3. Johannes 1, 1

Das Evangelium nach Johannes (Johannesevangelium)

Kapitel: 1, Vers: 1

2. Johannes 1, 13
3. Johannes 1, 2

Luther 1984:DER Älteste an Gajus, den Lieben, -a-den ich lieb habe in der Wahrheit. -a) 2.Johannes 1.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):ICH, der Alte-1-, sende meinen Gruß dem geliebten Gajus, den ich aufrichtig lieb habe. -1) o: Älteste.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:DER Älteste-a- dem geliebten Gajus, den ich liebe in (der) Wahrheit. -a) 2.Johannes 1.
Schlachter 1952:DER Älteste an Gajus, den geliebten, welchen ich in Wahrheit liebe.
Zürcher 1931:DER Älteste an den geliebten Gajus, den ich in der Wahrheit liebhabe. -2.Johannes 1; Apostelgeschichte 20, 4; Römer 16, 23.
Luther 1912:Der Älteste: Gajus, dem Lieben, a) den ich liebhabe in der Wahrheit. - a) 2. Johannes 1.
Luther 1545 (Original):Der Eltester: Gaio dem lieben, den ich lieb habe in der warheit.
Luther 1545 (hochdeutsch):Der Älteste: Gajus, dem Lieben, den ich liebhabe in der Wahrheit.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Der Älteste [Kommentar: Siehe die Anmerkung zu 2. Johannes 1.] an seinen lieben Freund Gaius. Mein Freund, 'ich schreibe dir, weil' ich dich aufrichtig liebe.
Albrecht 1912/1988:DER Älteste entbietet seinen Gruß dem lieben Gajus, den ich aufrichtig liebe.
Luther 1912 (Hexapla 1989):DER Älteste: Gajus, dem Lieben, -a-den ich liebhabe in der Wahrheit. -a) 2.Johannes 1.
Meister:DER Älteste dem geliebten Gajus, welchen ich liebe in Wahrheit. -2.Johannes 1.
Menge 1949 (Hexapla 1997):ICH, der Alte-1-, sende meinen Gruß dem geliebten Gajus, den ich aufrichtig lieb habe. -1) o: Älteste.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Der Älteste dem geliebten Gajus, den ich liebe in (der) Wahrheit.
Revidierte Elberfelder 1985-1991:DER Älteste-a- dem geliebten Gajus, den ich liebe in (der) Wahrheit. -a) 2.Johannes 1.
Schlachter 1998:Der Älteste an den geliebten Gajus, den ich in Wahrheit liebe.
Interlinear 1979:Der Älteste an Gaius, den geliebten, den ich liebe in Wahrheit.
NeÜ 2016:Die Praxis der Wahrheit: (Der dritte Johannesbrief ist an einen Mann namens Gajus gerichtet, der sich um durchreisende Missionare kümmerte. Es ist ein sehr persönliches Schreiben, setzt sich aber zugleich mit einem innergemeindlichen Problem auseinander.)Zur Wahrheit gehören Ermutigung, Tadel und Lob. Ermutigung für Gajus Es schreibt der Älteste. An seinen lieben Freund Gajus, dem ich durch die Wahrheit verbunden bin.
Jantzen/Jettel 2016:Der Ältere 1) Gaius, dem Geliebten, den ich in [der] Wahrheit liebe. a)
a) 2. Johannes 1, 1
1) vielleicht: Der Älteste
English Standard Version 2001:The elder to the beloved Gaius, whom I love in truth.
King James Version 1611:The elder unto the wellbeloved Gaius, whom I love in the truth.


Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:1: Der Älteste. Johannes benutzt den gleichen Ausdruck für sich selbst wie in 2. Johannes 1. Er bezieht sich wahrscheinlich auf sein Alter, seinen Status als apostolischer Augenzeuge des Lebens Jesu und auf seine offizielle Autoritätsstellung in der Gemeinde. den geliebten. Der Begriff »Geliebte« wird im NT nur für Christen gebraucht (Kolosser 3, 12; Phim 1, 2; 2. Petrus 3, 14; 1. Johannes 4, 1). Gajus. Außer der Anrede am Anfang des Briefes ist von Gajus nichts bekannt. Der Name war einer von 18 geläufigen Namen, von denen römische Eltern für gewöhnlich einen für ihre Söhne aussuchten, was eine genaue Identifizierung erschwert. Bei Johannes, seinen Mitgläubigen und sogar bei Fremden, denen Gajus Gastfreundschaft gewährte, genoss er aufgrund seines christlichen Lebens und Verhaltens ein hohes Ansehen (V. 1-6). Johannes gibt seine eigene Wertschätzung für Gajus zu erkennen, indem er ihn in seinem Brief vier Mal »Geliebten« nennt (V. 1.2.5.11). Wahrscheinlich gehörte er zu einer Gemeinde in Kleinasien, die Johannes unter seiner Obhut hatte. Der Apostel plante, ihn irgendwann in nächster Zukunft zu besuchen (V. 13). den ich in Wahrheit liebe. Da Christen die Erkenntnis der Wahrheit miteinander teilen, besitzen sie auch die gleiche Quelle der Liebe (2. Johannes 1). Während manche meinten, dass der Ausdruck lediglich »wahrhaftig« oder »wirklich« bedeutet (Markus12, 32; Johannes 1, 47), unterstellt Johannes’ Gebrauch dieses Ausdrucks an anderer Stelle in seinen Briefen, wo Wahrheit eine solch wichtige Bedeutung einnimmt, dass der Älteste die Art von Liebe meinte, die mit den fundamentalen Wahrheiten des Glaubens übereinstimmt (vgl. V. 4; 1. Johannes 2, 21; 3, 19). 2 ich wünsche. Das gr. Original lässt erkennen, dass hier ein »betendes Wünschen« gemeint ist, obgleich man sagen muss, dass in den meisten deutschen Bibelübersetzungen hier nur das Wort »wünschen« zu finden ist (A.d.Ü.). Johannes’ Gebet für Gajus ist bedeutsam. Gajus’ geistlicher Zustand war so ausgezeichnet, dass Johannes betete, dass seine physische Gesundheit seiner geistlichen Energie entsprechen würde. Nach der Gesundheit des anderen zu fragen, war ein üblicher Brauch in den Briefen des Altertums, aber Johannes adaptierte diese Konvention in einmaliger Weise, um Gajus’ kraftvollen geistlichen Zustand hervorzuheben. 3 als Brüder kamen und … Zeugnis ablegten. Diese Aussage lässt darauf schließen, dass Christen Gajus’ beispielhaften Gehorsam gegenüber den Glaubensgrundlagen lobten. Sein geistlicher Ruf war weithin bekannt. du wandelst in der Wahrheit. Gajus’ Leben entsprach seinen Worten. Er besaß einen vorbildlichen Ruf, das zu praktizieren, was er predigte (2. Johannes 4). Johannes spricht ihm eine der größten Belobigungen des NT aus, da das Lob nicht nur die Tatsache bescheinigt, dass er die Wahrheit kannte, sondern sie auch treu ausübte. Gajus’ Handeln war ein starker Kontrast zu Diotrephes’ schlechtem Ruf (V. 10). 4 Ich habe keine größere Freude. Johannes’ persönliche Zuneigung zu Gajus war besonders auf sein Verhalten zurückzuführen (Lukas 6, 46). meine Kinder. Das gr. Original legt auf das Wort »meine« Nachdruck. Johannes’ Herz freute sich am richtigen Verhalten seiner geistlichen Kinder im Glauben. Jene, die in der Wahrheit (Glauben) leben (Verhalten) besitzen Integrität – zwischen dem Bekenntnis und dem Leben besteht kein Zwiespalt. Er hatte starke väterliche Zuneigungen zu ihnen (vgl. 1. Korinther 4, 14-16; 1. Thessalonicher 2, 11; 3, 1-10). 5 du handelst treu. Echter Glaube bringt immer wahre gute Werke hervor (Jakobus 2, 14-17). an den Brüdern … an den unbekannten. Gajus erwies nicht nur seinen Bekannten sondern auch Unbekannten Gastfreundschaft. Gemeint sind vor allem umherwandernde Evangeliumsprediger, die Gajus auf ihren Reisen unterstützte. 6 die von deiner Liebe Zeugnis abgelegt haben vor der Gemeinde. Gajus’ Ruf der Gastfreundschaft und Güte (und auch des Gehorsams – V. 3) war auch in den Gemeinden der Umgegend wohl bekannt. Du wirst wohl tun. Johannes ermutigt Gajus, weiterhin gastfreundlich zu sein, besonders wegen Diotrephes’ Vorgehen, der sich gegen ihn stellte (V. 10). wie es Gottes würdig ist. Vgl. Kolosser 1, 10; 1. Thessalonicher 2, 12 Dies besagt, Menschen so zu behandeln, wie Gott sie behandeln würde (s. Matthäus 10, 40). Es ist die maßgebliche Art und Weise, in der Gastfreundschaft ausgeübt werden sollte (Matthäus 25, 40-45). 7.8 Johannes nennt mehrere Gründe dafür, dass Gastfreundschaft in der Weise ausgeübt werden sollte, »wie es Gottes würdig ist«. Erstens, man muss denen Gastfreundschaft erweisen, die reine Motive haben. Diese umherreisenden Missionare zogen »um seines Namens willen« aus (V. 7; vgl. Römer 1, 5). Sie tun ihren Dienst zur Ehre Gottes, nicht zu ihrer eigenen. Zweitens, man muss denen Gastfreundschaft zeigen, die ihren Dienst nicht wegen des Geldes tun. Da die Missionare nichts »von den Heiden« nahmen (V. 7), bildete die Gemeinde ihre einzige Unterstützung. Sie waren frei von Habgier (2. Korinther 2, 17; 1. Timotheus 5, 17, 18). Drittens, jene, die Gastfreundschaft ausüben, haben Anteil an den Diensten ihrer Gäste (V. 8). 2. Johannes 10 und 3. Johannes 8 schildern die gleiche Situation nur mit anderen Vorzeichen; in 3. Johannes 8 wird gastfreundliches Verhalten gegenüber richtigen Lehrern befürwortet, wie umgekehrt in 2. Johannes 10 vor der Gastfreundschaft gegenüber falschen Lehrern gewarnt wird. Wer Gastlichkeit erweist, nimmt an den Taten des Gastes teil (zum Guten oder Schlechten). 9 Ich habe der Gemeinde. Johannes hatte offenbar schon einen Brief an die Gemeinde geschrieben, vielleicht mit dem Thema Gastfreundschaft, der den Adressaten allerdings nie erreichte. Vielleicht hatte Diotrephes ihn der Gemeinde nie vorgelesen, da er Johannes’ Autorität nicht akzeptierte (vgl. V. 9.10). Diotrephes, der bei ihnen der Erste sein möchte. Im zweiten Teil seines Briefes verurteilte Johannes das Verletzen der Gastfreundschaft gegenüber treuen Dienern des Wortes. Der Ausdruck »der erste sein zu wollen« vermittelt den Gedanken eines egoistischen, selbstsüchtigen Menschen. Es erinnert an einen selbstdarstellerischen Demagogen, der keinem dient, aber von allen verlangt, ihm zu dienen. Diotrephes’ Handeln steht im direkten Widerspruch zu den Lehren Jesu und des NT über das Dienen in der Gemeinde (vgl. Matthäus 20, 2028; Philemon 2, 5-11; 1. Timotheus 3, 3; 1. Petrus 5, 3). nimmt uns nicht an. Diotrephes veranschaulichte das Gegenteil von Güte und Gastfreundschaft gegenüber Dienern Gottes. Er bestritt sogar Johannes’ apostolische Autorität über die örtliche Gemeinde und lehnte somit die Offenbarung Gottes ab, die Johannes in Vollmacht überbrachte. Sein Stolz war bestrebt, die Herrschaft Christi durch Johannes in der Gemeinde zu verdrängen. Diotrephes’ Charakter war das genaue Gegenteil des sanften und liebevollen Gajus, der Gastfreundschaft bereitwillig gezeigt hatte. 10 Darum will ich ihm, wenn ich komme, seine Werke vorhalten. Johannes’ apostolische Autorität bedeutete, dass Diotrephes



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