Psalm 10, 1

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 10, Vers: 1

Psalm 9, 21
Psalm 10, 2

Luther 1984:HERR, warum stehst du so ferne, / verbirgst dich zur Zeit der Not? /
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):-1-WARUM, o HErr, stehst du so fern, / verhüllst dir (das Auge) in Zeiten der Not? / -1) Psalm 9 u. 10 haben ursprünglich ein einziges Lied gebildet; so auch in der gr. und lat. Bibel.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Warum, HERR, stehst du fern, / verbirgst dich in Zeiten der Drangsal-a-? / -a) Psalm 44, 25.
Schlachter 1952:HERR, warum trittst du so ferne, / verbirgst dich in Zeiten der Not? /
Zürcher 1931:Warum, Herr, stehst du ferne, / verbirgst dich zu den Zeiten der Not? /
Luther 1912:Herr, warum trittst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not? - Psalm 44, 25.
Buber-Rosenzweig 1929:Warum, DU, verbleibst du in der Ferne, verhehlst dich für die Stunden der Drangsal?
Tur-Sinai 1954:«Warum, o Ewger, stehst du ferne / verbirgst dich für die Zeiten in der Not? /
Luther 1545 (Original):HERR, warumb trittestu so ferne? Verbirgest dich zur zeit der not?
Luther 1545 (hochdeutsch):HERR, warum trittst du so ferne, verbirgest dich zur Zeit der Not?
NeÜ 2021:Hilferuf gegen GewalttäterWarum, Jahwe, stehst du fern, / verbirgst dich in Zeiten der Not? (Psalm 10: Siehe Fußnote zu Psalm 9!)
Jantzen/Jettel 2016:Warum, HERR, stehst du fern, verbirgst dich in Zeiten der Not? a)
a) Psalm 13, 2; 22, 2; 44, 25
English Standard Version 2001:Why, O LORD, do you stand afar off? Why do you hide yourself in times of trouble?
King James Version 1611:Why standest thou afar off, O LORD? [why] hidest thou [thyself] in times of trouble?



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:10, 1: Während Psalm 9 mit Lobpreis begann, beginnt Psalm 10 mit Verzweiflung. In Psalm 9 blickte der Psalmist zuversichtlich auf das sichere Eintreffen göttlicher Gerechtigkeit; in Psalm 10 grassiert Ungerechtigkeit und Gott scheint daran nicht interessiert zu sein. Doch der Psalmist, der mehr im Schauen wandelt als im Glauben, wird allmählich umdenken, wenn er von empirischen Beobachtungen wegschaut und sich zu theologischen Tatsachen hinwendet. Das ist keine leichte Kehrtwende, insbesondere deshalb, weil er von so vielen praktizierenden Atheisten umgeben ist (vgl. V. 4.11.13). Doch für den Hilflosen beginnt sich ein Silberstreif der Hoffnung abzuzeichnen (z.B. V. 12). Angesichts solcher allgemeinen Beobachtungen liefern die Aussagen des Psalmisten in Psalm 10 Beispiele dafür, wie wahre Gläubige anscheinend in zwei verschiedenen Welten gleichzeitig leben. I. Vom Blickwinkel seiner feindseligen Welt: Entmutigung (10, 1-11) II. Vom Blickwinkel seiner hoffnungsvollen Welt: Ermutigung (10, 12-18) 10, 1 warum …? Der Psalmist stellt zwei klagende Warum-Fragen: »Gott, warum bleibst du auf Distanz?« (vgl. Psalm 13, 1; 22, 11; 38, 21; 44, 24; 71, 12; 88, 14).




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