Psalm 89, 10

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 89, Vers: 10

Psalm 89, 9
Psalm 89, 11

Luther 1984:Du herrschest über das ungestüme Meer, / -a-du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. / -a) Psalm 65, 8; Matthäus 8, 26.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Du herrschest über das Ungestüm des Meeres: / erheben sich seine Wogen, - du besänftigst sie. /
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Du beherrschst des Meeres Toben-1-, / erheben sich seine Wogen - du stillst sie-a-. / -1) w: Übermut. a) Psalm 65, 8.
Schlachter 1952:Du herrschest über das stolze Meer; / wenn sich seine Wellen erheben, so glättest du sie. /
Zürcher 1931:Du meisterst das Ungestüm des Meeres; / wenn seine Wellen sich erheben - du stillst sie. / -Psalm 65, 8.
Luther 1912:Du a) herrschest über das ungestüme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. - a) Matthäus 8, 26; Psalm 65, 8.
Buber-Rosenzweig 1929:Du überwaltest den Hochmut des Meers, wann seine Wellen steigen, du bists, der sie schwichtigt.
Tur-Sinai 1954:Du zwingst des Meeres Schwellen / wenn seine Wogen steigen, dämpfst du sie. /
Luther 1545 (Original):Du herrschest vber das vngestüme Meer, Du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.
Luther 1545 (hochdeutsch):Du herrschest über das ungestüme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.
NeÜ 2021:(10) Du beherrschst das Ungestüm des Meeres, / wenn seine Wogen toben, glättest du sie.
Jantzen/Jettel 2016:Du waltest 1) über das Ungestüm 2) des Meeres. Erheben sich seine Wogen, so stillst du sie. a)
1) o.: herrschst
2) o.: über das Emporschwellen/Aufsteigen; o.: den Stolz/Übermut; die Hoheit/Majestät
a) Psalm 65, 8; 93, 4; Markus 4, 39 .41
English Standard Version 2001:You rule the raging of the sea; when its waves rise, you still them.
King James Version 1611:Thou rulest the raging of the sea: when the waves thereof arise, thou stillest them.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:89, 1: Dieser Psalm beschreibt den Versuch des Autoren, die offensichtlichen Widersprüche zwischen seiner Theologie und den realen Zuständen seiner Nation zu versöhnen. In den ersten 38 Versen wiederholt er, was er für theologisch richtig hält: Gott hat Israel souverän als seine Nation erwählt und Davids Nachkommen als Regenten. Das letzte Drittel des Psalms spiegelt den Verdruss des Psalmisten darüber wider, dass die Nation verwüstet worden und die davidische Monarchie offenbar schmachvoll zugrunde gegangen ist. Man muss es dem Psalmisten hoch anrechnen, dass er sich weigert, seine Theologie wegzuerklären, sondern stattdessen die Spannung aufrecht erhält, und zwar in der Hoffnung, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt gelöst werden kann, wenn das verheißene irdische Reich unter einem Nachkommen Davids wiederaufgerichtet wird (vgl. Psalm 110; 132). I. Gottes offenkundige Treue zum Davidsbund (89, 2-38) A. Gottes Bundesliebe (89, 2-5) B. Gottes Löblichkeit (89, 6-19) C. Gottes Bund mit David (89, 20-38) II. Gottes offenbare Missachtung des Davidsbunds (89, 39-53) A. Die Wehklage des Psalmisten (89, 39-46) B. Die Bestürzung des Psalmisten (89, 47-52) C. Der Lobgesang (89, 53) 89, 1 Etan, dem Esrachiter. Das ist möglicherweise der levitische Sänger, der in 1. Chronik 6, 27 und 15, 17.19 erwähnt wird (s. Anm. zu Psalm 88, 1.). 89, 2 Gnadenerweise. S. Anm. zu Psalm 85, 7 (vgl. V. 2.14.24.28.33.49).




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