Römer 5, 19

Der Brief des Paulus an die Römer (Römerbrief)

Kapitel: 5, Vers: 19

Römer 5, 18
Römer 5, 20

Luther 1984:Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so -a-werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten. -a) Römer 3, 26; Jesaja 53, 11.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Wie nämlich durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen als Sünder hingestellt worden sind, ebenso werden auch durch den Gehorsam des Einen-a- die Vielen als Gerechte hingestellt werden. -a) Philipper 2, 8.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Denn wie durch des --einen- Menschen Ungehorsam die vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden-a-. -a) Jesaja 53, 11; 2. Korinther 5, 21.
Schlachter 1952:Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die vielen zu Gerechten gemacht.
Schlachter 1998:Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind-1-, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht-2-. -1) aüs: in die Stellung von Sündern gebracht worden sind. 2) aüs: in die Stellung von Gerechten gebracht.++
Schlachter 2000 (05.2003):Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht.
Zürcher 1931:Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen als Sünder behandelt-1- wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen als Gerechte behandelt-1- werden. -Römer 3, 24.25; Hebräer 5, 8.9; Jesaja 53, 11. 1) w: «hingestellt».
Luther 1912:Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind, also auch durch a) eines Gehorsam werden viele Gerechte. - a) Jesaja 53, 11.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind, also auch durch eines Gehorsam werden -a-viele Gerechte. -a) Jesaja 53, 11.
Luther 1545 (Original):Denn gleich wie durch eines Menschen vngehorsam viel Sünder worden sind, Also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechten.
Luther 1545 (hochdeutsch):Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viel Sünder worden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechte.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Genauso, wie durch den Ungehorsam eines Einzigen alle zu Sündern wurden, werden durch den Gehorsam eines Einzigen alle zu Gerechten.
Albrecht 1912/1988:Denn wie durch eines Menschen Ungehorsam alle Menschen Sünder geworden sind: so sollen nun durch eines Menschen Gehorsam alle Menschen Gerechte werden.
Meister:Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen als Sünder hingestellt werden, also werden auch durch den Gehorsam des Einen die vielen als Gerechte hingestellt.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Wie nämlich durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen als Sünder hingestellt worden sind, ebenso werden auch durch den Gehorsam des Einen-a- die Vielen als Gerechte hingestellt werden. -a) Philipper 2, 8.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Denn gleichwie durch des einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden.
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Denn wie durch des --einen- Menschen Ungehorsam die vielen (in die Stellung von) Sündern versetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen (in die Stellung von) Gerechten versetzt werden-a-. -a) Jesaja 53, 11; 2. Korinther 5, 21.
Robinson-Pierpont (01.12.2022):Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht werden.
Interlinear 1979:denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen als Sünder hingestellt worden sind die vielen, so auch durch den Gehorsam des einen als Gerechte werden hingestellt werden die vielen.
NeÜ 2021:Genauso wie durch den Ungehorsam eines einzigen Menschen unzählige zu Sündern wurden, so werden durch den Gehorsam eines Einzigen unzählige zu Gerechten.
Jantzen/Jettel (25.11.2022):denn geradeso wie durch das Nichtgehorchen des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch das Gehorchen des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht werden.
-Parallelstelle(n): Gehorchen Philipper 2, 8; Hebräer 5, 8; zu Gerechten Jesaja 53, 11; 2. Korinther 5, 21
English Standard Version 2001:For as by the one man's disobedience the many were made sinners, so by the one man's obedience the many will be made righteous.
King James Version 1611:For as by one man's disobedience many were made sinners, so by the obedience of one shall many be made righteous.
Robinson-Pierpont 2022:Ὥσπερ γὰρ διὰ τῆς παρακοῆς τοῦ ἑνὸς ἀνθρώπου ἁμαρτωλοὶ κατεστάθησαν οἱ πολλοί, οὕτως καὶ διὰ τῆς ὑπακοῆς τοῦ ἑνὸς δίκαιοι κατασταθήσονται οἱ πολλοί.
Franz Delitzsch 11th Edition:כִּי כַּאֲשֶׁר בִּמְרִי הָאָדָם הָאֶחָד הָיוּ הָרַבִּים לְחַטָּאִים כֵּן בְּמִשְׁמַעַת הָאֶחָד יִהְיוּ הָרַבִּים לְצַדִּיקִים



Kommentar:
Peter Streitenberger 2022:Paulus stellt dem Ungehorsam Adams und der Folge davon, den Gehorsam Christi und die Folge davon gegenüber. Das Futur κατασταθήσονται („sie werden gemacht werden“) bezieht sich auf die Zukunft nach dem Werk Christi. Ab diesem war es möglich, dass alle Menschen gerechtfertigt werden können, indem sie glauben. Dem Prädikat καθίστημι („versetzen, machen zu) liegt das Muster „A macht B zu C“ bzw. „A versetzt B in die Stellung eines C“ zugrunde. Vgl. Homerus, Odyssea 13.257, der berichtet, dass der Akteur darum bittet, mit einem Schiff an das gewünschte Ziel gebracht zu werden: „τούς μ’ ἐκέλευσα Πύλονδε καταστῆσαι καὶ φέσσαι“. „Ich bat diese, mich nach Pylos mitzunehmen und dort auszusetzen“. In einer Fabel Aesops wird beim Resümee auch das selbe Prädikat gebraucht (145.1, 13): „ὁ λόγος δηλοῖ, ὅτι οἱ ῥᾳδίως τοῖς ἐχθροῖς πιστεύοντες, ὅταν τῶν ἰδίων πλεονεκτημάτων ἑαυτοὺς ἀπογυμνώσωσιν, εὐάλωτοι τούτοις γίνονται, οἷς πρότερον φοβεροὶ καθεστήκεσαν”. “Die Geschichte macht deutlich, dass diejenigen, die schnell einem Feind vertrauen (wenn sie sich selbst ihrer eigenen Vorzüge entkleiden) denen eine leichte Beute werden, die sie vorher in Angst versetzten“. Im Deutschen ist ein semantisch schwaches Wort wie „machen“ in der Lage, die Formel „A bewirkt B, dass er C wird“ auszudrücken.
John MacArthur Studienbibel:5, 12: In einem der rätselhaftesten Abschnitte der Bibel erklärt Paulus, wie der Tod eines einzelnen Menschen Rettung für viele bieten kann. Um seine Aussage zu beweisen, verweist er auf Adam und verdeutlicht somit die prinzipielle Möglichkeit, dass die Tat eines einzelnen Menschen unaufhaltsame Konsequenzen für viele andere hat. 5, 12 gleich wie … Sünde in die Welt gekommen. Nicht eine bestimmte einzelne Sünde kam in die Welt, sondern die innewohnende Neigung zum Sündigen. So wurde der Mensch von Natur aus zum Sünder. Aufgrund seines ersten Ungehorsams vererbte Adam diese innere sündige Natur an alle seine Nachkommen. Diese Natur ist vom Augenblick der Empfängnis an gegenwärtig (Psalm 51, 5) und macht es dem Menschen somit unmöglich, auf Gott wohlgefällige Weise zu leben. Satan, der Vater der Sünde (1. Johannes 3, 8), trat zuerst mit Versuchung an Adam und Eva heran (1. Mose 3, 1-7). durch einen Menschen. Als Adam sündigte, sündigte mit ihm die gesamte Menschheit in seinen Lenden (V. 18; vgl. Hebräer 7, 7-10). Da seine Sünde seine innere Natur umformte und zu geistlichem Tod und Verdorbenheit führte, würde diese sündige Natur auch an seine Nachkommenschaft durch Zeugung weitergereicht (Psalm 51, 5). Tod. Ursprünglich war Adam nicht dem Tod unterworfen, aber durch seine Sünde wurde der Tod eine bittere Gewissheit für ihn und seine Nachkommen. Der Tod hat 3 verschiedene Erscheinungsformen: 1.) der geistliche Tod bzw. die Trennung von Gott (vgl. Epheser 1, 1, 2; 4, 18), 2. der körperliche Tod (Hebräer 9, 27) und 3.) der ewige Tod (auch »zweiter Tod« genannt), der nicht nur die ewige Trennung von Gott bedeutet, sondern auch die ewige Qual im Feuersee (Offenbarung 20, 11-15). weil sie alle gesündigt haben. Weil in den Lenden Adams bereits die gesamte Menschheit existierte, die durch Vererbung seinen gefallenen Zustand und seine Verdorbenheit übernahm, kann man sagen, dass in Adam alle gesündigt haben. Daher sind die Menschen nicht Sünder, weil sie sündigen, sondern vielmehr sündigen sie, weil sie Sünder sind.



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