Römer 6, 3

Der Brief des Paulus an die Römer (Römerbrief)

Kapitel: 6, Vers: 3

Römer 6, 2
Römer 6, 4

Luther 1984:Oder wißt ihr nicht, daß alle, die wir -a-auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? -a) Galater 3, 27.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir auf Christus Jesus-1- getauft worden sind, auf seinen Tod getauft-2- worden sind? -1) o: in Jesus Christus hinein. 2) o: in seinen Tod hineinversenkt.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Oder wißt ihr nicht, daß wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind-a-? -a) Galater 3, 27.
Schlachter 1952:Oder wisset ihr nicht, daß wir alle, die wir auf-1- Jesus Christus getauft sind, auf-1- seinen Tod getauft sind? -1) w: in.++
Zürcher 1931:Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? -Galater 3, 27.
Luther 1912:Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? - Galater 3, 27.
Luther 1545 (Original):Wisset jr nicht, Das alle, die wir in Jhesum Christ getaufft sind, die sind in seinen Tod getaufft? -[In seinen tod] Das wir auch (wie er) sterben, Denn wir sterben der sunde nicht gar abe, das Fleisch sterbe denn auch leiblich.
Luther 1545 (hochdeutsch):Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
Neue Genfer Übersetzung 2011:Oder wisst ihr nicht, was es heißt, auf Jesus Christus getauft zu sein? Wisst ihr nicht, dass wir alle durch diese Taufe mit einbezogen worden sind in seinen Tod?
Albrecht 1912/1988:Oder wisset ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus getauft worden, in seinen Tod versenkt worden sind-1-*? -1) wir sterben in der Taufe der Sünde ab und werden neu geboren zur Gerechtigkeit.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? -Galater 3, 27.
Meister:Oder wißt ihr nicht, daß alle-a-, die wir in Christum Jesum getauft wurden, in Seinen Tod getauft worden sind? -a) Kolosser 3, 3; 1. Petrus 2, 24.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir auf Christus Jesus-1- getauft worden sind, auf seinen Tod getauft-2- worden sind? -1) o: in Jesus Christus hinein. 2) o: in seinen Tod hineinversenkt.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:oder wisset ihr nicht, daß wir, so viele auf Christum Jesum getauft worden, auf seinen Tod getauft worden sind?
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Oder wißt ihr nicht, daß wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind-a-? -a) Galater 3, 27.
Schlachter 1998:Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus getauft sind-1-, in seinen Tod getauft sind? -1) w: in Christus Jesus hinein getauft (vgl. 1. Korinther 12, 13); aüs: auf Christus Jesus.++
Interlinear 1979:Oder wißt ihr nicht, daß alle, die wir getauft worden sind auf Christus Jesus, in seinen Tod wir getauft worden sind?
NeÜ 2021:Oder wisst ihr nicht, dass alle von uns, die auf Jesus Christus getauft wurden, in seinen Tod eingetaucht worden sind?
Jantzen/Jettel 2016:Oder seid ihr in Unkenntnis [dessen], dass so viele [von uns], die wir auf 1) Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft wurden? a)
a) Galater 3, 27
1) Im ganzen Text bis zu V. 10 sieht der Apostel zurück auf das Christusereignis, weshalb „auf“, eine häufige Wiedergabe von EIS, das geeignete Wort ist, eigtl. sogar die einzige Möglichkeit, um dem Text gerecht zu werden; so auch in V. 4. Römer 6, 3.4A: „Oder seid ihr in Unkenntnis [dessen], dass so viele [von uns], die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft wurden? 4 Wir wurden also mitbegraben mit ihm durch die Taufe auf den Tod, …“ Warum nicht „in Christus Jesus“? Warum nicht „in seinen Tod getauft“ und „Taufe in den Tod“? 1. Es gibt keinen Grund, nicht anzunehmen, dass es sich hier um die christliche Wassertaufe handelt. 2. Die GEISTLICHE Taufe (1. Korinther 12, 13) kann nicht gemeint sein, denn in ihr handelt nur GOTT. In der Wassertaufe aber handelt jemand, der sich damit zu etwas verpflichtet. Nur wenn die christliche Wassertaufe gemeint ist, kann der Text sinnvoll verstanden werden. 3. Der Apostel argumentiert mit einer Gegebenheit, die er voraussetzen darf, nämlich, dass die gerufenen Heiligen, die er in K. 1, 7 angesprochen hat, biblisch getauft waren. Er sagt gleichsam: „Ihr seid doch alle getauft, habt das Zeugnis der Taufe abgelegt. Und was sagte diese eure Taufe aus? Worauf wies sie hin? Wisst ihr nicht, dass so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft wurden?“ 4. Im ganzen Text bis zu V. 10 sieht der Apostel zurück auf das Christusereignis, weshalb „auf“, eine häufige Wiedergabe von EIS, das geeignete Wort ist, eigentlich sogar die einzige Möglichkeit, um dem Text gerecht zu werden; so auch in V. 4. 5. In Christus hinein kommt man durch einen Akt Gottes (1. Korinther 1, 30) auf den Glauben hin. In der christlichen Taufe aber handelt nicht Gott, sondern der Mensch: Der Täufer taucht ins Wasser, und der Getaufte legt eine Verpflichtungserklärung ab. (Vgl. 1. Petrus 3, 21.) Die Wassertaufe versetzt nicht in Christus hinein. Man wird in Wasser getaucht, nicht in einen unsichtbaren Christus versetzt. Die Kraft liegt nicht in der Wassertaufe, sondern im Kreuz Christi. Durch den Glauben an den Gekreuzigten kann man dann von Gott in Christus hinein versetzt werden. Wenn eine Taufe jemanden in Christus versetzt hätte, müsste Paulus alles daran gelegen gewesen sein, möglichst viele Menschen zu taufen. 1. Korinther 1, 14-17. Dass die Wassertaufe nicht in Christus versetzt, bezeugen auch Ag 10, 43; 22, 13-17; Galater 3, 2; Epheser 1, 13.14; 2, 8; Römer 10, 17. Aus diesen Stellen wird ersichtlich, dass Gottes Heilshandeln an den Glauben gebunden ist. Wäre die Taufe ein notwendiger Bestandteil der Heilswende, so wäre es eine Unterlassung des Apostels gewesen, an jenen Stellen die Taufe nicht zu erwähnen. 6. Das Bild vom Begrabenwerden setzt den Tod voraus. Wenn Taufe ein Begrabenwerden darstellt (6, 4), muss bereits VOR der Taufe das Gestorbensein eingetreten sein. Man steigt nicht ins Wasser, um zusammen mit Christus zu sterben, sondern man muss bereits in Christus sein und daher ein zusammen mit Christus Gestorbener sein, EHE man getauft wird. Die Geist-Taufe ist daher eine notwendige Voraussetzung für die Wassertaufe. Die Geist-Taufe geschieht ja anlässlich der Wiedergeburt; durch sie kommt man in den Leib Christi hinein (1. Korinther 12, 12.13). In Römer 6, 3.4A sagt Paulus aber: „Wir wurden also mitbegraben mit ihm durch die Taufe auf den Tod“. Wenn sich nun diese „Taufe“ auf die Geist-Taufe beziehen sollte, würde das Bild mit dem Begrabensein nicht passen. Man wird durch die Geist-Taufe ja nicht MITBEGRABEN, sondern in Christus versetzt, d. h. ab dem Moment der Geist-Taufe gilt Christi Tod für den Gläubigen, sodass der Gläubige sagen kann: ich bin mit Christus gekreuzigt. Das Begrabenwerden durch die Taufe erfolgt aber ALS FOLGE des Versetztwerdens in Christus, nicht mit dem ZIEL des Versetztwerdens. Man lässt sich nicht taufen, DAMIT man in Christus versetzt wird und „mit Christus stirbt“, sondern umgekehrt: man ist in Christus versetzt, und DESHALB - als Bestätigung und Bekräftigung dieser Tatsache des Mitgestorbenseins - lässt man sich taufen und stellt so bildhaft das Mitbegrabensein dar. Folglich ist die Möglichkeit, dass Paulus sich in Römer 6, 3.4A auf die Geist-Taufe bezieht, ausgeschlossen.7. Taufe verlangt Viererlei: einen Täufling, einen Taufenden, ein Taufmittel - und einen TaufBEZUG. Man muss AUF etwas / jemanden getauft werden: 1. Korinther 10, 2; Ag 19, 3; vgl. 1. Korinther 1, 14ff. Deshalb ist Paulus so besorgt um die Korinther. 1. Korinther 1: Ihr seid NICHT auf MEINEN Namen getauft, sondern auf den Namen CHRISTI. So ist die Taufe ein Hinweis - darauf, dass Christus nun ihr Herr ist; denn die Taufe bekundet Jüngerschaft. (Vgl. Johannes 3, 25.26; 4, 1.) Wenn jemand auf Christus getauft ist, hat er sich verpflichtet, Christus nachzufolgen. Die griech. Präposition EIS in 6, 3.4A darf daher nicht mit „in“ / „in … hinein“ übersetzt werden. Die Vokabel hat auch einen rückbeziehenden Sinn: auf (Vgl. den Üsgsk. zu Ag 2, 38.)
English Standard Version 2001:Do you not know that all of us who have been baptized into Christ Jesus were baptized into his death?
King James Version 1611:Know ye not, that so many of us as were baptized into Jesus Christ were baptized into his death?



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:6, 1 – 8, 39: Paulus verlässt nun die Lehre der Rechtfertigung – Rechtfertigung besteht darin, dass Gott den gläubigen Sünder für gerecht erklärt (3, 20 – 5, 21) – und beginnt mit der Darlegung der praktischen Konsequenzen der Errettung für die Gerechtfertigten. Er erläutert insbesondere die Lehre der Heiligung. Heiligung besteht darin, dass Gott im Gläubigen praktische Gerechtigkeit hervorbringt (6, 1 – 8, 39). 6, 1 Paulus beginnt seine Lektion über Heiligung mit einer Argumentation, dass alle, die von Gott gerechtfertigt worden sind, trotz ihrer sündigen Vergangenheit persönliche Heiligung erfahren werden (vgl. 1. Korinther 6, 9-11a; 1. Timotheus 1, 12.13). 6, 1 Sollen wir in der Sünde verharren. Aufgrund seiner früheren Erfahrungen als Pharisäer konnte Paulus vorausahnen, welche hauptsächlichen Einwände seine Kritiker bringen würden. Er hatte bereits auf einen erwarteten Vorwurf angespielt: Man befürchtete, dass die Lehre einer Rechtfertigung, die allein auf der Grundlage der freien Gnade Gottes beruht, die Menschen zum Sündigen ermuntern würde (vgl. 3, 5.6.8).



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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