Apostelgeschichte 3, 16

Die Apostelgeschichte des Lukas

Kapitel: 3, Vers: 16

Apostelgeschichte 3, 15
Apostelgeschichte 3, 17

Luther 1984:Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Und auf Grund des-1- Glaubens an seinen Namen hat sein Name diesem Manne hier, den ihr seht und kennt, jetzt Kraft verliehen, und der durch Jesus (in uns) gewirkte Glaube hat ihm vor euer aller Augen diese seine gesunden Glieder geschenkt. -1) = unsers.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der durch ihn (bewirkte) Glaube hat ihm diese vollkommene Gesundheit gegeben vor euch allen.
Schlachter 1952:Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen (Mann) hier, den ihr sehet und kennet, gestärkt, und der durch ihn (gewirkte) Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen.
Zürcher 1931:Und weil wir an seinen Namen glauben, hat (dieser) sein Name den Mann, den ihr da seht und kennt, kräftig gemacht, und der durch ihn (in uns) gewirkte Glaube hat ihm vor euer aller Augen diese volle Gesundheit gegeben. -Apostelgeschichte 4, 10.
Luther 1912:Und durch den Glauben an seinen Namen hat diesen, den ihr sehet und kennet, sein Name stark gemacht; und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit vor euren Augen.
Luther 1545 (Original):Vnd durch den glauben an seinen Namen, hat er an Diesem, den jr sehet vnd kennet, bestetiget seinen Namen, vnd der glaube durch jn, hat diesem gegeben diese gesundheit fur ewren augen. -[Durch jn] Denn durch Christum gleuben wir an Gott.
Luther 1545 (hochdeutsch):Und durch den Glauben an seinen Namen hat er an diesem, den ihr sehet und kennet, bestätiget seinen Namen; und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit vor euren Augen.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Und jetzt ist der Mann, den ihr hier seht und den ihr alle kennt, durch sein Vertrauen auf den Namen Jesu und durch die Macht dieses Namens von seiner Lähmung geheilt worden. Der Glaube, den Jesus in ihm geweckt hat, hat ihn vollständig gesund gemacht; das könnt ihr alle bezeugen.
Albrecht 1912/1988:Auf Grund des Glaubens, den sein Name wirkt, hat er nun diesen Mann hier, den ihr seht und kennt, gesund gemacht. Ja der Glaube, der durch Jesus kommt, hat ihm vor euer aller Augen die volle Heilung geschenkt.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Und durch den Glauben an seinen Namen hat diesen, den ihr sehet und kennet, sein Name stark gemacht; und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit vor euren Augen.
Meister:Und auf den Glauben Seines Namens hin hat diesen, welchen ihr schaut und kennt, Sein Name gekräftigt; und der Glaube durch Ihn hat ihm diese volle Gesundheit vor euch allen gegeben. -Matthäus 9, 22; Apostelgeschichte 4, 10; 14, 9.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Und auf Grund des-1- Glaubens an seinen Namen hat sein Name diesem Manne hier, den ihr seht und kennt, jetzt Kraft verliehen, und der durch Jesus (in uns) gewirkte Glaube hat ihm vor euer aller Augen diese seine gesunden Glieder geschenkt. -1) = unsers.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Und durch Glauben-1- an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr sehet und kennet, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn ist, hat ihm diese vollkommene Gesundheit gegeben vor euch allen. -1) o: auf Grund des Glaubens.++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der durch ihn (bewirkte) Glaube hat ihm diese vollkommene Gesundheit -a-gegeben vor euch allen.
Schlachter 1998:Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen hier stark gemacht, den ihr seht und kennt, ja, der durch Ihn (gewirkte) Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen.
Interlinear 1979:Und aufgrund des Glaubens an seinen Namen diesen, den ihr seht und kennt, hat festgemacht sein Name, und der Glaube durch ihn hat gegeben ihm diese volle Gesundheit vor Augen aller euer.
NeÜ 2021:Und dieser Mann hier, den ihr ja kennt und vor euch seht, ist durch den Glauben an den Namen von Jesus wieder zu Kraft gekommen. Der von Jesus geschenkte Glaube (Es bleibt offen, ob dieser "Glaube" dem Petrus oder dem Gelähmten geschenkt wurde.)hat ihn vor euren Augen wieder völlig gesund gemacht.
Jantzen/Jettel 2016:Und auf den Glauben an seinen a)Namen ‹hin› stärkte sein Name diesen, den ihr schaut und [der euch] wohlbekannt ist. Und der b)Glaube, der durch ihn [wirkte] 1), gab ihm diese volle Gesundheit vor euch allen.
a) Apostelgeschichte 3, 6*; 4, 10
b) Matthäus 21, 21-22; Markus 16, 17-18
1) Der Vers erklärt, wie die Heilung des von Geburt an Lahmen zustande kam. Er enthält zwei Sätze: „Und auf den Glauben an seinen Namen hin stärkte sein Name diesen, den ihr schaut und [der euch] wohlbekannt ist. Und der Glaube, der durch ihn [wirkte], gab ihm diese volle Gesundheit vor euch allen.“ Insofern der zweite Satz etwas aus dem ersten enthält, also wiederholt, betont er ihn. Insofern er anders ist als der erste, erklärt er ihn. Der ganze Vers ist eine kurze Zusammenfassung der Heilung und sollte als solche mit dem Bericht in den Versen 5-7 verglichen werden. Der Rückbezug der Fürwörter „seinen“, „sein“ und „ihn“ in V. 16 ist „Jesus“ in V. 13. Mit dem Wort Name (im ersten Satz von V. 16) ist die entsprechende aber abwesende Person gemeint: Jesus. Der Glaube wirkte durch Jesus, sodass Jesus den Lahmen heilte. Aber wie? Wir gehen die Frage schrittweise an: . Erstens versuchen wir, den griechischen Text streng wörtlich wiederzugeben: „Und auf den Glauben seines Namens diesen, den ihr schaut und wohlbekannt ist, stärkte sein Name. Und der Glaube, der durch ihn, gab ihm diese volle Gesundheit vor euch allen.“ . In einem zweiten Schritt versuchen wir, den Text leserlicher zu gestalten. Der Ausdruck „seines Namens“ im präpositionalen Gefüge am Anfang wird im Deutschen mit dem vierten Fall wiedergegeben. „Und auf den Glauben an seinen Namen hin stärkte sein Name diesen, den ihr schaut und [der euch] wohlbekannt ist. Und der Glaube, der durch ihn, gab ihm diese volle Gesundheit vor euch allen.“ . Ein Rest ist noch geblieben: „der durch ihn“, drei Wörter, die ein großes theologisches Problem verschleiern. Die üblichen Übersetzungen zeigen die Richtung auf, welche die Lehrüberzeugung in den vergangenen Jahrhunderten in weiten Gegenden eingenommen hat. Um der Sache auf den Grund zu kommen, stellen wir eine grammatische Frage auf zwei verschiedene Weisen: Ist der Glaube, auf den Bezug genommen wird, aktiv oder passiv? Ist Christus (auf den sich „ihn“ bezieht) Subjekt oder Objekt; d.h., ist er Quelle oder Gegenstand des Glaubens; noch einfacher: kommt der Glaube von ihm, oder wird an ihn geglaubt? Die Selbstverständlichkeit, mit der in so vielen Übersetzungen der Glaube, durch den die Heilung geschah, als passiv, als von Christus geschenkt hingestellt wird, zeigt die Richtung des theologischen Denkens: Das Glauben sei eine Gabe Gottes. Diese Auffassung spiegelt sich ebenfalls wieder, wenn man Besprechungen über Epheser 2, 8 oder 1. Petrus 1, 21 liest. Dabei ist es das Heil, das in Epheser 2 die Gabe ist, und in 1. Petrus 1 ist nicht Christus der Geber des Glaubens an Gott, sondern schlicht die Person, durch die wir zu Gott gekommen sind. Der Ausleger, der wohl am besten in der Apg 3, 16 aufgezeigt hat, wie stark die Person Christi von Petrus in den Mittelpunkt gestellt wird, ist Lenski, obschon selbst bei ihm es etwas unklar bleibt, ob er den Glauben als von Christus gewirkt auffasst oder ob Christus auf den Glauben des Petrus und des Johannes hin geheilt habe. Auf der Hand sollte es liegen, dass es in dieser gespannten Atmosphäre, wo es galt, das heiße Eisen zu schmieden, nicht in der Absicht des Petrus lag, eine theologische Erklärung über den Ursprung des Glaubens einfließen zu lassen, sondern die Gedanken seiner Zuhörer so stark wie möglich auf den Erlöser zu lenken. Und da in der Schrift der Glaube als Beweis für einen Verzicht auf menschliche Leistung betrachtet und gerade deshalb von Gott als Zeichen der Erwartung von ihm gefordert wird, sollte man ihn an unserer Stelle als aktiv betrachten. Petrus lenkt die Aufmerksamkeit nicht auf den Ursprung des Glaubens, sondern auf Christus, auf den sich die Apostel in dieser Sache verlassen hatten. Wenn der Name Jesu und das Vertrauen in ihn zweimalige Erwähnung findet, dient das, wie Lenksi uns zeigt, der Betonung. Anstatt also von einer umständlichen Formulierung seitens des Apostels zu sprechen, sehen wir gerade in dieser seiner Wortwahl die Führung des Heiligen Geistes, der aller Augen auf den von Gott gesandten Retter hinweisen will. Dementsprechend geben wir wieder: „Und auf den Glauben an seinen Namen hin stärkte sein Name diesen, den ihr schaut und [der euch] wohlbekannt ist. Und der Glaube, der durch ihn[wirkt], gab ihm diese volle Gesundheit vor euch allen.“ Und was Jesus Christus für den Leib dieses Armen getan hatte, war er bereit, auf gleiches Vertrauen hin für den inneren Menschen eines jeden Zuhörenden zu tun. Der Bettler war der lebendige Beweis der Macht des verherrlichten Herrn Jesus, einer Macht, die durch den Namen des auferstandenen Jesus und den Glauben an ihn als den erhöhten Herrn zum Ausdruck kam. Auf den Glauben an Jesu Namen [und Person] hin stärkte Jesu Name [und Person] diesen Lahmen. . Es ging übrigens um den Glauben, den Petrus und Johannes hatten, nicht um den des Gelähmten. Das Wunder bestätigte den Glauben der Apostel - und damit in Verbindung die neue von eben denselben Aposteln verkündete Lehre.
English Standard Version 2001:And his name by faith in his name has made this man strong whom you see and know, and the faith that is through Jesus has given the man this perfect health in the presence of you all.
King James Version 1611:And his name through faith in his name hath made this man strong, whom ye see and know: yea, the faith which is by him hath given him this perfect soundness in the presence of you all.



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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Predigten über Apostelgeschichte 3, 16
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