Jakobus 2, 14

Der Brief des Jakobus (Jakobusbrief)

Kapitel: 2, Vers: 14

Jakobus 2, 13
Jakobus 2, 15

Luther 1984:-a-WAS hilft's, liebe Brüder, -b-wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? -a) V. 14-26: Römer 3, 21-31. b) Matthäus 7, 21.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):WAS nützt es, meine Brüder, wenn jemand behauptet, Glauben zu besitzen, dabei aber keine Werke (aufzuweisen) hat? Vermag etwa der Glaube ihn zu retten?
Revidierte Elberfelder 1985/1986:WAS nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn erretten-a-? -a) Galater 5, 6.
Schlachter 1952:WAS hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten?
Zürcher 1931:WAS hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, aber keine Werke hat? Kann etwa der Glaube ihn retten? -Jakobus 1, 22; Matthäus 7, 21; Titus 3, 8.
Luther 1912:Was hilft’s, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? - Matthäus 7, 21.
Luther 1545 (Original):Was hilffts, lieben Brüder, so jemand sagt, Er habe den Glauben, vnd hat doch die Werck nicht? Kan auch der Glaube jn selig machen?
Luther 1545 (hochdeutsch):Was hilft's, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen?
Neue Genfer Übersetzung 2011:Was nützt es, meine Geschwister, wenn jemand behauptet: »Ich glaube«, aber er hat keine 'entsprechenden' Taten vorzuweisen? Kann der Glaube 'als solcher' ihn retten?
Albrecht 1912/1988:Was nützt es, meine Brüder, wenn einer behauptet, er habe Glauben, und kann dabei doch keine Werke aufweisen? Kann ihn denn ein solcher Glaube retten?
Luther 1912 (Hexapla 1989):Was hilft's, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? -Matthäus 7, 21.
Meister:WAS nützt-a- es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, wenn er aber keine Werke hat? Der Glaube vermag ihn doch nicht zu retten? -a) Matthäus 7, 26; Jakobus 1, 23.
Menge 1949 (Hexapla 1997):WAS nützt es, meine Brüder, wenn jemand behauptet, Glauben zu besitzen, dabei aber keine Werke (aufzuweisen) hat? Vermag etwa der Glaube ihn zu retten?
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber nicht Werke? kann etwa der (Glaube) ihn erretten?
Revidierte Elberfelder 1985-1991:WAS nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn erretten-a-? -a) Galater 5, 6.
Schlachter 1998:Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten?
Robinson-Pierpont (deutsch) 2022:Was (ist) der Nutzen, meine Brüder, wenn jemand sagt, Glauben zu haben, aber keine Werke hat? Kann etwa der Glaube ihn retten?
Interlinear 1979:Was der Nutzen, meine Brüder, wenn Glauben behauptet jemand zu haben, Werke aber nicht hat? Etwa kann der Glaube retten ihn?
NeÜ 2021:Ein Glaube ohne Werke ist totWas für einen Wert hat es, liebe Geschwister, wenn jemand behauptet, Glauben zu haben, aber keine Werke aufzuweisen hat? Kann solcher Glaube ihn etwa retten?
Jantzen/Jettel 2016:Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, aber nicht Werke hat? Kann etwa der Glaube ihn retten? 1) a)
a) Matthäus 7, 21; Galater 5, 6; Titus 3, 8
1) Die Frage erfordert eine verneinende Antwort; der Glaube ist in dem Fall kein wirklicher.
English Standard Version 2001:What good is it, my brothers, if someone says he has faith but does not have works? Can that faith save him?
King James Version 1611:What [doth it] profit, my brethren, though a man say he hath faith, and have not works? can faith save him?
Robinson-Pierpont 2022:Τί τὸ ὄφελος, ἀδελφοί μου, ἐὰν πίστιν λέγῃ τις ἔχειν, ἔργα δὲ μὴ ἔχῃ; Μὴ δύναται ἡ πίστις σῶσαι αὐτόν;



Kommentar:
Streitenberger Kommentar 2022:Jakobus wendet sich gegen einen Glauben, der keine Auswirkung hat, also tot ist und nur reines gedankliches Fürwahrhalten ausmacht. Dazu beginnt er von hier bis Vers 26 Glauben und Werke zu besprechen, das mit dem Fokus, seinen Glauben durch Werke zu demonstrieren. Er beginnt am Beispiel eines Armen zu zeigen, dass hier der Glaube hilft. Reine Vertröstungen ohne Hilfe wäre der Gegensatz zum Glauben. Diese Art von Glauben kann den Betreffenden nicht retten, da er nicht echt ist. Mit ἡ πίστις („der Glaube“) bezieht sich Jakobus auf den eben genannten toten Glauben, der nichts mit dem biblischen zu tun hat. Der Artikel ist generisch und bedeutet diese Art, Klasse von Glauben ist nicht rettend, da sie nicht dem der Schrift entspricht und der nur verbal zum Ausdruck kommt („wenn jemand sagt“). Μὴ („etwa“) erwartet eine Zustimmung in Form von „Nein, derartiger Glaube kann nicht retten!“. Der Artikel „der“ bezieht sich also auf den eben genannten, der ohne Auswirkung ist, nicht aber auf denjenigen, den die Schrift kennt, denn der Glaube an Christus, also der vor der Verdammnis rettet, zeigt sich auch nach außen hin. Sonst ist er evtl. nur ein toter Glaube, wie ihn Jakobus beschreibt.
John MacArthur Studienbibel:2, 14: Jakobus setzt seine Reihe von Prüfungskriterien fort, anhand derer seine Leser überprüfen können, ob ihr Glaube lebendig oder tot ist (s. Einleitung: Hintergrund und Umfeld). In diesem Abschnitt geht es um den kombinierten Test, der alle anderen Prüfungskriterien in sich vereint: gute Werke bzw. gerechtes Verhalten, das Gottes Wort gehorcht und einen gottesfürchtigen Charakter offenbart (vgl. 1, 22-25). Jakobus will nicht sagen, man werde durch Werke errettet (er hat bereits unmissverständlich klar gestellt, dass die Errettung eine Gnadengabe Gottes ist; 1, 17.18; vgl. Epheser 2, 8.9), sondern er will herausstellen, dass es eine Art von scheinbarem Glauben gibt, der tot ist und nicht rettet (V. 14.17.20.24.26; vgl. Matthäus 3, 7.8; 5, 16; 7, 21; 13, 1823; Johannes 8, 30.31; 15, 6). Möglicherweise schrieb Jakobus an Juden (vgl. 1, 1), die zwar die Werkgerechtigkeit des Judentums verworfen hatten, doch stattdessen der irrigen Annahme verfielen, es seien überhaupt keine gerechten Werke und kein Gehorsam gegenüber Gottes Willen nötig, da diese Dinge nicht zur Errettung beitragen. Daher reduzierten sie den Glauben auf eine bloße theoretische Zustimmung zu den Tatsachen des Lebens Christi. 2, 14 wenn jemand sagt. Dieser wichtige Ausdruck bestimmt die Auslegung dieses ganzen Abschnitts. Jakobus sagt nicht, dass dieser Mensch tatsächlich Glauben hat, sondern dass er behauptet, Glauben zu haben. Glauben. Das versteht man am besten in einem weiteren Sinne, nämlich dass jemand die Wahrheiten des Evangeliums in irgendeinem Grad angenommen hat. hat doch keine. Auch hier beschreibt die Form des Verbs jemanden, dem durchgängig jeglicher äußere Erweis des Glaubens fehlt, den er gewohnheitsmäßig behauptet. Werke. Das bezieht sich auf jegliches gerechte Verhalten in Übereinstimmung mit Gottes offenbartem Wort, doch in diesem Zusammenhang geht es insbesondere um Werke der Barmherzigkeit (V. 15). Kann ihn denn der Glaube retten? Eine bessere Übersetzung ist: »Kann diese Art von Glauben ihn retten?« Jakobus bestreitet keineswegs die Wichtigkeit von Glauben. Vielmehr spricht er sich gegen die Vorstellung aus, dass rettender Glaube eine bloß theoretische Übung sein kann, ohne sich verbindlich zu aktivem Gehorsam zu entschließen (vgl. Matthäus 7, 16-18). Die grammatische Form der Frage erfordert eine Verneinung. S. Anm. zu Römer 2, 5-10.



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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