Römer 14, 10

Der Brief des Paulus an die Römer (Römerbrief)

Kapitel: 14, Vers: 10

Römer 14, 9
Römer 14, 11

Luther 1984:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? -a-Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. -a) Matthäus 25, 31.32; Apostelgeschichte 17, 31; 2. Korinther 5, 10.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Du aber: - wie kannst du dich zum Richter über deinen Bruder machen? oder auch du: - wie darfst du deinen Bruder verachten? Wir werden ja alle (einmal) vor den Richterstuhl Gottes treten müssen;
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Du aber, was richtest du deinen Bruder-a-? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder-b-? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden-c-. -a) V. 4. b) Sprüche 14, 21. c) 2. Korinther 5, 10.
Schlachter 1952:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi-1- erscheinen; -1) aL: Gottes.++
Zürcher 1931:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir alle werden vor den Richterstuhl Gottes treten müssen. -Römer 2, 16; Matthäus 7, 1; 25, 31.32; Apostelgeschichte 17, 31; 2. Korinther 5, 10.
Luther 1912:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder, du anderer, was verachtest du deinen Bruder? a) Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden; - a) Apostelgeschichte 17, 31; Matthäus 25, 31.32; 2. Korinther 5, 10.
Luther 1545 (Original):Du aber, was richtestu deinen Bruder? Oder du ander, was verachtestu deinen Bruder? Wir werden alle fur den richtstuel Christi dargestellet werden,
Luther 1545 (hochdeutsch):Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi dargestellt werden,
Neue Genfer Übersetzung 2011:Woher nimmst du dir da noch das Recht, deinen Bruder oder deine Schwester zu verurteilen? Und du woher nimmst du dir das Recht, deinen Bruder oder deine Schwester zu verachten? Wir alle werden einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen.
Albrecht 1912/1988:Mit welchem Rechte richtest du da über deinen Bruder? Oder mit welchem Rechte verachtest du deinen Bruder? Wir alle müssen ja dereinst erscheinen vor Gottes Richterstuhl.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder, du anderer, was verachtest du deinen Bruder? -a-Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden; -a) Apostelgeschichte 17, 31; Matthäus 25, 31.32; 2. Korinther 5, 10.
Meister:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir alle werden gegenwärtig-a- sein vor dem Richterstuhle Gottes. -a) Matthäus 25, 31.32; Apostelgeschichte 10, 42; 17, 31; 2. Korinther 5, 10; Judas 14.15.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Du aber: - wie kannst du dich zum Richter über deinen Bruder machen? oder auch du: - wie darfst du deinen Bruder verachten? Wir werden ja alle (einmal) vor den Richterstuhl Gottes treten müssen;
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes-1- gestellt werden. -1) TR liest «Christi» statt «Gottes».++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Du aber, was richtest du deinen Bruder-a-? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder-b-? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden-c-. -a) V. 4. b) Sprüche 14, 21. c) 2. Korinther 5, 10.
Schlachter 1998:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl-1- des Christus erscheinen; -1) d.h. nicht zum Zorngericht des ewigen Verderbens, wie die Sünder vor dem großen weißen Thron (Offenbarung 20, 11-15), sondern zum Preisgericht derer, die durch den Glauben gerettet sind, bei dem über ihre Werke und ihren Lohn entschieden wird (vgl. 1. Korinther 3, 12-15; 2. Korinther 5, 10).++
Interlinear 1979:Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Alle ja werden wir treten vor den Richterstuhl Gottes;
NeÜ 2021:Warum verurteilst du dann deinen Bruder? Und du, warum verachtest du ihn? Wir werden doch alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.
Jantzen/Jettel 2016:Du aber, was urteilst du über deinen Bruder? Oder auch du, was a)verachtest du deinen Bruder? - denn wir werden alle vor dem b)Richterstuhl des Christus stehen,
a) Sprüche 14, 21
b) Römer 2, 16; 2. Korinther 5, 10*; 2. Timotheus 4, 1*.8
English Standard Version 2001:Why do you pass judgment on your brother? Or you, why do you despise your brother? For we will all stand before the judgment seat of God;
King James Version 1611:But why dost thou judge thy brother? or why dost thou set at nought thy brother? for we shall all stand before the judgment seat of Christ.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:14, 1: Die Vielfalt in der Gemeinde führt vor Augen, mit welcher Macht Christus die unterschiedlichsten Menschen zu einer Einheit zusammenführen kann. Doch Satan stachelt oft das Fleisch des Menschen an, um diese Einheit anzugreifen. Die Einheit ist oft dann bedroht, wenn reife (starke) Gläubige – Juden wie Heiden – mit unreiferen (schwachen) Gläubigen zusammenprallen. Die starken jüdischen Gläubigen verstanden ihre Freiheit in Christus und erkannten, dass sie nicht mehr an die zeremoniellen Vorschriften des mosaischen Gesetzes gebunden waren. Die reiferen Heiden verstanden, dass Götzen keine Götter sind und dass sie deshalb ohne Bedenken Fleisch essen konnten, das Götzen geweiht worden war. Doch in beiden Fällen wurde das Gewissen der schwächeren Brüder beunruhigt, und diese waren sogar versucht, gegen ihr Gewissen zu handeln (etwas, das man sich nie angewöhnen sollte) und unter den resultierenden Schuldgefühlen gesetzlicher zu werden oder sogar zu sündigen. Da Paulus wusste, dass die reiferen Juden und Heiden diese Probleme verstehen konnten, richtete er den Großteil seiner Ausführungen zu diesem Thema an sie. 14, 1 Nehmt … an. Persönliches und willentliches gegenseitiges Annehmen. den Schwachen im Glauben. Dieser Ausdruck charakterisiert jene Gläubige, die noch nicht frei sind von ihren früheren religiösen Gewohnheiten. Dem schwachen jüdischen Gläubigen fiel es schwer, die Rituale und Vorschriften des Alten Bundes aufzugeben. Er dachte, er sei weiterhin an die Speisegesetze, den Sabbat und die Opfer im Tempel gebunden. Der schwache heidnische Gläubige war vorher in heidnischem Götzendienst und dessen Rituale versunken gewesen. Er meinte, er würde sich mit verunreinigen, wenn er Berührung hatte mit Dingen, die auch nur entfernt zu seiner Vergangenheit gehörten. Dazu gehörte z.B. das Essen von Götzenopferfleisch, das auf dem Markt verkauft wurde. Beide Gruppen von schwachen Gläubigen hatten hier ein überaus empfindsames Gewissen und waren nicht reif genug, sich von diesen Vorstellungen zu lösen. Vgl. 1. Korinther 8, 1-13. ohne über Gewissensfragen zu streiten. Genauer übersetzt: »nicht um seine Meinungen (Vorbehalte) zu verurteilen«. Der reife Gläubige sollte nicht über die aufrichtigen, aber unreifen Gedanken richten, von denen der schwache Gläubige sich leiten ließ.



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Predigten über Römer 14, 10
Sermon-Online