U n t e r w e g s  n o t i e r t

 

Eine Handreichung für Dienende

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Daher, meine Geliebten,

so wie ihr allezeit gehorchtet,

bringt,

nicht nur wie damals in meiner Anwesenheit,

sondern nun viel mehr in meiner Abwesenheit,

mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung zuwege,

denn es ist Gott, der in euch wirkt

sowohl das Wollen als auch das Wirken zugunsten des Wohlgefallens.

Philipper 2, 12.13

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Nr. 134: Mai, Juni 2022

 

Worte für Pilger zwischen zwei Welten

Der erste Petrusbrief (9)

 

 

 


Fortsetzung von der letzten Nummer

 

1. Petrus 3, 20M: „… als die Geduld Gottes ein ‹für alle› Mal am Warten war, in den Tagen Noahs, während eine Arche zubereitet wurde, in die hinein wenige, das heißt, acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch Wasser

In die Arche hineingerettet, wurde Noahs Familie vor dem Gericht bewahrt und so für die neue Welt gerettet. Das griech. Wort ist soodsein und bedeutet. „retten ‹und bewahren›“.

Die Bewahrung geschah „… durch (vermittels) Wasser“.

Gott gebrauchte das Wasser, um Noah und seine Familie durch die Arche in die neue Welt zu bringen. Das Wasser war nicht nur ein Mittel des Gerichts, sondern auch ein Bewahrungs- und Rettungsmittel für die Glaubenden. Es hob die, die in der Arche waren, aus der alten Welt heraus und setzte sie dann in einer neuen Welt ab. So wurden die Wenigen (Noah und seine Familie) „in die Arche hinein“ durch das Wasser (vermittels des Wassers) in die neue Welt hinübergerettet. Ohne das Wasser wären sie in der alten Welt geblieben. Das Gerichtwasser wurde ihnen zur Rettung ‹und Bewahrung›.

 

V 21: „…, welches  [als] Abbild auch uns nun bewahrt ‹und rettet›, [als] Taufe, nicht ein Entfernen des Schmutzes am Fleisch, sondern eine verpflichtende Erklärung eines guten Gewissens, an Gott [gerichtet], …“

Dieses Gerichtswasser (als Bild) rettet ‹und bewahrt› nun uns – die Taufe. Die Taufe, die an sich ein Bild ist, bewahrt diejenigen, die glauben und in der Arche Christi Zuflucht suchen, vor dem zukünftigen Gericht. Es geht im Petrusbrief um eine für die Briefempfänger zukünftige Rettung vor einem konkreten Gericht.

Sie sind aufgerufen, leidensbereit zu sein, gesunden Sinnes und züchtig zu sein, nüchtern für die Gebete, und sollen besonders der Liebe sich befleißigen und die Leiden, die auf sie zukommen werden, willig aufnehmen und daran denken, dass diese Leiden ihnen zur Prüfung widerfahren, damit sie sich in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen können, … „denn der Zeitpunkt ist bereits da“ (4, 17), … „gerettet“ zu werden – „mit Mühe“.

Es geht also um vieles.

Der Taufe, der sie sich unterzogen, als sie Christen wurden, wird für sie in diesem Zusammenhang eine entscheidende Bedeutung zukommen; sie dient als Bewahrungs- und Rettungsmittel.

Petrus lehrt nicht eine „Wiedergeburt durch die Taufe“. Er lehrt aber die Taufe als Bewahrungs- und Rettungsmittel. Das ist erstaunlich, aber auch für uns Christen heute wichtig.

 

V. 20E: „… in die hinein wenige, das heißt, acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch Wasser

Viele Übersetzungen haben „durch das Wasser hindurch“. Unseres Erachtens sollte die Übersetzung sein: „durch [das] Wasser“nicht: „durch Wasser hindurch“.

Vom Griechischen her ist beides möglich. Der Kontext zwingt aber, das „hindurch“ zu streichen. Das Wasser der Flut war damals das Mittel, das Gott verwendete, um Noahs Familie schließlich in die neue Welt zu bringen. Weil sie in der Arche waren, war das Wasser ein Bewahrungs- und Rettungsmittel für sie. Ebenso ist es mit den Heiligen, an die Petrus schreibt: Die Taufe (verbunden mit ihrer Bekehrung, denn die Taufe folgte unmittelbar auf die Bekehrung) war das Mittel, das Gott verwendete, um jene Christen ans Ziel (d. h.: in die neue Welt) zu bringen. Weil sie ihr Vertrauen auf Christus setzten, war die Taufe ein Bewahrungs- und Rettungsmittel für ihre künftige Rettung – hinein in die neue, ewige Welt des Bundes Gottes in Christus: das „neue Jerusalem“, das neue „Land“.

V. 20.21

Sehen wir uns die Verse 20.21 etwas genauer an:

V. 20: …, die im Unglauben ungehorsam waren, einst, als die Geduld Gottes am Warten war in den Tagen Noahs, während eine Arche zubereitet wurde, in die hinein wenige, das heißt, acht Seelen, gerettet wurden durch [das] Wasser, 21 welches  [als] Abbild auch uns nun bewahrt ‹und rettet›, [als] Taufe, nicht ein Entfernen des Schmutzes am Fleisch, sondern eine verpflichtende Erklärung eines guten Gewissens, an Gott [gerichtet], ...“

Der Zusammenhang der beiden Petrusbriefe zeigt, worauf Petrus hinaus will. Er macht den Heiligen Mut zum Zeugnis (griech.: martürein, bezeugen). Wer zeugen will, muss bereit sein zu leiden, wie Christus litt. Und er litt bis zum Tode. Leidensbereit sollten die Heiligen sein – auch dann, wenn der Großteil der Menschen nur Verachtung für das Evangelium übrig hat.

Die Situation der Leser ist eine Parallele zur Situation der Gläubigen vor der Flut. Die Menschen ringsum hatten nichts übrig für den Glauben jener Christen.  Die Menschen zur Zeit Noahs ebenso. Die Wahrheit war nur unter Wenigen: acht Seelen (V. 20). Das Gericht nahte – zum Zeitpunkt des Schreibens (1. Petrus 4, 7), wie zur Zeit Noahs.

Aber Gott ist barmherzig. Er wartet – wie er auch damals gewartet hatte.

Während er wartete, damals vor der Flut, war er nicht untätig. Sein Geist war am Wirken. Wie? – Durch einen Menschen, den er verwenden konnte als Verkünder der Gerechtigkeit: Noah. – Gott wünschte zur Zeit Noahs, dass die Menschen umkehrten. Aber sie ließen sich nicht überführen. Gott wartete, und die Menschen meinten, das Warten Gottes bedeute, dass er seine Gerichtsverheißung nicht wahrmachen werde.

Ebenso war es zur Zeit Petri. Wie damals vor der Flut gab Gott den Menschen zur Zeit Petri noch eine gewisse Frist. Gott wartete (mit dem Gericht, 4, 17.18); und die Menschen meinten, das Warten Gottes bedeute, dass er seine Verheißung (vom Gericht und vom Kommen der neuen Welt) nicht wahrmachen werde (2. Petrus 3, 3-7). Aber die Tatsache, dass das Gericht bis dato (63 n. Chr., als der Brief geschrieben wurde) noch nicht geschah, heißt nicht, dass Gott wortbrüchig war, sagt Petrus; denn Gottes Treue war nach 33 Jahren (30-63 n. Chr.) genauso unverbraucht wie vorher. Selbst wenn tausend Jahre vergangen wären, Gott hat nicht vergessen, was er verheißen hat.

Petrus sagte in 4, 7: „Das Ende von allem ist nahe herbeigekommen“. Und es war tatsächlich nahe, sehr nahe. Das Gericht über die gesamte jüdische Welt (die alttestamentliche Tempel-Ära) war sicher (4, 5.18) und stand knapp bevor. Die Frage war nun: Wie wird man vor dem Gericht bewahrt? –

Wie damals die Wenigen in die Arche hineingingen und so vor dem Gericht bewahrt und in eine neue Welt hindurchgerettet wurden, so sollten die gläubigen Briefempfänger zur Zeit Petri „durch Wasser“ (d. h. durch die „Taufe“, einschließlich Glaube, denn die Taufe wurde auf den Glauben hin durchgeführt) bewahrt und schließlich in die neue Welt Gottes hineingerettet werden.

Petrus erklärt: Christus starb, „um uns zu Gott zu führen“ (3, 18) und er wurde „lebendig gemacht durch den Geist“: Christus, der auferstanden und zur Rechten Gottes ist und dem alle Autoritäten und Kräfte untergeordnet sind, bringt die ewige neue Welt – und er bringt die Seinen in die neue Welt hinein, diejenigen, die sich auf seinen Namen taufen haben lassen. So war die Taufe (die ja ein Leben des Glaubens nach sich zieht: Römer 6, 4) das Bewahrungs- und Rettungsmittel in die neue (himmlische) Welt hinein.

 

V. 21: „… welches [als] Abbild/Gegenbild auch uns nun bewahrt ‹und rettet›, [als] Taufe, nicht ein Entfernen des Schmutzes am Fleisch, sondern eine verpflichtende Erklärung eines guten Gewissens, an Gott [gerichtet],– durch die Auferstehung Jesu Christi;

In der Art, wie damals Noah und den Seinigen die Rettung (gleichsam durch das Wasser der Flut) zuteilwurde, findet der Verfasser einen Hinweis auf die christliche Taufe.

An ein scharfes und genaues Entsprechen ist bei der Verwendung solcher Typen/Bilder natürlich nicht zu denken. … Paulus war diese Art von Betrachtung und Verwendung des AT gewohnt. Typen der christlichen Taufe hatte er auch in der Wanderung Israels unter der Wolke und im Durchziehen durch das Meer gefunden. Vgl. 1. Korinther 10, 1.2.

 

„… welches“: „Wasser“ ist im Griech. Neutrum (sächlich). Das Relativpronomen „welches“ ebenfalls. Es bezieht sich auf das im Griech. unmittelbar vorausgehende Wort:

 

„… welches [Wasser] [als] Abbild auch uns nun bewahrt ‹und rettet›, [als] Taufe, …“

Das Wasser der Flut, von dem er gerade sprach, entspricht der Taufe. Gemeint ist nicht das Taufwasser an sich, sondern der Taufakt. Wie das Wasser der Flut die Insassen der Arche vor dem Verderben rettete ‹und bewahrte› und in die neue Welt beförderte, so rettete die Taufhandlung (in Verbindung mit dem Glauben an den Auferstandenen) jene Heiligen und bewahrte sie für die neue Welt.

„Abbild“ ist das, wovon etwas ein „Vorbild“, ein „Typus“, ist; es ist eine Kopie, so wie die Stiftshütte eine Kopie des himmlischen Heiligtums war. Sowohl „Abbild“ als auch „Taufe“ stehen in Apposition zu „Wasser“; es geht um das Bewahren vor Verderben. Das Wasser ‹bewahrt und› rettet in beiden Fällen:

Das Wasser wurde bei Noahs Familie das Mittel, durch das sie bewahrt und in die neue Welt hinübergerettet wurden. Ebenso wurde die Taufe (in Wasser) bei Petri Zeitgenossen das Mittel, durch das jene Christen vor dem ewigen Verderben bewahrt und in die neue himmlische Welt des ewigen Königreiches Gottes hinübergerettet werden sollten. Vorausgesetzt wird selbstverständlich, dass diese Gläubigen im Glauben bleiben. Aber gerade der Schritt der Taufe war das Entscheidende. So ist der physische Taufakt das Rettungs- und Bewahrungsmittel.

Taufe und Bekehrung gehörten im 1. Jhdt. zusammen – nicht in dem Sinne, dass die Taufe ein Teil der Bekehrung war, sondern die Taufe war das Siegel der Bekehrung.

Wer sich taufen lässt, bringt nicht nur zum Ausdruck, dass er bekehrt ist, sondern er setzt auch ein Zeichen, dass er nicht mehr hinter die Taufe zurückwill. Die Taufe setzt ein Zeichen, worauf der Gläubige in seinem weiteren Leben zurückschauen kann: „Nie mehr darf ich hinter dieses Zeichen zurück!“ Damit geschieht ein Bruch mit der Welt.

Für die Außenstehenden bedeutet dies, dass der Täufling nicht mehr einer der Ihren ist. Sie haben ihn verloren.

Für den Gläubigen bedeutet die Taufe, dass er nun sich dem Herrn Jesus Christus verpflichtet hat. So ist die Taufe das Siegel, das der Täufling auf die Bekehrung draufsetzt. Man macht fest, was man in der Bekehrung tat.

Taufe rettet und bewahrt – wie ein Ehering an eine Verpflichtung erinnert: Nie mehr zurück!

 

„… nicht ein Entfernen des Schmutzes am Fleisch, …“

Die Taufe ist nicht ein Ablegen von Schmutz am Fleisch. Nicht etwas Äußerliches oder Fleischliches wird in der Taufe abgewaschen. Die Taufe nimmt keinerlei Schmutz weg, auch keinerlei Sündenschmutz.

 

„…, sondern eine verpflichtende Erklärung eines guten Gewissens, an Gott [gerichtet], …“

Die Hauptbedeutung des gr. Wortes eperooteema ist „Frage“; „Befragung“; „Bitte“; „Anfrage“. Vom Zusammenhang her aber geht es nicht um eine „Bitte“ o. „Anfrage“ an Gott um ein gutes Gewissen, denn der Täufling geht nicht mit einem schlechten Gewissen in die Taufe, sondern mit einem Gewissen, das durch den Glauben bereits gereinigt ist.

Eperooteema hat auch die Bedeutung: „antwortende Verpflichtung“; „Engagement“; engl.: pledge. (Das Substantiv bedeutet in diesem Fall nicht dasselbe wie das Verb. Ein Substantiv kann mehrfachere Bedeutung haben als das Verb, von dem es abgeleitet wird.) Das Wort ist ein Terminus technicus für „Engagement“ (ein Sich-Einsetzen im gesetzlichen Bereich); a pledge to God proceeding from a clear conscience[1]; also „eine an Gott [gerichtete] Erklärung eines guten Gewissens“.

Im New Bible Commentary Revised[2] heißt es zum gr. Begriff eperooteema in V. 21: Reference to the papyri shows that contemporary usage employed this word for the solemnly attested pledge made by any party undertaking a contract ... (Deutsch: „Ein Blick in die Papyri zeigt, dass im Gebrauch jener Zeit das Wort Verwendung fand, wenn jemand mit einer feierlich beglaubigten Verpflichtung auf einen Vertrag einging.“)[3]

Das Wort epeerooteema wird in Bibelausgaben verschieden übersetzt: Zeugnis, Zusage, Bund, Antwort, Ansprache, Gelübde, Bekenntnis, Verpflichtungserklärung (engl: pledge).

Schlachter: das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott

Zürcher: die Zusage fester Bindung an Gott

Menge eine an Gott gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen;

Bengel: eine Ansprache an Gott in gutem Gewissen

Albrecht das Gelübde, mit reinem Gewissen vor (Gott) zu wandeln

Neue Luther 2009: der Bund eines guten Gewissens bei Gott

Luther 1545/1912: der Bund eines guten Gewissens mit Gott

Elb 1871: das Begehren (o.: die Forderung) eines guten Gewissens vor Gott

Tafelbibel: der Bund eines guten Gewissens mit Gott

NET: the pledge of a good conscience to God

Holeman: the pledge of a good conscience toward God

Webster u. KJV: the answer of a good conscience towards God

TNT: in that a good conscience consenteth to God

NIV:  the pledge of a clear conscience toward God.

Nur wenige (wie z. B. Menge) übersetzen mit „Bitte/Begehren“. Will man das Wort mit „Bitte/Begehren“ übersetzen, dann aber nur im Sinne einer Bitte um Bewahrung eines guten Gewissens, denn man geht ja guten Gewissens zur Taufe, nach erhaltener Vergebung, was heißt, dass die erwähnte Rettung nach Erhalten des guten Gewissen geschieht. Noahs Familie wurde nach ihrer Bergung (Rettung) in der Arche vom Wasser ans sichere Ziel gebracht und so bewahrt.

 

„… eines guten Gewissens, …“

Man geht nicht mit schlechtem Gewissen zur Taufe, sondern mit einem, das durch Christi Blut mit Gott in Ordnung gebracht ist.

Jesus Christus litt, um uns (aus unserem Gefängnis heraus) zu Gott zu führen (V. 18). Wie tat er dieses? – Er starb für uns und wurde auferweckt von den Toten.

Über die Welt der Leser wird ebenfalls ein Gericht hereinbrechen. Wie kann man davor gerettet und bewahrt werden?

Das Wort für retten steht im Präsens, nicht im Perfekt. Es bedeutet „‹vor dem Umkommen› bewahren“; „retten“; „in einen heilen Zustand bringen ‹und denselben erhalten›“.

Auf diese Weise soll man vor dem ewigen Verderben bewahrt und heil in die zukünftige Welt gebracht werden. Beachten wir, dass das „Heil“ (die „Rettung“) im 1. Petrus immer in seinem zukünftigen Aspekt gesehen wird.

Wie also können die Leser des 1. Petrus vor dem ewigen Verderben gerettet und bewahrt werden? – Indem sie Buße tun und sich auf Christi Tod taufen lassen. Durch die Taufe bekennt man seinen Glauben und seine Treue dem Retter gegenüber. Wer sich taufen lässt, bringt nicht nur zum Ausdruck, dass er bekehrt ist und nun nicht mehr zur Welt gehört, sondern er setzt auch ein Zeichen, dass er nicht mehr hinter die Taufe zurückwill. Insofern ist die Taufe tatsächlich eine verpflichtende Erklärung an Gott (engl.: a pledge, ein Engagement). Der Christ setzt damit ein Zeichen. Nach vollzogener Umkehr geschieht mit der Taufe ein prinzipieller Bruch mit der Welt.

Auf diese Weise rettet ‹und bewahrt› die Taufe (und zwar eine Taufe, die in Verbindung mit der Umkehr steht); sie rettet ‹und bewahrt› bei dem kommenden Gericht, das Petrus bald (1. Petrus 4, 7) erwartete.

Man legt durch die Taufe nicht fleischlichen Schmutz (oder Sündenschmutz) ab, sondern man legt, nachdem man durch den Glauben ein gutes Gewissen bekommen hat, mit dem sichtbaren Zeichen eine an Gott gerichtete Verpflichtungserklärung ab.

 

V. 21E: „… durch die Auferstehung Jesu Christi, …“

Diese Anfügung wird wohl am besten auf das ganze Vorherige im Vers bezogen; wie in 1, 3 wird die Rettungsgrundlage angegeben, nachdem in V. 18 die Versöhnung am Kreuz herausgestellt war.

 

V. 22: „…, der zur Rechten Gottes ist, nachdem er in den Himmel hingegangen ist …

Er sitzt am Thron; er, der Aufseher meiner Seele, bringt mich durch, so wie er Noah durchbrachte. Auch wenn die ganze Welt anders denkt, er wird uns durchbringen.

 

V. 22M: „… und Engel und Autoritäten und Kräftige sind ihm unterordnet worden.

Wenn man daran denkt, dass ihm alles untergeordnet ist, ist es leichter sich dem Staat (2, 13ff.), dem Sklavenherrn (2, 18ff.) und dem ungläubigen Ehemann (3, 1ff.) zu unterordnen.

 

Zusammenfassung (3, 18-22):

Christus litt (und starb) ein für alle Mal für Sünden, ein Gerechter für Ungerechte, damit er uns zu Gott führte. Er wurde nämlich, einerseits, am Fleisch getötet, andererseits lebendig gemacht durch den Geist; im Geist hat er auch, als er hingegangen war, den Geistern [die nun im Hades] in Verwahrung [sind,] verkündet, den im Unglauben Ungehorsamen, einst, als die Geduld Gottes am Warten war in den Tagen Noahs und eine Arche in Zubereitung war, in die wenige, das heißt, acht Seelen, hinein[gingen und] hindurchgerettet ‹und so bewahrt› wurden durch Wasser; (d. h., gerettet wurden sie in der Arche, hindurchgetragen auf dem Wasser in der Zeit zwischen Regen und Landung;) dieses Wasser rettet ‹und bewahrt› als Abbild auch uns nun, als Taufe; die Taufe ist nicht ein Entfernen des Schmutzes am Fleisch, sondern eine verpflichtende Erklärung eines guten Gewissens, an Gott gerichtet, – durch die Auferstehung Jesu Christi; der ist zur Rechten Gottes, nachdem er hingegangen ist in den Himmel und Engel und Autoritäten und Kräfte ihm unterordnet worden sind.

Von dort aus kann er nun die Seinen, die er in der Welt zurückgelassen hat, wohlbehalten durch alle Gefahren ans selbe Ziel bringen. Darum sollten die Heiligen in Kleinasien nicht verzagen und nicht versagen, auch wenn sie nur wenige sind, wie auch die in der Arche nur wenige waren.

IV. Hilfen für die, die im Blick auf das Ende „wandern“: 4, 1–19

A. Hilfen für Wanderer im Blick auf das Ende des alten Lebens: 4, 1–6

Wir erfahren hier, was es heißt, vom Kreuz her zu leben.

1. Petrus 4, 1: „Nachdem also Christus für uns am Fleisch litt, wappnet auch ihr euch mit der selben Denkweise (weil der, der im Fleisch litt, mit Sünde abgeschlossen hat [o.: ein Ende gemacht hat mit Sünde]), …“

1. Der Ausgangspunkt: Christi Leiden. 4, 1A

V. 1:Nachdem also Christus für uns am Fleisch litt, …“

Das Wort „also“ weist zurück auf 3, 18. Der Christus hat am Fleisch gelitten, und zwar bis zum Tode. Er tat es für Gott und für uns. Er hatte diese Gesinnung.

2. Die Aufforderung: 4, 1M

„…, wappnet auch ihr euch mit der selben Denkweise“, nämlich mit einer Gesinnung, die bereit ist, bis zum Tode zu leiden.

Wir, die wir eng mit ihm verbunden sind, auch wir dürfen (und sollen) diese Gesinnung und Bereitschaft haben. Petrus sagt: Denkt so, wie Jesus dachte, lebt in der Gesinnung Christi. Er war bereit, seine Seele, sein Leben, hinzugeben. Seid auch ihr bereit, am Fleisch zu leiden, bis zum Tode. Wappnet euch mit der selben Denkweise.

3. Eine Begründung – als Klammersatz im Text: 4, 1E

V. 1E: „… (weil der, der im Fleisch litt [nämlich bis zum Tode litt, Jesus Christus], mit Sünde abgeschlossen hat), …“

Jesus Christus litt im Fleisch und starb; und so hat er „ein Ende gemacht hat mit Sünde“, nicht mit eigenen Sünden, sondern mit der Sünde an sich. Der, der gelitten hat, Jesus Christus, hat ein Aufhören der Sünde bewirkt.

Andere Ausleger fassen den Satz allgemein auf, ohne ihn auf Jesus Christus zu beziehen: Jeder, der um der Sünde willen (d. h. wegen des starken Kontrastes zwischen Gerechtigkeit und Sünde) leiden musste, und zwar bis zum Tode leiden musste, hat mit der Sünde (i. S. v.: mit sündigem Verhalten) gebrochen, sodass sie keine Gewalt mehr über ihn hat (so z. B. Weiss in: Huther, J. E., & Meyer, H. A. W., 1877: Kritisch Exegetisches Handbuch über den 1. Brief des Petrus, den Brief des Judas und den 2. Brief des Petrus; Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, Bd. 12, S. 200.)

Ähnlich R. Knopf: „… Mahnung: in der Nachahmung Christi, der gelitten hat, soll sich auch der Gläubige mit dem Gedanken des Leidens — des unschuldigen Leidens — vertraut machen. Und aus der Erfahrung über Sünde und Leiden weiß der Verfasser zu dem Hinweis auf das Beispiel des leidenden Christus noch eine weitere Überlegung anzufügen, die wohl allgemein klingt, tatsächlich aber nicht allgemeine Gültigkeit besitzt, weil sie eine nur für den Gläubigen in Betracht kommende Wahrheit ausspricht. Auch der Gläubige hat es noch mit der Sünde zu tun, die fleischlichen Begierden streiten auch noch bei ihm gegen die Seele, gegen den höheren Menschen (2, 11). Das Fleisch aber scheut von seiner Naturbeschaffenheit her das Leiden. Und es gibt keinen stärkeren Beweis für Herrschaft über das Fleisch, Loslösung von ihm und von der mit ihm verknüpften Sünde als Leiden auf sich zu nehmen, und zwar natürlich unschuldig und gern. Wer so leidet, tritt das Fleisch und die Sünde unter sich und erreicht den Erfolg, den V. 2 dann anzeigt: solange er noch auf Erden zu leben hat, lebt er nicht mehr den Begierden, sondern dem heiligen Willen Gottes. Vielleicht ist in diesen Zusammenhang auch noch der Gedanke von V. 4 einzustellen, wo ausgesprochen wird, dass die gegenwärtigen Leiden der Christen grade von ihrem Bruche mit der Sünde herrühren. So erfolgt also im Leiden, dem die Gläubigen sich mutig und freiwillig unterziehen, ihr endgültiger Bruch mit der Sünde, die von dem früheren Leben der Christen her noch immer die Arme nach ihnen ausstreckt.“ (Knopf, R.: Die Briefe Petri und Judä (S. 162). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1912.)

 

Wir denken aber, dass Petrus hier in V. 1 das Leiden Christi im Sinn hat. Jesus Christus hat durch sein Leiden und Sterben mit Sünde abgeschlossen. Das sollte die Heiligen ermutigen, ebendiese Denkweise anzunehmen und sich mit dieser Gesinnung zu rüsten, und so bereit zu sein, für Christus zu leiden und zu sterben. Petrus weiß, was in der neronischen Verfolgung bald auf die damalige Gemeinde Jesu zukommen wird. Er will sie daraufhin zurüsten.

4. Der Zweck einer solchen Gesinnung: 4, 2

Zu welchem Zweck soll man sich mit dieser Gesinnung rüsten? Nachdem Jesus Christus gelitten hat, wappnet auch ihr euch mit der selben Denkweise (…),

V. 2: „… um die noch übrige Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, …“

Die Heiligen sollen bereit sein, in der Denkweise Christi zu leben, sodass sie die restliche Zeit ihres Daseins im Fleisch nicht mehr für das Fleisch leben.

Die Heiligen leben nicht mehr für ihr eigenes Vergnügen. Dieses steht nicht mehr im Vordergrund. Sie leben nicht mehr für die menschlichen Lüste. Die fleischliche Lust und Gottes Wille stehen im Gegensatz zueinander. Vgl. 2, 11: „Geliebte, ich rufe euch auf als ‘Ausländer’ und ‹sich vorübergehend aufhaltende› Fremde: Enthaltet euch ‹stets› der fleischlichen Lüste – sie kämpfen gegen die Seele.“

 

„…, sondern dem Willen Gottes;“

Für den Christen gilt nicht, was er wünscht, sondern was Gott will! Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe!

Unser Vater, dein Wille möge auf Erden geschehen – so wie er im Himmel geschieht – gern, ganz, genau, gründlich, gleich!

Kinder des Vaters dürfen lernen zu verzichten. Auch wir als Väter handeln nicht immer dem Willen unserer Kinder zuliebe.

5. Weitere Begründungen: 4, 3–6

a. Es ist genug, das vergangene Leben nach heidnischem Willen gelebt zu haben. 4, 3

V. 3: „… denn es ist uns genug, die vergangene Zeit unseres Lebens den Willen derer, die von den Völkern sind, ausgeführt zu haben, …“

Es ist genug. Es reicht, dass ich die vergangene Zeit meines Lebens für mich und den heidnischen Willen gelebt habe. Der Rest meiner Zeit und Kraft soll ganz Gott gehören.

Es ist immer „genug“, weil es immer ein Verlust ist, für diese Welt und die heidnische Lebensweise da zu sein.

Die Begehren der Menschen (das Wollen und Treiben der Heiden) steht häufig im Gegensatz zum Willen Gottes.

Wie leben die Heiden? – nach ihrem eigenen Wollen (V. 2) und nach dem, was die anderen für gut halten (V. 3).

Wenn du aber so lebst, wie die anderen leben, gehst du ins Verderben! Wir leben nicht nach der Mehrheit.

Nicht Menschen bestimmen mein Verhalten, sondern Christus. Zu tun, was ihm gefällt, soll mein Bestreben sein.

 

„…, als wir einhergingen in …“

Es braucht mehr als einen Duden, um zu erfahren, was diese im Folgenden aufgelisteten Wörter bedeuten. Sprache ist nicht exakt genug, um uns das zu vermitteln, was Gott will. Es kann nicht alles in einem einzigen Wort gesagt werden. Was bedeuten die nun folgenden Ausdrücke?

„… Ausschweifungen [ o.: Zügellosigkeiten], Lüsten,

übermäßigem Trinken von Wein, Schlemmereien [o.: ausgelassenem Feiern] …“

Was ist Ausgelassenheit? Was verstand Petrus darunter? (Wenn ich das nicht weiß, kann ich nicht gehorsam sein.)

„…, Trinkgelagen“

Wo ist die Grenze?

„… und sittenlosen [frevelhaften] Götzendiensten, …“

Götzendienst ist, wenn mir etwas anderes als Gott wichtiger ist, oder wenn mir etwas neben Gott wichtiger ist.

Um zu wissen, was das ist, ist zweierlei nötig:

Erstens: Ich soll in der Heiligen Schrift forschen; der Zusammenhang der Heiligen Schrift wird mir zum rechten Verständnis verhelfen.

Zweitens: Ich soll um mehr Erleuchtung durch den Heiligen Geist bitten. Jesus Christus will den Seinen das Verständnis öffnen, um die Schriften zu verstehen. (Lukas 24, 45: „Er tat ihnen den Denksinn auf, zu verstehen die Schriften.“ Epheser 1, 18: „… die Augen eures Herzens seien erleuchtet, um zu wissen, …“)

Warum ist das wichtig? Weil in meinem Leben die Versuchung anders aussehen wird als in dem Leben anderer. Ruhe daher nicht, bis du Bescheid weißt, was du zu tun hast! Schrecke nicht vor dem schlechten Gewissen zurück.

Alle diese hier (V. 3) angeführten Dinge sind Zeichen des Verwickelt-Seins in diese Welt. Erkenne, wo du von dieser Welt abhängig geworden bist!

b. Christen sind weltfremd geworden. 4, 4

V. 4: „… wobei es sie befremdet, dass ihr nicht [mit ihnen] zusammen in denselben Erguss eines heillosen Wesens lauft, [sodass] sie lästern, …“

Ich bin, dadurch dass ich Christ wurde, ihnen ein Fremder geworden. Warum sollte ich also noch so leben wollen wie sie? Sie lästern ohnehin!

„Lästern“ bedeutet, Schlechtes zu reden: Es wird immer so sein, dass Nichtchristen über Christen, die für den Willen des Herrn hingegeben leben, schlecht reden. Wieviel mehr werden sie über Christen lästern, die Kompromisswege gehen und mit ihnen mitmachen! (Vgl. Römer 2, 24.) Sie reden Schlechtes gegen uns, weil wir es sind, die sie veranlassen, ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Ein Nichtchrist kann sich aber kein schlechtes Gewissen leisten, weil er keinen Erlöser hat, der ihn von dem schlechten Gewissen befreien könnte.

c. Nichtchristen werden gerichtet werden. 4, 5

V. 5: „… [sie], die dem Rechenschaft erstatten werden, der in Bereitschaft steht, Lebende und Tote (d. h.: Verstorbene) zu richten;“

Petrus sagt: Gott, der Richter, steht bereit. Sie werden gerichtet werden! Warum also sollten wir für ihren Willen leben?

d. Den Toten wurde gute Botschaft gebracht, damit sie für Gott leben. 4, 6

V. 6: „… denn zu diesem [Zweck] auch ist [den] Toten gute Botschaft gesagt worden, dass sie ‹zwar› den Menschen gemäß am Fleisch gerichtet würden, aber Gott gemäß im Geist leben sollten.

„am Fleisch gerichtet“: Petrus nennt den physischen Tod ein Gericht, das seit dem Sündenfall über alle Menschen verhängt ist.

„den Menschen gemäß“: nach Art der Menschen

„Gott gemäß“: so, wie es Gott entspricht. Wie entspricht es Gott? Wie ist es angemessen? Nur eine Haltung ist Gott gemäß: ganz für ihn zu leben! – selbst dann, wenn man deshalb sterben wird.

Die gute Botschaft ist jenen bereits Verstorbenen verkündigt worden – nicht im Blick auf die alte Welt, sondern im Blick auf eine neue.

Die, die das Evangelium verkündeten, retteten damals durch ihre Verkündigung Menschen vor dem kommenden Zorn, sodass diese eines Tages in eine neue Welt kommen, wo sie in alle Ewigkeit „Gott gemäß“ leben. Daher sollen die Heiligen sich in dieser Welt recht verhalten.

Auch heute ist es im Wesen so.

Den (nun, zum Zeitpunkt des Schreibens) Toten (d. h.: allen jenen evangelisierten Menschen jener Zeit, die bereits gestorben waren, von denen aber nur ein Teil zum Glauben gekommen war) war, als sie noch lebten, das Evangelium verkündet worden.

Welchem Zweck hatte die Evangeliumsverkündigung gehabt? dass diese Menschen, im Falle sie physisch sterben sollten, im Geist Gott leben sollten.

Der Tod seit dem Sündenfall ist „Gericht am Fleisch“.

Die Evangeliumsverkündigung war zu der Zeit, als Petrus den Brief schrieb, bereits flächendeckend geschehen. Vgl. Römer 10, 18; Kolosser 1, 5.6.23. Ziel und Zweck der Evangeliumsverkündigung war es gewesen, dass Menschen nach dem Tod ewiglich Gott gemäß leben sollten.

Der ganze Satz: Ziel und Zweck der Evangeliumsverkündigung war es gewesen, dass die nunmehr verstorbenen (evangelisierten) Menschen (jener Zeit, in der die Apostel das Evangelium weithin verkündet hatten), die zwar nach Menschenart (durch den von Gott über alle Menschen verhängten Tod) am Fleisch gerichtet wurden, nach dem Tod im Geist ewiglich Gott gemäß leben sollten.

Petrus spricht also von der bereits in der Vergangenheit liegenden Evangeliumsverkündigung an die (nunmehr) verstorbenen Menschen.

 

Der Zusammenhang (4, 1-6): Die Christen jener Zeit sollten leidenswillig und leidensbereit werden, wie auch ihr geliebter Herr leidenswillig und leidensbereit gewesen war; sie sollten nicht mehr mit den Gottlosen in ihrem heillosen Wandel mitlaufen, auch wenn die Lästerer schlecht über sie redeten. Petrus sagt, es werde ein Gericht geben. Er sagt, Gott stehe bereit, die Menschen zu richten, und zwar Lebende und Verstorbene, denn (nun kommt die Erläuterung): … denn Gott hatte aus Liebe seinen Sohn gesandt; das Evangelium war weithin verkündet worden, viele hatten es gehört; inzwischen waren die meisten Menschen, die es gehört hatten, verstorben; Gott hatte diesen jetzt Verstorbenen zu eben diesem Zweck das Evangelium verkünden lassen, dass sie, nachdem sie am Fleisch das Gericht des leiblichen Todes (wie alle Menschen) erfahren haben, im Geist Gott gemäß leben sollten.

Über den Erfolg der (in der Vergangenheit geschehenen) Evangeliumsverkündigung an die (nunmehr) Verstorbenen, die zu ihren Lebzeiten das Evangelium vernommen hatten, wird im Text nichts gesagt. Aber über den Zweck jener Verkündigung wird etwas gesagt: Bezweckt war gewesen, dass sie (in der neuen Welt) im Geist für immer für Gott und nach Gottes Art leben sollten.

Das Leben, in das die Toten eintreten, wird näher bestimmt als „Gott gemäß“ (gr.: kata theon) und „im Geist“ (gr.:  pneumati) erfolgend. Das Leben ist „Gott gemäß“ (kata theon, nach Gottes Art) – im Gegensatz zum Tod, der „den Menschen gemäß“ (kata anthroopous, nach der Art der Menschen) ist. Das Leben ist von der Art, wie es Gott selber hat und denen verleiht, die seine Gerufenen und seine Söhne sind, also ewig, herrlich, unveränderlich, ohne Leiden. Das neue Leben steht im Gegensatz steht zu dem unerfreulichen Hindämmern der Schattenseelen in den Kammern des Hades (Totenbereiches). Und es wird vermittelt, es erfolgt „im Geist“ (pneumati), durch den machtvollen, Leben spendenden Gottesgeist; wer den bekommt, der streift alles Irdisch-Vergängliche ab, ist vom „Fleisch“ auf immer getrennt und führt sein Leben in der gleichen Daseinsform und Sphäre wie Gott selber und wie der erhöhte himmlische Herr, Christus, nämlich: im Geist.

 

Zusammenfassung: „...denn es ist uns genug, die vergangene Zeit ‹dieses› Lebens den Willen der Heiden (d. h.: der Ungläubigen) ausgeführt zu haben, ... wobei es sie befremdet, dass ihr nicht mit ihnen zusammen in denselben Erguss eines heillosen Wesens lauft, sodass sie lästern, sie, die Gott Rechenschaft geben werden, der in Bereitschaft steht, Lebende und Verstorbene zu richten; denn zu diesem Zweck auch war den (zum Zeitpunkt des Schreibens bereits) Toten (allen jenen evangelisierten Menschen von damals, die bereits verstorben waren, von denen aber nur ein Teil zum Glauben gekommen war) das Evangelium verkündet worden, – zu diesem Zweck, dass sie zwar nach Art der Menschen am Fleisch gerichtet würden (durch den Tod; der seit dem Sündenfall ein Gericht war), aber (dann, nachdem sie gestorben sind, in der neuen Welt) Gott entsprechend im Geist leben sollten.

– Herbert Jantzen, Thomas Jettel (Fortsetzung in der nächsten Nummer)

 

Die Bibel in deutscher Fassung

Verlag FriedensBote, 1. Auflage Mai 2022,

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Es war das Anliegen der Übersetzer, eine genaue Bibelübersetzung mit einem zuverlässigen Text anzubieten, mit der ein gründliches Studium auch ohne schwere Studienbibel möglich ist. Die Übersetzung ist nicht nur für Bibelkenner und Bibelschüler oder als „Zweitbibel“ für zuhause gedacht, sondern als Bibel für alle, die Gottes Wort ernst nehmen wollen.

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[1] Vgl. Bauer-Danker-Arndt-Gingrich, Bibleworks.

[2] New Bible Commentary Revised, Inter-Varsity Press, Leicester, England, 1970.

[3] S. auch Beasley-Murray: „Baptism in the NT“, S. 261.