Daniel 11, 36

Das Buch des Propheten Daniel

Kapitel: 11, Vers: 36

Daniel 11, 35
Daniel 11, 37

Luther 1984:Und der König wird tun, was er will, und -a-wird sich überheben und großtun gegen alles, was Gott ist. Und gegen den Gott aller Götter -b-wird er Ungeheuerliches reden, und es wird ihm gelingen, bis sich der Zorn ausgewirkt hat; denn es muß geschehen, was beschlossen ist. -a) 2. Thessalonicher 2, 4. b) Daniel 7, 8.25; Offenbarung 13, 5.6.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):«DER König wird alsdann nach seinem Gutdünken handeln, sich überheben und sich gegen jeden Gott groß dünken; er wird auch gegen den Gott der Götter unerhörte Reden führen und dabei Erfolg haben, bis das Maß des (göttlichen) Zornes voll ist; denn was beschlossen ist, kommt zur Ausführung.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Und der König-a- wird nach seinem Belieben handeln, und er wird sich erheben und sich groß machen gegen jeden Gott-b-, und gegen den Gott der Götter wird er unerhörte Reden führen-c-. Und er wird Erfolg haben, bis die Verfluchung vollendet ist-d-, denn das Festbeschlossene wird vollzogen-e-. -a) Jesaja 30, 33; 57, 9; Sacharja 11, 16. b) Jesaja 14, 14; Hesekiel 28, 2; 2. Thessalonicher 2, 4. c) Daniel 7, 8.25; 8, 24.25. d) Daniel 8, 19; Jesaja 10, 5.6.23.25. e) Daniel 9, 26.27.
Schlachter 1952:Und der König wird tun, was ihm beliebt, und wird sich erheben und großtun wider jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott aller Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber-1- ist; denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden. -1) o: vollendet.++
Zürcher 1931:Und der König wird schalten nach seinem Belieben; er wird sich überheben und grosstun wider jeden Gott, und wider den höchsten Gott wird er unerhörte Reden führen, und er wird Erfolg haben, bis das Ende des Zornes gekommen ist. Denn was beschlossen ist, wird ausgeführt. -Daniel 7, 25; 2. Thessalonicher 2, 4.
Luther 1912:Und der König wird tun, was er will, und wird sich a) erheben und aufwerfen wider alles, was Gott ist; und wider den Gott aller Götter b) wird er greulich reden; und es wird ihm gelingen, bis der Zorn aus sei; denn es muß geschehen, was beschlossen ist. - a) 2. Thessalonicher 2, 4. b) Daniel 7, 8.25; Offenbarung 13, 5.6.
Buber-Rosenzweig 1929:Und der König tut nach seiner Willkür, er überhebt und macht groß sich wider alle Gottheit, und wider den Gott der Götter redet er Wunderliches, und Gelingen hat er, bis der Groll erschöpft ist, denn das Beschloßne wird getan.
Tur-Sinai 1954:Und der König tut nach seinem Belieben, überhebt sich und tut groß gegen jeden Gott, und gegen den Gott der Götter führt er seltsame Reden und hat Gelingen, bis der Zorn vollendet, da das Verhängnis vollbracht ist.
Luther 1545 (Original):Vnd der König wird thun was er wil, vnd wird sich erheben vnd auffwerffen wider alles das Gott ist, vnd wider den Gott aller Götter, wird er grewlich reden, Vnd wird jm gelingen, bis der zorn aus sey, Denn es ist beschlossen, wie lang es wehren sol. -[Der König] Hie lendet der Engel seine wort, vnter der Person Epiphanis, auff den Endechrist, Vnd gehen an die versiegelten wort, dauon er am ende sagt.
Luther 1545 (hochdeutsch):Und der König wird tun, was er will, und wird sich erheben und aufwerfen wider alles, das Gott ist; und wider den Gott aller Götter wird er greulich reden; und wird ihm gelingen, bis der Zorn aus sei; denn es ist beschlossen, wie lange es währen soll.
NeÜ 2016:Der König aber wird machen, was er will. Er wird übermütig werden und sich einbilden, er sei mächtiger als alle Götter. Selbst gegen Gott, der über allen Göttern steht, wird er Ungeheuerliches reden. Und er wird Erfolg haben, so lange Gott es im Zorn über sein Volk zulässt, denn alles geschieht genau nach seinem fest beschlossenen Plan.
Jantzen/Jettel 2016:Und der König wird nach seinem Gutdünken handeln und wird sich erheben und [sich] groß machen über jeglichen Gott, und gegen den Gott der Götter wird er Unerhörtes reden. Und er wird Gelingen haben, bis der Zorn, ‹die Verfluchung,› gar aus ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen werden. a)
a) König Daniel 11, 16; Jesaja 30, 33; erheben 7, 8; unerhörte Daniel 7, 25; 8, 25; Zorn Daniel 8, 19; Jesaja 10, 25; 13, 11; 1. Thessalonicher 2, 16; ausgeführt Psalm 33, 8-11
English Standard Version 2001:And the king shall do as he wills. He shall exalt himself and magnify himself above every god, and shall speak astonishing things against the God of gods. He shall prosper till the indignation is accomplished; for what is decreed shall be done.
King James Version 1611:And the king shall do according to his will; and he shall exalt himself, and magnify himself above every god, and shall speak marvellous things against the God of gods, and shall prosper till the indignation be accomplished: for that that is determined shall be done.


Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:11, 2: Wie in 8, 3-26 reicht diese Prophezeiung von der Geschichte der geistlichen Kämpfe in Israel (11, 2-35) bis zur Drangsalszeit (V. 36-42), wenn Michael für die vollständige Errettung Israels eintreten wird (12, 1). Die Einzelheiten dieser Geschichte sind so minuziös und genau durch die Geschichtsschreibung bestätigt, dass ungläubige Kritiker, ohne Beweise erbringen zu können, darauf bestanden, dass die Niederschrift 400 Jahre nach Daniel erfolgte, nachdem sich die beschriebenen Ereignisse zugetragen hatten, was den Verfasser zu einem Betrüger machen würde. Die Prophezeiung schaut in die Zukunft von Daniel bis zum Antichrist. 11, 2 Dieser Abschnitt enthüllt die zeitnahe Erfüllung für das persische Reich sowie die Herrschaft Griechenlands unter Antiochus Epiphanes. 11, 2 noch drei Könige … und der vierte. Die 3 persischen Könige nach Kyrus (10, 1) waren Kambyses (ca. 530-522 v. Chronik), Pseudo-Smerdis (ca. 522 v. Chronik) und Darius I. Hystaspes (ca. 522-486 v. Chronik). Der vierte ist Xerxes I., im Buch Esther Ahasveros genannt (486-465 v. Chronik). Die Könige nach Xerxes werden nicht erwähnt, wahrscheinlich weil Xerxes den Feldzug gegen die Griechen nicht gewinnen konnte (481-479 v. Chronik), der den Anfang vom Ende des Perserreiches einläutete, das schließlich ca. 331 v. Chronik an Alexander den Großen fiel. 11, 3 ein tapferer König. Alexander der Große (vgl. 8, 5). 11, 4 Nach Alexanders Tod (ca. 323 v. Chronik) übernahmen 4 Männer, die nicht seiner Familie entstammten, Gebiete seines weitverzweigten Reiches (s. Anm. zu 7, 6; 8, 3-9). Der König des Südens (Ägypten) und der König des Nordens (Syrien) werden in V. 5 und im Anschluss erwähnt. Im Lauf der Zeit traten andere Herrscher auf und durchzogen Palästina.




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