Hebräer 9, 16

Der Brief an die Hebräer (Hebräerbrief)

Kapitel: 9, Vers: 16

Hebräer 9, 15
Hebräer 9, 17

Luther 1984:Denn wo ein Testament-1- ist, da muß der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. -1) das grW. für «Testament» und «Bund» ist das gleiche.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Denn wo eine letztwillige Stiftung-1- vorliegt, da muß unbedingt der Tod dessen, der die Stiftung errichtet hat, (als eingetreten) nachgewiesen werden; -1) = ein Testament.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:- Denn wo ein Testament-1- ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. -1) gr. dasselbe Wort wie «Bund».
Schlachter 1952:Denn wo ein Testament-1- ist, da muß notwendig der Tod des Testators erwiesen werden; -1) im Gr. steht das gleiche Wort wie für Bund.++
Zürcher 1931:Denn wo ein Testament-1- ist, da muss der Tod dessen erfolgen, der es errichtet hat; -1) für «Bund» und «Testament» hat der Urtext ein und dasselbe Wort. Daraus erklärt es sich, dass der Verfasser beide Begriffe als gleichbedeutend behandelt.
Luther 1912:Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod geschehen des, der das Testament machte.
Luther 1545 (Original):Denn wo ein Testament ist, da mus der Tod geschehen, des der das Testament machet,
Luther 1545 (hochdeutsch):Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod geschehen des, der das Testament machte.
Neue Genfer Übersetzung 2011:'Mit dem neuen Bund verhält es sich wie mit einem Testament.' [Kommentar: Das Griechische benutzt für Testament dasselbe Wort wie für Bund.] Um ein Testament vollstrecken zu können, muss man nachweisen, dass der, der es aufgesetzt hat, gestorben ist.
Albrecht 1912/1988:Denn wo es sich um eine letztwillige Stiftung-1- handelt, da muß notwendig der Tod des Stifters nachgewiesen werden. -1) o: ein Vermächtnis.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod geschehen des, der das Testament machte.
Meister:Denn wo ein Testament ist, da ist nötig, daß der Tod des Erblassers angekündigt wird. -Galater 3, 15.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Denn wo eine letztwillige Stiftung-1- vorliegt, da muß unbedingt der Tod dessen, der die Stiftung errichtet hat, (als eingetreten) nachgewiesen werden; -1) = ein Testament.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:
Revidierte Elberfelder 1985-1991:- Denn wo ein Testament-1- ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. -1) gr. dasselbe Wort wie «Bund».
Schlachter 1998:Denn wo ein Testament-1- ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat; -1) o: Bund.++
Interlinear 1979:Wo nämlich ein Testament, Tod, Notwendigkeit, nachgewiesen wird des das Testament gemacht Habenden;
NeÜ 2016:Mit dem neuen Bund ist es wie mit einem Testament. Ein Testament kann erst vollstreckt werden, wenn der gestorben ist, der es aufgesetzt hat.
Jantzen/Jettel 2016:denn wo ein Bund [vorliegt], ist es notwendig, dass ein Tod des sich Verbündenden getragen wird 1),
1) d. h.: von einem Opfer getragen wird [im Sinne von stellvertretend auf sich genommen/erbracht wird; vgl. d. Anm. zu Psalm 32, 1.] „Bund“ oder „Testament“? Von dieser Frage hängen Auffassung und Übersetzung der Verse ab. Die Frage entsteht, weil beide Wörter dasselbe griech. Wort DIATHEEKEE übersetzen. Denkt man nur an diese beiden Verse, so scheint „Testament“ das Wort zu sein, das die Argumentation verlangt. Doch steht dem einiges im Wege. In allen sonstigen ntl. Vorkommnissen von DIATHEEKEE, sagt man, sei an einen „Bund“ gedacht. In der griech. Übersetzung des AT kommt das Wort reichlich vor, u. z. im Sinne eines Bundes, sei er einer mit Gott oder einer zwischen Menschen. In dem Hebräerbrief baut der Verfasser auf atl. Bundesstellen auf, besonders auf Jeremia 31, 31-34. Zu beachten ist im Besonderen, dass unmittelbar nach unseren zwei Versen, also ab V. 18, der Schreiber wieder an einen Bund denkt. Die Wörter, die jeden der Verse 15-19 einleiten („Und deswegen“, „denn“, „denn“, „daher“, „denn“), zeigen, dass hier eine Argumentation durchgezogen wird. Unmittelbar vor und nach den Versen 16 u. 17 steht der Bundesgedanke in Verbindung mit einem gewaltsamen Tode. Dazwischen sollte der Schreiber unvermittelt an einen natürlichen denken? Man darf auch nicht vergessen, dass unsere Auffassung von einem Testament im Sinne einer Willensverfügung in Israel so gut wie unbekannt war. Der Verfasser setzt aber bei seinen Lesern Bekanntschaft mit der Materie seiner Beweisführung voraus. Unter Juden, Griechen und Römern war es Brauch, bei einer Bündnisschließung Tieropfer zu bringen, die den Tod der Bundesschließenden darstellten. Mit diesen Gedanken im Auge könnten die Verse 16-18 wie folgt wiedergegeben werden: „... denn wo ein Bund [vorliegt], ist es notwendig, dass ein [gewaltsamer] Tod des sich Verbündenden [von einem Opfer] getragen wird, denn ein Bund wird über toten [Opfern] bestätigt, da er niemals in Kraft ‹tritt›, wenn der sich Verbündende ‘lebt’; daher auch der erste [Bund] nicht ohne [Opfer-]Blut ‹bestätigt und› geweiht worden ist ...“ Vincent sagte: „If he had meant to say, IT IS NECESSARY THAT THE INSTITUTOR DIE, he might better have used GENESTHAI: ‘it is necessary that the death of the institutor TAKE PLACE’; but he meant to say that it was necessary that the institutor die REPRESENTATIVELY; that death should be BORNE for him by an animal victim. If we render TESTAMENT, it follows that the death of the testator himself is referred to, for which THANATON PHERESTHAI is a very unusual and awkward expression.“ Zu Deutsch: „Wenn [der Autor] hätte sagen wollen: ‘es ist notwendig, dass der Verfügende stirbt’, hätte er dieses besser durch Verwendung des Wortes GENESTHAI ausdrücken können: ‘Es ist notwendig, dass der Tod des Verfügenden stattfindet’; aber was er sagen wollte, war, dass es notwendig war, dass der Verfügende [des Bundes] in einem stellvertretenden [Opfer] sterbe; d. h.: dass für ihn der Tod durch ein Tieropfer GETRAGEN werde. Übersetzen wir mit „Testament“, bedeutet es, dass der Tod des Verfügenden selbst gemeint ist – wofür [das griech.] THANATON PHERESTHAI [V. 16] ein sehr ungewöhnlicher und ungeschickter Ausdruck ist.“
English Standard Version 2001:For where a will is involved, the death of the one who made it must be established.
King James Version 1611:For where a testament [is], there must also of necessity be the death of the testator.



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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