Maleachi 3, 8

Das Buch des Propheten Maleachi

Kapitel: 3, Vers: 8

Maleachi 3, 7
Maleachi 3, 9

Luther 1984:Ist's recht, daß ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: «Womit betrügen wir dich?» Mit dem Zehnten und der -a-Opfergabe! -a) 2. Mose 25, 2.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Darf wohl ein Mensch die Gottheit betrügen, daß ihr mich betrügt und noch fragt: ,Inwiefern haben wir dich betrogen?' Nun, mit dem Zehnten und mit dem Hebeopfer-1-. -1) = mit den Abgaben.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Darf ein Mensch Gott berauben-1-? Ja, ihr beraubt mich! - Ihr aber sagt: «Worin-2- haben wir dich beraubt?»-a- Im Zehnten und im Hebopfer-3b-. -1) o: betrügen; vlt. steht hinter der Verwendung des Wortes eine Anspielung auf den Namen Jakob, d.i. Betrüger; so auch im folgenden. 2) o: Wieso. 3) Abgaben, die nach 2. Mose 29, 27 und 4. Mose 15, 19-21; 18, 24-29 von den Erzeugnissen des Feldes und des Viehs erhoben wurden. a) Römer 2, 22. b) Nehemia 13, 10.
Schlachter 1952:Soll ein Mensch Gott berauben, wie ihr mich beraubet? Aber ihr fragt: «Wessen haben wir dich beraubt?» Der Zehnten und der Abgaben!
Zürcher 1931:Betrügt je ein Mensch die Gottheit, dass ihr mich betrügt? Und ihr fragt: «Worin haben wir dich betrogen?» - In Zehnten und Abgabe! -Nehemia 13, 10.
Luther 1912:Ist’s recht, daß ein Mensch Gott täuscht, wie ihr mich täuschet? So sprecht ihr: »Womit täuschen wir dich?« Am Zehnten und Hebopfer.
Buber-Rosenzweig 1929:Will der Mensch Gott prellen? denn ihr prellt mich! Ihr aber sprecht: »Wie hätten wir dich geprellt?« Den Zehnten! und die Hebe!
Tur-Sinai 1954:Betrügt ein Mensch Gottheit, daß ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: ,Womit betrügen wir dich?' Beim Zehnt und der Hebegabe!
Luther 1545 (Original):Ists recht, das ein Mensch Gott teusscht, Wie jr mich teusschet? So sprecht jr, Wo mit teusschen wir dich? Am Zehenden vnd Hebopffer. -[Teusscht] Jr gebt den Leuiten vnd Priestern das ergeste, vnd auch wol gar nichts.
Luther 1545 (hochdeutsch):Ist's recht, daß ein Mensch Gott täuschet, wie ihr mich täuschet? So sprechet ihr: Womit täuschen wir dich? Am Zehnten und Hebopfer.
NeÜ 2021:Darf ein Mensch denn Gott betrügen? – Ja, ihr betrügt mich und sagt: 'Wieso betrügen wir dich?' Mit dem Zehnten eurer Erträge und mit den Abgaben für die Priester!
Jantzen/Jettel 2016:Darf ein Mensch Gott berauben, dass ihr mich beraubt? Und ihr sprecht: „Worin haben wir dich beraubt?“ Im Zehnten und im Hebopfer. a)
a) Nehemia 13, 10; Hiob 13, 9
English Standard Version 2001:Will man rob God? Yet you are robbing me. But you say, 'How have we robbed you?' In your tithes and contributions.
King James Version 1611:Will a man rob God? Yet ye have robbed me. But ye say, Wherein have we robbed thee? In tithes and offerings.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:3, 6: Diese Verse bilden einen Einschub zwischen zwei Botschaften über Gottes Recht und Gericht. Was die Juden als Gottes Ungerechtigkeit bezeichneten, ist in Wirklichkeit seine gnadenvolle Geduld. Es folgt ein Aufruf zur Umkehr (V. 7) und die Beschreibung der sich daraus ergebenden Frucht (V. 10). 3, 6 Im Gegensatz zu der Gott unterstellten Ungerechtigkeit, weshalb er angeblich nicht für sein Volk eintrat, war Israels Überleben ausschließlich auf Gottes unwandelbares Wesen zurückzuführen sowie auf sein unbeirrbares Festhalten an seinen Bundesverheißungen gegenüber den Patriarchen – und dies ganz besonders angesichts der rebellischen Geschichte Israels (vgl. im Allgemeinen 4. Mose 23, 19; 1. Samuel 15, 29; Jakobus 1, 17 und insbesondere Jeremia 31, 35-37; 33, 14-22). Wenn sie umkehren würden, könnten sie Gottes Güte erneut erfahren und gesegnet werden. In Anbetracht des Kommens des Herrn zur Reinigung präsentierte Maleachi eine starke Herausforderung zur Buße (vgl. Sacharja 1, 3). Da sie aber anscheinend nicht eingestehen wollten, dass sie über ihre Sünden Buße tun mussten (auch vgl. V. 8b), erwiderten sie den Aufruf zur Umkehr mit einer weiteren zynischen Frage, indem sie fragten, wie sie umkehren könnten, wenn sie sich doch gar nicht entfernt hatten – sondern Gott. In Wirklichkeit hatte weder Gott sich verändert noch das Volk; er war so gerecht wie immer und sie ebenso ungerecht.




Predigten über Maleachi 3, 8
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