Matthäus 28, 16

Das Evangelium nach Matthäus (Matthäusevangelium)

Kapitel: 28, Vers: 16

Matthäus 28, 15
Matthäus 28, 17

Luther 1984:ABER die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):DIE elf Jünger aber begaben sich nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte;
Revidierte Elberfelder 1985/1986:DIE elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte-a-. -a) V. 7.
Schlachter 1952:Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.
Zürcher 1931:DIE elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin sie Jesus beschieden hatte. -Matthäus 28, 7; 26, 32.
Luther 1912:Aber die elf Jünger gingen a) nach Galiläa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. - a) Matthäus 28, 7.
Luther 1545 (Original):Aber die eilff Jünger giengen in Galilea, auff einen Berg, da hin Jhesus jnen bescheiden hatte.
Luther 1545 (hochdeutsch):Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte.
Albrecht 1912/1988:Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin sie Jesus beschieden hatte.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Aber die elf Jünger gingen -a-nach Galiläa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. -a) V. 7.
Meister:DIE elf Jünger aber gingen hin nach Galiläa, auf den Berg, wohin es Jesus ihnen von Sich aus angeordnet-a- hatte. -a) Vers(e) 7; Matthäus 26, 32.
Menge 1949 (Hexapla 1997):DIE elf Jünger aber begaben sich nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte;
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.
Revidierte Elberfelder 1985-1991:DIE elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte-a-. -a) V. 7.
Schlachter 1998:Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte.
Interlinear 1979:Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin befohlen hatte ihnen Jesus.
NeÜ 2016:Der Auftrag Die elf Jünger gingen dann nach Galiläa und stiegen auf den Berg, auf den Jesus sie bestellt hatte.
Jantzen/Jettel 2016:Die elf Jünger gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. a)
a) Matthäus 26, 32
English Standard Version 2001:Now the eleven disciples went to Galilee, to the mountain to which Jesus had directed them.
King James Version 1611:Then the eleven disciples went away into Galilee, into a mountain where Jesus had appointed them.


Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:28, 16: übergab der Hauptmann die Gefangenen dem Obersten der Leibwache. Viele gr. Handschriften lassen diesen Ausdruck aus. Wenn er zum Originaltext gehört, weist er entweder darauf hin, dass Julius die Gefangenen an seinen vorgesetzten Offizier auslieferte oder an den Befehlshaber der Prätorianer, der Leibwache des Kaisers. für sich 1, 1 Paulus. Siehe Einleitung: Autor und Abfassungszeit. Knecht. doulos, das übliche Wort für Sklave im NT. In der gr. Kultur wurde dieser Begriff zwar häufig für den unfreiwilligen, dauerhaften Sklavendienst gebraucht, doch wertet Paulus ihn auf, da er ihn in seinem hebr. Sinn verwendet. So beschreibt das Wort einen Diener, der sich selbst bereitwillig dem Dienst für seinen Herrn hingibt, den er liebt und achtet (2. Mose 21, 5.6; Galater 1, 10; Titus 1, 1; vgl. 1. Mose 26, 24; 4. Mose 12, 7; 2. Samuel 7, 5; Jesaja 53, 11). Apostel. Das gr. Wort bedeutet »Gesandter«. Im NT bezieht es sich in erster Linie auf die 12 Männer, die Jesus zu seinen Begleitern erwählte (Markus3, 13-19), einschließlich Matthias, den die anderen Apostel als Ersatz für Judas wählten (Apostelgeschichte 1, 15-26). Der Herr verlieh ihnen die Vollmacht, ihre Apostelschaft durch Wunder zu bestätigen (Matthäus 10, 1; 2. Korinther 12, 12) und gab ihnen Autorität, als seine Bevollmächtigten zu sprechen – alle Bücher des NT wurden entweder von einem Apostel selbst oder unter der Aufsicht eines Apostels geschrieben (vgl. Johannes 14, 26). Ihre Lehre ist die Grundlage der Gemeinde (Epheser 2, 20). Christus selbst erwählte Paulus für diese Position (Apostelgeschichte 9, 15; 22, 14; 26, 16; vgl. Galater 1, 1) und rüstete ihn für die Erfüllung seines Auftrags aus (Galater 1, 12.16). Evangelium Gottes. Das gr. Wort, das als Verb und Substantiv etwa 60 Mal in diesem Brief vorkommt, bedeutet »gute Nachricht« (s. Markus 1, 1). In Rom war dieser Begriff für die Verehrung des Kaisers als Gott üblich. Der Herold der Stadt gebrauchte ihn für den Beginn wichtiger Bekanntmachungen über den Kaiser, wie z.B. der Geburt eines kaiserlichen Sohnes. Doch die gute Nachricht des Apostels stammt nicht vom Kaiser, sondern von Gott, ihr Ursprung liegt bei Gott. Die Botschaft, dass Gott Sünde vergibt, von der Macht der Sünde befreit und ewige Hoffnung gibt (1, 16; vgl. 1. Korinther 15, 1-4), wird uns nicht nur als gnädiges Angebot vorgestellt, sondern auch als Gebot, dem wir gehorchen müssen (10, 16). Paulus war von dieser Botschaft entflammt (1. Korinther 9, 23). 1, 2 das er zuvor verheißen hat. Die jüdischen Widersacher des Paulus warfen ihm vor, er predige eine Lehre, die mit dem Judentum nichts zu tun habe (Apostelgeschichte 21, 28). Doch im AT gibt es eine Fülle von Prophezeiungen über Christus und das Evangelium (1. Petrus 1, 10-12; vgl. Matthäus 5, 17; Hebräer 1, 1). seine Propheten. Alle Schreiber des AT. »Das Gesetz und die Propheten« sind das gesamte AT (Apostelgeschichte 24, 14). Das Gesetz – oder der Pentateuch – wurde jedoch von Mose geschrieben, den die Schrift ebenfalls einen Propheten nennt (5. Mose 18, 15). heilige Schriften. Anders als die rabbinischen Schriften, die im 1. Jhdt. populär waren – und häufig fleißiger studiert wurden als die Schrift selbst –, aber das Evangelium Gottes nicht vermittelten, lehrten die von Gott inspirierten alttestamentlichen Schriften es gewiss (vgl. Lukas 24, 25.27.32; Johannes 5, 39; Apostelgeschichte 3, 18; 7, 52; 10, 43; 13, 32; 26, 22.23; s. Anm. zu 1. Mose 3, 15). Die Propheten sprachen eindeutig von einem Neuen Bund (Jeremia 31, 31-34; Hesekiel 36, 25-27; vgl. Hebräer 8, 6-13) und vom Messias, dessen Opfer diesen Neuen Bund ermöglichen würde (Jesaja 9, 6.7; 53, 1-12). 1, 3 hervorgegangen. Jesus wurde in einem jungfräulichen Mutterleib vom Heiligen Geist empfangen (Lukas 1, 35; vgl. Jesaja 7, 14) und auf normale Weise geboren. Dieses Wort betont, dass er eine tatsächliche historische Gestalt ist. Viele bekannte Schreiber der Antike, wie z.B. der römische Historiker Tacitus (Annalen 15, 44), der berühmte jüdische Geschichtsschreiber Josua ephus (Altertümer 2, 18, 3), und Plinius der Jüngere (Briefe 10, 96.97) bestätigen die Historizität Jesu. Samen Davids. Im AT war prophezeit, dass der Messias ein Nachkomme Davids sein würde (2. Samuel 7, 12.13; Psalm 89, 3.4.19.24; Jesaja 11, 1-5; Jeremia 23, 5.6). Sowohl Maria, die Mutter Jesu (Lukas 3, 23.31), als auch Josua eph, sein rechtmäßiger Vater (Matthäus 1, 6.16; Lukas 1, 27), waren Nachkommen Davids. Johannes macht den Glauben, dass Christus im Fleisch gekommen ist, zum entscheidenden Test für die Rechtgläubigkeit (1. Johannes 4, 2.3). Weil er vollkommen Mensch ist – und ebenso vollkommen Gott – konnte und kann er als Stellvertreter (Johannes 1, 29; 2. Korinther 5, 21) und als mitfühlender Hoherpriester (Hebr 4, 15.16) für den Menschen eintreten. 1, 4 erwiesen. Der gr. Begriff, von dem unser deutsches Wort »Horizont« abstammt, bedeutet »bestimmen«, »definieren«. Genau wie der Horizont als scharf bezeichnete Demarkationslinie die Erde vom Himmel trennt, so klar trennt die Auferstehung Jesu Christi ihn von der übrigen Menschheit. Sie bietet den unbestreitbaren Beweis, dass er der Sohn Gottes ist (s. Anm. zu 10, 9). Sohn Gottes. Dieser Titel, der annähernd 30 Mal in den Evangelien vorkommt, identifiziert Jesus Christus als wesensgleich mit Gott. S. Anm. zu Johannes 1, 34.49; 10, 36; 11, 27; 19, 7 (vgl. Hebräer 1, 5; 2. Samuel 7, 14). Die Auferstehung erklärte eindeutig, dass Jesus Gott und zugleich Ausdruck Gottes in Menschengestalt ist. Er war zwar bereits vor der Fleischwerdung der ewige Sohn, doch als er in der Fleischwerdung in die Welt kam, wurde er vor der ganzen Welt als Sohn Gottes erklärt und nahm die Rolle der Unterwerfung unter den Vater auf (s. Anm. zu Psalm 2, 7; Hebräer 1, 5.6). Geist der Heiligkeit. In seiner Fleischwerdung unterwarf Christus sich freiwillig dem Willen des Vaters ausschließlich unter der Leitung, Vermittlung und Kraft des Heiligen Geistes (Matthäus 3, 16; Lukas 4, 1; Johannes 3, 34; s. Anm. zu Apostelgeschichte 1, 2). Auferstehung von den Toten. Sein Sieg über den Tod war das größte Zeugnis und der überzeugendste Beweis, dass er der Sohn Gottes ist (s. Anm. zu 10, 9; vgl. Apostelgeschichte 13, 29-33; 1. Korinther 15, 14-17). 1, 5 Gnade. Die unverdiente Gunst, die Gott schuldigen Sündern erweist. Hier finden wir die erste Erwähnung des wichtigsten Aspekts des Evangeliums in diesem Buch: die Errettung ist ein Geschenk Gottes, die absolut nichts mit menschlichen Bemühungen oder Leistungen zu tun hat (3, 24.27; 4, 1-5; 5, 20, 21; s. Anm. zu Epheser 2, 8.9). Aposteldienst. Der Begriff »Apostel« bezieht sich zwar in einzigartiger Weise auf die Zwölf (s. Anm. zu 1, 1), aber in einem weiteren und weniger offiziellen Sinn können alle als Apostel bezeichnet werden, die von Gott mit der Heilsbotschaft ausgesandt sind (vgl. Apostelgeschichte 14, 14; Römer 16, 7; Hebräer 3, 1). Glaubensgehorsam. Wahrer rettender Glaube bringt stets Gehorsam gegenüber Jesus Christus und Unterwerfung unter ihn als Herrn hervor (16, 19.26; vgl. 10, 9.10; vgl. Matthäus 7, 13.14.22-27; Jakobus 2, 17-20). 1, 6 Berufene. S. Anm. zu 1, 7. In den neutestamentlichen Briefen bezieht sich die »Berufung« stets auf Gottes wirksamen Ruf der erwählten Sünder zum Heil (vgl. 8, 28-30). Damit ist nicht der allgemeine Ruf zum Glauben gemeint, der an alle Menschen ergeht (vgl. Matthäus 20, 16). 1, 7 Rom. Siehe Einleitung: Hintergrund und Umfeld. Geliebte Gottes … berufene Heilige. Der gr. Text führt hier 3 verschiedene Vorrechte an: 1.) Gott hat den Seinen seine Liebe erwiesen (5, 5; 8, 35; Epheser 1, 6; 2, 4.5; 1. Johannes 3, 1). 2.) Er hat nicht nur seine allgemeine, äußerliche Einladung zum Glauben an das Evangelium an sie gerichtet (Jesaja 45, 22; 55, 6; Hesekiel 33, 11; Matthäus 11, 28; Johannes 7, 37; Offenbarung 22, 17), sondern seine wirksame Berufung – bzw. er hat all jene zu sich gezogen, die er zum Heil auserwählt hat (8, 30; 2. Thessalonicher 2, 13.14; 2. Timotheus 1, 9; s. Anm. zu Johannes 6, 44). 3.) Gott hat die Gläubigen von der Sünde für sich selbst abgesondert, damit sie Geheiligte sind (1. Korinther 3, 16.17; 1. Petrus 2, 5.9). Gnade … Friede. Der Standardgruß des Apostels Paulus (1. Korinther 1, 3; 2. Korinther 1, 2; Galater 1, 3; Epheser 1, 2; Philemon 1, 2; Kolosser 1, 2; 1. Thessalonicher 1, 1; 2. Thessalonicher 1, 2; 1. Timotheus 1, 2; 2. Timotheus 1, 2; Titus 1, 4; Phlm 3). 1, 8 danke ich meinem Gott. In jedem seiner Briefe drückte Paulus seine Dankbarkeit gegenüber den Empfängern aus (z.B. 1. Korinther 1, 4), außer im Galaterbrief, denn aufgrund der Abirrung der Galater vom wahren Evangelium sah er von jeglichem einleitenden Lob ab (Galater 1, 6-12). euer Glaube. Die Echtheit ihrer Errettung. Das Zeugnis der Gemeinde in Rom war derart stark, dass der Kaiser Klaudius im Jahr 49 n.Chr alle Juden aus der Stadt vertrieb. Grund dafür war der Einfluss von »Chrestus«, womit zweifellos Christus gemeint war (vgl. Apostelgeschichte 18, 2). in der ganzen Welt. Da Rom das Zentrum des Römischen Reiches und der bewohnten Welt war, wurde alles, was dort geschah, weltweit bekannt. 1, 9 in meinem Geist diene. Im NT bezieht sich dieses Wort für »dienen« stets auf religiösen Dienst und wird manchmal mit »Gottesdienst« oder »Anbetung« übersetzt. Paulus hatte die oberflächliche, heuchlerische Religiosität der Pharisäer erlebt und den abergläubischen Hedonismus des heidnischen Götzendienstes. Sein geistlicher Dienst (s. Anm. zu 12, 1) erwuchs jedoch nicht unterwürfiger Furcht oder gesetzlicher Verpflichtung, sondern war echt und aufrichtig (vgl. Philemon 3, 3; 2. Timotheus 1, 3; 2, 22). 1, 10 in meinen Gebeten. Paulus schrieb seine Gebetsanliegen häufig auf (Epheser 3, 14-19; Philemon 1, 9-11; Kolosser 1, 9-11; 2. Thessalonicher 1, 11.12) und drängte seine Leser, mit ihm zusammen zu beten (15, 30-32; 1. Thessalonicher 5, 17; Epheser 6, 18). Willen Gottes. Gottes souveräne Führung der Umstände des Paulus (vgl. Matthäus 6, 10; Apostelgeschichte 21, 11-14; Jakobus 4, 13.14). 1, 11 geistliche Gnadengabe. Das gr. Wort, das hier treffend mit »Gnadengabe« übersetzt ist, heißt charisma und bedeutet eine geistliche Befähigung durch den Geist Gottes. Im Römerbrief bezeichnet dieser Begriff: 1.) Christus selbst (5, 15.16); 2.) allgemeine Segnungen von Gott (11, 29; vgl. 1. Timotheus 6, 17) und 3.) besondere geistliche Gaben, die den Gliedern des Leibes zum Dienst für den ganzen Leib gegeben wurden (12, 6-8; vgl. 1. Korinther 12, 1-31; 1. Petrus 4, 10.11). Paulus meint hier wahrscheinlich alle drei. 1, 12 gegenseitigen Austausch. Ein Ausdruck der Demut des Apostels (vgl. 1. Petrus 5, 3.4). 1, 13 Frucht. Die Bibel führt drei Arten von geistlicher Frucht an: 1.) Geistliche Charaktereigenschaften, die den vom Geist geführten Gläubigen auszeichnen (Galater 5, 22.23); 2.) gerechte Taten (6, 22; Philemon 4, 16.17; Hebräer 13, 15) und 3.) Neubekehrte (16, 5). In diesem Zusammenhang spricht Paulus wahrscheinlich von der dritten Art. Der Wunsch nach Neubekehrten erfüllte sich schließlich während seiner Haft in Rom (Philemon 4, 22). unter den übrigen Heiden. Das bedeutet, dass die Gemeinde in Rom hauptsächlich aus Nichtjuden bestand. 1, 14 Schuldner. Paulus war Gott gegenüber verpflichtet (vgl. 1. Korinther 9, 16-17), seine von ihm erteilte Aufgabe zu erfüllen und den Heiden zu dienen (1, 5; Apostelgeschichte 9, 15). Griechen. Menschen verschiedener Nationalität, die die griechische Sprache, Kultur und Bildung angenommen hatten. Sie waren zur Zeit der Apostel die gebildete Elite. Aufgrund ihres großen Interesses an griechischer Philosophie wurden sie als »weise« angesehen. Da diese griechische Kultur vorherrschte, benutzte Paulus dieses Wort manchmal als Bezeichnung für alle Heiden (vgl. 3, 9). Barbaren. Eine von den Griechen eingeführte abfällige Bezeichnung für alle, die kein Griechisch gelernt hatten und nicht in der gr. Kultur unterrichtet waren. Wenn jemand in einer Fremdsprache redete, hörte sich das für die Griechen wie »bar-bar-bar« oder unverständliches Geplapper an. Im engsten Sinn bezog sich dieser Begriff zwar auf die unkultivierten und ungebildeten Massen, wurde aber oft zur Beschreibung aller Nichtgriechen verwendet – der Unweisen der Welt. Paulus will hier herausstellen, dass Gott nicht die Person ansieht – das Evangelium muss sowohl die Elite als auch die Ausgestoßenen der Welt erreichen (vgl. Johannes 4, 4-42; Jakobus 2, 1-9). 1, 15 Evangelium. S. Anm. zu 1, 1. 1, 16.17 Diese beiden Verse fassen die Aussage des ganzen Briefes zusammen: Das Evangelium Jesu Christi, das Paulus in den folgenden Kapiteln entfalten und erklären wird. 1, 16 Ich schäme mich nicht. In Philippi hatte man ihn eingekerkert (Apostelgeschichte 16, 23.24), in Thessalonich gegeißelt (Apostelgeschichte 17, 10), aus Beröa herausgeschmuggelt (Apostelgeschichte 17, 14), in Athen ausgelacht (Apostelgeschichte 17, 32), in Korinth zum Narren gemacht (1. Korinther 1, 18.23), und in Galatien gesteinigt (Apostelgeschichte 14, 19). Dennoch brannte Paulus darauf, das Evangelium auch in Rom zu verkündigen – dem Zentrum der damaligen politischen Macht und der heidnischen Religion. Weder Spott noch Kritik, noch körperliche Verfolgung konnten ihm seine Zuversicht nehmen. S. Anm. zu 2. Korinther 4, 5-18; 11, 23-28; 12, 9.10. Kraft. Das deutsche Wort »Dynamit« stammt von diesem gr. Wort ab. Wenngleich sich die Botschaft für manche töricht anhörte (1. Korinther 1, 18), ist das Evangelium wirksam, weil die Allmacht Gottes mit ihr einhergeht (vgl. 2. Mose 15, 6; 5. Mose 32, 39; Hiob 9, 4; Psalm 33, 8.9; 89, 13; 106, 8.9; Jesaja 26, 4; 43, 13; Jeremia 10, 12; 27, 5; Matthäus 28, 18; Römer 9, 21). Nur Gottes Kraft kann die sündige Natur des Menschen überwinden und ihm neues Leben geben (5, 6; 8, 3; Johannes 1, 12; 1. Korinther 1, 18.23-25; 2, 1-4; 4, 20; 1. Petrus 1, 23). Errettung. Oder: Heil. Dieses Schlüsselwort, das 5-mal im Römerbrief vorkommt (als Verb kommt es achtmal vor), bedeutet grundsätzlich »Befreiung« oder »Rettung«. Die Kraft des Evangeliums rettet Menschen aus ihrer Verlorenheit (Matthäus 18, 11), vor dem Zorn Gottes (Römer 5, 9), aus willentlicher geistlicher Unwissenheit (Hosea 4, 6; 2. Thessalonicher 1, 8), vom Übel der Genusssucht (Lukas 21, 34) und aus der Finsternis falscher Religion (Kolosser 1, 13; 1. Petrus 2, 9). Sie rettet Menschen vor der letztendlichen Strafe für ihre Sünden, d.h. vor der ewigen Trennung von Gott und der ewigen Qual (s. Anm. zu Offenbarung 20, 6). glaubt. Vertrauen, sich verlassen auf oder glauben an. Wenn dieses Wort im Zusammenhang der Errettung verwendet wird, steht es gewöhnlich im Präsens (Gegenwartsform), was betont, dass Glauben nicht nur ein einmaliges Geschehen ist, sondern ein fortdauernder Zustand. Wahrer rettender Glaube ist übernatürlichen Ursprungs und eine Gabe der Gnade Gottes, die er im Herzen hervorbringt (s. Anm. zu Epheser 2, 8). Dieser Glaube ist das einzige Mittel, durch das ein Mensch die erforderliche wahre Gerechtigkeit erlangen kann (vgl. 3, 22.25; 4, 5.13.20; 5, 1; s. Anm. zu 4, 1-25). Rettender Glaube besteht aus drei Elementen: 1.) rational: Der Verstand versteht das Evangelium und die Wahrheit über Jesus Christus (10, 14-17); 2.) emotional: Das Annehmen dieser Tatsachen als wahrhaftig geht einher mit Betrübnis über die Sünde und mit Freude über die Barmherzigkeit und Gnade Gottes (6, 17; 1



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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Predigten über Matthäus 28, 16
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