Kolosser 1, 24

Der Brief des Paulus an die Kolosser (Kolosserbrief)

Kapitel: 1, Vers: 24

Kolosser 1, 23
Kolosser 1, 25

Luther 1984:NUN freue ich mich in den Leiden, die ich -a-für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, das ist die Gemeinde. -a) Epheser 3, 13; 2. Timotheus 2, 10.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):JETZT freue ich mich der Leiden-1-, die ich für euch-2- zu erdulden habe, und ergänze das-3-, was an den Trübsalen Christi noch fehlt, in meinem Fleisch für seinen Leib, das heißt für die Gemeinde, -1) o: in den Leiden. 2) = zu eurem Besten. 3) o: fülle das aus.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:JETZT freue ich mich in den Leiden für euch-a- und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde-1b-. -1) o: Versammlung. a) Epheser 3, 1.13; Philipper 2, 17. b) V. 18.
Schlachter 1952:NUN freue ich mich in den Leiden für euch und erdulde stellvertretend-1- an meinem Fleisch, was noch fehlte an den Trübsalen Christi für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, -1) o: ergänze.++
Zürcher 1931:JETZT freue ich mich in den Leiden für euch und fülle an seiner Statt an meinem Fleische aus, was den Trübsalen Christi noch fehlte, zugunsten seines Leibes, der die Kirche-1- ist, -Epheser 3, 1.13. 1) vgl. Anm. zu Epheser 1, 22.
Luther 1912:Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich a) für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in Christo, für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, - a) Epheser 3, 13.
Luther 1545 (Original):Nu frewe ich mich in meinem Leiden, das ich fur euch leide, vnd erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an trübsaln in Christo, fur seinen Leib, welcher ist die Gemeine,
Luther 1545 (hochdeutsch):Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in Christo für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde,
Neue Genfer Übersetzung 2011:Angesichts von all dem freue ich mich auch über die Nöte, die ich durchmachen muss, denn sie kommen euch zugute. Sie gehören zu den Bedrängnissen um Christi willen, die nach Gottes Plan noch ausstehen, und was ich davon an meinem eigenen Körper erleide, nehme ich damit dem Leib von Christus ab, der Gemeinde,
Albrecht 1912/1988:Jetzt freue ich mich in meinen Leiden, die ich zu euerm Besten dulde. Und was mich von Christi Trübsalen-a- bisher noch nicht getroffen hat, das koste ich nun, indem ich ihm dadurch für seine Liebe danke, in meinem (sterblichen) Fleische bis zur Neige aus. Das leide ich für seinen Leib, die Kirche-b-*. -a) vgl. 2. Korinther 1, 5; Philipper 3, 10. b) Epheser 3, 1.
Luther 1912 (Hexapla 1989):Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich -a-für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in Christo, für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, -a) Epheser 3, 13.
Meister:Jetzt freue-a- ich mich in meinen Leiden-b- für euch und erfülle stellvertretend das Fehlende an den Drangsalen des Christus in meinem Fleische für Seinen Leib, welcher ist die Gemeinde-c-, -a) Römer 5, 3; 2. Korinther 7, 4. b) 2. Korinther 1, 5.6; Epheser 3, 1.13; Philipper 3, 10; 2. Timotheus 1, 8; 2, 10. c) Epheser 1, 23.
Menge 1949 (Hexapla 1997):JETZT freue ich mich der Leiden-1-, die ich für euch-2- zu erdulden habe, und ergänze das-3-, was an den Trübsalen Christi noch fehlt, in meinem Fleisch für seinen Leib, das heißt für die Gemeinde, -1) o: in den Leiden. 2) = zu eurem Besten. 3) o: fülle das aus.
Nicht revidierte Elberfelder 1905:Jetzt freue ich mich in (den) Leiden-1- für euch und ergänze in meinem Fleische, was noch rückständig ist von den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Versammlung, -1) TR: in meinen Leiden.++
Revidierte Elberfelder 1985-1991:JETZT freue ich mich in den Leiden für euch-a- und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde-1b-. -1) o: Versammlung. a) Epheser 3, 1.13; Philipper 2, 17. b) V. 18.
Schlachter 1998:Nun freue ich mich in meinen Leiden für euch und erdulde stellvertretend-1- an meinem Fleisch, was noch fehlt an den Drangsalen des Christus für seinen Leib, der die Gemeinde ist. -1) o: fülle stellvertretend aus.++
Interlinear 1979:Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und fülle in Stellvertretung aus die fehlenden an den Bedrängnissen Christi in meinem Fleisch für seinen Leib, der ist die Gemeinde,
NeÜ 2021:Wie Paulus für die Gemeinde kämpftJetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Ich setze also meinen Körper für das ein, was von den Leiden des Messias für seinen Körper, nämlich die Gemeinde, noch aussteht.
Jantzen/Jettel 2016:Nun bin ich froh in meinen a)Leiden für euch, und ich fülle vertretend auf, was noch fehlt von der Bedrängnis Christi in meinem Fleisch für seinen Leib, der die b)Gemeinde ist, 1)
a) Philipper 2, 17; Epheser 3, 13
b) Epheser 1, 23
1) Der Sinn der schwierigen Formulierung im Gt. scheint folgender zu sein: Christus hat für jeden ein Maß an Leiden für ihn bestimmt. Solches Leiden wird stellvertretend für Christus gelitten. Paulus vertritt in seinem Leiden Christus, nicht die Gemeinde (in 2. Korinther 1, 3 .4 .5 nennt er unsere Bedrängnis „Leiden Christi“), und füllt auf, was noch fehlt von dem Maß an Leiden und Bedrängnissen, die Christus für ihn bestimmt hat.
English Standard Version 2001:Now I rejoice in my sufferings for your sake, and in my flesh I am filling up what is lacking in Christ's afflictions for the sake of his body, that is, the church,
King James Version 1611:Who now rejoice in my sufferings for you, and fill up that which is behind of the afflictions of Christ in my flesh for his body's sake, which is the church:



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:1, 3: Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Mit Hilfe dieser Bezeichnung hat man häufig dargelegt, dass Jesus wesensgleich ist mit Gott, so wie jeder wahre Sohn wesensgleich mit seinem Vater ist. Der Ausdruck ist eine Bekräftigung der Gottheit Christi (vgl. Römer 15, 6; 2. Korinther 1, 3; 11, 13; Epheser 1, 3; 3, 14; 1. Petrus 1, 3). 1, 3 im Licht. Mit »Licht« beschreibt die Bibel intellektuell gesehen göttliche Wahrheit (Psalm 119, 130) und moralisch gesehen göttliche Reinheit (Epheser 5, 8-14; 1. Johannes 1, 5). Das Erbe der Heiligen existiert im geistlichen Reich der Wahrheit und Lauterkeit. Dort wohnt Gott selbst (1. Timotheus 6, 16). Daher ist Licht auch ein Synonym für das Reich Gottes. Vgl. Johannes 8, 12; 2. Korinther 4, 6; Offenbarung 21, 23; 22, 5. 1, 3 Das gr. Wort für »Ebenbild« ist eikon, wovon das dt. Wort »Ikone« abstammt. Es bedeutet »Kopie« oder »Abbild«. Jesus Christus ist das vollkommene Bild – das exakte Abbild – Gottes. Er war von aller Ewigkeit her in der Gestalt Gottes selbst (Philemon 2, 6; vgl. Johannes 1, 14; 14, 9). Mit dieser Beschreibung Jesu betont Paulus, dass Christus sowohl die Repräsentation als auch die Offenbarung Gottes ist. Von daher ist er in jeder Hinsicht völlig Gott (vgl. 2, 9; Johannes 8, 58; 10, 30-33; Hebräer 1, 8). der Erstgeborene, der über alle Schöpfung ist. Vgl. V. 18. Das gr. Wort für »Erstgeboren« kann sich auf jemanden beziehen, der zeitlich als erster geboren wurde, doch in den meisten Fällen bezeichnet es eine vorrangige Stellung oder einen höheren Rang (s. Anm. zu Hebräer 1, 6; vgl. Römer 8, 29). Sowohl in der gr. als auch in der hebr. Kultur war der Erstgeborene der vorrangige Sohn, der von seinem Vater das Erbrecht empfing, ob er nun als erster geboren war oder nicht. Dieser Begriff wird für Israel verwendet, das zwar nicht zeitlich die erste Nation, aber die vorrangige Nation war (vgl. 2. Mose 4, 22; Jeremia 31, 9). In diesem Zusammenhang bedeutet Erstgeborener eindeutig nicht »geschaffen«, sondern »von höchstem Rang« (vgl. Psalm 89, 28; Offenbarung 1, 5), und das aus mehreren Gründen: 1.) Christus kann nicht zugleich der »Erstgeborene« und »Ein-geborene« sein (vgl. Johannes 1, 14.18; 3, 16.18; 1. Johannes 4, 9); 2.) wenn der »Erstgeborene« zu einer Gruppe gehört, steht diese Gruppe im Plural (vgl. V. 18; Römer 8, 29), doch die Bezugsgruppe hier ist die »Schöpfung« – und die steht im Singular; 3.) wenn Paulus lehrte, Christus sei ein erschaffenes Wesen, stimmte er damit der Irrlehre zu, die er mit dem Brief widerlegen wollte; und 4.) kann Christus unmöglich geschaffen und zugleich der Schöpfer von allem sein (V. 16). Deshalb ist Jesus der Erstgeborene im Sinne der Vorrangstellung (V. 18) und besitzt das Erbrecht »über aller Schöpfung« (vgl. Hebräer 1, 2; Offenbarung 5, 1-7.13). Er existierte vor der Schöpfung und steht in seinem Rang über ihr. S. Anm. zu Psalm 2, 7; Römer 8, 29. 1, 3 Gläubige haben in Christus alles, was sie brauchen, sowohl von ihrer Stellung her durch die zugerechnete vollkommene Gerechtigkeit Christi (s. Anm. zu 1, 22), als auch volles Genüge in allen himmlischen Gütern, die zur geistlichen Reife führen (s. Anm. zu 2. Petrus 1, 3.4). das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt. Jesus Christus ist der Schöpfer und Herrscher des Universums und aller geistlichen Wesen (s. Anm. zu 1, 16), und kein Gott unterordnetes Wesen, das von Gott ausgestrahlt wird, wie die Irrlehrer von Kolossä behaupteten (s. Einleitung: Hintergrund und Umfeld).



Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung - Neues Testament und Psalmen
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Predigten über Kolosser 1, 24
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