1. Korinther 14, 20

Der erste Brief des Paulus an die Korinther (Erster Korintherbrief)

Kapitel: 14, Vers: 20

1. Korinther 14, 19
1. Korinther 14, 21

Luther 1984:Liebe Brüder, seid nicht -a-Kinder, wenn es ums Verstehen geht; sondern seid Kinder, wenn es um Böses geht; im Verstehen aber seid vollkommen. -a) Epheser 4, 14.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):LIEBE Brüder, zeigt euch nicht als Kinder in der Urteilskraft! Nein, in der Bosheit sollt ihr Kinder sein, aber hinsichtlich der Urteilskraft zeigt euch als Erwachsene-1-. -1) = gereifte Menschen.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Brüder, seid nicht Kinder am Verstand, sondern an der Bosheit seid Unmündige-a-, am Verstand aber seid Erwachsene-1b-. -1) w: «Vollkommene» (im Gr. ein Ausdruck für «Erwachsene»). a) 1. Korinther 3, 1. b) Römer 16, 19; Epheser 4, 13.
Schlachter 1952:Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Verständnis, sondern an Bosheit seid Kinder, am Verständnis aber werdet vollkommen.
Zürcher 1931:Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Denken, sondern in der Bosheit seid unmündig, im Denken aber werdet vollkommen! -Matthäus 10, 16; Römer 16, 19.
Luther 1912:Liebe Brüder, werdet nicht a) Kinder an dem Verständnis; sondern an der Bosheit seid Kinder, an dem Verständnis aber seid b) vollkommen. - a) Epheser 4, 14. b) Philemon 3, 12.15.
Luther 1545 (Original):Lieben Brüder, werdet nicht Kinder an dem verstentnis, sondern an der bosheit seid kinder, an dem verstentnis aber seid volkomen.
Luther 1545 (hochdeutsch):Liebe Brüder, werdet nicht Kinder an dem Verständnis, sondern an der Bosheit seid Kinder; an dem Verständnis aber seid vollkommen.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Geschwister, seid doch nicht wie Kinder, wenn es darum geht, 'diese Dinge' zu beurteilen! Wie Kinder sollt ihr nur in Bezug auf das Böse sein; in eurem Urteilsvermögen erweist euch als erwachsene Menschen!
Albrecht 1912/1988:Brüder, seid nicht Kinder an Einsicht und Verständnis*! Bleibt Kinder, wenn es sich ums Böse handelt; an Einsicht und Verständnis aber werdet gereifte Menschen!
Luther 1912 (Hexapla 1989):Liebe Brüder, werdet nicht -a-Kinder an dem Verständnis; sondern an der Bosheit seid Kinder, an dem Verständnis aber seid -b-vollkommen. -a) Epheser 4, 14. b) Philipper 3, 12.15.
Meister:Brüder, werdet keine Kindlein-a- in der Urteilskraft, an der Bosheit aber werdet unmündig-b-, in der Urteilskraft werdet vollkommen! -a) Psalm 131, 2; Matthäus 11, 25; 18, 3; 19, 14; Römer 16, 19; 1. Korinther 3, 1; Epheser 4, 14; Hebräer 5, 12.13. b) Matthäus 18, 3; 1. Petrus 2, 2.
Menge 1949 (Hexapla 1997):LIEBE Brüder, zeigt euch nicht als Kinder in der Urteilskraft! Nein, in der Bosheit sollt ihr Kinder sein, aber hinsichtlich der Urteilskraft zeigt euch als Erwachsene-1-. -1) = gereifte Menschen.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Brüder, werdet nicht Kinder am Verstande, sondern an der Bosheit seid Unmündige, am Verstande aber werdet Erwachsene-1-. -1) w: Vollkommene; im Gr. für «Erwachsene» gebraucht.++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Brüder, seid nicht Kinder am Verstand, sondern an der Bosheit seid Unmündige-a-, am Verstand aber seid Erwachsene-1b-! -1) w: Vollkommene (im Gr. ein Ausdruck für «Erwachsene»). a) 1. Korinther 3, 1. b) Römer 16, 19; Epheser 4, 13.
Schlachter 1998:Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Verständnis, sondern in der Bosheit seid Unmündige-1-, im Verständnis aber werdet erwachsen-2-. -1) d.h. unverständig und unwissend. 2) o: reif, vollkommen (gr. -+teleios-).++
Interlinear 1979:Brüder, nicht Kinder seid in den Sinnen, sondern in der Bosheit seid unmündig, aber im Denken reif seid!
NeÜ 2021:Seid doch nicht Kinder im Verstand, liebe Geschwister. In der Bosheit, da sollt ihr wie kleine Kinder sein, im Verstand aber seid erwachsen!
Jantzen/Jettel 2016:Brüder, werdet nicht Kinder am Verstand, sondern an Bosheit seid a)Kleinkinder. Am Verstand werdet aber Reife.
a) Epheser 4, 14
English Standard Version 2001:Brothers, do not be children in your thinking. Be infants in evil, but in your thinking be mature.
King James Version 1611:Brethren, be not children in understanding: howbeit in malice be ye children, but in understanding be men.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:14, 2: Für die richtige Auslegung dieses Kapitels ist es von grundlegender Wichtigkeit, zwischen dem Singular Sprache und dem Plural Sprachen zu unterscheiden. Paulus bezeichnet mit dem Singular offenbar die falsche Gabe des heidnischen Geplappers, die er so von der echten Gabe unterscheidet, in einer Fremdsprache zu reden. Dafür verwendet er das Plural (s. Anm. zu V. 2). Mit Ausnahme von V. 2 (im Grundtext: »wer in einer Sprache redet«) hält sich die Schlachterbibel konsequent an diese Unterscheidung. Die Bedeutungen dieser Unterscheidungen sind jeweils in den Anmerkungen angegeben. Um gegen das Zurückfallen in Fleischlichkeit vorzugehen und gegen falsche ekstatische Sprachenrede, die durch die Erfahrungen im Heidentum erlernt wurde, spricht Paulus drei elementare Themenbereiche an, bei denen es um die Sprachenreden als Gabe des Heiligen Geistes geht: 1.) ihre geringere Bedeutung als die der Weissagung (V. 1-19), 2.) ihr Zweck als Zeichen nicht für Gläubige, sondern für Ungläubige (V. 20-25) und 3.) ihre systematische, begrenzte und geordnete Ausübung (V. 26-40). 14, 2 wer in Sprachen redet. Dieser Singular (wörtl. »wer in einer Sprache redet«, s. vorige Anm.; vgl. V. 4.13.14.19.27), zeigt an, dass es hier um das falsche Geplapper der vorgetäuschten ekstatischen Sprache geht, wie sie im Heidentum bekannt war. Der Singular wird deshalb verwendet, weil Geplapper kein Plural sein kann; es gibt keine verschiedenen Arten von »Unsprache«. Es gibt jedoch verschiedene Fremdsprachen, und so verwendet Paulus den Plural, wenn er von der wahren Sprachengabe spricht und unterscheidet diese somit vom Geplapper (V. 6.18.22.23.29). Einzige Ausnahme ist V. 27.28 (s. Anm. dort), wo der Singular sich auf eine einzelne Person bezieht, die eine einzelne echte Fremdsprache spricht. redet nicht für Menschen, sondern für Gott. Die bessere Übersetzung wäre »zu einem Gott«. Der gr. Text hat hier keinen bestimmten Artikel (s. die entsprechende Übersetzung in Apostelgeschichte 17, 23: »einem unbekannten Gott« – Elberfelder Bibel). Ihr Geplapper war Anbetung von heidnischen Gottheiten. In der Bibel gibt es kein Beispiel für einen Gläubigen, der zu Gott in irgendeiner unverständlichen Sprache redet. niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist. Die fleischlichen Korinther machten Gebrauch von ihrer ekstatischen Sprache des Heidentums. Dabei ging es ihnen nicht darum, verstanden zu werden, sondern um eine dramatische Zurschaustellung. Der Geist, durch den sie sprachen, war nicht der Heilige Geist, sondern ihr eigener menschlicher Geist oder irgendein Dämon. Und die Geheimnisse, die sie verkündeten, glichen denen der heidnischen Mysterienreligionen, wobei es sich angeblich um tiefe Erkenntnisse handelte, die nur wenige Eingeweihte wissen und verstehen durften. Diese Geheimnisse (»Mysterien«, so lautet auch das gr. Wort für »Geheimnisse«) waren völlig anders als die in der Bibel erwähnten Geheimnisse (z.B. Matthäus 13, 11; Epheser 3, 9), bei denen es sich um Offenbarungen Gottes handelt, mit denen er zuvor verborgene Wahrheiten bekannt machte (s. Anm. zu 12, 7; Epheser 3, 3-6).



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Predigten über 1. Korinther 14, 20
Sermon-Online