Johannes 10, 12

Das Evangelium nach Johannes (Johannesevangelium)

Kapitel: 10, Vers: 12

Johannes 10, 11
Johannes 10, 13

Luther 1984:Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht - und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie -,
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Der Mietling (aber), der kein Hirt ist und dem die Schafe nicht zu eigen gehören, sieht den Wolf kommen, verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf fällt sie an und zerstreut sie:
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Wer Mietling-1- und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht - und der Wolf raubt und zerstreut sie-a- -, -1) ein gegen Lohn angestellter Hirte. a) Hesekiel 34, 2-6; Sacharja 11, 17.
Schlachter 1952:Der Mietling aber, der nicht Hirt ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe.
Schlachter 1998:Der Mietling-1- aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe. -1) d.h. der Lohnknecht (wird auch für Söldner gebraucht).++
Schlachter 2000 (Stand 05.2003):Der Mietling aber, der kein Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe.
Zürcher 1931:Wer Mietling und nicht Hirt ist, wem die Schafe nicht eigen sind, der sieht den Wolf kommen und lässt die Schafe im Stich und flieht - und der Wolf raubt sie und zerstreut sie -; -Sacharja 11, 16.17.
Luther 1912:Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf erhascht und zerstreut die Schafe. - a) Jesaja 40, 11; Hesekiel 34, 11-23; Hesekiel 37, 24. b) Johannes 15, 13.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf erhascht und zerstreut die Schafe.
Luther 1545 (Original):Ich bin ein guter Hirte. Ein guter Hirte lesset sein Leben fur die Schafe. Ein Miedling, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sihet den Wolff komen, vnd verlesset die Schafe, vnd fleucht, vnd der Wolff erhaschet vnd zerstrewet die Schafe.
Luther 1545 (hochdeutsch):Ein Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen und verlässet die Schafe und flieht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Einer, der gar kein Hirte ist, sondern die Schafe nur gegen Bezahlung hütet, läuft davon, wenn er den Wolf kommen sieht, und lässt die Schafe im Stich, und der Wolf fällt über die Schafe her und jagt die Herde auseinander.
Albrecht 1912/1988:Der Mietling, der nicht Hirte ist, und dem die Schafe nicht gehören, verläßt die Schafe und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht. Dann raubt der Wolf sich von den Schafen und zersprengt die Herde.
Meister:Der Mietling, der nicht der Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt-a- die Schafe, und er flieht; und der Wolf raubt sie und versprengt sie, -a) Sacharja 11, 16.17.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Der Mietling (aber), der kein Hirt ist und dem die Schafe nicht zu eigen gehören, sieht den Wolf kommen, verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf fällt sie an und zerstreut sie:
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Der Mietling aber und der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut [die Schafe.
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Wer Mietling-1- und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht - und der Wolf raubt und zerstreut sie-a- - -1) ein gegen Lohn angestellter Hirte. a) Hesekiel 34, 2-6; Sacharja 11, 17.
Robinson-Pierpont (deutsch) 2022:Wer aber Lohnarbeiter und kein Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und lässt die Schafe im Stich und flieht. Und der Wolf raubt sie und zerstreut die Schafe.
Interlinear 1979:der Lohnknecht und nicht Seiende Hirte, dessen nicht sind die Schafe eigene, sieht den Wolf kommend und verläßt die Schafe und flieht und der Wolf raubt sie und zerstreut,
NeÜ 2021:Ein bezahlter Hirt, dem die Schafe nicht selbst gehören, läuft davon, wenn er den Wolf kommen sieht. Dann fällt der Wolf über die Schafe her und jagt die Herde auseinander.
Jantzen/Jettel 2022:Aber der Mietling, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht. Und der Wolf raubt sie und zerstreut die Schafe.
-Parallelstelle(n): Hesekiel 34, 2-6; Sacharja 11, 17; Apostelgeschichte 20, 29
English Standard Version 2001:He who is a hired hand and not a shepherd, who does not own the sheep, sees the wolf coming and leaves the sheep and flees, and the wolf snatches them and scatters them.
King James Version 1611:But he that is an hireling, and not the shepherd, whose own the sheep are not, seeth the wolf coming, and leaveth the sheep, and fleeth: and the wolf catcheth them, and scattereth the sheep.
Robinson-Pierpont 2022:T-NSM μισθωτὸς N-NSM δέ, CONJ καὶ CONJ οὐκ PRT-N ὢν V-PAP-NSM ποιμήν, N-NSM οὗ R-GSM οὐκ PRT-N εἰσὶν V-PAI-3P τὰ T-NPN πρόβατα N-NPN ἴδια, A-NPN θεωρεῖ V-PAI-3S τὸν T-ASM λύκον N-ASM ἐρχόμενον, V-PNP-ASM καὶ CONJ ἀφίησιν V-PAI-3S τὰ T-APN πρόβατα, N-APN καὶ CONJ φεύγει· V-PAI-3S καὶ CONJ ὁ T-NSM λύκος N-NSM ἁρπάζει V-PAI-3S αὐτά, P-APN καὶ CONJ σκορπίζει V-PAI-3S τὰ T-APN πρόβατα. N-APN
Franz Delitzsch 11th Edition:וְהַשָּׂכִיר אֲשֶׁר לֹא רֹעֶה הוּא וְהַצֹּאן לֹא־צֹאנוֹ הוּא יִרְאֶה כִּי־בָא הַזְּאֵב וְעָזַב אֶת־הַצֹּאן וָנָס וְהַזְּאֵב יַחֲטֹף וְהֵפִיץ אֶת־הַצֹּאן



Kommentar:
Peter Streitenberger 2022:Zum Begriff μισθωτὸς (Lohnarbeiter) vgl. Platon, Leges 917b.7: καὶ μισθωτὸς καὶ πανδοκεὺς καὶ ἄλλα, τὰ μὲν εὐσχημονέστερα, τὰ δὲ ἀσχημονέστερα γιγνόμενα, τοῦτό γε πάντα δύναται, πᾶσιν ἐπικουρίαν ταῖς χρείαις ἐξευπορεῖν καὶ ὁμαλότητα ταῖς οὐσίαις. Aber auch der Lohnarbeiter und der Gastwirt und andere mehr oder minder ehrenhafte Gewerbe wirken alle auf den Zweck hin, dass es Jedermann leichter gemacht werde sich die Befriedigung seiner notwendigen Lebensbedürfnisse zu verschaffen und dass so ein Ausgleich der Besitztümer hervorgebracht werde. Zum Begriff σκορπίζει (er zerstreut vgl. Strabo, Geographica 4.4, 6: τοὺς δ’ ὄρνεις ἐπιπτάντας τὰ μὲν ἐσθίειν τὰ δὲ σκορπίζειν. Die Vögel fliegen hoch, die einen fressen etwas davon, die anderen vertreiben sie.
John MacArthur Studienbibel:10, 1: Jesu Diskurs über sich selbst als dem »Guten Hirten« schließt sich direkt an Kap. 9 an. Jesus fuhr also fort, sich an die gleichen Menschen zu wenden. Das Problem von Kap. 9 war, dass Israel von falschen Hirten geführt wurde, die es von der wahren Erkenntnis und dem Reich des Messias abbrachten (9, 39-41). In Kap. 10 gab Jesus bekannt, dass er der »Gute Hirte« ist, der von seinem Vater als Retter und König bestimmt war, im Gegensatz zu Israels falschen Hirten, die sich selbst ernannten und selbstgerecht waren (Psalm 23, 1; Jesaja 40, 11; Jeremia 3, 15; vgl. Jesaja 56, 9-12; Jeremia 23, 1-4; 25, 32-38; Hesekiel 34, 1-31; Sacharja 11, 16). 10, 1 Schafhürde. In V. 1-30 benutzte Jesus durchgehend das Bild der Schafzucht des 1. Jahrhunderts. Die Schafe wurde in einem Stall gehalten, in den sie durch eine Tür einund ausgingen. Der Hirte beschäftigte einen »Türhüter« (V. 3) oder »Mietling« (V. 12) als Hilfshirten, um die Tür zu bewachen. Durch diese Tür ging der Hirte zu den Schafen. Jemand mit der Absicht, die Schafe zu stehlen oder zu verwunden, hätte versucht, sich auf andere Weise Einlass zu verschaffen. Sehr wahrscheinlich bilden die Worte aus Hesekiel 34 den Hintergrund zur Lehre Jesu, da Gott die falschen Hirten Israels beschuldigte (d.h. die geistlichen Führer des Volkes), nicht richtig für die Herde Israel zu sorgen (d.h. das Volk). Die Evangelien enthalten eine reiche Bildsymbolik mit dem Motiv von Schafen und Hirten (s. Matthäus 9, 36; Markus 6, 34; 14, 27; Lukas 15, 1-7).



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