Psalm 7, 4

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 7, Vers: 4

Psalm 7, 3
Psalm 7, 5

Luther 1984:HERR, mein Gott, hab ich solches getan / und ist -a-Unrecht an meinen Händen, / -a) Hiob 31, 7-34.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):O HErr mein Gott! hab' ich solches verübt, / klebt Unrecht an meinen Händen, /
Revidierte Elberfelder 1985/1986:HERR, mein Gott! Wenn ich solches getan habe, / wenn Unrecht an meinen Händen ist-a-, / -a) Hiob 31, 7.
Schlachter 1952:O HERR, habe ich solches getan, / ist Unrecht an meinen Händen, /
Zürcher 1931:O Herr, mein Gott, habe ich das getan, / ist Unrecht an meinen Händen, /
Luther 1912:Herr, mein Gott, habe ich solches getan und ist Unrecht in meinen Händen; - Hiob 31, 7-34.
Buber-Rosenzweig 1929:DU, mein Gott, habe ich dieses getan, gibts an meinen Händen Falsch,
Tur-Sinai 1954:Gott, Ewiger, wenn dies ich tat / wenn Unrecht ist in meinen Händen /
Luther 1545 (Original):HERR mein Gott, Habakuk ich solchs gethan, Vnd ist vnrecht in meinen henden.
Luther 1545 (hochdeutsch):HERR, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen Händen;
NeÜ 2021:(4) Jahwe, mein Gott, wenn ich es getan habe, / wenn Unrecht an meinen Händen klebt,
Jantzen/Jettel 2016:HERR, mein Gott! Habe ich solches getan, ist Unrecht an meinen Händen*, a)
a) Psalm 59, 4 .5; 1. Samuel 24, 12; Hiob 31, 7-39
English Standard Version 2001:O LORD my God, if I have done this, if there is wrong in my hands,
King James Version 1611:O LORD my God, if I have done this; if there be iniquity in my hands;



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:7, 1: Dieser Psalm ist eigentlich eine Bitte um Gottes Verteidigung angesichts der Vorwürfe und Behauptungen der Unterdrücker. Davids Zuversicht in Gott als Richter bildet das Rückgrat von Psalm 7 (vgl. Abraham in 1. Mose 18, 25). Wenn er im Laufe dieses Psalms immer mehr von dieser Wahrheit ergriffen wird, bewegt er sich dabei von einer angespannten Angst hin zu einer transzendenten Gewissheit. Dieser Psalm folgt David durch 3 aufeinanderfolgende und heftiger werdende Ausdrucksphasen, mit denen er auf die schmerzlich falschen Anschuldigungen reagiert, die ihm vorgeworfen werden. I. Phase 1: Davids Sorge, als er leidenschaftlich um Gottes Aufmerksamkeit als Richter bittet (7, 1-5) II. Phase 2: Davids Auftritt vor Gericht, als er seinen Fall sorgfältig vor dem göttlichen Richter vorträgt (7, 6-16) III. Phase 3: Davids Gelassenheit beim geduldigen Warten auf das Urteil des göttlichen Richters (7, 17) 7, 1 Dieser Titel führt einen rätselhaften Begriff ein, der in mehreren Psalmüberschriften vorkommt: ein »Schiggajon (hebr.) Davids«. Er vermittelt wahrscheinlich den Gedanken des sich Wunderns, Taumelns oder Schwankens. Die Schlachterbibel übersetzt es zwar mit »Klagelied«, aber wahrscheinlich drückt es wechselnde Gefühle oder bewegte Gedanken aus. Folglich weist dieser Begriff möglicherweise auch auf den unregelmäßigen Rhythmus dieses Liedes hin (vgl. Habakuk 3, 1). Dass David diesen Psalm »sang«, weist ebenfalls darauf hin, dass es ein einstimmiges Lied war. Der Anlass »wegen der Worte Kuschs, des Benjaminiters« kann aus den historischen Büchern nicht ohne Weiteres identifiziert werden; doch wer immer Kusch war oder wofür der Name auch steht, hatte jedenfalls ein Feind David offenbar zu Unrecht angeklagt (vgl. Schimei in 2. Samuel 16, 5; 19, 16).




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