1. Korinther 6, 4

Der erste Brief des Paulus an die Korinther (Erster Korintherbrief)

Kapitel: 6, Vers: 4

1. Korinther 6, 3
1. Korinther 6, 5

Luther 1984:Ihr aber, wenn ihr über diese Dinge rechtet, nehmt solche, die in der Gemeinde nichts gelten, und setzt sie zu Richtern.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Wenn ihr also Streitsachen über Mein und Dein-1- habt, da laßt ihr solche Leute über euch zu Gericht sitzen, die sonst in der Gemeinde keine Achtung genießen! -1) = über alltägliche Dinge.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Wenn ihr nun über alltägliche Dinge Rechtshändel habt, so setzt ihr die (zu Richtern) ein, die in der Gemeinde-1- nichts gelten?-2- -1) o: Versammlung. 2) o: so setzt (doch) die (zu Richtern) ein, die in der Gemeinde nichts gelten!
Schlachter 1952:Wenn ihr nun über Dinge dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzet ihr solche zu Richtern, die bei der Gemeinde nichts gelten!
Zürcher 1931:Wenn ihr nun Rechtshändel über Dinge des gewöhnlichen Lebens habt, so setzt ihr gerade die, welche bei der Gemeinde verachtet sind, zu Richtern!
Luther 1912:Ihr aber, wenn ihr über zeitlichen Gütern Sachen habt, so nehmt ihr die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und setzet sie zu Richtern.
Luther 1545 (Original):Jr aber, wenn jr vber zeitlichen gütern sachen habt, So nemet jr die, so bey der Gemeine veracht sind, vnd setzet sie zu Richter. -[Veracht] Das sind die Heiden, die man nicht lesst mit den Christen zu Christlichen sachen, als Sacrament etc.
Luther 1545 (hochdeutsch):Ihr aber, wenn ihr über zeitlichen Gütern Sachen habt, so nehmet ihr die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und setzet sie zu Richtern.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Aber was macht ihr, wenn ihr solche Streitfälle habt? Ihr wählt ausgerechnet die als Richter, die nicht zur Gemeinde gehören und auf deren Urteil die Gemeinde sonst nichts gibt!
Albrecht 1912/1988:Wenn ihr also Händel habt über mein und dein, dann laßt gerade die geringsten Gemeindeglieder Schiedsrichter darüber sein!
Luther 1912 (Hexapla 1989):Ihr aber, wenn ihr über zeitlichen Gütern Sachen habt, so nehmt ihr die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und setzet sie zu Richtern.
Meister:Wenn ihr nun Gerichte-a- des irdischen Lebens zu halten habt, die Verachteten in der Gemeinde, setzt ihr diese ein? -a) 1. Korinther 5, 12.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Wenn ihr also Streitsachen über Mein und Dein-1- habt, da laßt ihr solche Leute über euch zu Gericht sitzen, die sonst in der Gemeinde keine Achtung genießen! -1) = über alltägliche Dinge.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Wenn ihr nun über Dinge dieses Lebens zu richten habt, so setzet diese dazu, die gering geachtet sind-1- in der Versammlung. -1) aüs: so setzet ihr dazu die Verachteten (d.i. die Ungerechten, V. 1).++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Wenn ihr nun über alltägliche Dinge Rechtshändel habt, so setzt ihr die (zu Richtern) ein, die in der Gemeinde-1- nichts gelten?-2- -1) o: Versammlung. 2) o: so setzt (doch) die (zu Richtern) ein, die in der Gemeinde nichts gelten!
Schlachter 1998:Wenn ihr nun über Dinge dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzt ihr solche zu Richtern ein, die bei der Gemeinde nichts gelten!
Interlinear 1979:Alltägliche Rechtssachen also wenn ihr habt, die Verachteten in der Gemeinde, die setzt ihr ein?
NeÜ 2016:Wie könnt ihr nur bei diesen alltäglichen Dingen solche Menschen über euch Recht sprechen lassen, die in der Gemeinde nichts gelten?
Jantzen/Jettel 2016:Wenn ihr also ‹Angelegenheiten› des ‹irdischen› Lebens zu richten habt, die in der Gemeinde Geringgeschätzten, die setzt ein. 1)
1) Der Satz scheint nicht als Aussage (indikativisch) noch als Frage verstanden zu werden, sondern als Aufforderung. Die korinthische Gemeinde steht in starkem Gegensatz zur ersten Gemeinde in Jerusalem (Ag 4, 32). Die „Geringgeschätzten, am wenigsten Angesehenen“ sind nicht „die Schwachen in der Gemeinde“. Der Ausdruck kann sich auch kaum auf die weltlichen Verantwortlichen beziehen, für die Paulus in der Regel Achtung aufbringt; und die Korinther schätzten sie ebenfalls nicht gering, denn sie gingen ja zu ihnen. „Die setzt ein“, [wenigstens] die. Und ihr habt ja solche unter euch. Die sind die richtigen, um Kleinigkeiten zu schlichten. Andererseits wären solche immerhin noch würdiger als weltliche Richter, denn die am wenigsten Angesehenen in der Gemeinde stehen ja höher als Ungläubige, und als Christen sind sie solche, die eines Tages Engel richten werden; dann müssten sie auch imstande sein, irdische Fragen zu regeln. Aber so weit seid ihr ja noch nicht.’ V. 4 als Aussage aufzufassen ist im Blick auf V. 5 schwierig, da dort angedeutet wird, dass die Korinther nicht einmal daran gedacht hatten, ihre Rechtsfragen unter sich zu klären. Die Frage ab V. 5. Mose zeigt die Ironie in V. 4, da die Korinther offensichtlich nicht imstande waren zu tun, was sie tun sollten. Vgl. V. 6.
English Standard Version 2001:So if you have such cases, why do you lay them before those who have no standing in the church?
King James Version 1611:If then ye have judgments of things pertaining to this life, set them to judge who are least esteemed in the church.



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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