1. Korinther 14, 40

Der erste Brief des Paulus an die Korinther (Erster Korintherbrief)

Kapitel: 14, Vers: 40

1. Korinther 14, 39
1. Korinther 15, 1

Luther 1984:Laßt aber alles ehrbar und -a-ordentlich zugehen. -a) V. 33; Kolosser 2, 5.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Laßt aber alles mit Anstand und in Ordnung vor sich gehen!
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Alles aber geschehe anständig und in Ordnung-a-. -a) 1. Korinther 16, 14; Kolosser 2, 5.
Schlachter 1952:alles aber geschehe mit Anstand und in Ordnung!
Zürcher 1931:Alles aber geschehe wohlanständig und in Ordnung! -Kolosser 2, 5.
Luther 1912:Lasset alles ehrbar und ordentlich zugehen. - Kolosser 2, 5.
Luther 1545 (Original):Lassets alles ehrlich vnd ördentlich zugehen.
Luther 1545 (hochdeutsch):Lasset alles ehrlich und ordentlich zugehen!
Neue Genfer Übersetzung 2011:Sorgt aber dafür, dass alles korrekt und geordnet zugeht.
Albrecht 1912/1988:Alles aber soll mit Anstand und in Ordnung zugehn.+ ---- -- --- ELBERFELDER/1. Korinther 15 -+ --- MENGE/1. Korinther 15 -+ --- ALBRECHT/1. Korinther 15 -
Luther 1912 (Hexapla 1989):Lasset alles ehrbar und ordentlich zugehen. -Kolosser 2, 5.
Meister:Alles sei wohlanständig-a-, es geschehe nach der Ordnung! -a) Vers(e) 33.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Laßt aber alles mit Anstand und in Ordnung vor sich gehen!
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Alles aber-1- geschehe anständig und in Ordnung. -1) TR läßt fehlen «aber».++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Alles aber geschehe anständig und in Ordnung-a-. -a) 1. Korinther 16, 14; Kolosser 2, 5.
Schlachter 1998:laßt alles anständig und ordentlich zugehen!
Robinson-Pierpont (deutsch) 2022:Alles geschehe anständig und ordnungsgemäß!
Interlinear 1979:Alles aber anständig und in Ordnung geschehe!
NeÜ 2021:Nur soll alles anständig und geordnet zugehen.
Jantzen/Jettel 2016:Alles geschehe mit Anstand, ‹in geziemender Weise›, und ordnungsgemäß. a)
a) 1. Korinther 14, 33; Kolosser 2, 5
English Standard Version 2001:But all things should be done decently and in order.
King James Version 1611:Let all things be done decently and in order.
Robinson-Pierpont 2022:πάντα εὐσχημόνως καὶ κατὰ τάξιν γινέσθω.



Kommentar:
Streitenberger Kommentar 2022:Mit diesem Satz beendet Paulus die Abhandlung über das Mahl des Herrn und das Auftreten von Mann und Frau, was εὐσχημόνως („anständig“), und die Ausübung der Wirkungen des Geistes, die κατὰ τάξιν („ordnungsgemäß“) geschehen soll. Alle Punkte fasst Paulus unter πάντα („alles“) zusammen.
John MacArthur Studienbibel:14, 2: Für die richtige Auslegung dieses Kapitels ist es von grundlegender Wichtigkeit, zwischen dem Singular Sprache und dem Plural Sprachen zu unterscheiden. Paulus bezeichnet mit dem Singular offenbar die falsche Gabe des heidnischen Geplappers, die er so von der echten Gabe unterscheidet, in einer Fremdsprache zu reden. Dafür verwendet er das Plural (s. Anm. zu V. 2). Mit Ausnahme von V. 2 (im Grundtext: »wer in einer Sprache redet«) hält sich die Schlachterbibel konsequent an diese Unterscheidung. Die Bedeutungen dieser Unterscheidungen sind jeweils in den Anmerkungen angegeben. Um gegen das Zurückfallen in Fleischlichkeit vorzugehen und gegen falsche ekstatische Sprachenrede, die durch die Erfahrungen im Heidentum erlernt wurde, spricht Paulus drei elementare Themenbereiche an, bei denen es um die Sprachenreden als Gabe des Heiligen Geistes geht: 1.) ihre geringere Bedeutung als die der Weissagung (V. 1-19), 2.) ihr Zweck als Zeichen nicht für Gläubige, sondern für Ungläubige (V. 20-25) und 3.) ihre systematische, begrenzte und geordnete Ausübung (V. 26-40). 14, 2 wer in Sprachen redet. Dieser Singular (wörtl. »wer in einer Sprache redet«, s. vorige Anm.; vgl. V. 4.13.14.19.27), zeigt an, dass es hier um das falsche Geplapper der vorgetäuschten ekstatischen Sprache geht, wie sie im Heidentum bekannt war. Der Singular wird deshalb verwendet, weil Geplapper kein Plural sein kann; es gibt keine verschiedenen Arten von »Unsprache«. Es gibt jedoch verschiedene Fremdsprachen, und so verwendet Paulus den Plural, wenn er von der wahren Sprachengabe spricht und unterscheidet diese somit vom Geplapper (V. 6.18.22.23.29). Einzige Ausnahme ist V. 27.28 (s. Anm. dort), wo der Singular sich auf eine einzelne Person bezieht, die eine einzelne echte Fremdsprache spricht. redet nicht für Menschen, sondern für Gott. Die bessere Übersetzung wäre »zu einem Gott«. Der gr. Text hat hier keinen bestimmten Artikel (s. die entsprechende Übersetzung in Apostelgeschichte 17, 23: »einem unbekannten Gott« – Elberfelder Bibel). Ihr Geplapper war Anbetung von heidnischen Gottheiten. In der Bibel gibt es kein Beispiel für einen Gläubigen, der zu Gott in irgendeiner unverständlichen Sprache redet. niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist. Die fleischlichen Korinther machten Gebrauch von ihrer ekstatischen Sprache des Heidentums. Dabei ging es ihnen nicht darum, verstanden zu werden, sondern um eine dramatische Zurschaustellung. Der Geist, durch den sie sprachen, war nicht der Heilige Geist, sondern ihr eigener menschlicher Geist oder irgendein Dämon. Und die Geheimnisse, die sie verkündeten, glichen denen der heidnischen Mysterienreligionen, wobei es sich angeblich um tiefe Erkenntnisse handelte, die nur wenige Eingeweihte wissen und verstehen durften. Diese Geheimnisse (»Mysterien«, so lautet auch das gr. Wort für »Geheimnisse«) waren völlig anders als die in der Bibel erwähnten Geheimnisse (z.B. Matthäus 13, 11; Epheser 3, 9), bei denen es sich um Offenbarungen Gottes handelt, mit denen er zuvor verborgene Wahrheiten bekannt machte (s. Anm. zu 12, 7; Epheser 3, 3-6).



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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