Psalm 50, 21

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 50, Vers: 21

Psalm 50, 20
Psalm 50, 22

Luther 1984:Das tust du, und ich schweige; / da meinst du, ich sei so wie du. / Aber ich will dich zurechtweisen / und es dir vor Augen stellen.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Das (alles) hast du getan, und ich habe geschwiegen; / da hast du gedacht, ich sei so wie du. / Das mache ich dir zum Vorwurf und gebe dir's zu bedenken.»
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Das hast du getan, und ich schwieg-a-; / du dachtest, ich sei ganz wie du. / Ich werde dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen-b-. / -a) Jesaja 57, 11. b) Prediger 12, 14.
Schlachter 1952:Das hast du getan, und ich habe geschwiegen; / da meintest du, ich sei gleich wie du; / aber ich will dich strafen und es dir vor Augen stellen! /
Zürcher 1931:Das hast du getan, und ich habe geschwiegen; / da wähntest du, ich sei gleich wie du. / Nun rüge ich dich und stelle es dir vor Augen. /
Luther 1912:Das tust du, und ich a) schweige; da meinst du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen und will dir’s unter Augen stellen. - a) Psalm 73, 11.
Buber-Rosenzweig 1929:Dieses hast du getan - schwiege nun ich, du meintest, es sei, daß ich deinesgleichen wäre. Ich ermahne dich, ich reihe dirs vor die Augen:
Tur-Sinai 1954:Dies tatest du, da ich geschwiegen / da wähntest du, ich sei dir gleich! / Ich will dich rügen, dirs vor Augen stellen! /
Luther 1545 (Original):Das thustu, vnd ich schweige, Da meinestu, Ich werde sein gleich wie du, Aber ich wil dich straffen, vnd wil dirs vnter augen stellen.
Luther 1545 (hochdeutsch):Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.
NeÜ 2021:Das hast du getan, und ich schwieg. / Hast du gemeint, ich sei so wie du? / Ich werde dich strafen! / Ich halte es dir vor!
Jantzen/Jettel 2016:Das hast du getan, und ich schwieg. Da hast du gedacht, ich wäre gleich wie du. Ich will dich rügen 1) und es dir vor Augen stellen. a)
1) o.: rügen; überführen
a) Psalm 50, 3; Prediger 8, 11; Jesaja 42, 14; 57, 11; Psalm 94, 7 .8 .9 .10 .11; Jesaja 55, 8
English Standard Version 2001:These things you have done, and I have been silent; you thought that I was one like yourself. But now I rebuke you and lay the charge before you.
King James Version 1611:These [things] hast thou done, and I kept silence; thou thoughtest that I was altogether [such an one] as thyself: [but] I will reprove thee, and set [them] in order before thine eyes.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:50, 1: In diesem Psalm wird Gott selbst häufig zitiert. Folglich erinnert seine Form an die prophetischen Schriften, die darauf spezialisiert sind, Gottes Aussprüche zu übermitteln. Das Hauptanliegen dieses Psalms ist, die Natur wahrer Anbetung vorzustellen (d.h. »Anbetung in Geist und Wahrheit«, vgl. Johannes 4, 24). Der Psalmist entfaltet dieses Anliegen geschickt in polemischer Weise und zeigt Äußerlichkeiten und Heuchelei auf. Gott, der Herr, der höchste Richter, erhebt zwei schwere Anklagen gegen sein bekennendes Volk. I. Einleitung: Der höchste Richter kommt, um die Rechtssache zu klären (50, 1-6) II. Der höchste Richter erhebt zwei Anklagen (50, 7-21) A. Erste Anklage: Ritualismus (50, 7-15) B. Zweite Anklage: Rebellion (50, 16-21) III. Der höchste Richter bietet eine Lösung an (50, 22.23) 50, 1 Das ist der erste »Psalm Asaphs« (vgl. Psalm 73-83 im 2. Psalmbuch). Zu »Asaph« vgl. 1. Chronik 6, 24; 15, 16ff.; 16, 5ff.; 25, 1ff.; 2. Chronik 5, 12; 29, 30; Esra 2, 40; Nehemia 12, 46. Manchmal steht die einfache Bezeichnung »Asaph« womöglich für den längeren Ausdruck »die Söhne Asaphs«. Jeder Fall muss untersucht werden, um zu sehen, welche Beziehung zwischen dem jeweiligen Psalm und »Asaph« besteht, d.h. wurde er von Asaph komponiert, überliefert oder von seinem besonderen Levitenchor gesungen. Viele ältere Ausleger meinen, Asaph selbst habe Psalm 50 geschrieben. Der Mächtige, Gott der HERR. Der göttliche Richter wird mit drei bedeutenden atl. Namen vorgestellt. Die ersten beiden sind die Kurzund Langformen des üblichen Wortes für »Gott« im AT, und der dritte ist insbesondere der Name des Gottes Israels, nämlich Jahwe (vgl. den historischen Ursprung in 2. Mose 3, 14). vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Eine übliche atl. Wendung, die »von Osten bis Westen« bedeutet, d.h. den ganzen Planeten umfassend.




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