Nehemia 5, 7

Das Buch Nehemia

Kapitel: 5, Vers: 7

Nehemia 5, 6
Nehemia 5, 8

Luther 1984:Und ich hielt Rat mit mir selbst und schalt die Vornehmen und die Ratsherren und sprach zu ihnen: Wollt ihr einer gegen den andern -a-Wucher treiben? Und ich brachte eine große Versammlung gegen sie zusammen -a) 2. Mose 22, 24.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Als ich dann mit mir zu Rate gegangen war, machte ich den Vornehmen und den Vorstehern Vorwürfe, indem ich zu ihnen sagte: «Wucher treibt ihr ja einer mit dem andern!» Dann veranstaltete ich eine große Volksversammlung gegen sie
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Und mein Herz in mir ging mit sich zu Rate, und ich klagte die Edlen-1- und die Vorsteher an und sagte zu ihnen: Ihr treibt Wucher an euren Brüdern-2a-! Und ich veranstaltete eine große Versammlung gegen sie-3-. -1) w: Freigeborenen. 2) w: Eine Schuldforderung fordert ihr jeder von seinem Bruder. 3) o: ihretwegen. a) 2. Mose 22, 24.
Schlachter 1952:Und mein Herz überlegte in mir, und ich schalt die Vornehmsten und Vorsteher und sprach zu ihnen: Treibet ihr Wucher an euren Brüdern? Und ich brachte eine große Gemeinde wider sie zusammen
Zürcher 1931:Ich überlegte die Sache bei mir und stellte dann die Vornehmen und Vorsteher zur Rede, indem ich zu ihnen sprach: Wie? ihr treibt einer gegenüber dem andern Wucher? Und ich veranstaltete eine grosse Versammlung wider sie -2. Mose 22, 25.
Luther 1912:Und mein Herz ward Rats mit mir, daß ich schalt die Ratsherren und die Obersten und sprach zu ihnen: Wollt ihr einer auf den andern a) Wucher treiben? Und ich brachte eine große Gemeinde wider sie zusammen - a) 2. Mose 22, 24.
Buber-Rosenzweig 1929:Mein Herz in mir hielt Rat, und ich schalt die Edeln und die Präfekten, ich sprach zu ihnen: »Ihr wuchert, jedermann Bewuchrung seines Bruders.« Ich gab eine große Gemeinde gegen sie her,
Tur-Sinai 1954:Da suchte mein Herz in mir sich Rat, und ich stritt mit den Vornehmen und den Vorstehern und sagte ihnen: ,Schuldforderung betreibt ihr, einer gegen den andern!' Und ich brachte gegen sie eine große Zusammenrottung auf.
Luther 1545 (Original):Vnd mein hertz ward rats mit mir, das ich schalt die Ratherrn vnd die Obersten,
Luther 1545 (hochdeutsch):und sprach zu ihnen: Wir haben unsere Brüder, die Juden, erkauft, die den Heiden verkauft waren, nach unserm Vermögen; und ihr wollt auch eure Brüder verkaufen, die wir zu uns gekauft haben? Da schwiegen sie und fanden nichts zu antworten.
NeÜ 2021:Ich dachte gründlich über alles nach und stellte dann die Vornehmen und Vorsteher zur Rede: Ihr nutzt die Not eurer Brüder schamlos aus! Dann brachte ich die Sache vor die ganze Volksversammlung.
Jantzen/Jettel 2016:Und mein Herz hielt Rat in mir, und ich stritt mit den Edlen und mit den Vorstehern und sagte zu ihnen: „Auf Wucher leiht ihr, jeder seinem Bruder! Und ich veranstaltete eine große Versammlung gegen sie; a)
a) 2. Mose 22, 25; 5. Mose 23, 19
English Standard Version 2001:I took counsel with myself, and I brought charges against the nobles and the officials. I said to them, You are exacting interest, each from his brother. And I held a great assembly against them
King James Version 1611:Then I consulted with myself, and I rebuked the nobles, and the rulers, and said unto them, Ye exact usury, every one of his brother. And I set a great assembly against them.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:5, 1: Der Widerstand der Feinde und schwierige Zeiten verursachten im Allgemeinen schlechte wirtschaftliche Bedingungen, die sich auf das empfindliche Leben der Juden verheerend auswirkten. Der Effekt dieses moralischen Drucks, der auf den Rückkehrern lastete, war schlimmer als jeder feindliche Widerstand. 5, 1 ihre Brüder, die Juden. Das bezieht sich vielleicht wieder auf die Vornehmen, die nicht mitarbeiteten und Allianzen mit den Feinden eingegangen waren (s. Anm. zu 3, 5). Das Volk war von der schweren Arbeit erschöpft und aufgerieben von der unerbittlichen Belästigung durch die Feinde. Sie waren arm und es fehlte ihnen am Lebensnotwendigsten und an Mitteln, um Steuern zu zahlen. Sie liehen sich Geld für die Steuern und arbeiteten an der Stadtmauer, anstatt Nahrung vom Land zu erwirtschaften. Als Krönung all dessen wurden Beschwerden laut gegen die schreckliche Ausbeutung und Erpressung durch die reichen Juden, die nicht mithalfen, sondern die Leute zwangen, ihre Häuser und Kinder zu verkaufen, ohne eine Möglichkeit zu haben, diese zurückzukaufen. Unter normalen Umständen bot das Gesetz die Hoffnung, dass diese jungen Leute bei der Schulderlassung, die alle 7 Jahre und im Jubeljahr (alle 50 Jahre) stattfand, freikamen (3. Mose 25). Der Brauch des Lösens ermöglichte, die Versklavten fast jederzeit zurückzukaufen, aber die verzweifelte finanzielle Situation jener Zeit ließ das unmöglich erscheinen.




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