Kolosser 1, 20

Der Brief des Paulus an die Kolosser (Kolosserbrief)

Kapitel: 1, Vers: 20

Kolosser 1, 19
Kolosser 1, 21

Luther 1984:und er durch ihn -a-alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. -a) 1. Johannes 2, 2.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):und durch ihn alles-1- mit sich-2- zu versöhnen, - nachdem er durch sein am Kreuz vergossenes Blut Frieden gestiftet hat -, durch ihn (zu versöhnen) sowohl das, was auf der Erde, als auch das, was in den Himmeln ist. -1) = die ganze Welt. 2) aL: in ihn hinein (o: für ihn, o: auf ihn hin).
Revidierte Elberfelder 1985/1986:und durch ihn alles mit sich-1- zu versöhnen - indem-2- er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes-a- -, durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist-b-. -1) w: auf ihn hin. 2) o: nachdem. a) Römer 5, 1; Epheser 2, 16. b) Epheser 1, 10; 1. Johannes 2, 2.
Schlachter 1952:und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst - dadurch daß er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, sowohl was im Himmel, als auch was auf Erden ist.
Zürcher 1931:und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er durch sein Kreuzesblut Frieden stiftete - durch ihn (zu versöhnen), sei es, was auf Erden, sei es, was in den Himmeln ist. -Epheser 1, 7; 2, 13-16; 2. Korinther 5, 18; 1. Johannes 2, 2.
Luther 1912:und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz durch sich selbst. - Epheser 1, 10; 1. Johannes 2, 2.
Luther 1545 (Original):Vnd alles durch jn versönet würde zu jm selbs, es sey auff Erden oder im Himel, Damit das er Friede machet durch das Blut an seinem Creutz, durch sich selbs.
Luther 1545 (hochdeutsch):und alles durch ihn versöhnet würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit, daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz durch sich selbst.
Neue Genfer Übersetzung 2011:und durch ihn das ganze Universum mit sich zu versöhnen. Dadurch, dass Christus am Kreuz sein Blut vergoss, hat Gott Frieden geschaffen. Die Versöhnung durch Christus umfasst alles, was auf der Erde, und alles, was im Himmel ist.
Albrecht 1912/1988:und durch ihn alles, was auf Erden und im Himmel ist, für ihn miteinander zu versöhnen*, nachdem er* durch sein am Kreuze vergossenes Blut Frieden gestiftet hat*.
Luther 1912 (Hexapla 1989):und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst. -Epheser 1, 10; 1. Johannes 2, 2.
Meister:und durch Ihn das Gesamte völlig auszusöhnen für Sich Selbst, indem Er Frieden schaffte durch das Blut Seines Kreuzes, durch Ihn, es sei das auf der Erde, es sei das in den Himmeln! -2. Korinther 5, 18; Epheser 2, 14-16.
Menge 1949 (Hexapla 1997):und durch ihn alles-1- mit sich-2- zu versöhnen, - nachdem er durch sein am Kreuz vergossenes Blut Frieden gestiftet hat -, durch ihn (zu versöhnen) sowohl das, was auf der Erde, als auch das, was in den Himmeln ist. -1) = die ganze Welt. 2) aL: in ihn hinein (o: für ihn, o: auf ihn hin).
Nicht revidierte Elberfelder 1905:und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, - indem-1- er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln. -1) o: nachdem.++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:und durch ihn alles mit sich-1- zu -ifa-versöhnen - indem-2- er -pta-Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes-a- - durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist-b-. -1) w: auf ihn hin. 2) o: nachdem. a) Römer 5, 1; Epheser 2, 16. b) Epheser 1, 10; 1. Johannes 2, 2.
Schlachter 1998:und durch ihn alles mit sich zu versöhnen-1-, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes-2- - durch ihn, sowohl das, was auf der Erde ist, als auch das, was im Himmel ist. -1) o: zu ihm selbst hin. 2) d.h. durch das am Kreuz stell-vertretend für die sündigen Menschen vergossene Blut Jesu Christi.++
Interlinear 1979:und durch ihn zu versöhnen alles hin zu ihm, Frieden gemacht habend durch sein Blut am Kreuz, durch ihn, sei es das auf der Erde, sei es das in den Himmeln.
NeÜ 2021:und durch ihn alles mit ihm versöhnen. / Durch sein am Kreuz vergossenes Blut machte er Frieden, / sei es für die auf der Erde oder im Himmel.
Jantzen/Jettel 2016:und 1) durch IHN alles mit ihm selbst ganz 2) zu versöhnen 3) (nachdem er Frieden gestiftet hatte durch das Blut seines Kreuzes), durch IHN, sei es das auf der Erde, sei es das in den Himmeln. a)
a) Epheser 1, 10; Epheser 2, 13 .14 .15 .16 .17 .18
1) „Es beschloss die ganze Fülle [nämlich Gott], in ihm [dem Sohn der Liebe] zu wohnen und durch ihn alles mit ihm selbst [mit Gott] zu versöhnen.“ Diese Übersetzung ist die einfachste und empfiehlt sich von vornherein formell am meisten. Es ist nicht nötig, ein Subjekt zu ergänzen („Gott“ wird seit V. 13 nicht mehr als Subjekt genannt) oder einen AcI (Akkusativ mit Infinitiv) anzunehmen; EUDOKEIN kommt bei Paulus nie mit AcI vor, auch sonst im NT nicht. (Vgl. Ewald, bei Zahn, und Lenski.) Dass die Fülle (Gottes) auch in V. 20 Subjekt wird, sollte keine Schwierigkeit sein, da die göttliche Fülle in Gott personifiziert ist.
2) o. evt.: wieder
3) Wir haben es hier mit der letzten von vier Stellen (Römer 5, 10.11; 2. Korinther 5, 18-21; Epheser 2, 11-18; Kol 1, 19-22), die das Heilsthema Versöhnung begründen, zu tun. Für die Bedeutung des Wortes hat man nebst den Texten, die das Wort enthalten, zur Grundbedeutung der Vokabel selbst zu gehen. APOKATALLASSEIN setzt sich zusammen aus zwei Wörtern, APO (ab, von, weg) und KATALLASSEIN (umändern, tauschen, versöhnen). KATALLASSEIN wiederum setzt sich ebenfalls aus zwei Wörtern zusammen, der Präposition KATA (nieder) und ALLASSEIN (ändern, verändern), welches von ALLOS kommt: das andere. Man merkt somit, dass „versöhnen“ eine engere Anwendung des griech. Wortes ist: Eine Beziehung wird ausgetauscht. Dass es sich um eine besondere Beziehung handelt, ergeht nun aus den entsprechenden Texten: Es geht um die feindliche Einstellung des Menschen zu Gott und um Gottes heilige Haltung dem Bösen gegenüber. Dass es überhaupt zu einer Versöhnung kommt, ist der göttlichen Eigenschaft der Liebe zuzuschreiben. Der Umfang der Versöhnung wird nicht nur in dem präpositionalen Gefüge am Ende des Verses angegeben, sondern in der Klammer davor, die vom Mittel der Versöhnung spricht, angedeutet: das Kreuz, genauer, „das Blut seines Kreuzes“. Dieses war das Blut des Gottes- und Menschensohnes, der für den Menschen und die Folgen seiner Sünde starb. Diese Folgen werden angegeben in der Geschichte des Sündenfalles in 1. Mose 3 sowie in Römer 8, 19-23: der Tod des Menschen, das Erschweren seines Lebens auf Erden und die Mitleidenschaft seiner Umwelt, der natürlichen Schöpfung. Somit ist die Engelwelt, aus der eine Anzahl Wesen von Gott bereits vor der Sünde des Menschen abfiel, ausgeschlossen. Ausgetauscht wird zweierlei: die Beziehung bußfertiger Menschen, die auf das göttliche Versöhnungsangebot eingehen, und die in Mitleidenschaft gezogene physikalische Schöpfung (Römer 8). Ewald, in der Reihe Zahn, („Epheser, Kolosser, Philemon“, S. 336) bemerkt: „Es bedeutet zunächst ... nichts anderes als ‘zu einem anderen, zu etwas anderem [zu] machen, um[zu]wandeln’, wobei das erst hier und [in] Epheser [2, 16] sich findende APO- verstärkend wirkt. Doch wird es im biblischen Griechisch lediglich da angewendet, wo es sich um ein gestörtes Verhältnis handelt, darum insbesondere da, wo die göttliche Heilstat der ‘Versöhnung’ mit Bezug auf den Sünder in Frage steht.“
English Standard Version 2001:and through him to reconcile to himself all things, whether on earth or in heaven, making peace by the blood of his cross.
King James Version 1611:And, having made peace through the blood of his cross, by him to reconcile all things unto himself; by him, [I say], whether [they be] things in earth, or things in heaven.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:1, 3: Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Mit Hilfe dieser Bezeichnung hat man häufig dargelegt, dass Jesus wesensgleich ist mit Gott, so wie jeder wahre Sohn wesensgleich mit seinem Vater ist. Der Ausdruck ist eine Bekräftigung der Gottheit Christi (vgl. Römer 15, 6; 2. Korinther 1, 3; 11, 13; Epheser 1, 3; 3, 14; 1. Petrus 1, 3). 1, 3 im Licht. Mit »Licht« beschreibt die Bibel intellektuell gesehen göttliche Wahrheit (Psalm 119, 130) und moralisch gesehen göttliche Reinheit (Epheser 5, 8-14; 1. Johannes 1, 5). Das Erbe der Heiligen existiert im geistlichen Reich der Wahrheit und Lauterkeit. Dort wohnt Gott selbst (1. Timotheus 6, 16). Daher ist Licht auch ein Synonym für das Reich Gottes. Vgl. Johannes 8, 12; 2. Korinther 4, 6; Offenbarung 21, 23; 22, 5. 1, 3 Das gr. Wort für »Ebenbild« ist eikon, wovon das dt. Wort »Ikone« abstammt. Es bedeutet »Kopie« oder »Abbild«. Jesus Christus ist das vollkommene Bild – das exakte Abbild – Gottes. Er war von aller Ewigkeit her in der Gestalt Gottes selbst (Philemon 2, 6; vgl. Johannes 1, 14; 14, 9). Mit dieser Beschreibung Jesu betont Paulus, dass Christus sowohl die Repräsentation als auch die Offenbarung Gottes ist. Von daher ist er in jeder Hinsicht völlig Gott (vgl. 2, 9; Johannes 8, 58; 10, 30-33; Hebräer 1, 8). der Erstgeborene, der über alle Schöpfung ist. Vgl. V. 18. Das gr. Wort für »Erstgeboren« kann sich auf jemanden beziehen, der zeitlich als erster geboren wurde, doch in den meisten Fällen bezeichnet es eine vorrangige Stellung oder einen höheren Rang (s. Anm. zu Hebräer 1, 6; vgl. Römer 8, 29). Sowohl in der gr. als auch in der hebr. Kultur war der Erstgeborene der vorrangige Sohn, der von seinem Vater das Erbrecht empfing, ob er nun als erster geboren war oder nicht. Dieser Begriff wird für Israel verwendet, das zwar nicht zeitlich die erste Nation, aber die vorrangige Nation war (vgl. 2. Mose 4, 22; Jeremia 31, 9). In diesem Zusammenhang bedeutet Erstgeborener eindeutig nicht »geschaffen«, sondern »von höchstem Rang« (vgl. Psalm 89, 28; Offenbarung 1, 5), und das aus mehreren Gründen: 1.) Christus kann nicht zugleich der »Erstgeborene« und »Ein-geborene« sein (vgl. Johannes 1, 14.18; 3, 16.18; 1. Johannes 4, 9); 2.) wenn der »Erstgeborene« zu einer Gruppe gehört, steht diese Gruppe im Plural (vgl. V. 18; Römer 8, 29), doch die Bezugsgruppe hier ist die »Schöpfung« – und die steht im Singular; 3.) wenn Paulus lehrte, Christus sei ein erschaffenes Wesen, stimmte er damit der Irrlehre zu, die er mit dem Brief widerlegen wollte; und 4.) kann Christus unmöglich geschaffen und zugleich der Schöpfer von allem sein (V. 16). Deshalb ist Jesus der Erstgeborene im Sinne der Vorrangstellung (V. 18) und besitzt das Erbrecht »über aller Schöpfung« (vgl. Hebräer 1, 2; Offenbarung 5, 1-7.13). Er existierte vor der Schöpfung und steht in seinem Rang über ihr. S. Anm. zu Psalm 2, 7; Römer 8, 29. 1, 3 Gläubige haben in Christus alles, was sie brauchen, sowohl von ihrer Stellung her durch die zugerechnete vollkommene Gerechtigkeit Christi (s. Anm. zu 1, 22), als auch volles Genüge in allen himmlischen Gütern, die zur geistlichen Reife führen (s. Anm. zu 2. Petrus 1, 3.4). das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt. Jesus Christus ist der Schöpfer und Herrscher des Universums und aller geistlichen Wesen (s. Anm. zu 1, 16), und kein Gott unterordnetes Wesen, das von Gott ausgestrahlt wird, wie die Irrlehrer von Kolossä behaupteten (s. Einleitung: Hintergrund und Umfeld).


«Grammatische Kürzel» der Elberfelder Studienbibel
aAorist (2)
amAorist Medium (2, 24)
apAorist Passiv (2, 31)
artbestimmter Artikel (3)
bpmbetontes Personalpronomen (4)
bvftbetonte Verneinung im Futur (5)
fFemininum (6)
ftFutur (7)
ftmFutur Medium (7, 24)
ftpFutur Passiv (7, 31)
gnGenitiv (8)
idpIndikativ Präsens (12, 13)
idpfIndikativ Perfekt (12, 32)
idppIndikativ Perfekt Passiv (12, 31, 32)
ippIndikativ Präsens Passiv (12, 13, 31)
ifaInfinitiv Aorist (14, 15)
ifapInfinitiv Aorist Passiv (2, 14, 31)
ifftInfinitiv Futur (7, 14)
ifgnInfinitiv im Genitiv (16)
ifpInfinitiv Präsens (14, 17)
ifpfInfinitiv Perfekt (14, 32)
ifppInfinitiv Präsens Passiv (14, 17, 31)
imaImperativ Aorist (9)
imapImperativ Aorist Passiv (9, 31)
impImperativ Präsens (10)
ipfImperfekt (11)
kaKonjunktiv Aorist (19, 20)
kaakKonjunktiv Aorist Aktiv (19, 20)
kaimKonjunktiv Aorist als Imperativ (21)
kamKonjunktiv Aorist Medium (19, 20, 24)
kapKonjunktiv Aorist Passiv (19, 20, 31)
komKomparativ (18)
kpakKonjunktiv Präsens Aktiv (1, 22)
kpmpKonjunktiv Präsens Medium / Passiv (22, 24, 31)
mMaskulinum (23)
nNeutrum (25)
nomNomen (26)
optOptativ (27)
pfPerfekt (32)
plPlural (33)
ppPräsens Passiv (13, 31)
ppfPartizip Perfekt (28, 32)
ppfpPartizip Perfekt Passiv (28, 31, 32)
pqpfPlusquamperfekt (34)
prdPrädikat (35)
ptaPartizip Aorist (28, 29)
ptapPartizip Aorist Passiv (28, 29, 31)
ptpPartizip Präsens (30)
ptppPartizip Präsens Passiv (28, 30, 31)
sadsubstantiviertes Adjektiv (38)
sgSingular (37)
sifdsubstantivierter Infinitiv mit dia (39)
sifesubstantivierter Infinitiv mit en (41)
sifmsubstantivierter Infinitiv mit meto (42)
sifpsubstantivierter Infinitiv mit pro (43)
sifpssubstantivierter Infinitiv mit pros (44)
sifssubstantivierter Infinitiv mit eis (40)
ubunbestimmt (45)

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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