Eine sehr wichtige Person!

Johannes-Evangelium 3, 16-18

 

Schriftlesung: Johannes-Evangelium 3, 16-18

 

 

 

Gliederung

I.    Du bist eine sehr wichtige Person!

II.      Sie sind sehr wichtige Personen!

 


Einleitende Gedanken

Vom nächten Mittwoch (26. Januar 11) bis Sonntag, treffen sich in Davos ganz wichtige Leute aus der ganzen Welt.

Über 30 Staats- und Regierungschefs und über 80 Minister werden erwartet. Chefs von riesigen Konzernen, Schauspieler, Sportler usw. werden sich in Davos treffen.

In einem Umkreis von ca. 46 Kilometer ist der Luftraum während dieser Zeit praktisch gesperrt. Nur wer eine Sonderbewilligung hat, kann in diesen Luftraum eintreten und das werden vorwiegend Flieger sein, die die allerwichtigsten oder die, die sich für besonders wichtig halten, einfliegen.

Für die anderen wichtigen Leute, die nicht per Flieger oder Helikopter nach Davos gebracht werden, steht eine Flotte von luxuriösen Autos zur Verfügung, die – wie könnte es anders sein – fahrende Festungen sind. So werden sie von Kloten nach Davos gefahren.

Ein riesiger Aufwand für das viertägige Treffen in Davos. Wenn so viele wichtige Persönlichkeiten an einem Ort zusammenkommen, muss man in der heutigen Zeit so grosse Sicherheitsmassnahmen ergreifen, alles andere wäre unverantwortlich.

Das sind eben die richtigen VIP‘s – die very importend Person. Wer es an das Weltwirtschaftsforum geschafft hat, der gehört definitiv zu dieser Gruppe von Menschen.

Diese Menschen werden als dermassen wichtig angesehen, weil sie viel Macht ausüben können, meistens sehr reich sind oder irgendetwas ausserordentlich gut können. Deshalb finden wir sie wichtig.

Ich möchte jetzt zwar nicht die Bedeutung dieser Menschen schmälern. Doch so wichtig diese Menschen sein mögen, aus der Sicht Gottes sieht das ganz anders aus. Diese in unseren Augen wichtigen Menschen, sind in Gottes Augen nicht wichtiger als Du es bist.

In Gottes Augen bist Du genauso eine sehr wichtige Person, wie Angela Merkel, Ban Ki Moon, Nicolas Sarkozy, Oswald Grübel, Robert De Niro und wie die Teilnehmenden alle heissen. Gott betrachtet uns nicht über unseren Besitz, unsere Macht oder unser Können, sondern Gott sieht einfach, dass wir seine Geschöpfe sind, die – wenn sie nicht schon erlöst sind – ein riesiges Problem haben. Ob ein Mensch reich und einflussreich ist, oder ob er arm und krank ist, das macht bei Gott keinen Unterschied. Als Petrus einem römischen Hauptmann das Evangelium erklärte und dieser Mann zum Glauben an Jesus fand, erkannte Petrus, dass Gott keine Unterschiede macht, nicht einmal zwischen Juden und Heiden.

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„Wahrhaftig“, begann Petrus, „jetzt wird mir erst richtig klar, dass Gott keine Unterschiede zwischen den Menschen macht!“ (Apostelgeschichte 10, 34)

Gott schaut auf ganz andere Dinge, die sich unserer Bewertung oft entziehen, wie Petrus weiterfährt:

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„Gott fragt nicht danach, zu welchem Volk jemand gehört, sondern nimmt jeden an, der Ehrfurcht vor ihm hat und tut, was gut und richtig ist.“ (Apostelgeschichte 10, 35)

Ganz besonders wichtig sind Gott die Menschen, die verloren sind, und das ist zunächst bei jedem Menschen der Fall, es sei denn, dass er schon Jesus nachfolgt.

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Gottes Herz – könnte man sagen – schlägt für alle Menschen, denn

„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie die Wahrheit erkennen.“ (1. Timotheus 2, 4)

Bei Gott sind wir nicht erst dann wichtig, wenn wir etwas vorweisen können, für Gott sind wichtig, weil wir seine Geschöpfe sind.

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Das sind nicht nur schöne Sprüche, das hat uns Gott handfest bewiesen. Wir werden heute ganz bekannte Verse betrachten. Sie stehen im Johannesevangelium und viele von uns können zumindest den ersten Vers auswendig auswendig.

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„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.“ (Johannes 3, 16)

„Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten.“ (Johannes 3, 17)

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„Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht glaubt, ist damit schon verurteilt; denn der, an dessen Namen er nicht geglaubt hat, ist Gottes eigener Sohn.“ (Johannes 3, 18)

I.          

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Du bist eine sehr wichtige Person!

Wie wichtig Du in Gottes Augen bist, kann man kaum deutlicher sagen, als so, wie es im in diesem Vers im Johannesevangelium steht:

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„Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.“ (Johannes 3, 16)

Gott, der Himmel und Erde gemacht, dieser Gott hat seinen Sohn für Dich in die Welt geschickt. Nicht nur das, sondern er ihn für Dich geopfert! So wichtig bist Du Gott. Ist so etwas überhaupt fassbar?

Gott tat das nicht, weil Du oder weil ich gut gewesen wären. Wir sind Gott wichtig, selbst wenn wir ein Leben führen, das ihm nicht gefällt. Paulus beschreibt, wie wir als Menschen wirklich sind:

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„Alle sind vom richtigen Weg abgewichen, keinen Einzigen kann Gott noch gebrauchen. Keiner handelt so, wie es gut wäre, nicht ein Einziger. Ihr Rachen ist ein offenes Grab. Ihre Zunge gebrauchen sie, um zu betrügen. Schlangengift verbirgt sich unter ihren Lippen.“ (Römer 3, 12-13)

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„Ihr Mund ist voller Flüche und gehässiger Worte. Nichts hemmt ihre Schritte, wenn es gilt, Blut zu vergiessen. Verwüstung und Elend lassen sie auf ihren Wegen zurück, und vom Weg, der zum Frieden führt, wollen sie nichts wissen. Sich Gott in Ehrfurcht zu unterstellen, käme ihnen nie in den Sinn.“ (Römer 3, 14-18)

Wer wird sich für solch eigensinnige, arrogante und verabscheuungswürdige Geschöpfe aufopfern? Wer will für solche Menschen auch nur den kleinen Finger krümmen?

Gott wollte das. Er wollte es, weil wir ihm so wichtig sind – sehr wichtige Personen. Paulus meint:

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„Gott hingegen beweist uns seine Liebe dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5, 8)

Jesus starb für uns, als wir noch nicht erlöst waren. Gott hatte nicht gewartet, bis wir uns bessern würden, denn er wusste, dass wir das aus eigener Kraft nie schaffen. So machte Gott den ersten Schritt auf uns zu: so wichtig sind wir ihm.

Und warum tat er das? Warum bist Du ihm so wichtig?

Weil er Dich liebt! Für seine Liebe hat er Dir einen handfesten Beweis geliefert: Seinen einzigen Sohn, den er für Dich opferte.

Vielleicht fragst Du, warum sollte Gott mich lieben. Ich weiss es auch nicht. Ich weiss nicht, warum er mich lieben sollte. Ich weiss aber eines, dass er mich und dich liebt.

Schliesslich weiss ich auch nicht, warum mich meine Frau oder meine Freunde mich lieben. Hauptsache ist doch, dass sie mich lieben.

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Gott liebt Dich und mich mit einer unvorstellbaren Liebe! Eine Liebe, die nicht zuerst von uns Liebe fordert, sondern eine Liebe, die bereit ist, zuerst zu lieben. Wie das Johannes sagt:

„Das ist das Fundament der Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünden zu uns gesandt hat.“ (1. Johannes 4, 10)

Glaubst Du das?

In einer Sonntagsschule fragte die Lehrerin: Was meint ihr, warum wohl liebt Gott uns alle so sehr?“
Eine Zeitlang blieb es still. Dann streckte die kleine Christina den Finger, und ohne den geringsten Zweifel an der Richtigkeit ihrer Antwort kam'’: "„Weil er doch jeden von uns nur einmal hat.“
Welch eine einfache und doch tiefgründige Aussage! Bsp.1309.

Die Liebe Gottes hat ein klares Ziel, denn Gott will uns retten. Er will uns in den Himmel bringen. Die Qualität der Liebe Gottes wäre ja sehr fraglich, wenn er uns liebt, aber er würde uns trotzdem in die Hölle schicken.

Nein, sein Sohn musste eben sterben, dass unsere Schuld vergeben werden kann und wir nicht selber unsere Schuld mit der Hölle bezahlen müssen.

Jesus ist eindeutig in einer guten Absicht gekommen, denn es heisst weiter:

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„Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten.“ (Johannes 3, 17)

Jesus muss uns nicht verurteilen, wir sind schon verurteilt, wir sind verloren.

Wir haben keine Wahl. Es gibt nichts zu entscheiden. Wir sitzen in einem brennenden Haus, aus dem wir aus eigener Kraft nicht fliehen können.

Das bewegt Gott seit dem Sündenfall. Seine Liebe zu uns Menschen eifert und kämpft, um uns aus dieser verfahrenen Situation zu retten.

Wir sind eben schon gerichtet. Es gibt nur noch eine einzige Chance, dass wir von einer höheren Instanz gerettet und begnadigt werden.

Du bist Gott ausserordentlich wichtig. Für Gott ist jeder Mensch ein VIP!

II.        

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Sie sind sehr wichtige Personen!

Was für Dich und mich gilt, das gilt für jeden Menschen. Wir haben ja eingangs gesehen, dass Gott möchte, dass jeder Mensch gerettet wird.

Jeder ist für Gott ausserordentlich wichtig. Der Coiffeur, bei dem Du Deine Haare schneiden lässt. Dein Briefträger, die Frau an der Kasse in der Migros oder im Coop. Dein Chef oder Deine Chefin, Dein Lehrer oder Deine Schüler. Deine Nachbaren und Freunde. Jeder ist Gott wichtig. Jeden möchte Gott retten. Er möchte, dass diese Menschen nicht verurteilt werden und in der Hölle landen. Wer vor dieser Hölle gerettet werden will, der muss nur den Rettungsring ergreifen, den Gott in seiner Liebe auswirft.

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„Wer an Jesus glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht glaubt, ist damit schon verurteilt; denn der, an dessen Namen er nicht geglaubt hat, ist Gottes eigener Sohn.“ (Johannes 3, 18)

Wer mit Jesus unterwegs ist, gehört nun zu den Menschen auf dieser Welt, die diese beste Botschaft aller Zeiten kennen. Wir wissen, welchen Reichtum wir durch Jesus bekommen haben.

Wir sind die Menschen, die jetzt aufgerufen sind, das Evangelium an alle VIP’s Gottes weiterzugeben. Wenn wir schweigen, wie sollen Menschen davon erfahren?

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„An den Herrn glauben kann man nur, wenn man von ihm gehört hat. Von ihm hören kann man nur, wenn jemand da ist, der die Botschaft von ihm verkündet.“ (Römer 10, 14)

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Das Motto oder die Vision unserer Gemeinde geht genau in dieser Richtung:

Wir wollen mit Menschen wachsen, die durch Begegnungen mit uns zu Jesus finden.

Doch haben in den letzten Jahren leider sehr wenige Menschen durch Begegnungen mit uns zu Jesus gefunden.

Selber fühle ich mich oft überfordert, denn irgendwie kann man das nicht machen und man kann auch nicht jeden auf der Strasse gleich auf den Glauben ansprechen.

Aber eben, es ist der Auftrag jeder Gemeinde, diese Frohe Botschaft an die anderen sehr wichtigen Menschen weiterzugeben. Und in einem Grundwert der Gemeinde formulieren wir das auch in aller Deutlichkeit:

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Grundwert 2

Wir sind überzeugt, dass verlorene Menschen Gott wichtig sind und daher der Gemeinde wichtig sein sollen.

Kaum jemand wird diesen Grundwert ablehnen. Natürlich soll uns am Herzen liegen, was Gott am Herzen liegt.

Aber genauso wenige wie wir der ganzen Welt das Evangelium verkündigen können, genauso wenig kann die Gemeinde verlorene Menschen wichtig nehmen, d.h. wenn die Gemeinde als Verein verstanden wird. Wenn die Gemeinde die verlorenen Menschen wichtig nimmt, bedeutet das, dass jedes Gemeindeglied die verlorenen Menschen wichtig nimmt.

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Nun möchten wir das in unserer Gemeinde ganz praktisch werden lassen. Nicht der Verein soll die Menschen wichtig nehmen, sondern jeder von uns. Und weil wir nicht in der Lage sind, ganz Zürich zu erreich, so beginnen wir in unserem Bekannten- und Freundeskreis.

Ich habe VIP-Karten mitgebracht.

Die Idee ist, dass jeder von uns sich Zeit nimmt und 3 Personen notiert, für die er in den nächsten Monaten intensiver beten wird, dass sie zu Jesus finden.

Usw.

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Schlussgedanke

Ich möchte Dich ermutigen, das einfach einmal zu machen. Und ich bin gespannt, was Gott in Bewegung setzen wird.

Eins ist klar: bei Gott ist jeder Mensch ein VIP.

Wir können nicht die ganze Menschheit erreichen, aber wenn jeder von uns für seine drei VIP’s betet und sich Gedanken macht, wie er sie auf Jesus aufmerksam machen kann, dann sind das,

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bei 60 Christen  = 180 VIP

bei 80 Christen  = 240 VIP

die von uns intensiev umbetet werden. Für die sonst vielleicht niemand beten würde.

Vergessen wir nicht, was Paulus geschrieben hat:

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„An den Herrn glauben kann man nur, wenn man von ihm gehört hat. Von ihm hören kann man nur, wenn jemand da ist, der die Botschaft von ihm verkündet.“ (Römer 10, 14)

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Stellt Euch vor, was für eine Freude das bei uns auslöst, wenn wir erleben dürfen, wie Menschen zu Jesus finden. Wie gross die Freude ist, wenn ein VI. Petrus von mir gerettet. Der Weg zur Rettung ist ja ganz einfach:

Denn »jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. (Römer 10, 13)

Amen