Hiob 31, 27

Das Buch Hiob (Ijob, Job)

Kapitel: 31, Vers: 27

Hiob 31, 26
Hiob 31, 28

Luther 1984:daß mich mein Herz heimlich betört hätte, ihnen Küsse zuzuwerfen mit meiner Hand?
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):und mein Herz sich insgeheim hat betören lassen, daß ich ihnen eine Kußhand zuwarf: -
Revidierte Elberfelder 1985/1986:und mein Herz sich (dann) im Geheimen betören ließ-a- und ich Kußhände warf-1b-! -1) w: und meine Hand meinen Mund küßte; d.i. eine rituelle Geste im Gestirnskult zur Huldigung der Gottheiten. a) 5. Mose 4, 19; Hesekiel 8, 16. b) 1. Könige 19, 18.
Schlachter 1952:und habe ich mein Herz im Geheimen betören lassen, daß ich ihnen Küsse zuwarf mit der Hand,
Schlachter 2000 (05.2003):und habe ich mein Herz im Geheimen verführen lassen, dass ich ihnen Kusshände zuwarf,
Zürcher 1931:und dann mein Herz sich heimlich betören liess, / dass ich ihnen Kusshände zuwarf - /
Luther 1912:daß mich mein Herz heimlich beredet hätte, ihnen a) Küsse zuzuwerfen mit meiner Hand? - a) 1. Könige 19, 18.
Buber-Rosenzweig 1929:und insgeheim ward das Herz mir betört, daß meine Hand sich an den Mund mir preßte zum Kuß?
Tur-Sinai 1954:daß mir das Herz verstohlen sich betörte / und meine Hand im Kuß zum Mund sich hob /
Luther 1545 (Original):Hat sich mein hertz heimlich bereden lassen, das meine hand meinen mund küsse? -[Das meine Hand meinen mund küsse?] Hand küssen, Heist seine eigen werck preisen, Welchs allein Gott zugehöret.
Luther 1545 (hochdeutsch):Hat sich mein Herz heimlich bereden lassen, daß meine Hand meinen Mund küsse?
NeÜ 2021:und hat mein Herz mich im Stillen verführt, / sie mit Kusshand zu verehren:
Jantzen/Jettel (25.11.2022):und sich ‹dann› mein Herz im Geheimen betören(a) ließ, mein Mund meine Hand huldigend küsste:
-Fussnote(n): (a) o.: verleiten; verlocken
-Parallelstelle(n): 5. Mose 11, 16; Hesekiel 8, 16.17
English Standard Version 2001:and my heart has been secretly enticed, and my mouth has kissed my hand,
King James Version 1611:And my heart hath been secretly enticed, or my mouth hath kissed my hand:
Westminster Leningrad Codex:וַיִּפְתְּ בַּסֵּתֶר לִבִּי וַתִּשַּׁק יָדִי לְפִֽי



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:31, 1: Hiob suchte sich nun verstärkt von den falschen Anschuldigungen zu befreien. Er betonte mit Nachdruck, unschuldig zu sein, und forderte Gerechtigkeit. Wenn jemand damals unschuldig war, legte er davon Zeugnis ab, indem er beim König schwor. Dieses Vorgehen war unter Hiobs Nachbarvölkern bei Gerichtsverfahren bekannt. Der wiederholte Gebrauch des Wortes »wenn« beschreibt, was Hiob falsch gemacht haben könnte, im Anschluss werden die möglichen Folgen aufgeführt. Er akzeptierte diese Folgen, wenn er sie verdient hätte. Das stellte Hiobs letzten Versuch dar, sich vor Gott und Mensch zu verteidigen. Hiob war keiner Sünde schuldig in Bezug auf Reinheit (V. 1), Sünde im Allgemeinen (V. 2.3), Wahrheit (V. 5), Begehren (V. 7), eheliche Treue (V. 9), Rechtsangelegenheiten (V. 13), Erbarmen (V. 16-21), materielle Dinge (V. 24.25), falsche Religionen (V. 26.27), Liebe zu Feinden und Fremden (V. 29-32), geheime Sünden (V. 33.34) und geschäftliche Beziehungen (V. 38-40). Er bat Gott, ihm zu antworten (V. 35) und sein Leid zu erklären. 31, 1 hatte einen Bund geschlossen mit meinen Augen. Er meinte hier sexuelle Reinheit (vgl. Sprüche 6, 25; Matthäus 5, 28).



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