Römer 14, 1

Der Brief des Paulus an die Römer (Römerbrief)

Kapitel: 14, Vers: 1

Römer 13, 14
Römer 14, 2

Luther 1984:DEN Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen.-1--a- -1) Luther übersetzte: «und verwirrt die Gewissen nicht». a) Römer 15, 1; 1. Korinther 8, 9.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):AUF den im Glauben Schwachen nehmet (liebevolle) Rücksicht, ohne über Gewissensbedenken (mit ihm) zu streiten-1-. -1) w: nicht zur Beurteilung (o: Entscheidung) von Ansichten = ohne euch auf Auseinandersetzungen über die ihn bewegenden Ansichten einzulassen.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:DEN Schwachen im Glauben-a- aber nehmt auf-b-, (doch) nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen-1-. -1) o: ohne über Ansichten zu streiten; w: nicht zum Streit über (o: zur Beurteilung von) Gedanken. a) 1. Korinther 8, 9. b) Römer 15, 1; 1. Thessalonicher 5, 14.
Schlachter 1952:DES Schwachen im Glauben nehmet euch an, doch nicht um über Meinungen zu streiten.
Zürcher 1931:DEN im Glauben Schwachen aber nehmet an, (damit es) nicht zu Zweifeln in seinen Gedanken (kommt). -Römer 15, 1.2.
Luther 1912:Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirret die Gewissen nicht - Römer 15, 1; 1. Korinther 8, 9.
Luther 1545 (Original):Den Schwachen im glauben nemet auff, vnd verwirret die gewissen nicht. -[Verwirret] Zweierley Christen sind, Etliche starck im glauben Etliche schwach. Jene verachten die schwachen allzufrech, Diese ergern sich an den starcken allzu leichtlich. So sollen sie nu beide sich nach der Liebe richten, das keiner den andern beleidige noch richte, sondern thun vnd lassen, wie es dem andern nutz vnd not ist.
Luther 1545 (hochdeutsch):Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirret die Gewissen nicht.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Nehmt den, der in seinem Glauben schwach ist 'und meint, sich an bestimmte Vorschriften halten zu müssen, ohne Vorbehalte' an; streitet nicht mit ihm über seine Ansichten.
Albrecht 1912/1988:Des Glaubensschwachen nehmt euch freundlich an, ohne über abweichende Ansichten mit ihm zu streiten!
Luther 1912 (Hexapla 1989):DEN Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirret die Gewissen nicht. -Römer 15, 1; 1. Korinther 8, 9.
Meister:DEN Schwachen-a- im Glauben aber nehmt auf, nicht zu Trennung der Streitigkeiten! -a) Römer 15, 1.7; 1. Korinther 8, 9.11; 9, 22.
Menge 1949 (Hexapla 1997):AUF den im Glauben Schwachen nehmet (liebevolle) Rücksicht, ohne über Gewissensbedenken (mit ihm) zu streiten-1-. -1) w: nicht zur Beurteilung (o: Entscheidung) von Ansichten = ohne euch auf Auseinandersetzungen über die ihn bewegenden Ansichten einzulassen.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Den Schwachen im Glauben aber nehmet auf, (doch) nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen-1-. -1) eig: von Überlegungen.++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:DEN Schwachen im Glauben-a- aber -imp-nehmt auf-b-, (doch) nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen-1-! -1) o: ohne über Ansichten zu streiten; w: nicht zum Streit über (o: zur Beurteilung von) Gedanken. a) 1. Korinther 8, 9. b) Römer 15, 1; 1. Thessalonicher 5, 14.
Schlachter 1998:Nehmt den Schwachen im Glauben an,-1- doch nicht um über Gewissensfragen zu streiten. -1) o: Nehmt . . . auf.++
Interlinear 1979:Aber den schwach Seienden im Glauben nehmt an, nicht zu Wortgefechten über Gedanken!
NeÜ 2021:Schwache und Starke im GlaubenNehmt den, der im Glauben schwach ist, vorbehaltlos an, und streitet nicht über seine Ansichten mit ihm!
Jantzen/Jettel 2016:Den Schwachen im Glauben nehmt ‹vorbehaltlos› an - nicht um Auseinandersetzungen über unterschiedliche Meinungen [zu führen]. a)
a) Römer 15, 1; 15, 7; 1. Korinther 8, 9; 1. Thessalonicher 5, 14
English Standard Version 2001:As for the one who is weak in faith, welcome him, but not to quarrel over opinions.
King James Version 1611:Him that is weak in the faith receive ye, [but] not to doubtful disputations.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:14, 1: Die Vielfalt in der Gemeinde führt vor Augen, mit welcher Macht Christus die unterschiedlichsten Menschen zu einer Einheit zusammenführen kann. Doch Satan stachelt oft das Fleisch des Menschen an, um diese Einheit anzugreifen. Die Einheit ist oft dann bedroht, wenn reife (starke) Gläubige – Juden wie Heiden – mit unreiferen (schwachen) Gläubigen zusammenprallen. Die starken jüdischen Gläubigen verstanden ihre Freiheit in Christus und erkannten, dass sie nicht mehr an die zeremoniellen Vorschriften des mosaischen Gesetzes gebunden waren. Die reiferen Heiden verstanden, dass Götzen keine Götter sind und dass sie deshalb ohne Bedenken Fleisch essen konnten, das Götzen geweiht worden war. Doch in beiden Fällen wurde das Gewissen der schwächeren Brüder beunruhigt, und diese waren sogar versucht, gegen ihr Gewissen zu handeln (etwas, das man sich nie angewöhnen sollte) und unter den resultierenden Schuldgefühlen gesetzlicher zu werden oder sogar zu sündigen. Da Paulus wusste, dass die reiferen Juden und Heiden diese Probleme verstehen konnten, richtete er den Großteil seiner Ausführungen zu diesem Thema an sie. 14, 1 Nehmt … an. Persönliches und willentliches gegenseitiges Annehmen. den Schwachen im Glauben. Dieser Ausdruck charakterisiert jene Gläubige, die noch nicht frei sind von ihren früheren religiösen Gewohnheiten. Dem schwachen jüdischen Gläubigen fiel es schwer, die Rituale und Vorschriften des Alten Bundes aufzugeben. Er dachte, er sei weiterhin an die Speisegesetze, den Sabbat und die Opfer im Tempel gebunden. Der schwache heidnische Gläubige war vorher in heidnischem Götzendienst und dessen Rituale versunken gewesen. Er meinte, er würde sich mit verunreinigen, wenn er Berührung hatte mit Dingen, die auch nur entfernt zu seiner Vergangenheit gehörten. Dazu gehörte z.B. das Essen von Götzenopferfleisch, das auf dem Markt verkauft wurde. Beide Gruppen von schwachen Gläubigen hatten hier ein überaus empfindsames Gewissen und waren nicht reif genug, sich von diesen Vorstellungen zu lösen. Vgl. 1. Korinther 8, 1-13. ohne über Gewissensfragen zu streiten. Genauer übersetzt: »nicht um seine Meinungen (Vorbehalte) zu verurteilen«. Der reife Gläubige sollte nicht über die aufrichtigen, aber unreifen Gedanken richten, von denen der schwache Gläubige sich leiten ließ.


«Grammatische Kürzel» der Elberfelder Studienbibel
aAorist (2)
amAorist Medium (2, 24)
apAorist Passiv (2, 31)
artbestimmter Artikel (3)
bpmbetontes Personalpronomen (4)
bvftbetonte Verneinung im Futur (5)
fFemininum (6)
ftFutur (7)
ftmFutur Medium (7, 24)
ftpFutur Passiv (7, 31)
gnGenitiv (8)
idpIndikativ Präsens (12, 13)
idpfIndikativ Perfekt (12, 32)
idppIndikativ Perfekt Passiv (12, 31, 32)
ippIndikativ Präsens Passiv (12, 13, 31)
ifaInfinitiv Aorist (14, 15)
ifapInfinitiv Aorist Passiv (2, 14, 31)
ifftInfinitiv Futur (7, 14)
ifgnInfinitiv im Genitiv (16)
ifpInfinitiv Präsens (14, 17)
ifpfInfinitiv Perfekt (14, 32)
ifppInfinitiv Präsens Passiv (14, 17, 31)
imaImperativ Aorist (9)
imapImperativ Aorist Passiv (9, 31)
impImperativ Präsens (10)
ipfImperfekt (11)
kaKonjunktiv Aorist (19, 20)
kaakKonjunktiv Aorist Aktiv (19, 20)
kaimKonjunktiv Aorist als Imperativ (21)
kamKonjunktiv Aorist Medium (19, 20, 24)
kapKonjunktiv Aorist Passiv (19, 20, 31)
komKomparativ (18)
kpakKonjunktiv Präsens Aktiv (1, 22)
kpmpKonjunktiv Präsens Medium / Passiv (22, 24, 31)
mMaskulinum (23)
nNeutrum (25)
nomNomen (26)
optOptativ (27)
pfPerfekt (32)
plPlural (33)
ppPräsens Passiv (13, 31)
ppfPartizip Perfekt (28, 32)
ppfpPartizip Perfekt Passiv (28, 31, 32)
pqpfPlusquamperfekt (34)
prdPrädikat (35)
ptaPartizip Aorist (28, 29)
ptapPartizip Aorist Passiv (28, 29, 31)
ptpPartizip Präsens (30)
ptppPartizip Präsens Passiv (28, 30, 31)
sadsubstantiviertes Adjektiv (38)
sgSingular (37)
sifdsubstantivierter Infinitiv mit dia (39)
sifesubstantivierter Infinitiv mit en (41)
sifmsubstantivierter Infinitiv mit meto (42)
sifpsubstantivierter Infinitiv mit pro (43)
sifpssubstantivierter Infinitiv mit pros (44)
sifssubstantivierter Infinitiv mit eis (40)
ubunbestimmt (45)

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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