1. Johannes 2, 2

Das Evangelium nach Johannes (Johannesevangelium)

Kapitel: 2, Vers: 2

1. Johannes 2, 1
1. Johannes 2, 3

Luther 1984:Und er ist die -a-Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern -b-auch für die der ganzen Welt. -a) 1. Johannes 4, 10; Kolosser 1, 20. b) Johannes 11, 51.52.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Und er ist die Versöhnung-1- für unsere Sünden, aber nicht nur für die unsrigen, sondern auch für die der ganzen Welt. -1) o: Sühnung = das Sühnopfer.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Und er ist die Sühnung für unsere Sünden-a-, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt-1b-. -1) o: für die der ganzen Welt. a) 1. Johannes 4, 10; 1. Petrus 2, 24. b) Johannes 1, 29; Kolosser 1, 20.
Schlachter 1952:und er ist das Sühnopfer für unsre Sünden, aber nicht nur für die unsren, sondern auch für die der ganzen Welt.
Zürcher 1931:Und er ist das Sühnopfer für unsre Sünden, aber nicht nur für die unsern, sondern auch für die der ganzen Welt. -1. Johannes 4, 10.
Luther 1912:Und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren sondern auch für die der ganzen Welt. - Kolosser 1, 20.
Luther 1545 (Original):Vnd derselbige ist die versönung fur vnser sünde, Nicht allein aber fur die vnsere, sondern auch fur der gantzen Welt.
Luther 1545 (hochdeutsch):Und derselbige ist die Versöhnung für unsere Sünde, nicht allein aber für die unsere, sondern auch für die der ganzen Welt.
Neue Genfer Übersetzung 2011:ist durch seinen Tod zum Sühneopfer für unsere Sünden geworden, und nicht nur für unsere Sünden, sondern für die der ganzen Welt. [Kommentar: Der Tod von Jesus Christus am Kreuz war ein stellvertretendes Opfer: Als Schuldloser sühnte er die Schuld der Menschen, indem er die Strafe für das von ihnen begangene Unrecht auf sich nahm eine Stellvertretung, die allen zugute kommt, die an ihn glauben.]
Albrecht 1912/1988:Der ist die Sühne für unsre Sünden, und nicht für unsre allein, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren sondern auch für die der ganzen Welt. -Kolosser 1, 20.
Meister:Und Er ist die Sühnung-a- für unsre Sünden, nicht für die unsrigen aber allein, sondern auch für die der ganzen Welt-b-. -a) Römer 3, 25; 2. Korinther 5, 18; 1. Johannes 1, 7; 4, 10. b) Johannes 1, 29; 4, 42; 11, 51.52; 1. Johannes 4, 14.
Menge 1949 (Hexapla 1997):Und er ist die Versöhnung-1- für unsere Sünden, aber nicht nur für die unsrigen, sondern auch für die der ganzen Welt. -1) o: Sühnung = das Sühnopfer.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.
Revidierte Elberfelder 1985-1991:Und er ist die Sühnung für unsere Sünden-a-, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt-1b-. -1) o: für die der ganzen Welt. a) 1. Johannes 4, 10; 1. Petrus 2, 24. b) Johannes 1, 29; Kolosser 1, 20.
Schlachter 1998:und er ist das Sühnopfer-1- für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt-2-. -1) o: die Sühnung, Versöhnung. 2) o: für die ganze Welt. Einige Ausleger deuten das «wir» als die christusgläubigen Juden, zu denen Johannes ja zählte. Christus ist das Sühnopfer für die Juden, aber auch für alle Völker (= «die ganze Welt»), so daß jeder, der an Christus glaubt, gerettet werden kann.++
Robinson-Pierpont (deutsch) 2022:Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht für die unseren aber allein, sondern auch für die der ganzen Welt.
Interlinear 1979:und er Versöhnung ist für unsere Sünden, nicht für die unseren aber allein, sondern auch für der ganzen Welt.
NeÜ 2021:und ist zum Sühnopfer für unsere Sünden geworden, aber nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt.
Jantzen/Jettel 2016:Und der ist [die] a)Sühnung für unsere Sünden, aber nicht allein für die unseren, sondern auch für die b)ganze Welt.
a) 1. Johannes 4, 10; Römer 3, 25; 1. Petrus 2, 24
b) Johannes 1, 29; 1. Timotheus 2, 6*
English Standard Version 2001:He is the propitiation for our sins, and not for ours only but also for the sins of the whole world.
King James Version 1611:And he is the propitiation for our sins: and not for ours only, but also for [the sins of] the whole world.
Robinson-Pierpont 2022:καὶ αὐτὸς ἱλασμός ἐστιν περὶ τῶν ἁμαρτιῶν ἡμῶν· οὐ περὶ τῶν ἡμετέρων δὲ μόνον, ἀλλὰ καὶ περὶ ὅλου τοῦ κόσμου.



Kommentar:
Streitenberger Kommentar 2022:Die Grundlage, dass wir Christus unsere Sünden bekennen können, ist das Werk der Sühnung am Kreuz. Der zweite Satz, dessen fehlendes Prädikat sinngemäß vom ersten zu übernehmen ist (er ist die Sühnung oder er ist es), ist ein Nachtrag zum Präpositionalobjekt, das mit περὶ (für) begonnen wurde. Dieser Teil wird im nächsten Satz wieder mit der Präposition aufgegriffen und um einen weiteren Gedanken erweitert, der spezifiziert, dass Christus die Sühnung für die Christen ist und die Sühnung für Sünden der Christen (ἡμετέρων, unseren) ist und auch die Sühnung für die Sünden der ganzen Welt. Das bedeutet, dass alle Menschen gerettet werden können, wenn sie Buße tun und das Werk des Herrn annehmen, wenn sie die Sühnung für ihre Sünden nicht annehmen, werden sie jedoch ewig verloren gehen, nicht weil Gott nicht wollte, sondern, weil sie das Werk des Herrn zur Sühnung der Sünden nicht anerkennen wollten. Da im zweiten Satz im ersten Teil die gleiche Struktur wie im zweiten Teil ist, und nach περὶ das im Satz zuvor genannte Präpositionalobjekt (τῶν ἁμαρτιῶν, unsere Sünden) zu substituieren ist (mittels die), ist dies analog auch im zweiten Teil nötig und das Präpositionalobjekt τῶν ἁμαρτιῶν (unsere Sünden) mit die anzuzeigen. Die beiden Genitive, die anzeigen, um wessen Sünden es sich handelt, haben sowohl bei τῶν ἡμετέρων (die unseren) als auch bei ὅλου τοῦ κόσμου (die der ganzen Welt) dieselbe Funktion, nämlich eine Zuschreibung, wessen Sünden es sind: Einmal die der Christen, einmal die der Welt, d.h. der Nicht-Christen. Dass es sich um die jeweiligen Sünden handelt, zeigt auch der sinngemäß ergänzte Zusatz von ἁμαρτιῶν (Sünden) zum Text bei Johannes bei Clemens Alexandrinus, Paedagogus 3.12.12 οὐ περὶ τῶν ἡμετέρων δὲ μόνον ἁμαρτιῶν, ἀλλὰ καὶ περὶ ὅλου τοῦ κόσμου. nicht für die unseren Sünden allein, sondern für die der ganzen Welt. Dabei hätte Clemens auch an der zweiten Stelle ἁμαρτιῶν (Sünden) ergänzen können, da die Struktur gleich ist: ἀλλὰ καὶ περὶ ὅλου τοῦ κόσμου ἁμαρτιῶν (für die Sünden der ganzen Welt). Vgl. ebenso Origenes, In Jeremiam (homiliae 1-20) 4.4, 4: λέγει περὶ τῶν ἡμετέρων ἁμαρτημάτων. Er spricht von unseren Übertretungen. Eine Stelle, die bei Johannes die Notwendigkeit einer sinngemäßen Ergänzung deutlich macht, die sonst vorhanden ist, bei Johannes hier dazugedacht werden kann, da es vom Kontext her deutlich ist, worum es geht: Flavius Josephus, Contra Apionem 2.28 καὶ τί γε δεῖ θαυμάζειν εἰ περὶ τῶν ἡμετέρων ψεύδεται προγόνων λέγων αὐτοὺς εἶναι τὸ γένος Αἰγυπτίους. Und warum sollte man sich wundern, wenn er über unsere Vorfahren lügt, indem er sagt, sie seien von ägyptischem Geschlecht. Ein Beispiel für die Notwendigkeit einer Ergänzung ist Dionysius Halicarnassensis, Antiquitates Romanae 3.15, 4 μαντεύομαι δὲ καὶ περὶ ἐκείνων οἷα καὶ περὶ τῶν ἡμετέρων. Ich sage aber sowohl das Gleiche für (die Jugend) von jenen wie für die von uns voraus. Vgl. ähnliche syntaktische Strukturen bei Lysias, Περὶ τῆς Εὐάνδρου δοκιμασίας 16.1: καίτοιγε αὐτὸν ἀκούω λέξειν ὡς οὐ περὶ αὐτοῦ μόνον ἡ δοκιμασία ἐστίν, ἀλλὰ περὶ πάντων τῶν ἐν ἄστει μεινάντων. Und doch höre ich, dass man sagt, wie die Prüfung nicht für ihn allein ist, sondern für alle die in der Oberstadt bleiben. In diesem Satz, der jedoch ein explizites Prädikat ἐστίν (sie ist) aufweist, wird dargelegt, dass die Prüfung nicht nur für die eine Person allein, sondern für alle ist, die in der Stadt sind. Es wird also die erste Größe und eine weiter Größe ergänzt, genau wie bei Johannes. Siehe ebenso Dio Chrysostomus, Orationes 31.116, 5: πάλιν δὲ ἑτέρου, ὡς καὶ παρ’ Ἀθηναίοις πολλὰ πράττεται νῦν, οἷς οὐκ ἀπεικότως ἄν τις ἐπιπλήξειεν, οὐ περὶ τὰ ἄλλα μόνον, ἀλλὰ καὶ περὶ τὰς τιμάς. Und wieder (hörte ich) einen anderen: Wie auch bei den Athenern vieles getan wird heute, die irgendwer nicht zu Unrecht tadeln könne, nicht nur das in Bezug auf gewöhnliche Dinge, sondern auch das in Bezug auf die Ehren. Auch hier ist wie bei Johannes das Prädikat zu ergänzen, nämlich es ist zu tadeln. Dann schließen sich an die gewöhnlichen Dinge an, die es zu tadeln gilt, diejenigen an, die eine Besonderheit ausmachen, nämlich, wenn es um Ehrerbietungen geht, auch da sind Dinge zu tadeln, wie sie in Athen gehandhabt werden. Eine Parallelstelle bei Johannes selbst (Johannes 17.20): Οὐ περὶ τούτων δὲ ἐρωτῶ μόνον, ἀλλὰ καὶ περὶ τῶν πιστευόντων διὰ τοῦ λόγου αὐτῶν εἰς ἐμέ. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben.
John MacArthur Studienbibel:2, 2: Sühnopfer. Vgl. 4, 10. Das Wort bedeutet »Beschwichtigung« oder »Zufriedenstellung«. Das Opfer Jesu am Kreuz stellte die Forderungen der Heiligkeit Gottes nach Bestrafung der Sünde zufrieden (vgl. Römer 1, 18; 2. Korinther 5, 21; Epheser 2, 3). Jesus besänftigte Gott oder stellte ihn zufrieden. S. Anm. zu Hebräer 2, 17; 9, 15 hinsichtlich einer deutlichen Illustration der Sühnung. für die der ganzen Welt. Dies ist ein Oberbegriff, der sich nicht auf jede einzelne Sünde bezieht, sondern auf die Menschheit im Allgemeinen. Christus bezahlte die Strafe nur für diejenigen, die Buße tun und glauben würden. Eine Reihe von Schriftstellen deutet an, dass Christus für die Welt starb (Johannes 1, 29; 3, 16; 6, 51; 1. Timotheus 2, 6; Hebräer 2, 9). Die Mehrzahl der Menschen wird ewig verloren gehen und für ihre Sünden in der Hölle bezahlen, so dass Christus nicht für sie bezahlt haben kann. Die Bibelstellen, die vom Sterben Christi für die ganze Welt sprechen, müssen in der Weise verstanden werden, dass sie sich auf die Menschheit im Allgemeinen beziehen (wie in Titus 2, 11). »Welt« weist auf den Bereich, auf die Wesen hin, mit denen Gott Versöhnung sucht und für die er Sühnung bereitet hat. Gott hält seinen Zorn auf Sünder vorübergehend zurück, indem er sie leben und sie ihr irdisches Dasein genießen lässt (s. Anm. zu 1. Timotheus 4, 10). In diesem Sinn hat Christus eine kurze, begrenzte Sühnung für die ganze Welt bereitgestellt. Aber für die glaubenden Auserwählten hat er den Zorn Gottes vollständig und für immer besänftigt. Christi Tod hat in sich selbst unbegrenzten, endlosen Wert, weil er der heilige Gott ist. Folglich war sein Opfer ausreichend, um die Strafe für alle Sünden derer zu bezahlen, die Gott zum Glauben führt, denn die tatsächliche Begleichung und Sühnung geschah nur für die Glaubenden (vgl. Johannes 10, 11, 15; 17, 9, 20; Apostelgeschichte 20, 28; Römer 8, 32, 37; Epheser 5, 25). Die Begnadigung ist der ganzen Welt angeboten, aber nur die Glaubenden empfangen sie (vgl. 4, 9, 14; Johannes 5, 24). Es gibt keinen anderen Weg, mit Gott versöhnt zu werden.



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