2. Thessalonicher 2, 6

Der zweite Brief des Paulus an die Thessalonicher (Zweiter Thessalonicherbrief)

Kapitel: 2, Vers: 6

2. Thessalonicher 2, 5
2. Thessalonicher 2, 7

Luther 1984:Und ihr wißt, was ihn noch aufhält, bis er offenbart wird zu seiner Zeit.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Und was die Gegenwart betrifft, so wißt ihr doch, was ihn noch zurückhält, damit er sich erst zu der für ihn bestimmten Zeit offenbaren kann.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Und jetzt wißt ihr, was zurückhält, damit er zu seiner Zeit geoffenbart wird.
Schlachter 1952:Und nun wisset ihr ja, was noch aufhält, daß er geoffenbart werde zu seiner Zeit.
Zürcher 1931:Und jetzt wisst ihr, was (sein Kommen) aufhält, damit er (erst) zu seiner Zeit sich offenbaren kann.
Luther 1912:Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbart werde zu seiner Zeit.
Luther 1545 (Original):Vnd was es noch auffhelt, wisset jr, das er offenbaret werde zu seiner zeit.
Luther 1545 (hochdeutsch):Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbaret werde zu seiner Zeit.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Dann wisst ihr doch auch, was 'das Auftreten jenes Menschen' vorläufig noch verhindert, bis er schließlich zu der ihm 'von Gott' bestimmten Zeit in Erscheinung treten wird.
Albrecht 1912/1988:Und ihr wißt auch, was ihn jetzt noch zurückhält, so daß er sich erst dann offenbaren kann, wenn seine Zeit* gekommen ist.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbart werde zu seiner Zeit.
Meister:Und nun, das ihn Zurückhaltende kennt ihr, auf daß er offenbar werde zu der ihm bestimmten Zeit!
Menge 1949 (Hexapla 1997):Und was die Gegenwart betrifft, so wißt ihr doch, was ihn noch zurückhält, damit er sich erst zu der für ihn bestimmten Zeit offenbaren kann.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Und jetzt wisset ihr, was zurückhält, daß er zu seiner Zeit geoffenbart werde.
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Und jetzt wißt ihr, was -ptp-zurückhält, damit er zu seiner Zeit -sifs-geoffenbart wird.
Schlachter 1998:Und ihr wißt ja, was jetzt noch aufhält, so daß er geoffenbart wird zu seiner Zeit-1-. -1) d.h. zu der ihm von Gott bestimmten Zeit (gr. -+kairos-).++
Interlinear 1979:Und jetzt das Aufhaltende wißt ihr, bis daß offenbart wird er zu seiner Zeit.
NeÜ 2021:Und nun wisst ihr ja, wodurch es noch zurückgehalten wird, denn er soll erst dann auftreten, wenn seine Zeit gekommen ist.
Jantzen/Jettel 2016:Und ihr wisst nun, was [ihn davon] a)zurückhält, dass er enthüllt werde zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt; 1)
a) 2. Thessalonicher 2, 3
1) 2. Thessalonicher 2, 1-6: „1 Wir ersuchen euch aber, Brüder, betreffs der Ankunft [o.: Gegenwart; eigtl.: Ankunft mit anschließend eintretender Gegenwart] unseres Herrn, Jesu Christi, und unseres Versammeltwerdens [o.: unseres Eingesammeltwerdens] zu ihm, 2 euch im Denksinn nicht schnell beunruhigen zu lassen [o.: aus der Fassung bringen zu lassen] noch erschreckt zu werden, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als von uns [d. h.: als käme er von uns], als sei der Tag des Christus da. Niemand täusche euch in irgendeiner Weise, DENN [eigtl.: weil], wenn nicht zuerst der Abfall ‹und Aufstand› gekommen und der Mensch der Sünde enthüllt worden ist, der Sohn des Verderbens, 4 der widerstrebt und sich erhebt über alles, was ‘Gott’ oder ‘Verehrungswürdiges’ heißt, sodass er selbst sich als Gott in das Tempelheiligtum Gottes setzt, ‹damit› anzeigend, dass er selbst Gott sei, - 5 Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch dieses sagte, als ich noch bei euch war? 6 Und nun wisst ihr, was [ihn davon] zurückhält, dass er enthüllt werde zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt, …“ Um den Aufbau des unvollständigen Satzes von V. 3 und 4 zu verstehen, ist es notwendig, den Gedankengang des Apostels zu verfolgen. Das Thema des 2. Thessalonicherbriefes bis K. 2, 1 war die „Ankunft unseres Herrn, Jesu Christi“ (2, 1), die „Enthüllung des Herrn Jesus vom Himmel“ (1, 7) an „jenem Tage“, an dem er „kommen wird“ (1, 10). Ein Thema in 2, 1-8 ist die Frage, die V. 2 aufgeworfen wird: Es gab Irrlehrer, die behaupteten, der Tag Christi wäre da. Damit beunruhigten sie die Christen. Paulus erklärt, unser Herr, Jesus Christus, kann noch nicht enthüllt werden, denn es gibt etwas, das ihn zurückhält: Zwei Dinge müssen geschehen sein, ehe er „zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt enthüllt werde“: V. 3: „Niemand täusche euch in irgendeiner Weise, DENN, wenn nicht zuerst der Abfall ‹und Aufstand› gekommen und der Mensch der Sünde enthüllt worden ist, der Sohn des Verderbens … -“ Die Enthüllung des Herrn (und damit auch der „Tag Christi“, V. 1) wird durch etwas zurückgehalten - zurückgehalten nicht in dem Sinne, dass die zurückhaltende Macht stärker wäre als der Herr, sondern in dem Sinne, dass der volle Ausbruch der „Apostasie“ (d. h.: des Abfalls/Aufstands) und die Enthüllung des Menschen der Sünde noch stattfinden müssen. Es muss also gleichsam das Böse noch ausreifen und schließlich mit aller Gewalt hervorbrechen, ehe der Herr kommt. Paulus sagt, diese zwei Elemente (die Apostasie und das Enthülltwerden des Menschen der Sünde) sind es, die unseren Herrn Jesus Christus von seinem Erscheinen zurückhalten. Die Irrlehrer, die behaupten, der Tag Christi sei da, können daher nicht Recht haben. Paulus unterbricht am Ende von V. 4 den in V. 3 angefangenen Wenn-Satz: V. 3.4: „Niemand täusche euch in irgendeiner Weise, DENN, wenn nicht zuerst der Abfall ‹und Aufstand› gekommen und der Mensch der Sünde enthüllt worden ist, der Sohn des Verderbens, 4 der widerstrebt und sich erhebt über alles, was ‘Gott’ oder ‘Verehrungswürdiges’ heißt, sodass er selbst sich als Gott in das Tempelheiligtum Gottes setzt, ‹damit› anzeigend, dass er selbst Gott sei, -“. An dieser Stelle schiebt er die Frage ein: „Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch dieses sagte, als ich noch bei euch war?“ (V. 5) Damit sagt er gleichsam: „Was ich euch hier bezüglich dessen, was unseren Herrn Jesus Christus von seinem Kommen zurückhält, schreibe, das ist für euch nichts Neues, denn, als ich bei euch in Thessalonich war, habe ich euch dieses bereits gesagt. Erinnert ihr euch?“ Das Wort „dieses“ (V. 5M) bezieht sich auf die zwei zuvor erwähnten Hauptbedingungen, die dem Kommen unseres Herrn Jesus Christus vorangehen. Diese beiden (Apostasie und Enthüllung des Menschen der Sünde, V. 3) sind „das, was“ den Herrn Jesus Christus von seinem Kommen „zurückhält“. Paulus führt den Satz von V. 3.4 nicht zu Ende, greift den Gedanken aber in V. 6 wieder auf: „Und nun“ (nachdem ich euch daran erinnert habe) „wisst ihr, was [ihn davon] zurückhält, dass er zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt enthüllt werde“. „Ihn“ (in: „was [ihn] zurückhält“) muss eingefügt werden. Um „ihn“ geht es. Er wird davor zurückgehalten, zu seinem eigenen Zeitpunkt enthüllt zu werden. „Ihn“ und „er“ (in: „dass er enthüllt werde“) scheint sich auf den Herrn Jesus Christus zu beziehen, denn ER war das Thema. Paulus hat in seinem Schreiben ständig IHN im Auge. SEINE Enthüllung ist das Thema schon seit K. 1, 6 (V. 6.7: „insofern es ja bei Gott gerecht ist, denen, die euch bedrängen, mit Bedrängung zu vergelten 7 und euch, die ihr bedrängt werdet, mit Ruhe - samt uns - bei der Enthüllung des Herrn Jesus vom Himmel …“; V. 10A: „wenn er an jenem Tage kommen wird, …“; K. 2, 1: „Wir ersuchen euch aber, Brüder, betreffs der Ankunft unseres Herrn, Jesu Christi, und unseres Versammeltwerdens zu ihm …“). Es geht um IHN und SEINE Enthüllung an SEINEM Tag, zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt. ER ist es, dessen Kommen durch die beiden in V. 3 genannten Elemente (Kommen der Apostasie und Enthüllung des Menschen der Sünde) noch hingehalten wird, entgegen der Behauptung der Irrlehrer (V. 2E), dass der Tag des Christus unmittelbar bevorstehe. Vom Zusammenhang her liegt es daher nahe, dass das Fürwort „er“ (AUTON) in V. 6 (EIS TO APOKALÜPHTHEENAI AUTON, „dass er … enthüllt werde“) ebenfalls auf den Herrn Jesus Christus (V. 1.2) bezogen ist. Hätte der Apostel geschrieben: „Er kann nicht enthüllt werden, wenn nicht zuvor der Abfall und Aufstand gekommen und der Mensch der Sünde enthüllt worden ist“, so wäre allen Auslegern klar, dass sich das Pronomen „er“ auf Jesus Christus beziehe, nicht auf den Menschen der Sünde. Die Schwierigkeit entsteht dadurch, dass der Apostel den in V. 3 angefangenen Satz nach V. 4 nicht zu Ende führt, sondern V. 5 einschiebt und in V. 6 den Gedankengang von V. 3 mit einem neuen Satz aufgreift: „Wenn nicht zuvor der Abfall ‹und Aufstand› gekommen und der Mensch der Sünde enthüllt worden ist,“ - was dann? Wie geht der Gedanke weiter? Paulus sagt: Darüber hatte ich mit euch bereits gesprochen (V. 5). Ihr wisst also darüber Bescheid, was die zurückhaltende Ursache ist. V. 6: „Und nun wisst ihr, was [ihn davon] zurückhält, dass er zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt enthüllt werde“: Nun, nachdem ich nicht bloß jetzt euch gesagt habe, was der Ankunft Christi notwendigerweise vorausgeht, sondern nachdem ich euch auch daran erinnert habe, was ich euch mündlich damals sagte, wisst ihr, was es ist, das den Herrn Jesus davon zurückhält, zu seinem eigenen Zeitpunkt enthüllt zu werden. Ihr wisst also, dass „der Tag Christi“ jetzt noch gar nicht „da sein“ KANN, d. h., noch nicht unmittelbar bevorstehen KANN. Christus wird erst „zu seinem eigenen Zeitpunkt“ erscheinen, nicht vorher (wie die Irrlehrer euch glauben machen wollen). Man könnte einwenden: Das persönliche Fürwort „er“ (V. 6) habe einen Bezug zu dem Subjekt unmittelbar vorher (V. 3); es gehe in V. 6 um die Enthüllung des Menschen der Sünde, von welcher doch unmittelbar vorher die Rede war. Aber es war von ZWEI Enthüllungen (griech. APOKALÜPSIS) die Rede: von der des „Herrn Jesus“ (1, 7) und der des „Menschen der Sünde“ (2, 3), wie danach auch von zwei Ankünften (griech. PAROUSIA) die Rede ist: von der des Herrn (2, 8) und der des Gesetzlosen (2, 9). Es gibt also zwei Enthüllungen, und die Enthüllung des Menschen der Sünde hält die Enthüllung des Herrn Jesus Christus zurück. Dass in V. 3 von der Enthüllung des Menschen der Sünde die Rede war, nötigt nicht zur Annahme, dass das Pronomen „er“ in V. 6 sich auf den Menschen der Sünde bezieht. Dann wäre ab V. 6 ein neues Thema aufgegriffen, eines, das nicht mit V. 2 in Zusammenhang steht. Nicht, was DEN MENSCHEN DER SÜNDE von SEINEM Erscheinen zurückhält, scheint hier das Thema zu sein. Das war auch bisher in seinem Brief nicht das Thema. Es geht dem Apostel Paulus darum, den Thessalonicherchristen Trost und Hilfe zu geben, damit sie einsehen, dass die Behauptung der Irrlehrer, der Tag CHRISTI sei da, keine Grundlage hat. Was den Menschen der Sünde zurückhält, ist für die in V. 2 aufgeworfene Frage weder hilfreich noch zielführend. Wichtig ist, was DEN HERRN JESUS CHRISTUS zurückhält. Das Thema der nahe zu erwartenden Ankunft Christi beschäftigte die Thessalonicher ja schon seit geraumer Zeit. Das war auch der Grund, warum sie sich Gedanken machten über ihre Lieben, die in der Zwischenzeit verstorben waren. Daher hatte Paulus ihnen geschrieben (1. Thessalonicher 4, 13.14.18): „Ich will aber nicht, dass ihr in Unkenntnis seid, Brüder, in Bezug auf die Entschlafenen, damit ihr nicht auch traurig seid, so wie die anderen, die nicht eine Hoffnung haben, 14 denn wenn wir glauben, dass Jesus starb und auferstand, ebenso wird Gott auch, durch Jesus, die Entschlafenen zusammen mit ihm führen, … 18 Daher: Ruft einander auf [und tröstet einander] mit diesen Worten.“ Die Thessalonicher hatten nämlich gedacht, nun, da der Herr Jesus immer noch nicht gekommen war, hätten die Verstorbenen etwas verpasst. Man hatte damals den Herrn Jesus offensichtlich schon sehr früh erwartet. Die Frage stand nun im Raum, warum der Herr Jesus noch nicht wiedergekommen war. Was ist es, das die Ankunft des Herrn hinhält? Was ist es, das ihn davon zurückhält zu erscheinen? Gemäß 2. Thessalonicher 2, 2 haben einige Irrlehrer auf diese Frage geantwortet: „Nichts hält ihn zurück. Seine Ankunft steht unmittelbar bevor. Der Tag Christi ist da!“ In 2, 3ff erklärt Paulus nun, was es ist, das den Herrn gegenwärtig davon zurückhält, zu seinem eigenen Zeitpunkt zu erscheinen. Der Ausdruck „zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt“ (d. i.: zu dem ihm selbst gehörenden Zeitpunkt) ist vom Zusammenhang her eher ein Bezug auf den Herrn Jesus Christus als auf den „Menschen der Sünde“, obzwar dieses in sich möglich wäre. Man kann auch schwerlich sagen, der Mensch der Sünde hätte einen „eigenen Zeitpunkt“. Die Bibel spricht nicht so, als ob es einen speziellen Zeitpunkt gäbe, der dem Menschen der Sünde gehöre. Der Zeitpunkt der Enthüllung des Menschen der Sünde wird vielmehr bestimmt von dem Zeitpunkt der Ankunft Christi. Es gibt ähnliche Fälle, wo das Pronomen (Fürwort) nicht einen Bezug zu einem Subjekt unmittelbar vorher hat. Hier drei weitere Beispiele: Ag 4, 1-7: „Während sie zum Volk redeten, traten die Priester und der Sicherheitsverantwortliche der Tempelstätte und die Sadduzäer auf sie zu. 2 Die verdross es, dass sie das Volk lehrten … 3 Und sie legten Hand an sie und setzten sie ins Gefängnis … 4 Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, glaubten. Und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend. 5 Es geschah aber am folgenden Tage, dass ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten sich zu Jerusalem versammelten 6 und Annas … und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlecht waren. 7 Und sie stellten sie in die Mitte …“ (1) Das Pronomen AUTOON („IHRE“) in V. 5 bezieht sich nicht auf eines der unmittelbar zuvor im Text genannten Subjekte, sondern auf das Volk der Juden [»The antecedent of the pronoun is syntactically unspecified, but clearly must be „the Jews“ as a group.« (Parsons, M. C./ Culy, M. M., Acts - A Handbook on the Greek Text, Baylor University Press, Waco, TX, 2003, S. 66).]. (2) Das Pronomen AUTOUS („SIE“) von V. 7A („Und sie stellten SIE in die Mitte“) bezieht sich ebenfalls nicht auf eines der nächstliegenden Subjekte, z.B. „viele“ (aus V. 4). Stattdessen geht es hier eindeutig um die Apostel Petrus und Johannes sowie den durch deren Eingreifen geheilten Menschen (K. 3, 1ff.) »Once again (see v. 5), the antecedent is unspecified in the syntax. Here, the referents are clearly Peter and John.« (Parsons/ Culy, Acts - Handbook, ebd.)]. (3) 1Johannes 2, 10-12: „Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, … 11 Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Dunkelheit und wandelt in der Dunkelheit … 12 Ich schreibe euch, Kindlein, weil euch die Sünden vergeben sind wegen seines Namens.” Das Pronomen AUTOU („SEINES“ in V. 12E: „SEINES Namens“) bezieht sich auf Jesus Christus, obwohl er im Abschnitt zuvor gar nicht genannt wurde, sondern bereits K. 1, 3. Fazit: Paulus führt den Satz von V. 3.4 nicht zu Ende. V. 1-3: „Wir ersuchen euch aber, Brüder, betreffs der Ankunft unseres Herrn, Jesu Christi, … 2 euch im Denksinn nicht schnell beunruhigen zu lassen … als sei der Tag des Christus da. 3 Niemand täusche euch in irgendeiner Weise, DENN, wenn nicht zuerst der Abfall ‹und Aufstand› gekommen und der Mensch der Sünde enthüllt worden ist, …, -“ V. 6: „Und nun wisst ihr, was [ihn davon] zurückhält, enthüllt zu werden zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt“. Aus V. 6 könnte man den unvollständigen Satz von V. 3.4 z. Bsp. so vervollständigen: „Niemand täusche euch in irgendeiner Weise, DENN, wenn nicht zuerst der Abfall ‹und Aufstand› gekommen und der Mensch der Sünde enthüllt worden ist, … [kann auch UNSER HERR, JESUS CHRISTUS, nicht enthüllt werden.] … Und nun wisst ihr, was [ihn davon] zurückhält, dass er zu seinem ‹eigenen› Zeitpunkt enthüllt werde“.
English Standard Version 2001:And you know what is restraining him now so that he may be revealed in his time.
King James Version 1611:And now ye know what withholdeth that he might be revealed in his time.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:2, 6: zurückhält. Zwar waren die Thessalonicher bereits belehrt und wussten daher, was das Kommen des Antichristen zurückhielt, doch Paulus sagt in diesem Brief nicht ausdrücklich, worum es sich dabei handelt. Deshalb hat man viele Vorschläge gemacht, um die zurückhaltende Macht von V. 6.7 zu identifizieren: 1.) die menschliche Regierung; 2.) die Verkündigung des Evangeliums; 3.) das Gebundensein Satans; 4.) die Vorsehung Gottes; 5.) der Zustand der Juden; 6.) die Gemeinde; 7.) der Heilige Geist; und 8.) Michael. Was immer jetzt den Antichristen von V. 3.4.8-10 davon zurückhält, in all seiner Abtrünnigkeit und Bosheit offenbar zu werden, es muss sich jedenfalls um mehr als eine menschliche oder von Engeln stammende Kraft handeln. Es muss eine göttliche und übernatürliche Macht sein, die Satan davon abhält, den endgültigen Abfall zu bewirken und seinen falschen Christus zu bringen, der von ihm besessen ist. Nur Gottes wirksame Macht kann Satan zurückhalten, sodass der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens noch nicht kommen kann, solange Gott es nicht zulässt und die zurückhaltende Macht nicht wegnimmt. Der Grund für dieses Zurückhalten ist, dass der Antichrist erst zu Gottes festgesetztem Zeitpunkt offenbar wird und nicht früher (genau wie es bei Christus der Fall war; vgl. Galater 4, 4), denn Gott herrscht über Satan.


«Grammatische Kürzel» der Elberfelder Studienbibel
aAorist (2)
amAorist Medium (2, 24)
apAorist Passiv (2, 31)
artbestimmter Artikel (3)
bpmbetontes Personalpronomen (4)
bvftbetonte Verneinung im Futur (5)
fFemininum (6)
ftFutur (7)
ftmFutur Medium (7, 24)
ftpFutur Passiv (7, 31)
gnGenitiv (8)
idpIndikativ Präsens (12, 13)
idpfIndikativ Perfekt (12, 32)
idppIndikativ Perfekt Passiv (12, 31, 32)
ippIndikativ Präsens Passiv (12, 13, 31)
ifaInfinitiv Aorist (14, 15)
ifapInfinitiv Aorist Passiv (2, 14, 31)
ifftInfinitiv Futur (7, 14)
ifgnInfinitiv im Genitiv (16)
ifpInfinitiv Präsens (14, 17)
ifpfInfinitiv Perfekt (14, 32)
ifppInfinitiv Präsens Passiv (14, 17, 31)
imaImperativ Aorist (9)
imapImperativ Aorist Passiv (9, 31)
impImperativ Präsens (10)
ipfImperfekt (11)
kaKonjunktiv Aorist (19, 20)
kaakKonjunktiv Aorist Aktiv (19, 20)
kaimKonjunktiv Aorist als Imperativ (21)
kamKonjunktiv Aorist Medium (19, 20, 24)
kapKonjunktiv Aorist Passiv (19, 20, 31)
komKomparativ (18)
kpakKonjunktiv Präsens Aktiv (1, 22)
kpmpKonjunktiv Präsens Medium / Passiv (22, 24, 31)
mMaskulinum (23)
nNeutrum (25)
nomNomen (26)
optOptativ (27)
pfPerfekt (32)
plPlural (33)
ppPräsens Passiv (13, 31)
ppfPartizip Perfekt (28, 32)
ppfpPartizip Perfekt Passiv (28, 31, 32)
pqpfPlusquamperfekt (34)
prdPrädikat (35)
ptaPartizip Aorist (28, 29)
ptapPartizip Aorist Passiv (28, 29, 31)
ptpPartizip Präsens (30)
ptppPartizip Präsens Passiv (28, 30, 31)
sadsubstantiviertes Adjektiv (38)
sgSingular (37)
sifdsubstantivierter Infinitiv mit dia (39)
sifesubstantivierter Infinitiv mit en (41)
sifmsubstantivierter Infinitiv mit meto (42)
sifpsubstantivierter Infinitiv mit pro (43)
sifpssubstantivierter Infinitiv mit pros (44)
sifssubstantivierter Infinitiv mit eis (40)
ubunbestimmt (45)

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

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