U n t e r w e g s  n o t i e r t

 

Eine Handreichung für Dienende

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„So viel als wahr ist, so viel als ehrwürdig, so viel als gerecht, so viel als rein, so viel als lieblich, so viel als wohllautend, ist es eine Tugend und ist es zu preisen – diese Dinge bedenkt. Was ihr auch lerntet und übernahmt und hörtet und an mir saht, das tut. Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“

Philipper 4, 8.9

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Nr. 142: September, Oktober 2023

 

Die Rettung und die Gemeinde der Geretteten

Der Epheserbrief (5)

 

 

 


 

Die Segnungen der Gläubigen in Christus – Kapitel 1-3

I. Die Heilssegnungen sind Gegenstand des Betens des Paulus – Kapitel 1

A. Lob Gottes für die Segnung 1, 3-14

 

Fortsetzung von der letzten Nummer:

B. Gebet um Einsicht in die Heilssegnungen  - 1, 15-23

„Deswegen, nachdem ich von dem Glauben unter euch im Herrn Jesus und der Liebe zu allen Heiligen hörte, 16 lasse ich auch nicht ab, für euch zu danken und euer bei meinen Gebeten zu gedenken, 17 damit der Gott unseres Herrn, Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, euch Geist [der] Weisheit und [der] Offenbarung gebe im Erkennen seiner selbst, …“

Die Heiligen in Christus sind mit himmlischen, ewigen Segnungen versehen worden. Kein Wunder, dass diese Tatsache dem Apostel Paulus den Mund öffnet zu einem Lob Gottes. Wir sollten es ihm nachmachen und Gott immer wieder loben für unsere Heilssegnungen. Paulus bleibt hier nicht stehen. Er geht weiter und berichtet von seinem Gebet um größere Einsicht in diese Segnungen.

Paulus‘ Lobgesang über sein Beten (V. 3-14) wird hier in der Fürbitte fortgesetzt.

Der gesamte Abschnitt (V. 15-23 bzw. 1, 15-2, 3) ist ein einziger langer Satz, einer der längsten in der Heiligen Schrift.

1. Die Umstände des Betens - 1, 15-17A

a. Was Paulus veranlasst, zu beten  - V. 15

„Deswegen, nachdem ich von dem Glauben unter euch im Herrn Jesus und der Liebe zu allen Heiligen hörte ...“

Viele Epheser kamen ohne die direkte Hilfe des Apostels Paulus zum Glauben. Aber er hörte von ihrem Glauben und von ihrem Wohlergehen im Glauben. Dies nimmt er zum Anlass, für sie zu beten.

Die Lektion für uns ist: Auch dann, wenn es unseren Mitbrüdern und -schwestern gut geht, sollten wir nicht aufhören, für sie zu beten.

 

„von dem Glauben ... und der Liebe“

. Glaube und Liebe sind bemerkbar, erkennbar. Andere konnten dem Apostel darüber berichten, dass in Ephesus Glauben und Liebe vorkommen.

. Glaube (vertikal) und Liebe (horizontal) sind die Haupttugenden des Christen. Sie sind die zwei wichtigsten Zeichen geistlicher Gesundheit (vgl. 1. Thessalonicher 3, 5-7). Sie sind Voraussetzungen dafür, dass ein Christ wächst. Glaube ist der Schlüssel zu unserer Beziehung zu Gott, und Liebe ist die Substanz dieser Beziehung. Wenn wir in diesen beiden gesund sind, sind wir grundsätzlich gesund. Dann können wir auch in anderen Bereichen wachsen.

Gott hat so viel an uns getan! Deshalb will er nun an uns weiterarbeiten. Er will, dass wir in geistlicher Hinsicht Fortschritte machen. Mein Glaube beginnt da, wo ich dem Wort Gottes Recht gebe, was es aussagt über mich, meinen Zustand, über das, was Sünde ist, über Jesus Christus, über den Weg des Heils. Ich nehme diese Wahrheiten in Anspruch, gehe darauf ein, ich vertraue Gott, dass er seine Verheißungen wahrmacht, wenn ich seinen Bedingungen entspreche. Die Wiedergeburt kommt aus dem Wort Gottes, dem Wort der Wahrheit (1. Petrus 1, 23; Jakobus 1, 18), wenn ich ihm Glauben schenke (Hebräer 4, 2).

 

„von dem Glauben unter euch im Herrn Jesus“

Wir beachten: Glaube „im Herrn Jesus“ (so der griech. Wortlaut; das Wort beantwortet die Frage „wo?“, nicht die Frage „wohin?“.) Man glaubt an den Herrn, um gerettet zu werden, man glaubt in dem Herrn (das heißt: während man in der Verbindung zum Herrn Jesus steht), um geistlich gesund zu sein und Fortschritte zu machen. Das Grundsätzliche war für den Apostel die Beziehung zum Herrn Jesus.

 

„und der Liebe zu allen Heiligen“

Diese war die Frucht der Glaubensverbindung „im Herrn“. Wir lernen:

. Eine gesunde Beziehung zum Herrn führt zu einer gesunden Beziehung zu Mitgläubigen.

. Eine ungesunde Beziehung zu Brüdern, zu Schwestern, steht oft in Verbindung mit einem ungesunden Verhältnis zum himmlischen Herrn.

 

Also der Glaube und die Liebe der erretteten Adressaten veranlasst Paulus zu beten.

b. Wie er betet  - V. 16

15 „Deswegen, ... 16 lasse ich auch nicht ab, für euch zu danken und euer bei meinen Gebeten zu gedenken, ...“

. Er dankt. Dank ist der Ausgang für die Fürbitte. Fangen wir unsre Fürbitte mit Danken an, denn Gott will Menschen tatsächlich helfen. Danken wir für das, was Gott für einen bestimmten Menschen, für den wir beten, bereits getan hat! Dann wird unser Glaube gestärkt werden, weiter für ihn zu beten.

. Er tut Fürbitte. Wenn Geschwister im Glauben vorwärtsgehen, brauchen sie Gebet. Gerade dann, wenn Christen Fortschritte machen, sollen wir beten. Das Gebet sollte nicht ein negatives Klagen sein (1. Könige 19, 10-14), sondern ein positives Einstehen (2. Mose 32, 7-13).

. Er tut solches (das Danken für und das Denken an die Epheser in den Gebeten) unablässig. Wir dürfen nicht ablassen (vgl. 2. Mose 32, 27), denn was hilft eine Fürbitte, die bald wieder nachlässt? Wir werden nicht viel erhalten, wenn unser Gebet von Nachlassen/Nachlässigkeit gekennzeichnet ist. Paulus sagt: „Betet ohne Unterlass, unablässig, stetig, anhaltend; lasst nicht ab, zu beten!“ (1. Thessalonicher 5, 17) – für andere, für uns selbst. Gott ist ein ewiger Gott. Unser Dasein ist von Flüchtigkeit, von Kurzlebigkeit und durch Kurzschlusshandlungen gekennzeichnet. Wir sollen aber lernen, konsequent und „durchziehend“ (beständig) zu handeln. Vgl. Matthäus 7, 7. Das Präsenspartizip („der Bittende“, „der Suchende“, „der Anklopfende“) im griech. Grundtext trägt den Gedanken einer fortwährenden Handlung: „Wer fortwährend bittet, empfängt, und wer beständig sucht, findet; wer beharrlich anklopft, dem wird geöffnet.“

c. Zu wem er betet  - V. 17A

„damit der Gott unseres Herrn, Jesu Christi, ...“

Jesus Christus und Herr stehen hier getrennt voneinander. Dadurch bekommt der Begriff Herr eine exponierte Stellung:  „der Gott unseres Herrn, [der Gott] Jesu Christi“.

Das heißt, Paulus will betonen: Jesus Christus ist unser Herr. Und dieser Herr hat, als er auf Erden war, einen gehabt, den er als Gott anerkannte, einen, den er als Gott (das heißt, als Herrn und Helfer) erlebte: der für Christus sorgte, ihn füllte und lenkte.

 

„der Vater der Herrlichkeit, ...“

. Er ist Vater der Herrlichkeit, das heißt aller wahren Herrlichkeit. Herrlichkeit ist Reichtum an Charakter. Wenn Gott herrlich ist, dann strahlt sein Charakter hindurch. Bei Gott ist Herrlichkeit ein „Sein“ (Charakter), also mehr als „Glanz“ und „Schein“.

. Er ist ein herrlicher Vater.

. Er ist ein Vater, der in Herrlichkeit wohnt.

. Er ist einer, der reich ist an herrlichen Möglichkeiten, uns väterlich zu versorgen; ein Vater, der reich und freigiebig ist. Gott gibt immer gemäß dem Reichtum seiner Herrlichkeit (3, 14.15).

. Er ist ein Vater, dem alle Ehre, alle Herrlichkeit gebührt.

 

Eine solche Beschreibung des Angebeteten verleiht dem Gebet große Bedeutung und macht Mut, zu ihm zu kommen.

2. Das Gebetsanliegen  - 1, 17-23

17 „… damit der Gott unseres Herrn, Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, euch Geist [der] Weisheit und [der] Offenbarung gebe im Erkennen seiner selbst, 18 wobei die Augen eures Herzens erleuchtet seien, um zu wissen, welches die Hoffnung seines Rufes und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen 19 und welches die überschwängliche Größe seiner Kraft für uns, die Glaubenden, ist, nach der Wirkung der Macht seiner Stärke, 20 die er in dem Christus wirkte; den weckte er nämlich von den Toten auf, und er setzte ihn zu seiner Rechten in den himmlischen Bereichen 21 über alles Erstrangige und [alle] Autorität und Kraft und Herrschaft hinaus und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen, 22 und er unterordnete alles unter seine Füße; und er gab ihn, Haupt über alles, der Gemeinde, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen füllt;“

a. Allgemein: Weisheit und Offenbarung zu tieferer Erkenntnis Gottes  - V. 17

„damit ... Gott ... euch Geist [der] Weisheit und [der] Offenbarung gebe“

Was Gott getan hat (1, 3-14), veranlasst Paulus zum Beten, dass die Epheser im Glauben und in der Gotteserkenntnis wachsen. So dürfen wir füreinander beten. „Herr, mach meinem lieben Bruder die Wahrheit über deinen Heilsplan groß. Gibt ihm Weisheit, öffne ihm die Augen! Mach meiner Schwester Jesus groß.“

 

„Geist [der] Weisheit und [der] Offenbarung“

Um Gott zu erkennen, brauchen wir den Geist der Weisheit und Offenbarung, das heißt, wir brauchen durch den Geist Weisheit und Offenbarung, um Gott besser kennen zu lernen.

„Geist“ meint hier nicht die „Person“, sondern die Wirkung, die Äußerung. Deshalb steht auch nicht der Artikel vor „Geist“.

Zur Formulierung vgl. 1. Korinther 14, 12. Dort heißt es nach dem griechischen Grundtext wörtlich: „So auch ihr, da ihr um Geister eifrig bemüht seid, ...“ Sie halten Ausschau nach „Geistern“, das heißt nach Offenbarungen, Äußerungen, Wirkungen des (Heiligen) Geistes, nicht nach Geistpersonen. (Dass der Apostel nicht um den Heiligen Geist als Gabe bittet, zeigen die Verse Epheser 1, 13.14. Die Leser haben ihn bereits mit dem Heil erhalten. Wir brauchen nicht um Heiligen Geist zu bitten. Wir haben ihn schon. Wir haben so viel vom Heiligen Geist, wie wir haben können. Aber nun will der Heilige Geist uns haben, so viel wie möglich.)

Zur Formulierung vgl. auch 2. Thessalonicher 2, 2: „euch ... nicht ... erschüttern zu lassen ... weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief“. Sie sollen sich nicht durch „Geist“, das heißt durch eine Geistwirkung, durch eine Äußerung aufgrund des Wirkens eines Geistes, beunruhigen lassen. (Vgl. auch 1. Johannes 4, 2: „Prüft die Geister“, das heißt die Geistwirkungen, die Geistäußerungen).

„Weisheit“: Weisheit hat mit Zielsetzung zu tun. Höchste Weisheit ist Verständnis vom Höchsten und Besten sowie Auskunft darüber, wie man dieses Höchste und Beste auf bestem Wege erreicht. Weisheit ist eine Vermengung von Kenntnis und Praxis. Weisheit ist bei uns Menschen die fähige Anwendung von gesunden Kenntnissen. Sie hat es mit dem eigentlichen Leben zu tun. Sie weiß, wohin es geht und wie man dorthin kommt. Das höchste Ziel ist Gott selbst, sein Wille. Davon spricht das Buch der Sprüche. Der Anfang der Weisheit besteht darin, Gott zu fürchten und Böses und Gutes zu unterscheiden und in der Folge das Böse zu lassen.

Es gibt Menschen, die gute Kenntnisse und Fähigkeiten haben, aber keine Weisheit besitzen, wenn es zur Anwendung in ihrem Leben kommt. Dann stimmt ihr Handeln nicht überein mit dem, was sie wissen und tun könnten. Dieser Mangel an Weisheit ist ein Kennzeichen unserer Zeit. Nie waren Menschen so gebildet wie heute, und doch waren sie nie so unfähig zu gesundem Handeln wie heute.

Weisheit ist die Konsequenz zwischen Kenntnis und Handeln. Paulus betet, dass Christen weise werden in Bezug auf Gott und seinen Willen. Das geschieht durch das Wort Gottes. Denn dort hat Gott Licht gegeben und seine Weisheit gezeigt. Aber Gottes Wort muss mit Hilfe des Heiligen Geistes verstanden werden, sagt Paulus. Nur durch den Geist bekommt man Weisheit.

Wenn wir die Bibel lesen, sollen wir um die Hilfe des Geistes beten und darum, dass wir eine Einstellung haben, die sich vom Geist helfen lässt. Denn mancher von uns ist von Natur aus unbelehrbar, starrsinnig. Daher ist es nötig, dass Gott uns bearbeitet, dass wir lernfähig werden.

Paulus bittet um den Geist der Weisheit für uns, dass unser Leben unserem Zeugnis entspreche. Diese Konsequenz zu bewirken vermag nur der Heilige Geist. Durch ihn wird mein Handeln und Wandeln weise, sodass es der Wahrheit entspricht.

„Offenbarung“: Offenbarung bedeutet eigentlich „Enthüllung“. Ein Schleier, eine Decke muss weggetan werden. Wir hätten es aus uns selbst nicht erkennen können. Offenbarung ist das Erhalten neuer Erkenntnisse, die man vorher nicht hatte. Dies bedeutet nicht, dass Christen eine Offenbarung bekommen, die über die Schrift hinausgeht. (Das war nur den fundamentlegenden Aposteln und Propheten gegönnt. Siehe zu Epheser 2, 20; 3, 5.) Aber uns werden immer neue Dinge gezeigt – wie wenn ein Schleier weggezogen wird – innerhalb des Bereichs der gegebenen Offenbarung.

 

„im Erkennen seiner selbst“

Sie sollen Gott besser kennenlernen. Und sie sollen sich um eine bessere Gotteserkenntnis bemühen. Wie lernt man Gott besser kennen? Menschen lernt man kennen in der Begegnung mit ihnen. Gott lernt man in seinem Wort kennen, denn dort begegnet man ihm, und man lernt ihn kennen, wenn man im Leben mit ihm Erfahrungen macht.

Aber zunächst geht es noch nicht darum, dass die Epheser Gott erleben. Sie sollten zuerst bekannt gemacht werden mit den großen Voraussetzungen der Verbindung mit Gott durch die Erlösung.

Unser Glaube ist immer die Antwort auf göttliche Tatsachen. Wenn Paulus deshalb das Glaubensleben seiner Leser fördern will, bittet er für sie, dass sie erkennen. Dazu ist nötig, dass Gott ihnen die Augen öffnet. Darum betet Paulus, dass die Epheser offene Augen bekommen für Gotteserkenntnis.

 

„seiner selbst“: Das Ziel aller Erkenntnis ist, Gott den Vater zu erkennen. Darum setzt Paulus diese Bitte an den Anfang seiner Gebetsliste. Dem Menschen unserer Zeit ist wenig daran gelegen, Gott tatsächlich zu erkennen. Man hat wenig für Gott übrig. Ist es nicht so, dass auch wir oft bei uns feststellen, dass wir keinen Durst nach Gott haben?

Das ist das Wesen unseres gefallenen Herzens. Nur der Heilige Geist, der in uns hineinkam, hat dort die Ausrichtung auf Gott hin bewirkt, sodass wir uns danach sehnen, ihn kennenzulernen und mit ihm Umgang zu haben. Oft muss er andere Quellen, zu denen wir hingegangen sind, verstopfen oder versiegen lassen, bis wir merken, wo wir hingehören. Dort ist die eine Person, die es sich lohnt, kennenzulernen, mit der der Umgang mehr Freude macht als der Umgang mit geliebten Menschen. Es ist tatsächlich so, dass er uns viel lieber, kostbarer werden kann, als irgendeine Freundschaft auf dieser Welt. Gott kennenzulernen ist das höchste Ziel. Gott kennenzulernen ist das, was unseren Sehnsüchten am meisten entspricht.

b. Detailliert: Erleuchtung für ein dreifaches Wissen V. 18-23

„wobei die Augen eures Herzens erleuchtet seien, um zu wissen, ...“

Erleuchtung geschieht zunächst bei der Bekehrung (Apostelgeschichte 26, 18; 2. Korinther 4, 6; Hebräer 6, 4; 10, 32), muss aber immer wieder geschehen (Epheser 3, 9; Psalm 19, 9; 119, 130; Nehemia 9, 12.19), denn wir sind blind, kurzsichtig (2. Petrus 1, 8.9). Auch als Christen sind wir gänzlich auf Gottes Licht angewiesen, besonders beim Bibellesen. Nicht ich bestimme, wann ich über eine bestimmte Frage im Wort Gottes Klarheit bekomme. Gott bestimmt es. Aber Gott möchte erbeten sein; und er erhört solche Bitten seiner Kinder gerne.

Wozu führt die Erkenntnis Gottes, wenn die Seinen beten?

 

Paulus betet, die Epheser sollten einen geistlichen Blick für drei Dinge bekommen. Sie sollten drei Dinge wissen, um in der Erkenntnis zu wachsen:

 

„welches die Hoffnung seines Rufes und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und welches die überschwängliche Größe seiner Kraft für uns, die Glaubenden, ist ...“

 

„um zu wissen“

Das griechische Wort für „wissen“ gebraucht Paulus manchmal im hebräischen Sinn. Dort bedeutet es u. a. „zu schätzen wissen“. Das Wort wissen hat eine Liebeskomponente. Es geht um eine Beziehung. Man kann übersetzen: „... um zu wissen und zu schätzen ...“.

Das Wissen um das Ziel  - V. 18

„welches die Hoffnung seines Rufes ist“

Der Ruf ist eine Einladung. Leider wurde das griechische Wort für rufen (kalein) in den meisten Übersetzungen mit berufen übersetzt. Im Deutschen verstehen wir unter Berufung eine Verfügung, eine Bestimmung. Das ist hier nicht gemeint. Gott rief uns im Evangelium. Wir haben auf den Ruf geantwortet. Der Ruf hat einen Zweck, ein Ziel. Wohin rief Gott?

Im AT rief Gott Israel aus Ägypten, um es ins Land Kanaan zu führen, ins Land der Ruhe.

Als wir zu Jesus gerufen wurden, wurden wir zu einer Hoffnung, zu einer sicheren Zukunft (Römer 5, 5-11), gerufen; wir wurden nicht gerufen, hier in dieser Welt zu bleiben.

Die Welt, zu der die Epheserchristen gerufen wurden, ist eine unvergängliche. Paulus wünscht, dass den Gläubigen die Augen aufgehen über die Hoffnung, zu der sie gerufen sind. Er begehrt, dass eine größere Dimension in ihr Christsein hineinkommt. Paulus liegt es daran, dass wir die lange Geschichte erkennen, die hinter uns liegt (bis in die Ewigkeit zurück), und die lange Geschichte, die vor uns liegt. Er will uns hineinstellen in einen großen Raum. Da bekommen wir einen weiten Blick für einen ewigen Gott.

Das Wort „Hoffnung“ im NT bezieht sich in den meisten Fällen auf das ewige Leben, die jenseitige Welt. Das ist das Ziel des Heils. Die Gläubigen haben in Christus bereits ewiges Leben (Johannes 5, 24), aber sie sind noch nicht am Ziel. Sie haben das Leben jetzt in Knospenform, dann werden sie es in voller Blüte genießen. Hier lieben wir den, den wir nicht sehen, dort werden wir den sehen, den wir lieben.

Paulus spricht davon in Römer 8, 24: „Eine Hoffnung, die man sieht, ist nicht Hoffnung.“ Die Erfüllung im letzten Erleben steht also noch aus. Es liegt dem Apostel daran, dass die Gläubigen sich damit befassen, welcher Herrlichkeit sie entgegengehen.

Gott will, dass wir uns nach dem Ziel sehnen. Dieses Sehnen ist gut. Christen sollen daran interessiert sein, wo sie hinkommen, wenn sie sterben. Sie sollen sich das große Ziel vor Augen halten.

Das Wissen um das reiche Erbe Gottes  - V. 18

„und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist“

Wer erbt hier?

Es geht hier nicht um das Erbe, von dem in den V. 11.12 und 14 die Rede war. Dort wurde von dem gesprochen, was die Heiligen erben werden. (V. 14: Der Heilige Geist ist die Anzahlung des Erbes.) Dort zeigte Paulus, wie herrlich reich das Erbe ist, das sie erben. (Vgl. 5. Mose 32, 8. Gott hat uns ein „Land“ gegeben.) Hier liegt ihm daran, dass sie erkennen, wie herrlich und reich das Erbe ist, das er an den Heiligen hat. (Vgl. 5. Mose 32, 9; Jesaja 19, 25; 47, 6; Jer, 2, 7; 12, 7-9; 16, 18. Die Heiligen sind das „Land“, das Gott in Besitz genommen hat.) Paulus betet, dass ihnen die Augen aufgehen für das, was sie Gott bedeuten, wie wert Gott sie schätzt. Er liebt es, die Seinen an seiner Freude teilhaben zu lassen.

Ein kleines Mädchen hatte das gut verstanden: Es war für einige Stunden der Nacht irgendwo ohne ihre Mutter eingeladen, und es hatte Heimweh. Da meldete es sich und sagte: „Mama hat Heimweh nach mir.“ Das war die reine Wahrheit. Warum hatte das Mädchen Heimweh nach der Mutter? Weil es gelernt hatte, dass seine Mama es liebte. Wenn ein Kind merkt, dass es geliebt wird, entsteht aus dieser Liebe Heimweh. Das Heimweh des Kindes entspricht dem Liebesverhältnis des Kindes zur Mutter.

Ebenso darf es bei den Kindern Gottes sein.

Paulus möchte, dass den Ephesern bewusst wird, was Gott an ihnen hat und wie sehr er sie liebt. Wenn ihre Augen dafür aufgingen, hätten sie es mit der Liebe und dem Gehorchen leichter. Kinder, die wissen, dass sie geliebt sind, haben es leichter mit dem Lieben und Gehorchen. Sie gehen auch miteinander anders um.

Viel Zank, Eifersucht, Bitterkeit, Lieblosigkeit, Unfreundlichkeit, unbedachtes Reden unter Kindern Gottes würde nicht aufkommen, wären sie sich dessen mehr bewusst, was sie ihrem Gott bedeuten und wie sehr er sie liebt.

Gott hat tatsächlich Heimweh nach uns. Wir sind ihm sehr, sehr kostbar. Er hat Verlangen nach uns. Wir sind ihm viel wert, nicht weil wir in uns selbst würdig und wert waren, als er uns rief. Nein, wir waren nicht der Rede wert, wir waren es nicht wert, dass er überhaupt nach uns Ausschau hielt. Aber er sah uns liegen in unserem Elend, „in unserem Blut“ (Hesekiel 16, 5.6), und er selbst holte uns heraus und machte uns angenehm in dem Geliebten (Epheser 1, 6). Vor ihm sind wir nun wie eine kostbare Perle. Kein Wunder, dass diese Perle für ihn ein Stück Erbe ist, das er gerne heimholen möchte.

2. Mose 19, 5: „Und nun, wenn ihr wirklich auf meine Stimme hört und meinen Bund bewahrt und haltet, so werdet ihr mein Eigentum sein aus allen Völkern, denn mir gehört die ganze Erde.“

5. Mose 4, 20: „Aber euch hat Jahweh genommen und herausgeführt aus dem eisernen Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr ihm zu einem Volk des Erbteils würdet, wie es an diesem Tag ist.“

9, 29: „Sie sind ja dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm.“

32, 9: „... denn Jahwehs Teil ist sein Volk, Jakob die Messschnur, [das Abgemessene] seines Erbteils.“

 

„welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes ... ist“

Der Ausdruck „der Reichtum der Herrlichkeit“ kann auch mit „der Herrlichkeitsreichtum“ übersetzt werden. Die Heiligen sind ihm ein ewiger Reichtum an Herrlichkeit.

Das Wissen um die große Kraft Gottes  - V. 19-23

„und welches die überschwängliche Größe seiner Kraft für uns, die Glaubenden, ist.“

Das letzte Anliegen in diesem Abschnitt beherrscht den Rest dieser Verse. Paulus bittet, dass die Epheser erleuchtete Augen dafür bekommen möchten, wie überwältigend groß Gottes Macht an ihnen ist. Das Beten um dieses Anliegen geht bis 2, 3. Die Augen sollen ihnen aufgehen über die große Kraft, die Gott an den Glaubenden entfaltet hat.

- Wie groß ist sie?  - V. 19

„die überschwängliche Größe seiner Kraft“

Paulus benützt verschiedene Kraftwörter: „die überschwängliche Größe seiner Kraft“ „nach der Wirksamkeit der Stärke seiner Macht“. Gemeint ist die überschwänglich große Energie, die er in ihnen entsprechend seiner wirksamen Machtfülle wirkte.

- Für wen ist sie?  - V. 19

„für uns, die Glaubenden“

Sie ist für solche, die zum Glauben gekommen sind und weiterhin auf den Herrn Jesus vertrauen und mit ihm rechnen. Christen sollen diese Kraft zu schätzen wissen.

Vom Zusammenhang her wird klar, dass ein Wissen um die Größe seiner Kraft die Hoffnung der Glaubenden stärkt. Wer einen Blick auf die Größe seines Herrn getan hat, wird an seine Aufgabe anders herangehen. Wenn wir täglich Glaubende sind, steht uns diese Kraft täglich zur Verfügung. Wer Kraft will, muss in täglicher Gemeinschaft mit Christus stehen. Jeder Christ hat Kraft, wenn er das tut.

- Wie wurde sie demonstriert?  - V. 20-23

Gott hat seine Kraft zur Schau gestellt. Diese Kraft ist für die Glaubenden da. Paulus zeigt nun die zwei Demonstrationen der Kraft Gottes auf: die erste in Christus (1, 19-23), die andere im Gläubigen (2, 1ff).

20 „die er in dem Christus wirkte; den weckte er nämlich von den Toten, und er setzte ihn zu seiner Rechten in den himmlischen Bereichen 21 über alles Erstrangige und [alle] Autorität und Kraft und Herrschaft hinaus und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen, 22 und er unterordnete alles unter seine Füße;“

Gott demonstrierte seine Kraft, als er Christus auferweckte und zu seiner Rechten in der Himmelswelt sitzen ließ. Und er demonstrierte sie, indem er ihm alles unterordnete.

 

„den weckte er nämlich von den Toten, ...“

Die größte Demonstration der Kraft Gottes im Neuen Testament ist die Auferweckung Christi. Dort hat Gott in herrlicher Weise neu bewiesen, wie stark er ist. Sie ist der Drehpunkt der Auslösung der Kraft Gottes in der Heilsgeschichte. Als Gott die Welt schuf, hat er nicht so viel Energie angewendet, wie damals, als er Jesus aus dem Tod holte. Da hat er tatsächlich „seinen Arm entblößt“ (Jesaja 53, 1: „Wem ist der Arm des Herrn offenbart worden“).

Noch nie hat Gott so viel Energie aufwenden müssen wie damals, als er daranging, uns aus der Hand des Teufels zu retten. Der Feind hatte die Macht über den Tod (Hebräer 2, 14), aber Christus schuf die Grundlage, um den Tod außer Wirksamkeit zu setzen und Leben und Unverderblichkeit ans Licht zu bringen (2. Timotheus 1, 10). Christus „löste die Wehen des Todes“ (Apostelgeschichte 2, 24). Er nahm dem Tode die Macht. „Wo, Tod, ist dein Stachel, wo, Bereich des Todes, ist dein Sieg?“ (1. Korinther 15, 55).

Wir wollen lernen, von dort her zu denken, wenn wir es in unserem Glaubensleben mit Problemen zu tun haben. Von dort her sollen wir lernen zu denken, zu überlegen, zu beten, zu handeln.

Dafür betet der Apostel.

 

„und er setzte ihn zu seiner Rechten in den himmlischen Bereichen“

Paulus sagt, dass diese Kraft auch demonstriert wurde, als Christus zum Himmel fuhr. Gott hat ihn den Blicken der sichtbaren Welt entzogen und ihn erhöht ...

„über alles Erstrangige und [alle] Autorität und Kraft und Herrschaft hinaus und jeden Namen, der genannt wird, ...“

Der sich zum untersten Sklaven machte, der den untersten Weg aller Wege ging, der zum untersten Teil der Erde kam, dieser ist nun erhöht, über alle andern Mächte gestellt, über jede Herrschaft und über jeden, der Herrschaft ausübt. Es gibt keine Hoheit, keinen Regenten, keinen Diktator, Premierminister oder Präsidenten, über dem Jesus Christus nicht stünde (Offenbarung 1, 5).

 

„nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen, ...“

All dies gilt auch für die jenseitige Welt. Sie ist ihm bereits unterstellt. Als Gläubige wohnen wir bereits in dieser jenseitigen Welt. Es gibt keine Herrschaft, keine Region, die ihm nicht unterstellt wäre. Ihm „ist gegeben alle Vollmacht im Himmel und auf Erden.“ Weil das so ist, dürfen wir hingehen und Menschen zu Jüngern Christi machen, denn wir gehen hin in ein Gebiet, das Christus unterstellt ist.

Jesus ist der Herr der Welt. Er ist auch der Herr meiner Feinde.

 

„und er unterordnete alles unter seine Füße;“

In Christus ist die Gemeinde über alle Namen erhoben. Sie ist über allem, weil alles unter Christi Füßen ist. Wenn Christus, auf dem Thron sitzend, alles unter seinen Füßen hat und die Gemeinde in ihm ist, ist die Gemeinde folglich über allem, was unter seinen Füßen ist.

Wenn das Haupt genial ist, ist auch die Hand genial. Michelangelo hätte mit seiner Hand nicht so gut gemalt, wäre das Haupt nicht so genial gewesen.

Für jedes Glied im Leib Christi ist genug Kraft und Weisheit vorhanden. Es muss nur verstehen, dass alles im „Haupt“ zu finden ist. Und es muss die Verbindung zum Haupt halten. Dieses zeigt Paulus im Folgenden auf.

Wir stellen uns zwei Fragen:

- Welchen Christus gab Gott der Gemeinde?

„und er gab ihn, Haupt über alles, ...“

. einen, der von den Toten erstanden ist

. einen, der zur Rechten Gottes erhöht ist

. einen, der höher ist als alles Erstrangige, alle Autorität, Kraft, Herrschaft und als jeder Name

. einen, dem alles unter seine Füße untergeordnet ist

. einen, der Haupt ist, „Haupt über alles“.

Gottes Kraft ist in Aktion getreten, als Gott diesen erhöhten Christus, das Haupt über alles, der Gemeinde gab. Er ist Gottes Geschenk an sie (Römer 8, 32). Er ist nun Haupt der Gemeinde. Das ist nun seine besondere Funktion, die er ausübt. Das heißt, dass er der Präsident jedes christlichen Vereins zu sein hat, der Vorsitzende jedes christlichen Komitees, der Führer jedes Christen, der Vorsteher jeder Missionsgesellschaft. Das bedeutet auch, dass wir in allen Dingen Christus zu befragen haben, ob wir eine Reise unternehmen oder Einkäufe machen oder sonst etwas tun.

- Wem gab Gott diesen Christus?  - V. 23

„der Gemeinde, die sein Leib ist, ...“

Sie ist sein Leib, sie ist die Fülle des Hauptes, eines Hauptes, das alles in allen, die zum Leib gehören, füllt.

In V. 22 lehrt Paulus, was Christus für die Gemeinde ist.

In V. 23 lehrt er, was die Gemeinde für Christus ist.

Es gibt kein Gebiet, worauf dieses nicht anzuwenden wäre.

Die Gemeinde ist sein Leib. Sie ist ein Stück von Christus, ein Teil von ihm. Wir teilen sein Leben. Wir teilen seinen Besitz. Wir teilen seinen Vater, seine Zukunft, seinen Himmel. Wir sind sein Leib und durch diesen Leib will er sich offenbaren. Jesus Christus ist für die Welt unsichtbar, aber durch die Gemeinde will er sichtbar werden. Jede Ortsgemeinde ist Abbild des großen Leibes. Alle Heiligen an einem Ort sind Teil dieses Leibes, und überall will Christus sichtbar werden. Wenn Menschen zu Christus kommen sollen, müssen sie diesen verkörpert sehen in denen, die zu seinem Leib gehören. Jesu Gemeinde hat die Verantwortung, dazu beizutragen, dass die Charakterzüge Christi auf Erden sichtbar werden.

 

„die Fülle dessen, der alles in allen füllt;“

Alle, die zum Leib Christi gehören, werden vom erhöhten Haupt gefüllt. Er ergänzt alle zu dem „Vollmaß“ hin. Jedes Glied auf Erden soll mehr und mehr mit Christus „gefüllt“ werden. So ist die Gemeinde als Christi Leib voll von dem Haupt. Als Leib ist die Gemeinde die „Fülle“ ihres Hauptes.

1. Korinther 12, 12: „... gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind, so auch der Christus“: Der Messias nimmt die Erlösten hinein in seine Geschichte (Epheser 2, 4-6), und sie teilen mit ihm seine messianische Sendung (Johannes 20, 21; 14, 12; Apostelgeschichte 1, 1; 13, 47; vgl. Jesaja 49, 6). So wird Christi Leib zusammen mit dem Haupt „der Christus“ genannt.

„der alles in allen füllt“: In allen Gläubigen bringt Christus alles zum vollen Maß. Jedes einzelne Teilgebiet meines Lebens, jeden Bereich will er zur Vollendung bringen, zur Christusähnlichkeit (Epheser 4, 13).

Wenn die Gemeinde die Fülle Christi ist, so erinnert Paulus im selben Moment daran, dass dieser Christus selbst die Fülle sein will. Er will jeden Menschen ausfüllen. Dieser Gedanke wird in Kapitel 4 wieder aufgegriffen: Er fuhr auf zum Himmel „... um alles zu füllen“ (4, 10). Es scheint hier durchzudringen, was der ursprüngliche Gedanke Gottes mit seiner Schöpfung war: „Die Erde ist des Herrn und alles, was in ihr ist.“ (Psalm 24, 1). Sie ist voll von seiner Herrlichkeit. Er will in seiner Schöpfung wohnen. Es gibt kein Gebiet, wo Gott nicht Gott sein möchte. Sein Geschöpf ist ihm lieb, und Liebe spricht von Nähe. Liebe will in der Gegenwart des Geliebten sein.

Aber wie leer sieht es da aus! Es gibt viele Menschenherzen, die mit Dingen gefüllt sind, die die Menschen zu tragen nicht fähig sind und darum an der Last zerbrechen.

Wir sind so geschaffen, dass wir Gott in unseren Herzen tragen können. Das wäre die richtige Last für uns. Wir sind bestimmt, Gottes Gehäuse zu sein, und er will mit seiner Fülle – mit uns – das Vakuum in dieser Welt ausfüllen. Wir sind seine Fülle, die Fülle dessen, der alles in allen füllt. Christus will alle Bereiche meines Lebens füllen. Deshalb fuhr er in den Himmel auf (4, 10) und nahm dort den ersten Platz ein. Nun will er jeden einzelnen Bereich in meinem und Ihrem Leben einnehmen. Überall will er Raum haben, kein Raum soll ohne Jesus sein.

 

Jantzen/Jettel – Fortsetzung in der nächsten Nummer

Bemerkenswerte Sätze

° Über schwierige Formulierungen in der Bibel: „Wer sich für Jesus interessieren will, muss sich auch für Jesu Sprache interessieren. Wer zu Jesus kommen will, muss bereit sein, eine neue Sprache zu lernen, die der Bibel.“ 

° Es gibt einen zentralen Ort und einen zentralen Zeitpunkt in der Geschichte, an dem die Sünde der Welt und die Sünden der Gläubigen ein für alle Mal gerichtet und ausgelöscht worden sind: Am Kreuz von Golgotha. Und für alle Menschen - im AT wie im NT – gibt es nur einen Weg, mit Gott ins Reine zu kommen: Glauben an das stellvertretende Opferlamm Gottes und Sein Werk. Nichts und niemand sonst. – Helmut Mehringer

° Die Gemeinde hat ihr Zeugnis verloren. Sie hat der Welt nichts mehr zu sagen. Sie vertritt ihre Lehrsätze so, wie man höflich einen Vorschlag unterbreitet. Die Gemeinde hat der Welt nicht nur nichts mehr zu sagen, sondern tatsächlich sind die Rollen vertauscht. Die Diener Christi gehen jetzt zur Welt, um erleuchtet zu werden.  – A. W. Tozer

° Die einzige Kraft, die Gott in seiner Gemeinde anerkennt, ist die Kraft des Heiligen Geistes. Die einzige Kraft, die heutzutage von der Mehrheit der Evangelikalen anerkannt wird, ist die Kraft des Menschen. Alles, was die Menschen aus eigener Kraft tun, ist Stückwerk ohne Ewigkeitswert. Nur was durch den Heiligen Geist getan wird, wird ewig bleiben. Alles andere ist Holz, Heu und Stoppeln.  – Tozer

° Menschen, die in allen Dingen einflussreich, aber klein im Gebet sind, können die Arbeit des allmächtigen Gottes, die er seiner Gemeinde anbefohlen hat, in dieser Welt nicht ausführen. – E. M. Bounds (so a. im Folg.)

° Ein Leben, welches die Tage in Gemeinschaft mit Gott verbringt, ist ein Leben, das die Welt bewegt.

° Je himmlischer gesonnen der Christ ist, desto tauglicher ist er für diese Welt.

° Die Gemeinde auf den Knien würde den Himmel auf die Erde bringen.

° Wenn das Gebet auf sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse beschränkt bleibt, stirbt es bald vor Kleinigkeit, Begrenztheit und Egoismus.

° Ein Leben, welches die Tage in Gemeinschaft mit Gott verbringt, ist ein Leben, das die Welt bewegt.

° In dieser Zeit werden Männer und Frauen des Gebets gebraucht, die nach Gottes Herrlichkeit dürsten, die in ihren Wünschen selbstlos und weitherzig sind, unaufhörlich nach Gott verlangen, die ihn suchen früh und spät und die selbst nicht ruhen können, bis die ganze Erde gefüllt ist mit seiner Herrlichkeit.

° Die Gemeinde des Herrn braucht heute nicht in erster Linie neue Organisationen und Methoden, sondern Männer und Frauen des Gebets.

Dienste

10. Sept.: Engen

1. Okt.: Rothrist

5.-8. Okt.: Hohegrete (Kolosserbrief)

15. Okt.: Engen

22. Okt: Saland

27. Okt - 1. Nov: Meschede (Gebet – 1. Teil)

4.-8. Dez: Moldawien (Das Buch der Sprüche)

 

Vielen Dank für Ihre Gebete!

Thomas Jettel

 


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In „Unterwegs notiert” geben wir (seit 1999) Gedanken weiter, die im geistlichen Gespräch oder im Dienst am Wort eine Hilfe sein können. Die Zustellung ist unentgeltlich. Frühere Nummern können bei www.sermon-online.de heruntergeladen werden. Hrsg. Thomas Jettel, [email protected] Krümmenswil 414; CH-9643 Krummenau; +41 76 490 5953. https://jettel.ch Beiträge zum Inhalt bitte an den Herausgeber. Inhalte dürfen vervielfältigt werden. (Bankverbindung: Thomas Jettel, IBAN: DE73 6849 2200 0001 4628 14 oder CH40 0900 0000 8751 9928 9) Zur Erleichterung des Versandes bitte E-Mail-Adressen dem Herausgeber bekannt geben. Ihre Daten (Email-/Postadr.) werden für den Versand verwendet und vertraulich behandelt. Sie dürfen der Verwendung Ihrer Daten widersprechen und die Löschung beantragen. Wer das Blatt nicht mehr erhalten möchte, darf es ohne weiteres abbestellen.