Psalm 126, 6

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 126, Vers: 6

Psalm 126, 5
Psalm 127, 1

Luther 1984:Sie gehen hin und weinen / und streuen ihren Samen / und -a-kommen mit Freuden / und bringen ihre Garben. -a) Jesaja 35, 10.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Wohl schreitet man weinend dahin, / wenn man trägt den Samen zur Aussaat; / doch jubelnd kehrt man heim, / mit Garben beladen.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Er geht weinend hin / und trägt den Samen zum Säen-1-. / Er kommt heim mit Jubel / und trägt seine Garben-a-. -1) w: tragend den Beutel (die Tasche mit Saatgut) zum Säen. a) Psalm 30, 6.
Schlachter 1952:Wer weinend dahingeht und den auszustreuenden Samen trägt, / wird mit Freuden kommen und seine Garben bringen.
Zürcher 1931:Man schreitet dahin unter Tränen / und streut den Samen, / mit Jubel kehrt man heim, / trägt hoch seine Garben.
Luther 1912:Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben. - Jesaja 35, 10.
Buber-Rosenzweig 1929:Er geht und weint im Gehn, der austrägt den Samenwurf, im Jubel kommt einst, kommt, der einträgt seine Garben.
Tur-Sinai 1954:Da geht er hin und weint / der hält im Griff die Saat / da kommt er heim mit Jubel / der trägt seine Garben!»
Luther 1545 (Original):Sie gehen hin vnd weinen, vnd tragen edlen Samen, Vnd komen mit Freuden, vnd bringen jre Garben.
Luther 1545 (hochdeutsch):Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.
NeÜ 2021:Weinend trägt er den Saatbeutel hin, / doch mit Jubel bringt er die Garben heim.
Jantzen/Jettel 2016:Weinend geht hin, der den Samen zur Aussaat trägt 1). Mit Jubel kommt ‹zurück›, der seine Garben trägt. 2) a) 3)
1) o.: der, der den Samenbeutel [d. i.: die mit Saatgut gefüllte Ledertasche] trägt
2) eigtl.: Es geht hin und weint im Gehen der, der den Samenbeutel trägt. Es kommt herein, kommend mit Jubel, der, der seine Garben trägt
a) Psalm 30, 6; Esra 6, 22; Jesaja 61, 3
3) Zahlen zu Psalm 126Psalm 126 greift den Begriff „Zijon“ von Psalm 125, 1 auf. Das allgemeine Thema des göttlichen Schutzes in Zeiten der Bedrängnis wird weitergeführt. 48 Wörter; 16 Zeilen;48 ist der Zahlenwert von Zijon (V. 1; 18 + 10 + 6 + 14 = 48). 6 Zentrumswörter (von den 21 + 6 + 21 Wörtern): V. 3;2 Teile: V. 1-3 (8 Zeilen) || V. 4-6 (8 Zeilen);4 Strophen zu je 4 Zeilen: V. 1.2ab | V. 2cd.3 | V. 4.5 | V. 6. Das Zentrum (V. 3, 6 Wörter) ist umgeben von insges. 42 [= 6x7] Wörter;6 Wörter an Gott gerichtet; 42 (= 6x7) Wörter nicht an Gott gerichtet. Die Zahl 7: V. 1: 7 Wörter; V. 2: 14 (= 2x7) Wörter (7 Wörter vor ATNACH, 7 danach); V. 2cd.3: 14 (= 2x7) Wörter; V. 1-3: 7 Wörter nach ATNACH; V. 4-6: 21 (= 3x7) Wörter.
English Standard Version 2001:He who goes out weeping, bearing the seed for sowing, shall come home with shouts of joy, bringing his sheaves with him.
King James Version 1611:He that goeth forth and weepeth, bearing precious seed, shall doubtless come again with rejoicing, bringing his sheaves [with him].
John MacArthur Studienbibel:126, 1: S. Anm. zu Psalm 120, 1-7. Autor und Anlass sind in diesem Psalm nicht genannt. V. 1 weist jedoch auf eine Zeit der Rückkehr aus der Gefangenschaft hin. Das bezieht sich höchstwahrscheinlich auf die babylonische Gefangenschaft, von der es drei verschiedene Heimkehrphasen gab: 1.) unter Serubbabel in Esra 1-6 (ca. 538 v.Chr.); 2.) unter Esra in Esra 7-10 (ca. 458 v.Chr.) und 3.) unter Nehemia in Nehemia 1.2 (ca. 445 v.Chr.). Anlass dieses Psalms könnte die 1. Heimkehr sein, nachdem das Fundament des zweiten Tempels gelegt worden war (vgl. Esra 3, 8-10), oder die 2. Heimkehr, als das Laubhüttenfest wieder eingeführt worden war (vgl. Nehemia 8, 13-14). Dieser Psalm gleicht Psalm 85, der über Israels Rückkehr aus Ägypten jubelt, steht aber im Gegensatz zu Psalm 137, der die Leiden der babylonischen Gefangenschaft beklagt. I. Das Zeugnis der Wiederherstellung (126, 1-3) II. Das Gebet um Reichtümer (126, 4) III. Die Weisheit der Gerechtigkeit (126, 5.6) 126, 1 wie Träumende. Die reale, aber so unerwartete Erfahrung der Befreiung, erschien mehr wie ein Traum und nicht als Realität.




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