Johannes 1, 16

Das Evangelium nach Johannes (Johannesevangelium)

Kapitel: 1, Vers: 16

Johannes 1, 15
Johannes 1, 17

Luther 1984:Und von -a-seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. -a) Johannes 3, 34; Kolosser 1, 19.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Aus seiner Fülle haben wir ja alle empfangen, und zwar Gnade über Gnade.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Denn aus seiner Fülle-a- haben wir alle empfangen, und (zwar) Gnade um Gnade-b-. -a) Epheser 1, 23; Kolosser 1, 19; 2, 9. b) Apostelgeschichte 4, 33.
Schlachter 1952:Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade.
Zürcher 1931:Aus seiner Fülle haben wir ja alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade. -Kolosser 1, 19; 2, 9.
Luther 1912:Und von seiner a) Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. - a). Johannes 3, 34; Kolosser 1, 19.
Luther 1545 (Original):Vnd von seiner Fülle haben wir alle genomen, Gnade vmb gnade, -[Gnade vmb gnade] Vnser gnade ist vns gegeben vmb Christus gnade, die jm gegeben ist, Das wir durch jn das Gesetz erfüllen, vnd den Vater erkennen, damit heucheley auffhöre, vnd wir ware rechtschaffene Menschen werden.
Luther 1545 (hochdeutsch):Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Wir alle haben aus der Fülle seines Reichtums Gnade und immer neu Gnade empfangen.
Albrecht 1912/1988:Aus* seiner Fülle* haben wir ja alle* empfangen Gnad um Gnade-1-. -1) Gnade in fortlaufender Wechselfolge, so daß immer wieder neue Gnade an die Stelle der vorher empfangenen trat.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Und von seiner -a-Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. -a) Johannes 3, 34; Kolosser 1, 19.
Meister:Und aus Seiner Fülle-a- haben wir alle genommen, und zwar Gnade für Gnade! -a) Johannes 3, 34; Epheser 1, 6-8; Kolosser 1, 19; 2, 9.10.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Aus seiner Fülle haben wir ja alle empfangen, und zwar Gnade über Gnade.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:denn-1- aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und (zwar) Gnade um Gnade. -1) TR liest «und» statt «denn».++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Denn aus seiner Fülle-a- haben wir alle -a-empfangen, und (zwar) Gnade um Gnade-b-. -a) Epheser 1, 23; Kolosser 1, 19; 2, 9. b) Apostelgeschichte 4, 33.
Schlachter 1998:Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen-1- Gnade um Gnade. -1) dasselbe grW. wie «aufnahmen» in V. 12.++
Interlinear 1979:Denn aus seiner Fülle wir alle haben empfangen, und Gnade über Gnade;
NeÜ 2016:Und wir alle haben aus seinem unendlichen Reichtum Gnade und immer wieder Gnade empfangen.
Jantzen/Jettel 2016:Und aus seiner a)Fülle empfingen wir alle, und [zwar] b)Gnade um Gnade;
a) Kolosser 1, 19; 2, 9 .10
b) Epheser 1, 6 .7 .8
English Standard Version 2001:And from his fullness we have all received, grace upon grace.
King James Version 1611:And of his fulness have all we received, and grace for grace.


Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:1, 1: Diese Verse bilden den Prolog, in dem viele der grundlegenden Themen angekündigt werden, die Johannes im weiteren Verlauf behandelt, besonders das Hauptthema, dass »Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist« (V. 12-14.18; vgl. 20, 31). Wir finden hier mehrere Schlüsselbegriffe (z.B. Leben, Licht, Zeugnis, Herrlichkeit), die im ganzen Evangelium wiederholt auftauchen. Der Rest des Evangeliums führt das Thema des Prologs weiter aus, wie das ewige »Wort« Gottes, Jesus der Messias und Sohn Gottes, Fleisch wurde und unter den Menschen diente, so dass alle, die an ihn glauben, errettet würden. Obwohl Johannes den Prolog mit dem einfachsten Vokabular des NTs abfasste, besitzen die enthaltenen Wahrheiten größtmögliche Tiefe. Sechs grundlegende Wahrheiten über Christus als den Sohn Gottes werden im Prolog vermittelt: 1.) die ewige Existenz Christi (V. 1-3); 2.) die Fleischwerdung Christi (V. 4.5); 3.) der Vorläufer Christi (V. 6-8); 4.) der unerkannte Christus (V. 9-11); 5.) der allmächtige Christus (V. 12.13); und 6.) die Herrlichkeit Christi (V. 14-18). 1, 1 Im Anfang. Dies steht im Gegensatz zu 1Joh1, 1, wo Johannes einen ähnlichen Ausdruck verwendet (»von Anfang«), um sich auf den Beginn des Dienstes Jesu und das Predigen seines Evangeliums zu beziehen. Hier jedoch findet sich eine Parallele zu 1. Mose 1, 1, wo der gleiche Ausdruck benutzt wird. Johannes verwendete den Ausdruck im absoluten Sinne, um von dem Anfang des zeitlichen materiellen Universums zu sprechen. war. Das Verb hebt die ewige Existenz des »Wortes« hervor – die ewige Existenz Jesu Christi. Bevor es das Universum gab, existierte die zweite Person der göttlichen Dreieinheit, d.h. er existierte schon immer (vgl. 8, 58). Dieses Wort wird im Gegensatz zu dem in V. 3 verwendeten Ausdruck »was entstanden ist« benutzt, womit ein Anfang in der Zeit angedeutet wird. Aufgrund des Hauptthemas des Johannes, dass Jesus Christus ewiger Gott ist, die zweite Person der göttlichen Dreieinheit, enthält sein Evangelium keinen Stammbaum wie bei Matthäus und Lukas. In Bezug auf sein Menschsein besaß Jesus einen menschlichen Stammbaum, hinsichtlich seiner Gottheit jedoch nicht. das Wort. Johannes leiht sich den Begriff »Wort« nicht nur aus dem Vokabuklar des ATs, sondern auch aus der gr. Philosophie. Dort wurde der Begriff im Wesentlichen ohne Bezug auf eine Person verwendet und deutete auf einen »göttlichen Grund« hin, auf etwas »Geistiges« oder auch auf »Weisheit«. Johannes füllte den Begriff jedoch ausschließlich mit alttestamentlicher und christlicher Bedeutung (z.B. 1. Mose 1, 3, wo das Wort Gottes die Welt erschuf; Psalm 33, 6; 107, 20; Sprüche 8, 27, wo Gott sich durch sein Wort in der Schöpfung, in seiner Weisheit und in der Errettung machtvoll darstellt) und bezog es auf eine Person, auf Jesus Christus. Der Gebrauch in der gr. Philosophie bildet somit nicht den Hintergrund in Johannes’ Gedanken. Der Begriff »Wort« dient absichtlich als eine Art Brückenwort, um nicht nur Juden zu erreichen, sondern auch die unerretteten Griechen. Johannes wählte diesen Begriff, da er sowohl Juden als auch Griechen vertraut war. das Wort war bei Gott. Das Wort war als die zweite Person der Dreieinheit seit aller Ewigkeit in vertrauter Gemeinschaft mit Gott, dem Vater. Doch obwohl das »Wort« den Glanz des Himmels und die Ewigkeit mit dem Vater genoss (Jesaja 6, 1-13; vgl. 12, 41; 17, 5), gab es seinen himmlischen Status bereitwillig auf, nahm Menschengestalt an und erlitt den Kreuzestod (s. Anm. zu Philemon 2, 6-8). war Gott. Der gr. Satzbau betont, dass das Wort das ganze Wesen und alle Merkmale der Gottheit besaß – d.h., dass Jesus, der Messias, vollkommen Gott war (vgl. Kolosser 2, 9). Sogar in seiner Menschwerdung, als er sich selbst entleerte, hörte er nicht auf, Gott zu sein, stattdessen nahm er eine reale menschliche Natur und einen menschlichen Körper an und verzichtete freiwillig darauf, die Merkmale seiner Gottheit in Unabhängigkeit von seinem Menschsein auszuüben.



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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