einer Stelle, an der drei große Kontinente zusammentreffen:

Drei besondere Bekehrungsberichte in der Apg.:

Ein zusammengehörendes Volk

Das Bild vom Volk spricht von Zusammengehörigkeit.

Dieses Volk Gottes hat vieles gemeinsam. Volk heißt, dass die Gemeinde eine gemeinsame Lebensordnung hat, ein neues Gesetz, eine neue Gesetzmäßigkeit. Sie ist ein Gemeinwesen, das vieles zusammen besitzt und vieles zusammen tut.

 

Die Gemeinde besteht aus sämtlichen erneuerten Menschen. Im Neuen Testament ist Bekehrung, Taufe und Gemeindezugehörigkeit eins! Apg 11,24 dem Herrn hinzugefügt; 2,47; 5,14. Wer glaubte, gehörte gleich zur Ortsgemeinde in Jerusalem. 6,1.7: Die Ortsgemeinde in Jerusalem nimmt zu durch die Zunahme der Zahl der Jünger in Jerusalem. Wer Jünger ist und an dem Ort wohnt, ist Mitglied der Gemeinde am Ort. (Apg 11,20f.24; 14,1.20.22f; 16,5; Röm 15,7). Es ist allerdings möglich, dass sich eine Ortsgemeinde in verschiedenen Häusern ein und derselben Stadt trifft (Röm 1,7; 16,4-5).

Dabei ist aber zu beachten, daß diese Hausgemeinden in enger Beziehung untereinander stehen. Dies war in Rom der Fall, sodaß Paulus nur einen einzigen Brief nach Rom zu schreiben brauchte und wissen konnte, daß ihn alle Christen von Rom vorgelesen bekommen. Die heutige Praxis, daß in einer Ortschaft mehrere Gemeinden existieren, die relativ wenig Kontakt untereinander haben und kaum - wenn überhaupt - zusammenarbeiten, ist im Neuen Testament nicht zu finden. Wenn an einem Ort mehrere Gemeinden existieren, so sollte es unter ihnen einen regen Austausch und eine selbstverständliche Zusammenarbeit geben.

Ein heiliges Volk

1. Kor. 1,2         Geheiligte, die den Namen des Herrn anrufen

Nur solche! Die Gemeinde besteht nur aus erneuerten Menschen. Die einen sind drinnen. Wer nicht erneuert ist, ist draußen (1.Kor 5,12f; Kol 4,5; 1.Thes 4,12; 1.Tim 3,7; Off 22,15).

Ein Volk aus den Völkern

Hier geht es um ihre Herkunft.

Sie kommt aus Israel.

In dem Sinne, dass ihre geistlichen Wurzeln in Israel sind

In dem Sinne, dass viele Israeliten den Messias annehmen und so zu seiner Heilsgemeinde kommen

Nicht in dem Sinne, dass das ganze Israel dabei wäre

Sie kommt nicht nur aus Israel.

Eph. 3,6: "... dass die, die von den Völkern sind, gemeinsame Erben und gemeinsamer Leib und gemeinsame Teilhaber seiner Verheißung in Christus Jesus seien durch die gute Botschaft."

Eph. 2,11-19. Sie waren ohne Messias, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels. Jetzt aber sind sie nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.

Fragen: Ist der Jude, der Christ wird, kein Israelit mehr? Doch. Er ist beides.

Dürfen Juden-Christen ihre eigenen Gemeinden haben? Das ist nicht mehr nötig. Es ist möglich, aber Heidenchristen dürfen nicht von der Gemeinschaft ausgeschlossen werden.

Dürfen Juden-Christen sich mit ihrem Volk identifizieren? Ja, aber nicht mit deren Sünden oder Irrlehren.

Sie kommt aus allen Völkerteilen.

Aus allen Völkerfamilien: 1. M 10.11: Noahs drei Söhne

Aus allen Völkerstämmen

Aus allen Völkerschichten. Das heißt: Keiner soll übersehen werden! Jeder soll es hören.

Ein Volk nebst anderen Völkern

Hier geht es um die Abgrenzung der Gemeinde.

Gemeinde ersetzt nicht Israel.

Israel hat als Verheißungsvolk Gottes immer noch seine Berechtigung. In diesem Sinne löst die Gemeinde Jesu Israel nicht ab. Gott hat noch seine Absichten mit diesem Volk. Nur soll man vorsichtig sein: Dieses Volk Israel wird noch aufgeteilt werden in zwei Teile: Ein Teil geht unter und verloren; der andere Teil kommt zur Umkehr und zur Gemeinde. In diesem Sinne hat Israel noch eine Bestimmung. In der Ewigkeit wird es nur noch ein einziges Volk Gottes geben.

Für Paulus gibt es Gemeinde und Israel.

Gemeinde Jesu und Israel existieren nebeneinander: Röm. 9-11. Beachten wir besonders 11,28-32.

Dass Gemeinde und Israel nicht identisch sind, wird durch andere Stellen nicht bestritten.

Jesu Gemeinde ist auch nicht identisch mit denen, die aus den Völkern sind.

Das zeigt sich an den Stellen, in denen der Begriff für Gemeinde von dem für Menschen aus den Völkern unterschieden wird.

Wie sind dann aber die Stellen zu verstehen, in denen Gläubige als Menschen aus den Völkern bezeichnet werden?

Dass Gemeinde nicht identisch ist mit denen, die aus den Völkern sind, ist an den Stellen zu erkennen, in denen die Gemeinde nicht losgelöst von Israel zu betrachten ist.

Die Gemeinde ist eine Priesterschaft

Die Gemeinde wird mit der Priesterschaft des Alten Testamentes verglichen: 1. Petr. 2,5.9.10; Off. 1,6.

Christen sind Priester im Tempel der Gemeinde. Jeder tut in diesem Tempel Priesterdienst. Dieser Dienst ist ein von den Menschen zu Gott und ein von Gott zu den Menschen hingewandter.

 

Wenn der Hohepriester in den Tempel ging, vor Gott trat, hatte er die Menschen im Rücken. Er vertrat sie vor Gott. Die Namen der Stämme Israels trug er zweimal auf seinem Leibe: zum einen auf zwei Steinen (auf jeder Schulter einen, je sechs Namen auf jedem Stein), zum anderen auf der Brust, auf dem Ephod (12 Steine, je ein Name der Stämme Israels pro Stein). So treten auch wir vor den Herrn und legen Fürbitte ein für Mitchristen und Verlorene. Auch wir bringen Opfer dar: den Leib (Röm. 12,1), das Lob der Lippen (Hebr. 13,15), Wohltätigkeit (Hebr. 13,16) und Teilnahme an der Gewinnung von Menschen für Christus (Röm. 15,16).

 

Als Priester werden wir dann von Gott zu diesen Menschen gesandt. Gott steht hinter uns als ein Sendender; die Menschen sind vor uns, damit wir ihnen dienen. Der Priester dient als Evangelist (Mal. 2,1.6.7) und als Lehrer. Der Priester soll das Gefundene belehren. Jeder von uns sollte früher oder später, mehr oder weniger lehren, etwas beitragen, so dass der andere in seinem Glaubensleben vorankommt.

Die Gemeinde ist ein Königreich

Weil der Messias ein König ist, ist das messianische Volk ein Königreich.

Jesus Christus ist König und sitzt am Thron des Vaters. Die Gemeinde ist sein Herrschaftsbereich. Sie hat sich ihm untergeordnet. Christen sind im Königreich der Himmel (im Himmlischen Reich): Lk 16,16; Röm 14,17; Kol 1,13. Sie sind seine Untertanen, die ihren König lieben. Er ist ein unbegreiflich guter König, ein König, der für seine Untertanen stirbt.

Exkurs: Die Form der Gemeinde

Luk. 16,16:

Königreichs-Stellen bei Matth. mit denen von Luk. gebraucht:

Matth.: Königreich = Luk.: Gottes Reich

Röm. 14,17:       Königreich Gottes

Matth. 19,24.25; Apg. 19,8 Im Raum des Evangeliums bedeutet „gerettet werden“: ins Königreich

                        Gottes eingehen.

                        Die extreme Einteilung in sog. „Haushaltungen“ ist von hierher abzulehnen.

He 2,5:              oijkoumevnh = Imperium ( oi[[jko“ = „Haus der Menschheit“)

                        von Aristoteles. Er lehrte es den jungen Alexander, der

                        daraus das erste Weltreich aufrichtete.

                                    asiatisch                        (1) babylonisches Weltreich

                                                            (2) medo-persisches „

                                    europäisch         (3) griechisches   

                                                            (4) römisches      

                        NT: oijkoumevnh = messianisches Weltreich

                        Im NT wird dieser Begriff als in geheiligter Weise verwendet.

1. Tit. 3,16:       Als Königreich ist die Gemeinde aber zu unterscheiden von den anderen

                        Königreichen in der Schrift:

                        (1) Gottes Königsherrschaft im Himmel

                        (2) Gottes allgemeine Königsherrschaft auf Erden

                        (3) Gottes Königreich in Israel

 

neuer Wein        = neue Botschaft

neuer Schlauch  = neue Form für die Botschaft

 

Matth. 24,14; 28,19; Luk. 24,47:            Wohl waren die ersten Christen Juden und meinten, der

                        Heilige Geist, die neue Botschaft gelte nur für Israel. Doch Apg. 10,11.15 klären

                        dieses Problem, ganz besonders auch Röm. 9-11, dort insbes. 9,6-8.

                        Ferner: 1. Kor. 10,32: Israel, die Gemeinde und die Völker.

                        Gal. 4,28.29: Kinder der Verheißung

                        Beachte 1. Petr. 2,9: „Ihr seid  e i n  auserwähltes Volk.“ Das bezieht sich auf die

                        Gemeinde und nicht auf Israel.

Offb. 21,9-12:    Der Weg der Gemeinde geht durch die Tore Israels über Gottes Handeln in

                        diesem Volk.

Im Lichte dieser Stellen sind auch die folgenden zu verstehen:

Röm. 2,28.29:    Dies ist ein besonderes Wort an den Juden, der im Herzen beschnitten ist.

                        Es geht nicht darum, ob jeder Beschnittene ein Jude ist, sondern ob jeder

                        Jude beschnitten ist.

Gal. 3,29:          „Ihr seid der Same Abrahams.“ Das ist nicht Israel oder die Juden.

Röm. 4:             Abraham ist der Vater aller Glaubenden. D. h. Abraham ist der Bahnbrecher des

                        Glaubens.

Gal. 6,16:          „... und über das Israel Gottes“ Das sind die Israeliten, die im Herzen beschnitten sind.

Phil. 3,3:            „Wir sind die Beschneidung.“

Jak. 1,1:           

Offb. 2,9; 3,9:    Synagoge Satans = Gemeinde Israels, in der Satan Raum gewonnen hat.

Die Heilsbotschaft ist die Botschaft vom Königreich.

Verkündigung des Königreiches ist Verkündigung der guten Botschaft von Jesus Christus. Gemeinde entsteht durch die missionarische Botschaft von Jesus Christus. Diese Botschaft ist die Botschaft vom Königreich. Daher heißt diese Botschaft vom Königreich auch die Botschaft von der Rettung.

 

Matth. 7,19-23: "Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer getan. Also! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern der, der den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, prophezeiten wir nicht durch deinen Namen und trieben wir nicht durch deinen Namen Dämonen aus und taten wir nicht durch deinen Namen viel Kräftiges? Und dann werde ich ihnen bekennen: Nie kannte ich euch. Fort von mir, ihr Gesetzlosigkeit Wirkende!" Vers 21 macht klar, dass es sich um das Königreich des Himmels handelt. Sie nennen ihn „Herr, Herr“, d. h.: einen König.

 

Matth. 19,23-26: Gerettet zu werden heißt, in das Königreich Gottes einzutreten. Gerettet zu werden, heißt auch, in die Gemeinde zu treten. Daher heißt, in das Königreich einzutreten, in die Gemeinde einzutreten.

 

Matth. 9,35: Jesus verkündigt die gute Botschaft vom Königreich, damit Menschen gerettet werden.

Luk. 16,16: Bis Johannes war Prophetie; ab jetzt ist Wirklichkeit; jetzt ist Erfüllung. Jetzt ist das Königreich da. Jetzt ist das Heil da. Jetzt können Menschen wirklich gerettet werden.

Apg. 19,8-10: Paulus verkündete das Evangelium vom Königreich Jesu: „Jesus ist König. Kommt, unterstellt euch seiner Herrschaft! Dann werdet ihr gerettet.“ Gerettet zu sein heißt, unter die Königsherrschaft Jesu zu kommen. Wenn Paulus evangelisiert, damit Menschen gerettet werden und in das Königreich Gottes kommen, verkündet er die Botschaft vom Königreich. Somit entsteht Gemeinde. Gemeinde ist Königreich.

28,30.31: Die Botschaft von Paulus ist die Botschaft des Evangeliums; sie ist identisch mit der Botschaft von der Königsherrschaft Jesu Christi.

 

Kol. 1,13: "... der uns der regierenden Macht der Finsternis entzog und uns versetzte in das Königreich des Sohnes seiner Liebe." Das Wort Königreich bringt zum Ausdruck, dass Jesus der Herr des Königreiches ist. Jesus ist in seiner Gemeinde König.

Das Heil bringt ins Königreich. In das Königreich einzutreten heißt, gerettet zu werden. Gemeinde ist die Schar der Geretteten. Das Königreich, in welches man hineingerettet wird, ist die Gemeinde.

Die Gemeinde ist Königreich. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht andere Formen vom Königreich gibt.

Der Raum der Gemeinde ist Königreich.

Wer in der Gemeinde Jesu ist, ist im Königreich.

Kol. 4,10.11: Aristarchus und Markus sind Mitarbeiter für die Sache, die Paulus betreibt, das Königreich Gottes. Sie arbeiten an diesem Königreich. Sie sind bemüht, Menschen unter die Herrschaft Christi zu bringen. Darum heißt, in der Gemeinde zu sein, im Königreich Gottes zu sein.

Röm. 14,16.17: Die Christen in Rom sind Königreich; und sie sollen darauf achten, dass sie nicht ein falsches Bild vom Königreich abgeben. Es geht in erster Linie nicht um irdische, sondern um geistliche Werte. Es geht um die Christusähnlichkeit. Die ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Da ist Königreich Gottes; da herrscht Christus.

1. Kor. 4,19.20: Das Königreich Gottes besteht nicht lediglich in Worten, sondern in Kraft, die auf die Worte folgt, Worte, die kraftgeladen sind, die von Charakter sprechen. Die Sache des Evangeliums in Korinth ist Königreich. Die Gemeinde ist Königreich.

Exkurs: Das zukünftige Weltreich nimmt jetzt schon Form an.

Hebr. 1,5.6: Das Wort für Reich ist hier oikumenee, Ökumene. Oikumenee ist ein politisches Reich, ein Imperium. Vgl. Luk. 2,1. In diesem Fall handelt es sich um das Reich der Welt, in dem Menschen herrschen.

In einigen Stellen handelt es sich um das menschliche Reich schlechthin oder um ein Imperium, das Menschen regieren – das Imperium Roms oder das Imperium Griechenlands – oder um das endzeitliche antichristliche Reich. Oikumene kann aber auch das Gottesreich sein.

 

2,5: "... denn nicht Engeln unterordnete er das Weltreich, das kommen sollte, von welchem wir reden.“ Hier ist von einem Weltreich die Rede, das in dem Weltreich von 1,6 errichtet werden wird. Wenn Jesus zu dieser Welt, wo Menschen die Herrschaft übernommen haben, wiederkommt, wird er sein Weltreich aufrichten.

 

Das Weltreich wird Jesus unterstellt sein – und uns (vgl. 2,6-10). Jesus ist der erste, der in diesem Gottesreich herrscht, aber wenn er über die Engel herrscht, zieht er uns nach. Wir werden höher gestellt sein als die Engel und in diesem Reich mitherrschen. Dieses Reich wird mit Jesus in das Reich der Menschen (1,6) kommen, wenn Gott den Erstgeborenen in die oikumenee dieser Welt führen wird. Dann sollen ihn alle Engel anbeten. Die himmlischen Boten sind dann Jesus unterstellt. Heute sehen wir das noch nicht; wir sehen aber Jesus, der für eine kurze Zeit weniger als die Engel gestellt wurde: 2,9. Mit der Himmelfahrt wurde er höher als die Engel. Dieses neue Weltreich existiert schon jetzt, ist jedoch noch nicht als solches erkennbar. Der Schreiber sagt in 2,5 (beachten wir, dass die V. 1-5 einen Satz bilden und erst mit V. 6 der neue Abschnitt beginnt): Wir sprechen von diesem Weltreich, das jetzt schon (durch die Verkündigung der Heilsbotschaft) Form annimmt.

 

Gerettet zu werden bedeutet, unter die Königsherrschaft Jesu Christi zu kommen.

Exkurs: Die Herkunft der Wortes Ökumene (Herbert Jantzen, TJ)

Oikumene war ein Wort, das der Philosoph Aristoteles gebrauchte. Dieser träumte davon, dass alle Völker unter ein Dach kommen sollten. Oikumene heißt Hausbleibe, oikos=Haus, menein=bleiben; Bleibe. Alle Völker sollten unter einem Dach wohnen, in einem Haus verbleiben. Aristoteles hatte einen Schüler, den Sohn eines Königs. Der König hieß Philippus von Makedonien. Er war in Makedonien, im nördlichen Teil Griechenlands, König. Griechenland ist von Zeit zu Zeit verschieden aufgeteilt gewesen. Der südliche Teil hieß Achaia, der nördliche Makedonien. Zu gewissen Zeiten konnten diese beiden eine Einheit bilden, zu anderen Zeiten aber konnten es zwei verschiedene Länder sein. Auch die Prägung der Bevölkerung ist verschieden. Zum Beispiel hatten im nördlichen Teil, in Makedonien, die Frauen viel mehr Freiheit, kamen viel mehr zur Geltung und hatten mehr zu sagen als im Süden. Im nördlichen Teil lebte also zu einer bestimmten Zeit zwischen Altem und Neuen Testament ein König namens Philippus von Makedonien. Er hatte einen Teenagersohn, namens Alexander. Dieser hatte zum Lehrer Aristoteles, den Philosophen, der ein Schüler Platons gewesen war. Und dieser Aristoteles träumte davon, dass eines Tages alle Völker unter einem Dach leben sollten, also ein großes Volk sein sollten. Das war ein Traum, der bis heute nicht aufgegeben worden ist. Heute wird er wieder verwirklicht. Neulich hat man begonnen, etwa am Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre, von einem Haus zu sprechen. Das ist der alte Gedanke von Griechenland. Alexander, der Schüler von Aristoteles, hat diesen Gedanken aufgenommen; und nun war er dran, König zu werden – als Jüngling. Er war ein guter Streiter, ein Kämpfer, und hat angefangen, die Welt zu erobern. Er ist es, der zum ersten mal die Weltherrschaft (die oikumene) von Asien nach Europa gebracht hat. Und dort ist sie geblieben. (Und dort wird sie bleiben, – bis Jesus kommt; dann geht sie wieder nach Asien zurück, nämlich nach Israel.) Alexander der Große hat ein großes Reich gebildet. In diesem Reich wurde griechisch gesprochen, von Asien bis nach Rom. Auch in Rom wurde griechisch gesprochen. Allerdings, im Parlament und im Militär konnte auch lateinisch gesprochen werden. Die lateinische Sprache wurde nicht aufgegeben. Aber griechisch war die Sprache des Imperiums, der oikumene – oder: der Gemeinde, der ekkleessia. Das ganze Imperium war auch eine große Gemeinde, wo jeder seinen Platz hatte.

 

Die Lebensregel der Gemeinde ist das königliche Gesetz.

Jak. 2,8: Das Gesetz des Königreichs Christi ist ein sehr gnädiges und wunderbares: das Wort Gottes, das Evangelium.

Die Gemeinde ist nur eine Form des Königreichs.

Als Königreich ist die Gemeinde zu unterscheiden von den anderen Formen des Königreiches in der Schrift:

            (1) Gottes Königsherrschaft im Himmel

            (2) Gottes allgemeine Königsherrschaft auf Erden (Ps 24).

            (3) Gottes Königreich in Israel

            (4) Gottes Königreich im tausendjährigen Reich

Am Kreuz hat Israel Gott als seinen König verworfen. Deshalb hat Gott auch sein Volk verworfen, aber nicht auf ewig und nicht ganz. Im tausendjährigen Reich wird die Königsherrschaft Gottes auf Erden wieder aufgerichtet werden. In diesem Reich wird die Gemeinde auch herrschen, aber es wird größer sein als die Gemeinde. So muß also auch jenes Königreich unterschieden werden vom Königreich Gemeinde.

Die Gemeinde ist ein neuer Mensch.

In Eph 2,15 sagt Paulus, dass Christus gestorben ist, um einen neuen Menschen zu schaffen.

1.Petr 2,9 das auserwählte Geschlecht bzw. das erwählte Geschlecht.

Es gibt nämlich vier neue Menschen im Neuen Testament. Ihnen gegenüber stehen vier alte Menschen.

1. Der alte erste Mensch ist Adam, der neue erste Mensch ist Christus.

2. Die alte Menschheit, die von Adam her kommt; dem gegenüber die neue Menschheit, die von Christus herkommt.

3. Der alte Mensch; Ihm gegenüber der neue Mensch als Christ; Der alte Mensch, d. i. das, was der Christ selbst vorher gewesen ist und was andere Menschen, die noch nicht Christen sind, noch sind.

4. Die alte Lebensweise und ihr gegenüber die neue in Christus

Die Gemeinde ist eine Schar von Sportlern.

1. Kor. 9,24-27; Phil. 1,27 (laufen, ringen); 2.Tim. 2,5; Kol. 1,29 (ringen); 2T 4,7f; 1T 6,12; Hebr. 12,1 (laufen im Wettkampf).[1]

Die Gemeinde ist eine Schar von Sklaven.

Joh. 13,16; 15,20; Röm. 6,16-22; 1. Kor. 7,22; Eph. 6,6; Kol. 3,24; 4,1; 1. Petr. 2,16.

Die Gemeinde ist eine Armee.

Röm. 13,12; 2. Kor. 10,3-5; Eph. 6,11-17; 2.Tim. 2,3.4.

Die Gemeinde ist eine Herde.

Ps 100; Apg 20,28; 1.Petr 5,2; Joh 10; Jesus Christus der Oberhirten, über örtliche Gemeinde setzt er Unterhirten. Bild: Hilflosigkeit der („dummen“, sprich abhängigen) Schafe, Abhängigkeit vom Hirten, Eigentum des Hirten, Weide, Schutz, Führen und Folgen. Einheit der Herde - je näher sie beim Hirten sind, desto näher sind sie untereinander.

 

Ps. 100: Die Israeliten sind Schafe seiner Herde. Gott ist der große Hirte. Dieses Bild wird für die Gemeinde übernommen.

Einwand: Es scheint so, dass die Schafe, die aus den Völkern kommen, nicht von einer Hürde.

Beachte Joh. 10,16f.- Die anderen Schafe sind nicht aus der Hürde. Es wird nicht gesagt, dass die anderen auch aus einer Hürde sind. Es scheint vielmehr so, dass die anderen vom freien Feld sind. Die Hürde ist das vom Gesetz umgebene/eingegrenzte Israel. Die anderen waren nicht „eingezäunt“, sondern streuten in der freien Wildnis umher. Vgl. 11,52.

 

Luk. 12,32: Kleine Herde, klein im Vergleich zu der Bewohnerschaft der Erde, aber dennoch so kostbar, dass Jesus sein Leben für sie gab (kein "geschäftlich rentabler" Einsatz).

Joh. 10

Apg. 20,28: "Habt also acht auf euch selbst und auf alle in der kleinen Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern setzte, um Hirten zu sein der Gemeinde Gottes, welche er durch das eigene Blut erwarb."

1. Petr. 2,25: "... denn ihr wart wie irrende Schafe; jedoch seid ihr nun umgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen."

5,2: "Seid Hirten für die kleine Herde Gottes bei euch und übt Aufsicht – nicht gezwungener-, sondern freiwilligerweise, nicht um schändlichen Gewinn, sondern aus freien Stücken."

 

Es gibt viele "kleine Herden" in dieser Welt, Gruppen von Christen. Sie alle zusammen bilden die große "kleine Herde". In den kleinen Herden an den verschiedenen Orten gibt es solche, die Hirtendienst tun. Aber diese Hirten sind selbst Schafe. Jesus ist der Oberhirte (1. Petr. 5,2), der große Hirte (Hebr. 13,20; vgl. Jes. 63,11), der gute Hirte (Joh. 10,10.11.14; vgl. Ps. 23). Als solcher erfüllt er mit höchster Treue die Aufgaben eines Hirten. Um am Leben zu bleiben, brauchen wir, lehrt Paulus, zweierlei: Nahrung und Bedeckung, bzw. Schutz. Es ist die Aufgabe eines Hirten, für diese zwei zu sorgen.

1. Tim. 6,8: "Haben wir die Mittel, uns zu nähren und zu bedecken, so werden wir an denen genug haben."

Dementsprechend versorgt uns unser Hirte mit Zufuhr von Lebensmitteln und -kräften, und schützt vor Wegnahme des Lebens. Er tut aber noch ein drittes: Er führt durch dieses Leben in das ewige Leben: Ps. 23,3M.6.

Die Gemeinde ist ein fruchtbringender Acker.

Matth. 13: Der Acker ist die Welt.

1. Kor. 3,9: „Ihr seid Gottes Ackerfeld“.

Das „Ackerfeld“ in Korinth sind die Einwohner der Stadt. Wo die Saat aufging, da entstand Gemeinde. Der Acker war das Ganze, doch nur ein Teil davon trug Frucht. Gemeinde ist der Teil, der aus der Saat stammt, die Gott gesät hat, der Teil, der aus dem Samen Gottes, dem Wort Gottes, gewachsen ist.

 

Gemeinde ist dort, wo auf den Ackerboden von Menschenherzen das Wort Gottes als Saat fällt, wo sie aufgeht und Frucht bringt. Die Frucht besteht aus Christen. Und Gott ist dabei, auch auf dem fruchtbringenden Boden!, weiter zu wirken, damit die Gemeinde noch mehr Frucht bringt.

 

Das Bild kennt also drei Stadien:

1.    Zuerst das Ackerfeld von unbekehrten Herzen. Auf dieses fällt die Saat des Wortes Gottes.

2.    Das Ackerfeld, das Frucht bringt. Das ist Gemeinde.

3.    In dieser Gemeinde, die Frucht bringt, wirkt Gott, damit sie noch mehr Frucht gibt.

Die Gemeinde ist ein Senfbaum.

Matth. 13,31.32.

Die Gemeinde ist ein Ölbaum.

Röm. 11,16ff: Christus ist die Verheißung, die Abraham gegeben wurde. Er ist der Same, der Segen, der zu allen Völkern kommen sollte. Durch Jesus Christus, diesen Engpaß, kommt dann der große Segen in das neue Feld der Heilsgeschichte. Das ganze Israel hat eigentlich im Grunde versagt. Auf den ganzen Samen (Israel) kann Gott eigentlich verzichten; aber auf einen nicht: Christus. Über ihn wird Abraham ein Segen für alle Völker. Diese saftige Wurzel bringt Zweige hervor – in Form von Gemeinde. Diese Zweige waren an Christus gläubig gewordene Juden. Aber es gibt auch Zweige, die aus fremden Ölbäumen geholt werden und auf diesen Ölbaum gepfropft werden. So gehören sie jetzt zu diesem Ölbaum. Sie dürfen sich nicht überheben; sonst werden sie wieder entfernt. Aber wenn sie in Abhängigkeit vom Stamm – von Christus – leben, werden sie bleiben und Frucht bringen.

Die Gemeinde ist ein Weinstock.

Joh. 15,1-8.

Der Vater ist der Weingärtner. Jesus bringt über die Reben – mit den Reben zusammen – Frucht zur Freude des Gärtners. Der Saft fließt vom Weinstock in die Reben. Die Reben haben keinen Saft von sich aus. Sie beziehen ihn vom Weinstock. Die Frucht, die die Reben tragen, tragen sie nicht von sich aus, sondern sie sind nur Vermittler der Frucht, die vom Weinstock kommt. Jesus ist der echte Weinstock, der wirklich Leben spendet. Er ist die Quelle des Lebens. Es gibt keinen anderen echten Weinstock. (Wenn Israel Weinstock ist, dann ist es das nur im Bilde. Vgl. Ps. 80)

 

Die Reben werden zweimal beschnitten: (1) Am Weinstock: Jede Rebe an Jesus bringt Frucht; wo sie nicht Frucht bringt, muß sie weg. Wo kein Saft mehr durchfließt, da muß die Rebe entfernt werden. (2) An der Rebe: Jede Rebe, die überhaupt Frucht bringt, bringt mit der Zeit viel Frucht. Wo lebendige Reben am Weinstock sind, werden sie beschnitten, denn es wächst nicht nur Frucht, sondern auch nutzloses Gewächs. Das muß weg. Es kommt zwar aus dem Leben, aber das dient jetzt nicht dem eigentlichen Zweck. Jeder von uns wäre zu vielfältigem Dienst fähig. Aber wir dürfen uns nicht verzetteln; wir müssen uns auf eine Bahn konzentrieren. Wir müssen verzichten. Und so beschneidet uns der Weingärtner und weist uns durch Wegbegrenzung in die Bahn, so dass wir dort zielbewußt für Jesus Frucht bringen. Eine Rebe bringt arteigenes Gewächs hervor, aber wir Menschen bringen auch fremdes Gewächs hervor: Sünde. Wesensunverwandte Frucht muß ebenfallsweg. So ist bei uns Beschneidung nicht nur das Wegschneiden von nicht-dienlichem Gewächs, sondern auch von allem, was verkehrt und krank ist.

Reinigung heißt also zweierlei, einmal Verzicht auf Gutes, das (in diesem Fall) nicht zum Ziel führt, und dann Wegtun von Bösem, das wirklich schädlich sein würde.

 

"Bleibt an mir." Bleibt bei mir. Das geschieht durch den Glauben, das Vertrauen. Wir hängen an ihm; wir verlassen uns auf ihn. Das ist keine Leistung, sondern – im Gegenteil – Verzicht auf Leistung. Man verläßt sich ganz auf Jesus.

Die Gemeinde ist eine sonstige Pflanze.

Röm. 6,5: "... denn wenn wir Zusammengewachsene geworden sind, zur Ähnlichkeit seines Todes, werden wir sie aber bestimmt auch sein in der der Auferstehung." "Verwachsen", eins mit Christus, werden wir durch das Handeln Gottes auf den Glauben an Jesus Christus hin. Als Zeichen davon, dass wir zu ihm gekommen sind, lassen wir uns auf Christus taufen. Verwachsenwerden ist der geistliche Rettungsprozeß, der der Taufe vorangeht.

 

Eph. 3,17: "… in der Liebe verwurzelt." Unsere Wurzeln sollten in den Boden der Liebe hineingehen wie die Wurzeln einer Pflanze.

Die Gemeinde ist ein Licht.

Matth. 5,14: Licht der Welt

Eph. 5,8: Kinder des Lichts, Lichtkinder. D.h.: Licht ist ihr Ursprung, und sie sollen wie Licht wirken.

Die Gemeinde ist ein Leuchter

Oder: eine Schar von Leuchtern

Off. 1,12.13.16.20: sieben goldene Leuchter – erinnern an den siebenarmigen Leuchter im Tempel.

Offb. 1,16; 2,1: sieben Sterne

Offb. 2,5: Wir sind nur solange Licht (und Leuchter), als wir wirklich Licht sind. Wenn wir zu scheinen aufhören, kann man den Ständer wegwerfen.

Die Gemeinde ist eine Schar von Himmelslichtern

Christen sind Sterne und Leuchter in dieser dunklen Welt. In der Stiftshütte gab es keine Fenster. Der siebenarmige Leuchter war die einzige Lichtquelle. Diese Welt kennt keine Fenster. Wir sind das Licht und bilden das Fenster zum Jenseits.

Phil. 2,15: Lichter in der Nacht am Himmelsgewölbe

Offb. 1,16; 2,1: sieben Sterne

Die Gemeinde ist eine Stadt.

Matth. 5,14: "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen werden. Man zündet auch nicht eine Lampe an und tut sie unter ein Getreidematz, sondern auf einen Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Hause sind."

Offb. 21,9.10: "Und es kam zu mir einer der sieben Boten, welcher die Schalen, voll der sieben letzten Plagen, hatte, und sprach mit mir. Er sagte: Komm her! Ich werde dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. Und er trug mich im Geiste auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem. Sie kam nieder aus dem Himmel von Gott." Sie kann beides sein: Ein Bild von der Gemeinde wie auch eine tatsächliche Stadt, der Wohnort der Gemeinde.

Die Gemeinde ist ein Brief.

Die einzige Bibel, die die Welt liest, sind oft Christen.

2. Kor. 3,2.3: "Unser Brief seid ihr, geschrieben worden in unseren Herzen, gekannt und gelesen von allen Menschen, die ihr offenbar gemacht werdet, dass ihr ein Brief Christi seid, durch uns bedient, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebenden Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens."

Die Korintherchristen sind formannehmendes Wort Gottes geworden, das in Korinth gepredigt und aufgenommen wurde. Die Korinther wurden Evangelium. Aber dieses Evangelium, das dort Menschenform angenommen hatte, war zuerst geschrieben worden in den Herzen des Apostels Paulus und seiner Mitarbeiter; dort hatte es begonnen. Der Brief stammt von Christus wurde in das Herz des Apostels geschrieben, der wie ein „Briefträger“ nach Korinth kam und ihn dort ablieferte. Dort wurde er aufs Neue geschrieben, nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebenden Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf die Herzen. Vgl. Ez. 36,26.27.

Die Gemeinde ist ein Brot.

1. Kor. 5,7.8: "Fegt also den alten Sauerteig aus, damit ihr ein frischer Teig seid, entsprechend dem, dass ihr ungesäuert seid, denn auch unser Passa wurde für uns geopfert: Christus, so dass wir das Fest feiern sollten, nicht mit altem Sauerteig, nicht mit dem Sauerteig der Schlechtigkeit und des Bösen, sondern mit dem ungesäuerten /Brot/ der Lauterkeit und der Wahrheit."

 

1Kr 10, 17: weil es ein Brot ist. Wir, die vielen, sind ein Leib, denn wir alle sind des einen Brotes teilhaftig."

Zusammenfassung

Gemeinde ist also etwas Geistliches. Sie ist keine Organisation und hat keine Glieder (in Sinne einer Mitgliedschaft). Sie ist Menschen, die verwandelt wurden und wie ein Leib zusammen leben/funktionieren.

Das heißt nicht, dass wir hingehen dürfen, wo wir wollen.

Wir sollten nur dort hingehen, wo Wort Gottes verkündet wird und wo es wahre Christen gibt.

Wir dürfen uns nicht der Irrlehre aussetzen.

Wir dürfen Gemeinschaft haben mit allen wahren Christen, wo immer sie sind.

 



[1] Vgl. Erich Sauer: In der Kampfbahn des Glaubens, (Wuppertal: Brockhaus,1952)