Psalm 68, 31

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 68, Vers: 31

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Luther 1984:Bedrohe das Tier im Schilf, / die Rotte der Mächtigen, die Gebieter der Völker; / tritt nieder, die das Silber liebhaben, / zerstreue die Völker, die gerne Krieg führen. /
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Bedrohe das Tier des Schilfrohrs-1-, / die Rotte der Stiere-2- samt den Völkerkälbern, / die mit Silberbarren sich unterwerfen; / zerstreue die Völker, die Freude an Kriegen haben!-3- / -1) gemeint ist das Krokodil, das Sinnbild Ägyptens. 2) d.h. der Großmächte. 3) die Üs. ist ganz unsicher.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Schilt-1- das Tier des Schilfs, / die Schar der Starken mit den Kälbern der Völker; / tritt denen entgegen-2-, die nach Silber rennen-3-. / Zerstreue-4- die Völker, die Lust haben am Krieg! / -1) o: Schrei an. 2) w: entgegentretend denen. 3) ein paar Hs. bieten diese Vokalisation des sonst unübersetzbaren MasT. 4) so mit altÜs. - MasT: «Er hat zerstreut».
Schlachter 1952:Schilt das Tier im Schilf, / die Rotte der starken Ochsen unter den Kälbern von Völkern, / die sich um Silberstücke streiten! / Zerstreue die Völker, welche gerne kriegen! /
Zürcher 1931:Bedrohe das Tier im Schilf, / die Rotte der Starken unter den Völkerkälbern; / tritt nieder, die das Silber liebhaben, / zerstreue die Völker, die Lust haben an Kriegen! /
Luther 1912:Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen mit ihren Kälbern, den Völkern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreut die Völker, die da gerne kriegen.
Buber-Rosenzweig 1929:Beschilt das Getier im Rohr, die Horde der Stierrecken unter den Völkerkälbern, was um Silberbarren einhertrampt! - Er zersprüht die Völker, die Lust haben an Schlachten!
Tur-Sinai 1954:der Brüller, das Getier im Röhricht / der Hochtiere Gerotte unter Völkerkälbern / einschmeichelnd sich mit Silberbarren / verschwenderisch, die Völker, (seine) Nähe suchend. /
Luther 1545 (Original):Schilt das Thier im Rhor, Die Rotte der ochsen vnter jren kelbern, Die da zutretten vmb Gelts willen, Er zerstrewet die Völcker die da gern kriegen. -[Thier] Falsche Lerer mit jrem Hauffen. -[Jren Kelbern] Das ist, vnter jrem Volck. -[Zutretten] Wie die Hengst das wasser zutretten vnd trübe machen das nicht zu trincken ist. Also zutretten, vnd machen trübe die Schrifft alle Rottengeister.
Luther 1545 (hochdeutsch):Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren Kälbern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die Völker, die da gerne kriegen.
NeÜ 2016:Bedrohe das Biest im Schilf, / die Horde der Stiere unter den Kälbern der Völker! / Tritt denen entgegen, die nach Silber rennen! / Zerstreue die Völker, denen Krieg gefällt!
Jantzen/Jettel 2016:Schelte das Untier im Schilf 1), die Schar der „Stiere“ 2) mitsamt den „Kälbern“ der Völker, die sich unterwerfen 3) mit Barren von Silber. Er wird zerstreuen die Völker, die Lust haben an Kriegen 4). a)
1) D. i. bildlich für Ägypten (Hesekiel 29, 3)
2) eigtl.: der Starken
3) w.: auf sich selbst herumtrampelnd [im Sinne von: sich selbst unterwerfend]
4) o.: kriegerischen Handlungen; Schlachten
a) Jesaja 30, 6; 36, 6; Hesekiel 29, 3 .4 .5 .6 .7; Psalm 22, 13; Jeremia 50, 27; Jeremia 46, 21; Psalm 46, 10
English Standard Version 2001:Rebuke the beasts that dwell among the reeds, the herd of bulls with the calves of the peoples. Trample underfoot those who lust after tribute; scatter the peoples who delight in war.
King James Version 1611:Rebuke the company of spearmen, the multitude of the bulls, with the calves of the people, [till every one] submit himself with pieces of silver: scatter thou the people [that] delight in war.


Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:61, 1: Diesen Psalm hat David möglicherweise geschrieben, als sein Sohn Absalom ihn zeitweilig vom Thron Israels vertrieben hatte (2. Samuel 15-18). Der Psalm enthält viele Metaphern und Hinweise auf Gottes Bündnisse mit Israel. David reagiert wieder einmal in geistlicher Weise auf überwältigende und unterdrückende Entwicklungen in seinem Leben. I. Der Hilferuf (61, 2.3) II. Die Zuversicht in Gott (61, 4-8) III. Die Verpflichtung zur Treue (61, 9)




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